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Heuen von Bienenweide? auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 23.08.2014
Beiträge: 10
Zwiebelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.08.2014, 23:35

Heuen von Bienenweide?


Hallo,

ich bin aktuell ja am Überlegen Kaninchen anzuschaffen. Da taucht natürlich dann auch die Ernährungsfrage auf. Das Kaninchen da nicht unbedingt kostengünstig sind, habe ich schon rausgefunden.
Gerne würde ich die Kaninchen aus dem eigenen Garten versorgen (der ist groß ), allerdings weiß ich nicht, ob das realistisch ist. Aufgrund der Ziegen und Gänse heue ich selbst, von eher mageren Wiesen, mit ein paar Kräutern. Nachsaat an Käutern damit http://www.saatgut-shop.de/product_info.php?info=p137_kraeutermenue-fuer-pferdeweiden---wildwiesen--500-g-.html . Da ich erst spät mähe, nur ein Schnitt. Davon könnten die Kaninchen gerne was abhaben, ich hab eh immer zuviel :P

Aber nur Heu ist ja ungesund, habe ich schon rausgefunden. Kohlanbau ist kein Problem, ich habe genug Fläche und Gott sei Dank kein Schädlingsproblem.
Ansonsten habe ich noch einen halben Hektar Bienenweide. Da steht (neben Gras als 'Untersaat') Schafgarbe, Borretsch, Dill, Wegwarte, Magherite, Kornblume, mehrere Kleesorten, Klatschmohn, Buchweizen, ein paar Sonnenblumen und Futterraps. Teilweise noch andere Kräuter, die aus meinem Garten rübergewandert sind. Im Spätsommer könnte ich einen Teil abmähen und verheuen. Vielleicht wäre das eine gute Alternative? Oder sind das dann zuviele Kräuter? Ist gar etwas dabei, was die Kaninchen nicht fressen dürfen?

Eine weitere Frage, ich habe leider immer wieder Jakobskreuzkraut zu kämpfen verfluchtes Teufelszeug Ich stehe es immer im Frühjahr bei der Blüte großzügig aus. Nun habe ich gehört, das Kaninchen das fressen dürfen. Stimmt das tatsächlich? Ich gebe das ja noch nicht mal meinen Ziegen (und die mampfen sogar Robinien).

LG



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Benutzerbild von SilversWacht
Kaninchen
 
Registriert seit: 27.04.2014
Beiträge: 2.964
SilversWacht befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.08.2014, 02:15

Hi. :-)
Selbst zu heuen wäre mein Traum. Großartig
Alles was du soweit aufgezählt hast, kannst du zu Heu machen.
Ich trockne Kräuter stellenweise noch seperat. Also... Kräuter als Mehrzahl ist zu viel gesagt. Bei uns lass ich die Brennnessel immer hochwachsen, dann werden die aufgehängt und getrocknet dann zusätzlich gefüttert.

Wegen der kostenspieligen Fütterung:

Neben Heu kriegen die meisten Kaninchen hier im Forum jeden Tag noch eines:
Frische, saftige, leckere Wiese.

Ich sammel immer 4 Körbe voll (für 11 Kaninchen)
Ich geh meistens Abends sammeln, wegen der Arbeit.
Dann wird gegen Abend etwas mehr als die Hälfte verfüttert. Der Rest bleibt in den Körben stehen.
Gegen Morgen dann nicht ganz der Rest.
Damit ich im Notfall nochmal nachfüllen kann. Wenn bis zum nächsten Sammelakt das Nachfüllen nicht nötig war, kommt der Rest zu den Kaninchen und dann wird nach dem Sammeln wieder aufgefüllt.

Kaninchen fressen ja so oft am Tag. Wenn man die im Garten beobachtet, sind die eigentlich nur am fressen, faul rumliegen (und teilweise dabei am fressen) und am rennen, mit zwischenstops zum Fressen.
Daher sehe ich zu, dass an den Futterstellen rund um die Uhr für die Kaninchen verwertbare Wiese vorhanden ist.

Und da ist eine Wiesenraufe ganz praktisch. Sonst kötteln und pinkeln dir die Kaninchen drauf und fressen dann evtl nicht mehr

Heu ist übrigens das Ersatzfutter für frische Wiese, daher sollte frische Wiese, mit so vielen verschiedenen Kräutern wie möglich, an oberster Stelle stehen, sofern man die Möglichkeit dafür hat (und wie ich sehe, hast du sie )

Und da ich gerade meine Seiten alle durchgehe...

[url]http://www.kanincheninfo.eu/[/url] (Sehr empfehlenswert, bin ich auch erst heut... gestern drauf gestoßen, da jemand die Seite im Forum gepostet hat (Dankeschön!))
[url]http://www.kaninchen-wuerden-wiese-kaufen.de/[/url] (der Name sagt schon alles!)
[url]http://www.diebrain.de[/url] (stellenweise nicht ganz up to date, aber großartige und übersichtliche Informationsseite!)
[url]http://www.kaninchenforum.de[/url] (Hah. fir FAQ sind sehr empfehlenswert! Und auch die einzelnen Gehegebilder die im Bereich Gehege gepostet werden sind toll)

Richtung Herbst, wenn die Wiese weniger wird, kann man dann Kohl beifüttern.
Da ich erst seit diesem Jahr Wiese füttere, bin ich echt schon gespannt, wie das wird

Jakobskreuzkraut, urm...
da leg ich mich nun mal nicht aus dem Fenster.

Eibe und gefleckter Schierling sind für die Kaninchen tödlich.
Farn sollte man auch nicht füttern. Mit Zierpflanzen bzw "Deko" Pflanzen sollte man aufpassen.

Hortensien sollen zwar nicht gesund sein, aber beim Zusammentreffen meiner Kaninchen und den Bauernhortensien war definitiv die Pflanze diejenige, die es nicht überlebte... ich bete dafür, dass sich das Grundgerüst der Pflanze im Frühjahr wieder erholt, (mehr is es nicht mehr) sonst werde ich einen Kopf kürzer gemacht.

Bärenklau und Riesenbärenklau dürfen Kaninchen fressen. Allerdings sollte man sich dabei auf die Blätter beschränken.



Edit:
Jakobskreuzkraut
Ich war dieses Jahr auf einer Fortbildung für Pflanzenschutzscheininhaber. Da hat der Referendar die Herkulesstaude/Riesenbärenklau in den Mittelpunkt gestellt (so ein bisschen... ;^)) Jedenfalls meinte er nur, dass, wenn man die Pflanzen wegmäht es gut sein kann, dass dann eine Fläche, die 3x größer ist als die ursprüngliche Befallsfläche, von der Pflanze befallen wird, da ja die Samen verteilt werden. Das passierte noch bei ein paar anderen Versuchen, die Pflanze los zu werden, außer den Mäher zu schwingen...

Und ich dachte mir dann immer nur... wieso nicht einfach vorher die Blüten einsacken, so, dass die erst gar keine Samen verteilen können? Na ja. Ob es hilfreich ist, kA. :°)



__________________
Nele Milka Milly Lio
Summer Sunai Zsa Zsa Georgie Paula

In Erinnerung an
Luna, Silver, Jumbo, Lilly, Perci, Ignaz, Edward, Donna, Sunny, Fritz und Klopfer

Lieber ein kastriertes, als ein einsames Leben.



Geändert von SilversWacht (24.08.2014 um 02:19 Uhr).

Ninchen
 
Registriert seit: 23.08.2014
Beiträge: 10
Zwiebelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.08.2014, 09:15

Fein, fein. Dann werde ich nächstes Jahr mal schauen, dass ich die Bienenweide noch ein bisschen erweitere, damit auch ja alle satt werden.

Problem beim Jakobskreuzkraut ist, dass sich das Zeug auch über Rhizome, also unterirdisch vermehrt. Grunsätzlich entferne ich es deutlich vor der Samenreife, also sobald es anfängt zu blühen. Früher wäre besser, aber das geht eigentlich nur auf einer homogenen Weide, in meinem Chaos hier ist das Zeug nur schwer zu finden. Dann mit wird es komplett mit Wurzeln rausgestochen und verbrannt. Hat mir meine Botanikprofessorin damals so empfohlen.
Würde ich auf nem Inselchen leben, hätte ich auch schon meine Ruhe, leider wurde die Bahntrasse hier mit dem Zeug als Schmetterlingsweide bepflanzt, weil blüht ja schön Es ist also ein Kampf gegen Windmühlen. Erschwerend hinzu kommt, dass der Honig von dem Zeug nicht schmeckt/gesundheitlich nicht ganz unbedenklich ist. In meinem ersten Jahr, konnte ich die komplette Produktion wegtun. Da habe ich dann mit der Bienenweide angefangen. Inzwischen fliegen die fleissigen Arbeiterinnen aber brav die Bienenweide an und nicht mehr zur Bahntrasse.

Riesenbärenklau steht hier zum Glück keiner.

Tante Edit sagt: Vielen Dank für den Link Kaninchen würden Wiese kaufen", der ist spannend. Und vor allem mit Quellenangaben, was ja leider die meisten Websites vermissen lassen.




Geändert von Zwiebelchen (24.08.2014 um 09:42 Uhr).
 
 
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