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Massive Zahnprobleme auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 25.03.2014
Beiträge: 8
Eddie11 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.08.2014, 10:40

Massive Zahnprobleme


Hallo

Bei meinem Kaninchen Eddie ist es mit den Zähnen richtig schlimm geworden.
Er hat eine massive Kieferfehlstellung.
Im September fing es an, dass wir die Zähne korrigieren lassen mussten.
Seitdem wird es immer schlimmer....
Mittlerweile müssen wir ein oder zweimal im Monat die Zähne kürzen lassen.
Eddie frisst eigentlich permanent schlecht.
Seit zwei Wochen frisst er fast nur noch Trockenfutter. Grünes und Heu lässt er komplett liegen...
Am Freitag war ich schon beim Tierarzt, der auch die Zähne vorn gekürzt hat. Jedoch meinte er, dass die Zähne nur unter Narkose richtig gut korrigiert werden können.
Ich weiß nicht, wie ich mich jetzt entscheiden soll...
Soll ich die Zähne unter Narkose machen lassen? (Da müsste ich zu einem anderen Tierarzt gehen, da meiner grad Urlaub hat. Ich könnte aber noch die ein einhalb Wochen warten, bis mein Tierarzt wieder aus dem Urlaub zurück ist...)
Eddie ist so noch richtig mobil. Er klappert aber immer mit den Zähnen und frisst, wie schon geschrieben steht, fast nur noch Trockenfutter...

Was würdet Ihr in meiner Lage machen?



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Benutzerbild von NiTi
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2014
Beiträge: 3.289
NiTi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.08.2014, 10:45

Als Erstes das Trockenfutter streichen, komplett. Das verschlimmert das Problem nur.

Wurde ein Röntgenbild gemacht? Wie wurden die Zähne gekürzt, geschliffen?

Ich würde sie durchaus unter Narkose vernünftig bearbeiten lassen, denn wenn die Zähne nicht richtig funktionieren, kann das Kaninchen nicht fressen, und das kann lebensbedrohlich werden. Ich würde auch keine 1,5 Wochen warten, die Zähne wachsen ja recht schnell.

Also, Trockenfutter weglassen, röntgen lassen, mit richtiger Diagnose dann entsprechend die Zähne bearbeiten lassen. Kann gut sein, dass auch die Backenzähne geschliffen werden müssen.

Aber ich meine mich erinnern zu können, dass einige TÄ die Zähne auch ohne Narkose vernünftig bearbeiten können...



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Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.08.2014, 11:50

Am schonendsten wäre eine Gasnarkose. Leider gibt es aber auch Kaninchen die bei dieser Narkose panisch werden. Trotzdem ist es empfehlenswert Zähne und Kiefer mal ganz genau anzuschauen. Das geht halt in Narkose am Besten.



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Ninchen
 
Registriert seit: 25.03.2014
Beiträge: 8
Eddie11 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.08.2014, 08:38

Eddie frisst heute wieder fast ganz normal das Grüne...( sogar Möhre. Die hat er Tage nicht angerührt)
Er klappert aber immer noch mit den Zähnen.

Soll ich heute zum Tierarzt gehen oder noch warten?
( Ich habe, ehrlich gesagt, Angst vor der Narkose, da ich dadurch schon mal ein Kaninchen verloren habe)




Benutzerbild von iLulu
Kaninchen
 
Registriert seit: 12.07.2012
Beiträge: 4.098
iLulu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.08.2014, 08:59

Du solltest auf jeden Fall zum TA gehen, wenn Eddie offensichtlich Schmerzen hat.

Bisher wurden die Zähne immer abgeknipst, oder?
Das ist leider gar nicht gut für die Zähne, da sie dadurch brechen können und sich schneller eine Entzündung and er Zahnwurzel bilden kann, durch die hohen Belastungen beim Abknipsen.

Da er trotz gekürzter Zähne Schmerzen hat, hört sich das so an, als würde es nicht nur an den Zahnspitzen liegen, sondern eventuell auch an den Wurzeln. Wenn im Kiefer bzw. an den Zahnwurzeln eine Entzündung oder ein Abzess sitzt muss schnellstmöglich gehandelt werden.

Ein Röntgenbild ist unumgänglich. Je nachdem was dann die Diagnose ist kann es sein, dass eine OP notwendig ist. Umso länger du das alles herauszögerst - aus Angst vor der Narkose - desto größer die Gefahr, dass er früher oder später das fressen einstellt. Heißt, umso länger du wartest, desto gefährlicher wird eine Narkose!

Wenn beim Röntgen nichts raus kommt, kannst du nach anderen Ursachen suchen. Aber dann hast du wenigstens Sicherheit.

Wenn du deinem TA das nicht zutraust - schreib bitte mal Marinahexe an, die kann dir sicher einen guten und kaninchenerfahrenen TA in deiner Nähe nennen.



Lupine likes this.
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Ninchen
 
Registriert seit: 25.03.2014
Beiträge: 8
Eddie11 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.08.2014, 19:59

Ich war gestern mit Eddie beim Tierarzt.

Er meinte, dass es Geräusche in der Lunge gibt und er Fieber hat (39.6°C).
Zudem hat er noch eine Bindehautenzündung.
Ich muss ihm Antibiotikum und Augensalbe geben.

Der Tierarzt hat auch gesagt, dass die Zähne noch in Ordnung sind und solange das Kaninchen noch Möhre frisst, sind die Zähne noch nicht so schlimm, dass sie korrigiert werden müssen.




Benutzerbild von NiTi
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2014
Beiträge: 3.289
NiTi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.08.2014, 20:02

Der TA hat gesagt, das Kaninchen hat Fieber mit 39,6°? Nein, das ist Normaltemperatur.

Zähne NOCH in Ordnung ist auch nicht so prickelnd, denn empfindliche Kaninchen fressen schon mit minimalen Zahnspitzen nicht mehr richtig.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 17.083
LuLu03 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.08.2014, 20:04

Dann kannst du deinem tierarzt mal sagen das das de größte mist ist.
Matilda hat mit einem vollkommen vereitertem kiefer noch Möhre gegessen auch äste und co.
Wenn kaninchen nicht mehr fressen ist aller höchste eisenbahn was die schmerzen angeht!

Und 39,6 is kein fieber! Alles über 40 grad ist fieber.
Kaninchen haben eiene höhere Temperatur als menschen.

Ich würde dir mal ganz dringend einen neuen tierarzt empfehlen.



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 16.08.2014, 21:03

Ich kann mich da nur anschließen, Leo fraß selbst mit katastrophalem Zahnbild noch Möhre, und stellte von einem Tag auf den anderen das Fressen völlig ein. Die Folge: nicht nur die Zahnsanierung in Narkose, sondern auch mehrtägige Zwangsernährung weil die Spitzen und Kanten seine Mundschleimhaut massiv in Mitleidenschaft gezogen hatten! Es war das erste Mal dass er Zahnprobleme zeigte. Die nächsten Male war ich bereits etwas sensibler und habe ihn besser beobachtet.

Nach einiger Zeit habe ich schon an seinen Kaubewegungen gesehen, wann es Zeit für eine Korrektur war. Der Tierarzt hat sich in einem Fall sogar auf mich verlassen, obwohl er nicht viel problematisches sah - als Leo in Narkose lag, konnte er das ganze Ausmaß der Katastrophe sehen und zeigte sich betroffen als ich Leo abholte. Das sollte dein Tierarzt sich mal überlegen, wie winzig ein Kaninchenmaul ist. Sieht man bereits etwas, können sich in den nicht einsehbaren Bereichen (so lange das Kaninchen wach ist, wird es sich gegen die Untersuchung mit der Zunge zur Wehr setzen!!!) noch viel größere Katastrophen verbergen!

Noch etwas bedenkt dein Tierarzt nicht, obwohl er das wissen sollte: Zähne verlagern sich durch Druck. Sonst gäbe es keine Kieferorthopäden. Ein fehlstehender Zahn beim Kaninchen wird ungleichmäßig abgeschliffen, dadurch schief abgeschliffen. An der Seite wo er zu wenig abgeschliffen wird, wird er deshalb länger als an der anderen, weil die Zähne ja ständig nachwachsen. Das führt dazu dass der Zahn immer schiefer und schiefer wird! Und anders herum kann eine frühzeitige Korrektur sogar die Korrekturabstände verlängern, weil der Zahn korrigiert wurde und sich damit die Druckverteilung ändert. Das führt dazu dass der Zahn sich zumindest nicht weiter neigt, im besten Fall sogar wieder etwas gerader gedrückt wird.

Meine Bitte: hol eine zweite Meinung ein. Dieser Tierarzt versteht wenig von Kaninchen (das angebliche Fieber...) und noch weniger von Kaninchenzähnen.



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 16.08.2014, 21:08

Noch etwas wichtiges habe ich vergessen: der Tierarzt hat offensichtlich auch keine Ahnung, was für Folgeschäden nicht optimal stehende Zähne verursachen können. Dadurch dass die Nahrung nicht optimal zerkleinert werden kann, wird über kurz oder lang ein Teil der wichtigen Darmflora kaputt gehen. Das kennen fast alle Besitzer von Zahnkaninchen: es siedelt sich ein massiver Hefenbefall im Darm an. Das führt zu Durchfall und im schlimmsten Fall zu Aufgasungen, und eine Aufgasung beim Kaninchen kann im schlimmsten Fall leider tödlich enden! Auch bei Leo flammten die Hefen immer wieder auf sobald die Zähne schlechter wurden.

Zunächst sollte der neue Tierarzt die angeblichen Lungengeräusche untersuchen. Es sollte neben dem Abhören gegebenenfalls eine Röntgenaufnahme gefertigt werden, um mögliche Narkoserisiken erkennen zu können. Ist dort alles in Ordnung, sollten so schnell wie möglich mittels einer schonenden Gasnarkose (belastet den Kreislauf nicht so stark wie eine herkömmliche, nicht aufhebbare Injektionsnarkose) oder einer sogenannten antagonisierbaren (also aufhebbaren) Injektionsnarkose die Zähne gründlich saniert werden.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 01.10.2012
Beiträge: 284
rena84 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.08.2014, 08:30

Hallo Eddie,

ich kann Lulu nur absolut Recht geben, bei Kaninchen mit Zahnproblemen ist nichts so, wie es zu sein scheint! Ich hab auch so einen Kandidaten zu Hause, der mir auch grad den letzten Nerv raubt und ich musste auch erst mit der Zeit lernen, wann er Probleme mit den Zähnen hat. Bin mir auch grad nicht mehr sicher, ob Zähne oder wirklich krank. Von ihm kenn ich auch das plötzlich zu fressen aufhören, oder noch besser, er hat immer gefressen, wenn ich hingeguckt hab, sobald ich weg war, hat er aufgehört. Und dann wundert man sich, warum Hase Bauchweh und nen leeren Bauch hat, er hat doch gefressen Also, du bist in guter Gesellschaft!

Also, wie schon öfter geschrieben, wechsel den Tierarzt! Ich hab auch schon zweimal gewechselt. Mach dir dein eigenes Bild vom TA! Ich bin erst von einer TÄ weg, die wird hochgelobt für Zahnkaninchen, ich persönlich werd lieber doppelt so weit fahren, als diese Praxis noch einmal zu betreten. Manchmal gibt's Bewertungen im Internet, da hab ich den jetzigen raus, der ist super.
Wo wohnst du denn? Vielleicht kann dir jemand einen empfehlen.

Und mit der Narkose, ich kanns dir nachfühlen, es ist furchtbar, ein Tier zu verlieren. Aber hast du eine Wahl? Denk daran, was das beste für das Tier ist. Mein Maxi war 7, als er unters Messer musste, nach zwei Tagen war er putzmunter. Ich hatte soooo Schiss.......aber keine andere Wahl. Wenn der TA die Zähne vernünftig unter Narkose macht, hast du erstmal Ruhe davon.

Ich drück dir die Daumen, dass bald alles gut wird




Ninchen
 
Registriert seit: 25.03.2014
Beiträge: 8
Eddie11 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.08.2014, 10:49

Danke für die ganzen Meinungen von euch.

Ich war bei dem Tierarzt nur, weil meine eigentliche Tierärztin gerade Urlaub hat.
Ich werde auf jeden Fall nochmal zu ihr gehen und Eddie unter Narkose behandeln lassen.



 
 
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