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Kaninchen in die Freiheit?Liebe Forumsmitglieder, ich würde gerne mal eure Einschätzung hören. Ich habe ein Kaninchenweibchen, das 1 Jahr alt ist. Leider ist es allein. Und das tut mir sehr leid. Ich kann aus Platzgründen kein weiteres Kaninchen dazu nehmen, darum suche ich ein neues Zuhause für die Kleine. Ich hätte jetzt eine Möglichkeit, das Kaninchen abzugeben, habe aber Bedenken. Die Familie besitzt ein großes Grundstück von mehreren Tausend Quadratmetern. Dieses Gebiet möchten sie mit Kaninchen besiedeln. Die Tiere würden zunächst für einige Wochen in einem eingezäunten, ca. 40qm großen Abschnitt auf dem Gelände wohnen. Dort gibt es Futter und Schutzhütten. Wenn sich alle eingewöhnt haben, wird die Tür dieses Abschnitts geöffnet und sie können sich in ihrer Umgebung und auf diesem riesigen Areal frei bewegen. Sie können jedoch trotzdem immer in den geschützten Bereich zurück und werden weiterhin dort täglich gefüttert. Was haltet ihr davon? Kann ein Kaninchen, das ein Jahr allein in der Wohnung gelebt hat, sich an so ein Leben gewöhnen? An sich stelle ich mir das schon toll vor für die Kleine, hätte aber Sorge, dass die Umstellung sie überfordert. Viele Grüße Fluffi
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| Ja? Das erleichtert mich jetzt irgendwie. Also, dieses riesige Areal ist quasi wie eine Wildnis. Also kein großer Garten oder so, sondern wie ein zig Hektar großes Waldgebiet. Ich mache mir auch ein wenig Sorgen wegen anderer wilder Tiere. Mein Häschen ist ja da ganz arglos. Käme ein Fuchs, würde es sich nicht wie ein Wildkaninchen sofort vom Acker machen. Aber ich vermute, dass es das ganz schnell in der Gruppe lernen würde. (Oder...?)
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| Ich sehe das genauso ! Das ist ein wahrer Traum für Kaninchen! Ich weiß das es hart ist, sie wegzugeben aber dort geht es ihr bestimmt gut und sie hat Artgenossen, mit denen sie spielen kann ! ![]() Sie ist ein Kaninchen und wird immer eins bleiben, das heißt, dass sie (wie hasis2011 schon gesagt hat) immer noch die Instinkte eines Wildkaninchens hat ![]() LG
__________________ LG von Circe, Cotten, Cookie und mir
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| Hallo, Ich finde das nicht so gut, so komplett ungeschützt vor jeder Art Wildtier tag und nacht und wenn es krank wird, kümmert sich keiner, impfen kann man wohl dann auch vergessen. Dann kann man sie ja auch gleich irgendwo aussetzen. Wildkaninchen sind den Hauskaninchen noch um einiges überlegen und trotzdem werden die meisten kaum zwei Jahre alt, das darf man nicht vergessen. LG
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| Soweit ich es bei dir verstanden habe, hast du doch aber eher kontrollierten Gartenfreilauf und weisst was du da tust. Bei der Beschreibung des threaderstellers klingt das für mich aber alles eher so als hätte jemand ein unabgesichertes verwildertes Grundstück (wie käme da sonst ein Fuchs hin?) auf dem man mal Kaninchen laufen lässt. Es hört sich für mich nicht so an, als ob man die noch finden würde, wenn mal eins krank wird etc.
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| Wäre interessant wie das dort genau ablaufen soll mit den Kaninchen, besonders würde mich interessieren, ob es dort Wildkaninchen gibt und ob wirklich alle kastriert werden, vor allem die Rammler...sonst könnte das in einer putzigen Katastrophe enden. ![]()
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| Ja, vielleicht sollte die Threaderstellerin nochmal genauer nachhaken, damit sie weiss, auf was sie sich einlässt. Mir ist es noch nicht so ganz klar.
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| Füchse gibt es auch mitten in Großstädten in Parks und Gärten, nicht nur auf verwilderten Grundstücken ohne Zaun am Waldrand. Bei uns im Stall kam ein Fuchs auf ein umzäuntes Gelände und in den Hühnerstall, den hat er aufgebrochen. Ende: alle Hühner und Enten waren tot und teilweise vergraben. Nur die Gänse, an die hat er sich wohl nicht rangetraut. Ein vollständig ungesichertes Gelände wäre mir auch zu gefährlich, nicht, weil die Kaninchen sich nicht in der "Wildnis" zurecht finden (das ist und bleibt ein angeborener Instinkt), sondern weil ich meine Lieblinge nicht einfach so (aus den Augen) verlieren wollen würde. Edit meint, das mit dem Kastrieren von allen Kaninchen halte ich auch für wichtig.
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| Vielen Dank für eure Antworten. Also, die Tiere dort werden nicht kastriert und sie würden im Normalfall auch nicht zum Tierarzt gebracht, wenn ich das richtig verstanden habe. Die Tiere leben dort wie Wildkaninchen, mit dem einzigen Unterschied, dass sie jederzeit Zugang zu Futter und Schutzhütten haben. Und dass sie erst an die Umgebung gewöhnt werden, bevor die Tür geöffnet wird.
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| [QUOTE=Fluffi;634474] Also, die Tiere dort werden nicht kastriert/QUOTE] Auch nicht die Rammler? ![]() Weiß die Frau, auf was sie sich da einlässt und was sie erwarten könnte? Wir waren mal vor 2 Jahren bei einem Notfall, da lebten die Kaninchen auch frei, im ersten Moment sah das gut aus, aber da war auch kein Kaninchen kastriert und zum TA wurden sie auch nicht gebracht...dort waren insgesamt, soweit wir alle erwischt haben, etwa 100 Tiere (nach nur 2 Jahren!) in teilweise katastrophalem Zustand, die Halterin war komplett überfordert, die Tiere krank und verwahrlost...auf so etwas würde ich mich ehrlich gesagt nicht einlassen.
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| Das finde ich nicht gut. Entweder sind alle ratzfatz tot oder verwahrlost oder sie vermehren sich wie die Karnickel. Und wenn sie sich dann noch mit Wildkaninchen paaren, ist das für den Genpool der Wildies auch nicht gut. Ich finde, wenn man sich Tiere anschafft, muss man sich auch drum kümmern. Dazu gehören tierärztliche Versorgung, Kastrationen, Absicherung des Grundstückes und vieles mehr. Wenn man dazu keine Lust hat, soll mans sein lassen.
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| Ich finde die Idee auch nicht gut. Instinkt hin, oder her; Hauskaninchen sind nicht dafür ausgerüstet in der Wildnis zu überleben. Allein schon die Fellfarben der meisten Tiere würde es ihnen unmöglich machen, da draußen durch zu kommen. Raubtiere hätten da ein riesen Vorteil, weil sie im Gegensatz zu den Kaninchen, in der Lage sind in der Wildniss zu leben. Ich habe ein Kaninchen, welches in dem Wald ausgesetzt werden sollte. Zwar war es zu der Zeit stark unterernährt und krank, aber ich könnte mir auch heute niemals vorstellen, dass die Kleine im Wald überleben könnte. Ihr fehlt nicht nur das nötige Misstrauen; sie ist auch nicht besonders Wachsam und viel zu Neugierig. So ist es aber auch mit vielen anderen Hauskaninchen...
__________________ Sie fielen wie Flocken, sie fielen wie Sterne, Wie Blüten von einem Rosenstrauch, Als plötzlich durch den Juni fährt Mit Fingern ein kalter Hauch.
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| Mmmmh. Das sind gute Einwände. Danke dafür. Ich lasse mir das ein paar Tage durch den Kopf gehen.
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| Selbst wenn alle aufgenommenen Kaninchen kastriert werden gibt es dort doch sicher Wildkaninchen die dann in kürzester Zeit sämtliche Weibchen decken könnten. Auch die zu alten Weibchen die bei der Geburt dann wohl alle versterben da man es gar nicht im Blick hat welches Tier evtl trächtig ist und welches nicht. Ich finde diese Haltung für Haustier Kaninchen nicht optimal bzw eher fahrlässig. Gibt genug krank gezüchtete Tiere die einfach regelmäßige Kontrollen brauchen,und das ist bei der Masse und dem großen Grundstück gar nicht möglich. Frage mich ob das überhaupt erlaubt ist, können ja durchaus Tiere entwischen und sich im umliegendem Gebiet fröhlich weiter vermehren?
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| Selbst wenn alle Rammler kastriert sind, ein männliches Wildkaninchen reicht aus, und schon sind doch alle Häsinnen schwanger. Ich hätte für meine auch ein Grundstück haben können. 400 qm mit Gitterzaun drumrum. Zum einen kommen da natürlich die Raubtiere drüber, zum anderen können sich die Nins drunter herbuddeln. Mir war das zu unsicher, Freiheit hin oder her.
__________________ Beware of the weeping Angel! Don`t blink! Don´t turn away! Run! Basically run!
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| Also zuerst hatte ich auch den Impuls zu sagen was das für ein tolles Leben für Dein Kaninchen ist. Auch die 40 qm Eingewöhnungsgehege hören sich super an. Aber ich finde es schon arg daneben mit ein paar unkastrierten Hauskaninchen "einfach so" eine neue Population zu bilden. Ich bin mir auch gar nicht sicher ob das nicht einen viel zu großen Eingriff in die Natur darstellt.
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