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E.c. Auch nach 3 Wochen noch keine Besserung. Bitte um Einschätzung. auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 18.06.2009
Beiträge: 164
Lilith befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2014, 14:05

E.c. Auch nach 3 Wochen noch keine Besserung. Bitte um Einschätzung.


Hallo zusammen,

ich bitte hiermit alle EC-erfahrenen Halter um eine Einschätzung unseres Falles.

Es geht um eine unserer Häsinnen. Sie lebt in einer harmonischen 4-er-Gruppe in einem ca. 25m² großen Gartengehege. Sie ist jetzt ca. 3 Jahre alt und seit 3 Wochen an E.c. erkrankt. Sie ist ab der Taille abwärts komplett gelähmt.
Keine Kopfschiefhaltung, Blase funktioniert auch.
Sie frisst und köttelt, mit der Verdauung ist also auch alles in Ordnung.

Seit 3 Wochen bekommt sie nun Baytril und Panacur. Bisher null Besserung.
So langsam wissen meine TÄ und ich nicht mehr weiter.

Die TÄ sagt (und ich habe eine entsprechende Erfahrung mit einem Kaninchen, die ihre Aussage bestätigt), dass die Lähmung längst wieder besser sein müsste. Nach 3 Wochen fürchtet sie nun, dass das Nervengewebe irreversibel geschädigt ist und die Lähmung dauerhaft. Wenn dem tatsächlich so sein sollte, dann stellt sich uns leider die Frage, ob wir die Maus so wie sie ist, nicht lieber erlösen lassen sollen. Sie zieht beide Hinterbeine komplett hinter sich her und ich muss ihr Hinterteil täglich säubern (wg. Madengefahr, aber auch, weil der Urin halt sonst die Haut zu stark angreift).

Deshalb meine Frage an alle E.c.-erfahrenen User hier:

Wie lange haben die akuten Schübe bei euren Kaninchen angedauert?

Wann habt ihr eine deutliche Besserung bemerkt?

Oder auch: Wann habt ihr den Kampf aufgegeben und euch für die Euthanasie eures Kaninchens entschieden?

Ich bin einfach momentan total verunsichert. Einerseits möchte ich sie nicht vorschnell aufgeben (sie ist ja noch so jung), andererseits soll sie sich aber auch nicht quälen.
Das andere Kaninchen, das vor Jahren mal an E.c. erkrankt war, zeigte ca. eine Woche nach Therapiebeginn bereits eine deutliche Besserung und hat außer einem leicht taumelndem Gang nichts zurückbehalten.


Viele Grüße & vielen Dank im voraus
Lilith



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Benutzerbild von knuffelchen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2014, 14:14

Sie braucht unbedingt hochdosiertes Vitamin B für die Nerven.
Es gab hier schon einige Threads dazu, vielleicht kannst du über die Suche was rausfinden.
Crazy honeybee hat mit Freckles bei E.C. viel erreicht auch wenn Freckles dann an einem Tumor starb.
[URL="http://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/32943-meine-tierarztodysse-oder-wie-freckles-sich-zur%FCck-ins-leben-k%E4mpft.html"]http://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/32943-meine-tierarztodysse-oder-wie-freckles-sich-zur%FCck-ins-leben-k%E4mpft.html[/URL]




Geändert von knuffelchen (10.06.2014 um 14:16 Uhr).

Benutzerbild von hasis2011
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Registriert seit: 14.02.2011
Beiträge: 30.760
hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2014, 14:24

Wie wurde denn EC festgestellt und wurden andere Ursachen ausgeschlossen?



__________________



Benutzerbild von Crazy_honeybee
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.04.2013
Beiträge: 553
Crazy_honeybee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2014, 16:52

Huhu,

wurden andere Ursachen denn ausgeschlossen( auch din Bandscheibenvorfall oder sogar ein Bruch der Wirbelsäule könnte der Grund sein)?
Unbedingt brauchst Du Vitamin B Komplex, dazu würde ich auf jeden Fall was homöopathisches dazu nehmen( Hypericum wirkt positiv auf die Nerven und macht aber auch entspannt, nimmt Stress).
Dann musst Du unbedingt mit ihr trainieren, ich habe bei meiner Freckles immer die Gelenke in den Beinen so bewegt, als wenn sie hoppelt, Nerven benötigen auch Reize, um sich zu regenerieren( habe jahrelang in der Neurologie mit Schlaganfall Patienten gearbeitet, daher weiß ich das).
Kurz vor ihrem Tod haben wir aus einem Hundegeschirr einen Tragegurt gebaut, da konnten wir sie etwas anheben, daß sie ohne großes Gegengewicht die Beine bewegen konnte und somit hoppeln konnte( so halb schwebend).
Bei meiner Freckles hat es Monate gedauert und sie war noch nicht wieder komplett hergestellt, leider kam dann ihr Tumor dazwischen.
Auch wenn mir das ganze eine Menge graue Haare beschert hat würde ich es jedes Mal wieder tun, sie hatte eine schöne Zeit auch mit Behinderung.
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Tiere sich sehr gut mit Behinderungen arrangieren können, ich glaube, es hängt auch damit zusammen, daß Tiere kein Selbstmitleid empfinden, der Anblick ist für uns viel schlimmer als für die Tiere.

Du mußt Dir bewußt sein, daß es ein harter Weg ist mit viel Arbeit, Sorgen und auch Verzweiflung.
Meiner Meinung nach lohnt es sich aber mit dem Kaninchen zu kämpfen wenn es denn E.C. ist.
Schau doch sonst auch nochmal in den Thread von Tinachen( ich glaub der heißt Cassy hat E.C.) auch sie kämpft seit langem gegen diese furchtbare Krankheit.



Natie likes this.

Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2014, 18:33

Ja das tue ich allerdings und aus Erfahrung kann ich Dir sagen das es bei meiner Cassy leider auch so wahnsinnig lange gedauert hat bis sich endlich eine Besserung eingestellt hat. Ich glaube ich habe im Prinzip erst nach fünf/sechs Wochen eine Besserung fest gestellt. Im Prinzip waren es aber nie große Schritte, sondern immer ganz kleine Fortschritte. Oft habe ich diese Fortschritte auch erst beim lesen des Tagebuches (Cassy hat E. C.) erkannt. Es gab immer wieder auch Rückschritte aber ich bin sehr froh das ich nicht aufgegeben habe. Cassy hatte in der Akutphase sogar noch einen Gesäugetumor der operiert werden musste was natürlich wieder zu großen Sorgen wie sie das verkraftet, geführt hat. Die momentane Hitze macht ihr im Moment natürlich etwas zu schaffen aber ansonsten bin ich sehr zufrieden mit ihrem Zustand. Aktuell kann sie inzwischen wieder sehr gut geradeaus hoppeln und die Hinterbeinchen werden auch immer kräftiger. Diese waren auch ganz arg in Mitleidenschaft gezogen. Der Kopf ist nur noch ganz leicht schief. Blase und Darm funktionieren wieder. Leider sieht sie auf einem Auge fast nichts mehr. Ich hoffe natürlich das sich auch das bessert aber sie kommt auch damit gut klar.
Ich habe immer noch den Eindruck als ob sich alles täglich in ganz kleinen Schritten bessert. Also gib die Hoffnung nicht auf.
Ich hoffe sehr das ich Dich in Deinem Kampf etwas motivieren konnte. Ganz wichtig ist hochdosiertes Vitamin B (kann auch als Depot für ca. eine Woche gespritzt werden). Und auch ich stand vor dem Regal mit dem Leinenzubehör bei Fressnapf um ein Geschirr zum üben und zur Entlastung auszusuchen das passen könnte. (Es ging dann aber ohne). Das könnte ich mir aber für euch sehr gut vorstellen. Alles, alles Gute! LG Tina




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 18.06.2009
Beiträge: 164
Lilith befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.06.2014, 10:47

Hallo ihr vier,

vielen Dank für eure Antworten!


@ knuffelchen

Vielen Dank für den Tipp mit dem Vitamin B. Meine TÄ meint zwar, dass das „nur“ ein Add On ist und die Situation auch nicht entscheiden wird, aber sie gibt mir das Vitamin zum Spritzen (ich spritze selbst täglich das AB und jetzt dann auch das Vit. B). Ich hole die Spritzen nachher dort ab.


@ hasis2011

Der Ausbruch war an einem WE, wir sind dann in eine kleine Tierklinik in der nächsten Kreisstadt gefahren. Dort wurde die Wirbelsäule abgetastet und es wurden Reflextests an Wirbelsäule und Hinterfüßen durchgeführt. „Witzigerweise“ zeigt die Häsin Reflexe („damals“ wie heute). Sowohl in Wirbelsäule, als auch in den Füßen. Aber sie zieht dann beim Laufen die Füße komplett nach. Komisch…

Naja, jedenfalls: Wg. den positiven Reflextests sah die notdiensthabende TÄ von einem Röntgenbild ab.



@ Crazy honeybee

Vielen Dank auch für deine Tipps!

Vitamin B bekommt sie dann ab heute.

Mit der Homöopathie hab ich´s nicht so (sorry… ). Keine nachgewiesene Wirkung, dafür Stress beim Eingeben. Ich glaub nicht an Homöopathie, wenn ich ehrlich bin…

Die Krankengymnastik werde ich ab heute mit ihr machen, vielen Dank! Wie oft hast du mit deinem Kaninchen trainiert und wie lange jeweils? Sie ist leider nicht die Zahmste, aber da muss sie jetzt eben durch.

Ja, ich glaube schon, dass sich Tiere mit Behinderungen arrangieren können. Die Sache ist halt: Sie lebt in einer 4-er-Gruppe im Außengehege. Indoor halten wir keine Kaninchen. So, wie sie jetzt ist, sehe ich allerdings auf Dauer keine Möglichkeit, dass sie in dem Gehege und in der Gruppe verbleiben kann. Momentan ist es gefährlich wg. den Fliegen, im Herbst wird es kalt und feucht, im Winter dann der Schnee und die tiefen Temperaturen… Natürlich haben sie Unterschlupfmöglichkeiten (u.a. ein Gartenhäuschen), aber ist das ein Leben für sie? Von der Taille abwärts gelähmt, immer nur in den Unterschlüpfen liegend? Alternativ müsste ich sie aus der Gruppe und dem Außengehege rausnehmen und… ja, was dann? Reinholen? Auf Dauer? In Einzelhaltung? Das kommt leider bei uns nicht in Frage. Wir wollen keine Indoor-Kaninchenhaltung betreiben. Wir haben draußen bereits 6 Tiere in zwei Gruppen. Eine dritte (Indoor-)Gruppe wird es bei uns nicht geben, aus mehreren Gründen (Platz, Arbeit, Hygiene, Finanzen...).

In den Thread von Tinachen schaue ich gleich mal rein, vielen Dank.



@ Tinachen,

vielen Dank für deinen Bericht. Er und auch der Erfahrungsbericht von Crazy honeybee machen Mut. Ich werde es also auf jeden Fall noch weiter mit ihr versuchen. Ja, ich habe auch das Gefühl, dass die momentane Hitzewelle allen unseren Kaninchen zusetzt. Eigentlich hatte ich ihr eine „Deadline“ bis zu einer Woche nach Beendigung der Hitzewelle eingeräumt. Aber dann werde ich es noch länger versuchen, wenn 5-6 Wochen eine realistische Zeitspanne sind. Sie soll ihre Chancen bekommen und ausschöpfen.

Das Üben mit Geschirr und Leine hört sich sehr interessant an. Bei uns gibt es momentan leider ein Problem: Ich habe ein kleines Kind (5 Monate alt). Sowohl TÄ als auch Kinderarzt haben Bedenken, dass E.c. auch auf den Säugling überspringen könnte. E.c. ist ja bekanntlicherweise eine Zoonose, die auf immungeschwächte Menschen übertragen werden kann, wozu Säuglinge nun einmal zählen. Ich muss jedesmal, wenn ich zum Gehege gehe, die Kleidung komplett wechseln und Handschuhe anziehen. Sagrotan und Sterilium für die Desinfektion nach dem Gehegebesuch sind meine treuen Begleiter. Ich kann/darf/soll nur ohne das Kind in das Gehege gehen. Das bedeutet in der Realität, dass ich nur abends und evtl. ganz früh morgens ein wenig Zeit erübrigen kann, wenn mein Mann zu Hause ist und das Kind betreuen kann. Stundenlanges Üben mit Leine und Krankengymnastik sind momentan einfach nicht drin und unser Baby ist auch einer der Gründe, warum ich die Häsin nicht reinholen kann/darf und warum es nicht zur Debatte steht, indoor eine Kaninchengruppe aufzumachen.


@ all:

Zur Medikation:

Die TÄ meinte vorhin, dass ich noch eine Woche AB spritzen soll. Wenn es bis dahin nicht besser ist, bringt es nichts mehr und ohnehin soll man AB nicht über längere Zeitspannen geben. Also spätestens zum WE soll ich absetzen. Was sagt ihr dazu?

Das Panacur soll ich jetzt erstmal „bis auf Weiteres“ weitergeben. Ist gesundheitlich also unbedenklich, nehme ich an?

Die Häsin bekommt jetzt seit 3 Wochen Panacur und AB. Weder Tier- noch Kinderärzte konnten mir verbindlich sagen, ob und ggf. wie lange die Häsin infektiös ist. Ist sie momentan noch ansteckend (hauptsächlich für Menschen, aber auch für ihre langohrigen Kollegen im Gehege. Letztere wurden jetzt 3 Wochen mit Panacur mitbehandelt, seit dem WE habe ich das abgesetzt)?


Viele Grüße
Lilith




Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
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Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.06.2014, 12:42

Hallo Lilith, na toll da kam die Krankheit ja wirklich zum denkbar ungünstigsten Moment. Säugling und krankes Tier. Puh!
Ich denke auch das es mit der AB Gabe dann genügen sollte und weitere Gaben vorerst nichts bringen. Ob es sinnvoll ist das Panacur nach den dreißig Tagen weiter zu geben, darüber teilen sich die Meinungen. Ich habe es ja kürzlich nochmal für eine Woche gegeben. (Ich glaube das war eher für meinen Seelenfrieden). Ich werde Panacur aber weiterhin in regelmäßigen Intervallen geben. Die Partnertiere habe ich nicht mitbehandelt. Der Hauptübertragungsweg scheint über den ausgeschiedenen Urin zu gehen. Ich stelle mir aber vor das nach der Panacurbehandlung die Sporendichte sehr niedrig sein dürfte. Ich denke die hygienischen Maßnahmen die Du anwendest sollten ausreichen. Ich würde in Deiner Situation aber trotzdem versuchen über z. B. Hygieneinstitute, Charitee Berlin, Tiermedizinische Hochschule Hannover oder Ähnliche nähere Informationen zu bekommen.
Die Übungen wären als Impuls sicher ganz sinnvoll, ich denke aber die beste "Krankengymnastik" ist das Zusammensein mit der Gruppe und allen Anreizen die sich daraus ergeben. Ich sehe es ja bei Cassy, es wird täglich besser. meine TÄ sagte das es sogar nach Monaten immer noch Fortschritte geben kann. Also würde ich mir jetzt ehrlich gesagt noch keine Gedanken über die Situation im Winter, usw. machen. Bis dahin wird noch ganz viel in positiver Richtung passieren. Ich denke bei dieser Krankheit ist man einfach gezwungen in "kleinen Schritten" zu agieren.
Ich habe ProPreBac gegeben, das ist gut für die Darmflora. Das mit den Fliegen ist natürlich gerade besonders doof. Auch Cassy hatte sogar in letzter Zeit noch damit zu tun und ich musste täglich kontrollieren und sogar Fliegeneier entfernen. Erst seit ca. einer Woche sehe ich keine Fliegen mehr bei ihr sitzen.
e Jetzt fällt mir noch was ein. Vielleicht solltest Du es doch mal mit einer kleinen Dosis Cortison probieren. Ich weiß das es in Bezug auf E: C. auch dazu unterschiedliche Meinungen gibt. Aber Cortison wirkt unter Anderem entschwellend und appetitanregend. Evtl. ist ja eine Schwellung für die Lähmung verantwortlich. Da wäre Cortison durchaus einen Versuch wert.




Geändert von Tinachen (11.06.2014 um 13:41 Uhr). Grund: e

Benutzerbild von Crazy_honeybee
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Crazy_honeybee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.06.2014, 13:36

Hallo,

Dein Kaninchen wird immer Träger der Krankheit bleiben, auch wenn es keine Symptome mehr zeigt, höchstwahrscheinlich sind Deine anderen Kaninchen auch Träger, nur bei denen ist es nicht ausgebrochen.
Ich würde Die Beine so häufig wie möglich bewegen, Du schreibst ja, daß Du 2 mal täglich nach den Kaninchen schaust, dann solltest Du das auch machen, wichtig ist nur, daß Du sie nicht allzusehr stresst, wenn es möglich ist.
Die Behandlung ist sehr zeitaufwendig wie ich schon geschrieben habe, es war für meinen Partner und mich eine ziehmliche Zerreißprobe, wir sind beide Vollzeitberufstätig( zum Glück habe ich ein Homeoffice, was ich zwischendurch nutzen kann), in unserer Freizeit gab es nur noch Kaninchenpflege...

Vielleicht habe ichs überlesen, wurde mal ein Röntgenbild von der Wirbelsäule gemacht?



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Geschrieben am 11.06.2014, 19:23

Also ganz ehrlich, bei der Untersuchung und der darauffolgenden "Diagnose", wenn man das überhaupt so nennen kann, würde ich den TA wechseln!
Da wurde ja gar nichts richtig untersucht. Ich hatte bereits 3 Kaninchen mit den selben Symptomen wie deins, und keins davon hatte EC, das wurde mittels Blutbefund ausgeschlossen. Alle hatten Probleme mit den Gelenken und der Wirbelsäule, eins davon eine Wucherung im Ohr. Und nein, mittels Tastbefund konnte man diese Erkrankungen nicht feststellen.



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Geändert von hasis2011 (11.06.2014 um 19:33 Uhr).

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Crazy_honeybee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.06.2014, 19:41

Zitat:
Zitat von hasis2011 Beitrag anzeigen
Also ganz ehrlich, bei der Untersuchung und der darauffolgenden "Diagnose", wenn man das überhaupt so nennen kann, würde ich den TA wechseln!
Da wurde ja gar nichts richtig untersucht. Ich hatte bereits 3 Kaninchen mit den selben Symptomen wie deins, und keins davon hatte EC, das wurde mittels Blutbefund ausgeschlossen. Alle hatten Probleme mit den Gelenken und der Wirbelsäule, eins davon eine Wucherung im Ohr.
haha, jetzt habe ich erst gelesen, wie es diagnostiziert wurde.
Muß gestehen, wenn ich das so lese, solltest Du wirklich einen anderen TA aufsuchen, der ein Röntgenbild macht, das ist wirklich wichtig.
Beim Abtasten fühlt man keine Arthrose, keine Brüche( es sei denn die Wirbelsäule ist "durch") und auch keinen Bandscheibenvorfall.
Wenn das Kaninchen Reflexe hat, dann bewegt es vielleicht seine Beine vor Schmerzen nicht und zieht sie hinterher.

Ich nehme meine Idee mit dem Beine bewegen zurück, so lange nicht geklärt ist, was mit der Wirbelsäule los ist, solltest Du das Kaninchen nicht übermäßig bewegen, es könnte das Problem verschlimmern und vor allem kannst Du Deinem Nin Schmerzen zufügen.



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hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.06.2014, 19:56

Guck mal hier, Barney, 2 1/2 Jahre alt...kein EC, Diagnose: schwere Arthrosen in Gelenken und der Wirbelsäule und eine deformierte Hüfte:

https://www.youtube.com/watch?v=IuKEVXpcv8k

Lilly, 4 Jahre alt... kein EC, Diagnose: Arthrosen, dadurch Lähmungen in der Hinterhand, Kopftics, "scannende" Augen, schiefer Kopf, Wucherung im Innenohr:

https://www.youtube.com/watch?v=BVdsOACCSAs



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 18.06.2009
Beiträge: 164
Lilith befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.06.2014, 06:38

Hallo zusammen,


@ Tinachen

Vielen Dank für deine Antwort.

An sich ist es ja eine total schöne Sache, Kind und Tier gemeinsam aufwachsen zu lassen. Ist halt blöd, dass wir es jetzt ausgerechnet mit einer Zoonose zu tun haben. Jede andere Kaninchen-Krankheit hätte ich „nebenbei“ händeln können. Auch untertags, mit dem Kind dabei etc. Aber das Blöde ist jetzt halt, dass ich so strikt zeitlich und räumlich zwischen Kind und Tier trennen muss (Umziehen, Desinfizieren). Organisatorisch alles nicht so gut.

Ich hatte schon mit der Haunerschen Kinderklinik in München und mit der Unitierklinik in München telefoniert. Nachgewiesene Übertragungen auf Menschen (Kinder) scheinen demnach sehr selten zu sein, dennoch riet man mir zu maximaler Vorsicht. In einem Kinder-Forum habe ich erfahren, dass es hin und wieder vorkommt, dass Kinder mit Symptomen z.B. einer Meningitis mit AB und/oder antiviralen Mitteln behandelt werden. Auf E.c. wird wohl gar nicht getestet und folglich kein Fenbendazol (bzw. Albendazol, das beim Menschen eingesetzt wird) verabreicht. Und immer wieder gibt es Kinder, die auf die gängige Therapie nicht ansprechen und versterben oder Langzeitfolgen zurückbehalten. EVENTUELL stecken nicht erkannte Erreger dahinter. E.c. KÖNNTE einer davon sein. Kaninchen in Kinderzimmern sind ja nun (leider) nicht soooo selten…

Das Cortison werde ich bei meiner TÄ nochmal ansprechen, vielen Dank auch für diese Anregung. Und ja, ich muss mich (mal wieder) zügeln und einen Schritt nach dem anderen tun . Mit etwas Glück wird die Situation im Winter schon viel besser sein.



@ Crazy honeybee,

Vielen Dank für deine Antwort. Wir werden bei unserem nächsten TA-Besuch auf jeden Fall ein Röntgenbild machen lassen.

Zitat:
Dein Kaninchen wird immer Träger der Krankheit bleiben, auch wenn es keine Symptome mehr zeigt, höchstwahrscheinlich sind Deine anderen Kaninchen auch Träger, nur bei denen ist es nicht ausgebrochen.
Ich wurde von der Unitierklinik folgendermaßen über die Übertragung von E.c. aufgeklärt: Der Keim ist in einem Großteil des Kaninchenbestandes vorhanden (genaue Zahlen unbekannt, Schätzungen schwanken zwischen 50 und 90 %). Normalerweise sind die Tiere nicht infektiös. Erst ca. 3 Wochen vor Krankheitsausbruch beginnt das entsprechende Tier den Erreger auszuscheiden. Ab diesem Zeitpunkt ist es ansteckend. Das Gefährliche daran ist, dass die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist und die Halter mit ihren Tieren in diesem Zeitraum noch „normal“ umgehen (also ohne gesteigerte Hygienemaßnahmen). Vermutlich ist diese Zeit bzgl. des Ansteckungsrisikos am gefährlichsten. Unter der Therapie geht die Ausscheidung des Erregers wieder zurück. Entweder das Tier verstirbt (bzw. wird euthanasiert), oder es überlebt. In letzterem Fall zieht sich der Erreger ins ZNS zurück, wo er verbleibt und evtl. im späteren Leben wieder aktiv werden und zu einem erneuten Ausbruch führen kann. Wann genau das Kaninchen unter Therapie nicht mehr infektiös ist, ist unbekannt, da in weiten Teilen noch nicht erforscht.
Vermutlich ist es auch individuell etwas verschieden, so wie ja jedes Kaninchen unterschiedlich schnell auf die Therapie anspricht (mein Böckchen damals zeigte nach 1 Woche schon deutliche Besserung, die Häsin jetzt ist nach 3 Wochen noch immer gelähmt).

Hat irgendjemand dazu neuere/bessere/genauere Kenntnisse? Bitte immer her damit! Mache mir derzeit schon genug Sorgen und bin für jede Info dankbar!



@ hasis2011,

vielen Dank für deine Antwort und die Videos deiner Kaninchen. Ja, das sieht für´s Laienauge schon ziemlich nach E.c. aus…

Den TA werden wir nicht wechseln, doch werde ich bei unserem nächsten Besuch doch noch um ein Röntgenbild bitten. Wir sind in dieser Praxis bereits seit 1992 in Behandlung mit unseren Tieren, kennen die Seniorchefin auch privat sehr gut. Es gibt dort 3 TÄ´s, alle haben unsere Häsin gesehen, alle sind sich bzgl. E.c. sicher. Auch die notdiensthabende TÄ in der Tierklinik war sich sicher. Dennoch: Das Röntgenbild lassen wir noch machen. Und in die Ohren sollen sie auch noch gucken. Bin mir grad gar nicht sicher, ob das gemacht wurde. Eine Allgemeine Untersuchung erfolgte in der Tierklinik schon. Ans Herz abhören und die Zahnkontrolle kann ich mich erinnern. Ob die Ohren auch gecheckt wurden, kann ich grad echt nicht sagen... Lassen wir auf jeden Fall noch machen, vielen Dank!

Bzgl. Blutbefund meinte die TÄ folgendes: Bringt nix, weil nachgewiesenermaßen der Erreger im Bestand ist (seit damals das Böckchen daran erkrankte, er hatte einen Titer). Also werden alle Kaninchen dieser Gruppe, egal ob akut erkrankt oder nicht, einen positiven Titer haben, denn der Titer zeigt nur an, dass ein Erregerkontakt besteht/bestand.



So, jetzt war ich die letzte Stunde draußen mit Bluebell (so heißt die Kleine) beschäftigt. Hat jetzt eine schicke Intimrasur bekommen und ich hab sie mal ein wenig auf der Wiese robben lassen. Sie frisst, die Ausscheidungen sind völlig normal und sie ist soooo aufmerksam und aufgeweckt. Vornerum ein ganz normales Häschen, hintenrum tot. Ich hab auch ein gaaaanz klein wenig ihre Füße bewegt (Sorry, Crazy honeybee, ich weiß, ich soll (noch) nicht). Aber sie hat es sich super gefallen lassen, hab ich gar nicht erwartet. Ich habe sie bei mir auf dem Schoß gehabt, auf dem Rücken liegend, und dann die Beine so bewegt, als würde sie laufen. In den Beinen und Füßen ist Spannung (links mehr als rechts) und sie bewegt die Beine sogar (zieht sie weg, wenn es ihr zu viel wird)!! Aber kaum setze ich sie auf den Boden, ist alles wie gehabt: Sie zieht beide Beine hinter sich her. Ein echt schlimmer Anblick…

Wie lange dauert es eigentlich, bis aus Fliegeneiern die Larven schlüpfen?
Genügt zweimal täglich eine Kontrolle (allerdings mit großem Abstand, so +/- 14 Stunden)?


Viele Grüße
Lilith




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Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.06.2014, 09:33

Ja da hast Du Recht, es ist sehr schön wenn Kinder mit Tieren aufwachsen dürfen. Ich meinte es eigentlich auch nur bezogen auf den riesengroßen Aufwand. Ich hoffe Du hattest das nicht falsch verstanden. Ich habe ja selbst drei inzwischen erwachsene Kinder. Von der Haunerschen Kinderklinik waren wir nach einem schlimmen Unfall mit Pferd als meine Sabine noch klein war und wir zur Nachsorge dorthin überwiesen wurden recht enttäuscht. Für die Auskunft werden sie sicher kompetent gewesen sein.
Hier noch ein sehr interessanter Link.
http://edoc.ub.uni-muenchen.de/6091/1/Wiedemann_Maximilian.pdf




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Crazy_honeybee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.06.2014, 10:28

Ich würde mich auf diese Informationen nicht verlassen, ich habe mal in einem Bericht gelesen, daß ein E.C. negatives Kaninchen in eine E.C. Gruppe ohne Ausbrüche gekommen ist und ein halbes Jahr später auch Träger war, finde aber leider den Bericht im Moment nicht wieder.

Die Antwort Deiner TÄ passt nicht so ganz zu Der Erklärung der Unitierklinik...
Wenn E.C. nicht immer ausgeschieden wird, sondern nur bei/kurz vor dem Ausbruch, dann müssen nicht alle Tiere Träger sein, besonders, wenn Das Kaninchen, wo es ausgebrochen ist, nicht Kontakt zu allen anderen Kaninchen hatte.

Zu den Tierärzten kann ich nur sagen, daß ich lange Zeit dachte, ich sei bei meiner TÄ gut aufgehoben, auch sie hat Kollegen in der Praxis, die bei meiner Freckles auch alle einer Meinung waren, leider war es doch die falsche Diagnose und erst nach diversen anderen Tierärzten wurde die richtige Diagnose gefunden.
Mein Onkel ist auch TA, ich vertraue ihm eigentlich blind, ich würde mit allen anderen Tieren sofort zu ihm gehen, würde aber mit meinen Kaninchen NICHT zu ihm gehen.

Es ist immer eine Gratwanderung mit Krankheitserregern, egal, ob es Menschenkeime oder Tierkeime sind.
Die Frage ist immer, wie man selbst damit umgeht.
Ich komme vom Land, da haben wir schon als Baby im Stall gesessen auf ner Decke während gemistet wurde, wir haben sehr früh einen sehr engen Kontakt zu Tieren( auch zu Kaninchen mit schiefen Köpfen) gehabt, vielleicht war es nur Glück, aber es ist nie etwas passiert und wir waren gesünder als manch ein Stadtkind.
ich habe zwar leider keine Kinder, aber ich würde mit meinen Kindern so nicht umgehen, wenn dann was passiert, wird man des Lebens nicht mehr froh.

Wann hast Du denn den nächsten Termin beim TA?
Du solltest nicht zu lange warten mit dem Röntgenbild, vielleicht hat Dein Kaninchen Schmerzen.
Außerdem könntest Du ja, wenn es doch kein E.C. ist, die Hygienemaßnahmen aufheben und das würde Dir ja auch eine Menge bringen.



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Zwergkaninchen
 
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Lilith befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.06.2014, 10:56

Hallo Tinachen,

entschuldige bitte, ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Was das Aufwachsen von Kindern mit Tieren angeht, sind wir absolut einer Meinung. Natürlich ist der Aufwand momentan hoch. So ist es leider manchmal. Die meisten von uns kennen das ja: es kommt immer zum ungünstigsten Zeitpunkt knüppeldick . Da hilft dann nur Ruhe bewahren und sich den Herausforderungen stellen.

Ich kann mir leider keine Meinung zur Haunerschen Kinderklinik bilden… Unser Sohn ist unser erstes Kind und Gott sei Dank haben wir mit ihm seit unserer Entlassung nach der Entbindung noch nie eine Klinik aufsuchen müssen. Der Tipp kam von unserem Kinderarzt, der ein wenig ratlos bzgl. E.c. schien . Ich habe mir die Anlaufstellen, die du weiter oben genannt hast, notiert, vielen Dank Tinachen!

Ich weiß nur momentan noch nicht ob ich wirklich tiefer „graben“ will… einerseits könnte es mich entlasten und mir Ängste nehmen, andererseits könnte ich Dinge zu hören bekommen, die meine Ängste eher noch schüren und die das Umfeld dazu veranlassen könnten, den Druck auf uns, Bluebell einschläfern zu lassen, zu verstärken. Ohnehin reagieren die meisten Verwandten ziemlich verständnislos auf die Therapieversuche. Nicht "nur", aber sicher auch, weil sie der Meinung sind, ich würde leichtfertig unser Kind gefährden. Deshalb möchte ich momentan, glaube ich, gar nicht sooo viel zu dem Thema recherchieren. Ich mache meine Hygienemaßnahmen und gut ist. Vogel-Strauß-Taktik, ich weiß…

Der Link ist super-interessant, vielen Dank!




Hallo Crazy honeybee,

morgen sollen wir mit Bluebell wieder zum TA. Dann werde ich um das Röntgen bitten und die Cortisontherapie ansprechen.

Ich habe nicht den Eindruck, dass sie Schmerzen hat. Sie frisst wie eh und je, lässt sich die Beine und Füße ganz willig bewegen und zeigt auch im Gehege keine Schmerzäußerungen (Zurückziehen, Zähne knirschen…). Ich behandle sie aber trotzdem wie ein rohes Ei, bis das Röntgenbild vorliegt.

Ja, ich weiß, was du meinst. Wir wurden als Kinder auch mit den unterschiedlichsten Tieren (und wahrscheinlich auch Keimen) konfrontiert. Geschadet hat´s uns nicht. Ich erinnere mich an ein Kaninchen aus meiner Kindheit (Kinderzimmerkaninchen, leider völlig falsch gehalten ), das im Alter von 8 Jahren plötzlich Lähmungen zeigte. Die TÄ diagnostizierte damals einen Schlaganfall (auch per Sichtdiagnose). Evtl. war es auch E.c. und wir Kinder haben es dann noch ein paar Tage gehegt, gepflegt, gekuschelt und schließlich ließen es unsere Eltern dann einschläfern. Uns ist nichts passiert, allerdings waren wir damals schon älter (Kindergarten und Grundschule). Mit einem Säugling sieht´s vielleicht wirklich nochmal anders aus…?


Viele Grüße, ich werde berichten.
Lilith




Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.06.2014, 12:56

Ja ich weiß was Du meinst. Ich habe mich sehr oft dabei ertappt mich vor der Familie und den Nachbarn zu rechtfertigen. Zugegebenermaßen sieht so ein krankes Tier natürlich auch für manche Leute beängstigend aus und sie wissen nichts damit anzufangen. Nur ein Tier eben, für uns ist es halt ein Familienmitglied.



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Zwergkaninchen
 
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Lilith befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.06.2014, 15:11

Hallo zusammen

so, vorhin sind wir von der TÄ zurückgekommen.

Lt. Röntgenbild ist der Skelettapparat in Ordnung.

Von einer Kortisongabe rät die TÄ ab, weil sie sagt, dass Kortison das Immunsystem schwächt. Da E.c. ja aufgrund eines geschwächten Immunsystems durchbricht, hält sie nichts davon, das Immunsystem noch weiter zu drosseln.

Den Bluttitertest auf E.c. hält sie ebenfalls für unnötig. Sie sagt, Bluebell wird, genauso wie alle anderen Kaninchen aus der Gruppe, einen positiven Titer haben. Das bringt uns jedoch auch nicht weiter.

Letztendlich kann man E.c. zweifelsfrei erst am verstorbenen Tier diagnostizieren. Sie tippt aber nach wie vor auf E.c.

Nun sind es also bereits 4 Wochen, in denen Bluebells Zustand unverändert ist. Ehrlicherweise muss ich sagen, die TÄ riet heute zum Einschläfern. Sie hat zwar registriert, dass Bluebells Beine nicht gänzlich ohne Reflexe sind, aber diejenigen Nerven, die für die Reizleitung beim Laufen zuständig sind, hält sie für irreversibel geschädigt.

Ich habe die Euthanasie heute verweigert, woraufhin die TÄ nochmals Vitamin B spritzte. Das Panacur soll ich weitergeben, das AB ist nun abgesetzt.

Krankengymnastik soll und kann ich mit ihr machen. So oft uns so lange es ihr eben guttut. Wenn sie Unwohlsein oder Ungeduld zeigt, soll ich aufhören. Die TÄ sieht aber keine Hoffnung mehr.

Ich lasse jetzt erstmal das Wochenende rumgehen und werde nächste Woche dann von Tag zu Tag neu entscheiden. So habe ich das jetzt beschlossen.

Bluebell ist munter, aufgeweckt und nimmt Anteil am Geschehen um sie herum. Aber ein Dauerzustand ist das hier nicht. Ich hoffe, die TÄ hat sich geirrt und ich hoffe, dass Bluebell bald eine Besserung zeigt. Wenigstens eine ganz, ganz kleine Besserung, damit wär ich ja schon zufrieden...

Viele Grüße und ein schönes Wochenende in die Runde,
Lilith




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Kaninchen
 
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Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.06.2014, 15:42

Ein Kaninchen das wie Du es beschreibst so aufgeweckt ist, am Leben teilnimmt, frisst, usw. kann man doch nicht einschläfern. Das hätte ich auch nicht gemacht. Viele TÄ handeln da meiner Meinung nach vorschnell. Die kleinen Kämpfer die E. C. solange überstanden haben sind halt einfach auch zäh und die daraus entstandenen "Beschädigungen" heilen halt auch einfach nicht von heute auf morgen.



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Beiträge: 553
Crazy_honeybee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.06.2014, 16:24

Ich will ja nicht oberkritisch sein, aber Cortison hemmt in erster Linie Entzündungsprozesse durch Dämpfung der Immunreaktion und leistet somit gute Dienste, wo Antibiotika z.B. nicht helfen, weil die Entzündung nicht durch Bakterien verursacht ist.
Ich weiß, Du vertraust Deiner Tierärztin sehr, das steht hier auch außer Frage, jedoch möchte ich nochmal betonen, daß Cortison in der E.C. Therapie durchaus auch Sinn machen kann und in vielen Fällen gut hilft.

Mist, mir fallen schon wieder diese Kriterien nicht ein, wonach man entscheiden könnte, ob ein Kaninchen eingeschläfert werden soll, es war irgendwas mit Activity, Agility, Appetite und irgendwas noch. Nach Deiner Beschreibung erfüllt Dein Kaninchen alle Kriterien und somit gibt sie Dir auch zu verstehen, daß sie noch leben will.

Dann kannst Du ja jetzt mit gutem Gewissen mit ihr trainieren, vielleicht kommen die Fortschritte dann auch ein wenig schneller :-)
Oh, noch ein Tip, Für den Muskelaufbau wird viel Eiweiß benötigt, vielleicht kannst Du da ja auch noch etwas nachhelfen.



__________________
Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Mensch zurück.
Pythagoras



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Kaninchen
 
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Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.06.2014, 17:55

Zum besseren Verständnis:

Cortison ist ein lebenswichtiges Hormon, das der Körper in der Nebennierenrinde bildet und bei Stress ausschüttet. Die aktive Form des Cortisons, das Cortisol, sorgt dafür, dass der Körper in Stressituationen möglichst viel Energie bereitstellt und verstärkt unter anderen den Abbau von Eiweiß und Fetten. Dadurch erhöht es den Blutzuckerspiegel.

Daneben hemmt Cortisol die Aktivität der weißen Blutkörperchen, die zum Immunsystem gehören. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, Krankheitserreger zu bekämpfen; sie lösen aber auch Entzündungen aus. Da Cortison diese Wirkung unterdrückt, ist es ein äußerst wichtiges Mittel in der Medizin.

Entzündungen sind Reaktionen, bei denen sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. Auslöser können Allergene oder Krankheitserreger wie Bakterien oder Pilze sein. Aber auch mechanische Reize wie Druck oder Reibung können zu Entzündungen führen.
Quelle Spiegel online



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