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Blindes Kaninchen - eure Erfahrung? :-) auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Shamrock

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Ninchen
 
Registriert seit: 12.07.2014
Beiträge: 5
Shamrock befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.07.2014, 18:44

Blindes Kaninchen - eure Erfahrung? :-)


Hallo liebe Wackelnasenfreunde
Ich bin zu euch gekommen weil ich dringend den Austausch mit anderen suche.
Es geht um meinen kleinen Nepomuk, er ist 4-5 Jahre alt und blind.
Ich habe ihn vor einer Woche aus dem Tierheim mitgenommen, er saß dort Jahre alleine im Käfig da er in Gruppen ( ich denke durch seine Behinderung ) verbissen wurde.
Naja... Niemand wollte ihn, blind schwarz und älter sind wohl nicht so die Dinge die Leute von einem Ninchen erwarten.


Ich hatte schon öfters blinde Hunde auf Pflegestelle und dachte mir somit ich stelle mich dem ganzen einfach mal, es kann ja nur besser für ihn werden.
Gerade hat er ein Gehege von ca 5m² das natürlich kaum eingerichtet ist das klettern ein Problem für ihn ist.
Ich habe jetzt schon nachgedacht ob ich ihm selbst Einrichtung mit hohen Geländer baue?!
Grundsätzlich könnte er auch die ganze Wohnung nutzen aber ich denke das überfordert ihn.


Ich spreche ihn immer an und rede dauerhaft mit ihm, orientieren fällt ihm aber trotzdem sehr schwer und ich muss ihm das Essen vor die Nase legen.
Streicheln findet er blöd, ist aber nicht super schüchtern, er frisst also auch aus der Hand und so.


Wie geht ihr mit euren Blindies um? Wie sieht euer Tag aus? Erzählt mal!
Gerne würde ich ihm auch eine ruhige Freundin holen, wie seht ihr das?
Würde mich über einen Austausch sehr freuen :-)


Viele Grüße!!


Ps. Liebe Admins ich hoffe ich bin hier richtig, wenn nicht bitte verschieben!



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Benutzerbild von Kreusa
Kaninchen
 
Registriert seit: 29.08.2010
Beiträge: 5.830
Kreusa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.07.2014, 18:48

Ich finde es erstmal toll, das du ihn mitgenommen hast . Eine ruhige Freundin halte ich auch für eine sehr gute Idee, an ihr kann er sich dann besser orientieren. Zusätzlich würde ich im Gehege natürlich nicht dauernd etwas umstellen, damit er sich mit der Zeit daran gewöhnen kann, wo alles ist. Ich denke, dann wird er sich darin auch sicherer bewegen.



__________________
It takes very special qualities to devote one's life to problems with no attainable solutions and to poking around in dead people's garbage: Words like 'masochistic', 'nosy,' and 'completely batty' spring to mind.

Paul Bahn. 1989. Bluff Your Way in Archaeology.

Introverted iNtuitive Thinking Judging



Ninchen
 
Registriert seit: 12.07.2014
Beiträge: 5
Shamrock befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.07.2014, 18:51

Danke, ich konnte nicht anders :-)
Das alles an seinem Platz bleibt ist klar, aber ich möchte ihm ja auch ein bisschen was bieten, habe Angst das er sich total langweilt :/ Daher suche ich nach blindenfreundlichen Möglichkeiten.




Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.925
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.07.2014, 19:22

Hallo Shamrock,

unser seinerzeit letztes Kaninchen wurde im Alter auch blind, hatte aber kaum Probleme damit und verließ sich dann einfach mehr auf Ohren und Nase... er fand - wenn er wollte - problemlos den Weg zurück zu Auslauf und Stall, trotz Stufen, Büschen und co, er erschien auch stets postwendend bettelnd vor der Terrassentür, wenn jemand in den Garten ging, kurz: man merkte ihm seine Blindheit überhaupt nicht an.

Nepomuk braucht wohl einfach noch ein bisschen (mehr) Zeit, um die neue Umgebung kennen zu lernen, und dann wird er sich bestimmt genauso gut zurecht finden, wie ein sehendes Kaninchen.

LG, Diabi




Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.07.2014, 19:35

Da hat der kleine Nepomuk aber Glück gehabt.
Meine Cassy (auch klein und schwarz) ist nach einem schlimmen langwierigen E. C. Ausbruch auf einem Auge blind. Sie scheint sich noch nicht allzu gut mit der Situation angefreundet zu haben. Auf der blinden Seite stößt sie manchmal schon immer noch an oder "bremst" (Tasthaare?) kurz vorher. Ich beobachte das sie sich sehr viel mehr an den verschiedenen Untergründen orientiert. Im Garten liegt Granitsteinpflaster und das nutzt sie z. B. als Orientierungshilfe. Nepomuk tastet sich ja wahrscheinlich schon etwas länger so durchs Leben deshalb denke ich das er die neue Umgebung bald erkundet hat und sich sicherer bewegen wird. Nach oben bauen würde ich eher nicht.




Ninchen
 
Registriert seit: 12.07.2014
Beiträge: 5
Shamrock befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.07.2014, 20:05

Danke für eure Antworten, das macht mir etwas Hoffnung :-)
Naja Nepi saß ja in einem kleinen Käfig, der Platz den er jetzt hat kennt er ja garnicht, ich denke das macht es halt auch schwer für ihn.
Ich werde weiter dran bleiben ein passendes Partnertier für ihn zu finden, vielleicht hilft ihm das ja auch.



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.07.2014, 20:08

Hallo Shamrock, herzlich willkommen bei uns im Forum!

Ich hatte aus einem Animalhoarding-Fall 2 blinde Weibchen aufgenommen. Wenn sie einen abgegrenzten Bereich haben, kommen sie damit wunderbar klar. Du musst nur darauf achten, dass Du nach dem Reinigen die Sachen wieder an ihren alten Platz setzt. Ein Häuschen mit Flachdach, wo sie rein und auch raufkönnen, eine Weidenbrücke, evtl. Buddelkiste, einen Karton zum Zerlegen, das alles kannst Du ins Gehege stellen. Weißt Du, warum er blind ist?

Übrigens, ein einzelnes blindes Weibchen (Hanni, ca. 2-3 Jahre, weißes Widderchen mit braunen Abzeichen) sucht ein schönes Zuhause. Vielleicht wäre sie ja die ideale Partnerin.




Ninchen
 
Registriert seit: 12.07.2014
Beiträge: 5
Shamrock befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.07.2014, 20:21

Er war wohl schwer krank und die Augen waren so vereitert das sie entfernt werden mussten. Mehr kann ich nicht sagen.
Ja Weidenbrücke und Rascheltunnel hat er momentan auch :-)
An eine Budelkiste dachte ich auch schon aber da bin ich noch am schauen. Mein anderen Rudel hat eine sehr hohe, das wäre ja eher nichts.
Meint ihr den ich sollte lieber ein blindes Näschen dazu setzen?
Nicht lieber eine Dame die ihn etwas anleitet?




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.07.2014, 20:44

Es muss nicht zwangsläufig ein blindes Kaninchen sein, aber ein Handicap-Kaninchen (ECler, Dreibein usw.) würde sehr gut passen.




Gesperrt
 
Registriert seit: 19.05.2014
Beiträge: 131
Resi-Lu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.07.2014, 00:27

Ich finde die Situation schwierig. Ich würde besonders unscihere Dinge aus dem Freilauf verbannen, denke aber dass sich solche Tiere anhand des Geruchs orientieren.

Hat er schon eine Freundin? Ich weiß nicht, was ich machen würde. Kann ja auch nach hinten los gehen mit der Freundin, wenn die Freundin gesundheitlich fit ist.
Schwierig. Aber toll, dass du ihn genommen hast. Meinen Respekt.
Und ja: Ich denke auch, dass du darauf achten solltest, dass alles seinen Platz hat. Ist ja bei einem blinden Menschen auch so.




Benutzerbild von TanjaZ
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 27.06.2013
Beiträge: 602
TanjaZ ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 08.07.2015, 18:18

Hi, ich kram mal das alte Thema raus, denn ich wollte nicht extra ein neues aufmachen.

Ich habe ja eine Kaninchendame, der schon ein Auge entnommen werden musste aufgrund diverser Zahnprobleme. Ich hatte sie vor 2 Jahren schon so vom TS zu uns nach Hause geholt. Sie kam/kommt damit nicht so 100% klar. Läuft in der Eile auch schon mal gegen Gegenstände oder auch gegen Artgenossen.

Nun hat sich leider ein Abszess direkt hinter dem verbliebenen Auge gebildet. Das Auge steht ziemlich weit raus und es läuft Eiter heraus. Sie wird zur Zeit mit AB und Schmerzmittel behandelt. Der TA hofft dass sich der Eiter durch das AB auflöst und ihr somit etwas Abhilfe geschaffen werden kann.
Aber ich sollte mir schon mal Gedanken machen, wie wir weiter verfahren sollten, wenn das nicht hilft. An diesen Abszess kommt er nur durch das Auge heran, d.h. er müsste ihr das zweite Auge auch entfernen...
Ich habe große Bedenken was die Lebensqualität eines blinden Kaninchens betrifft und bin sehr hin und her gerissen.
Könnt ihr mir da helfen? Klar ist, dass die Entscheidung letztendlich ich alleine treffen muss, aber ich will auch kein Tier leiden lassen, oder zu früh erlösen, daher wäre ich sehr dankbar wenn ihr mir da irgendwie weiterhelfen könntet mit Tipps, Zuspruch..etc..




Benutzerbild von maximus
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.10.2014
Beiträge: 15.174
maximus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.07.2015, 18:45

Mein Flöckchen war die letzten zwei Jahre seines Lebens auch blind. Ohne Probleme. Ich habe ihm nur keinen Freilauf im Garten mehr erlaubt. Das war mir wegen Fressfeinden zu gefährlich. Im Gehege kannte er sich gut aus. Wenn ich ihn streicheln wollte oder ihm Futter gegeben habe, habe ich immer schon von weitem mit ihm gesprochen ,dann hat er sich nicht so erschreckt. Ansonsten hat er ein ganz normales Leben geführt.

Dir viel Glück und gute Besserung für dein Ninchen!



__________________
Liebe Grüße von Susanna
und ihren Fellnasen.



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 30.03.2015
Beiträge: 170
Sockenplüsch befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.07.2015, 18:53

Als mein Kaninchen erblindete, habe ich es erst nicht bemerkt. Sie sprang sogar über Hindernisse, wie eh und je. Nun ist deine ja jetzt schon unbeholfen, aber vielleicht wird sie vorsichtiger, wenn sie ganz blind ist. Kaninchen haben durch die Tasthaare einen ganz anderen Gesichtssinn als wir und können Gegenstände vor sich anders fühlen. Ich musste auch nciht immer alles am selben Platz lassen, sie kam super klar.
Ich denke für dein Gewissen wirst du es ausprobieren müssen, wie sie mit Blindheit klarkommt.
Aber ich drücke dir die Daumen, dass das nicht nötig ist und würde durchaus auch nochmal schauen, ob ein anderer Tierarzt andere Ideen hat. Wenn der Eiter läuft, müsste man auch ohne das Auge zu entfernen eventuell in Narkose die Augenhöhle spülen können, so rein technisch ... hmmm ....
Vielleicht hat ja hier jemand was ähnliches erlebt mit einer anderen Lösung.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.07.2015, 19:08

Ich hatte bis vor kurzem 3 blinde Kaninchen, 2 Weibchen aus einem Notfall und den Sohn einer Häsin. Eine Häsin ist wohl im Laufe der Zeit erblindet, die zweite Häsin und ihr Sohn hatten leere Augenhöhlen. Alle 3 sind mit der Blindheit sehr gut klar gekommen. Es gab Auslauf in der ganzen Wohnung und sie haben ihr Gehege zielsicher wiedergefunden. Die zweite Häsin hat den Platz erkundet, indem sie im Kreis gelaufen ist und diesen bei jeder Runde vergrößert hat. War der Kreis groß genug, hat sie richtig Gas gegeben.

Auch blinde Tiere haben noch Lebensqualität und Freude am Leben.



 
 
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