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Der freie Gartenauslauf und Gefahren....Ich hatte in einem anderen Thread angekündigt, einen grossen Teil unserer Wiese einzuzäunen und den Tieren dann stundenweise zusätzlichen Auslauf zu ermöglichen. Die 2 Zwergwidder haben zur Zeit ein Gehege von 15qm. Es gab hier garkeine "Warnungen" und auch sonst lese ich immer von Leuten, die ihren Tieren im gesamten Garten stundenweise Auslauf ermöglichen. Ein Nachbar, dem ich von meinem Vorhaben erzählte, meinte gleich: hast du denn garkeine Angst vor Raubvögeln? Hier kreisen wirklich ziemlich oft welche, da ich ländlich wohne, mit vielen Wiesen und Feldern. Dann wollte ich es genauer wissen und googelte nach Raubvögeln und Kaninchen. Bin dann auf ein für mich erschreckendes Video gestossen: http://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article120528961/Habicht-holt-Kaninchen.html Also Worte wie: Wir lassen sie ja nur raus, wenn wir da sind oder ähnlches sind ja da völlig Quatsch, in den Sekunden wäre ich nicht mal zur Wiese gesprungen von Terasse aus. Wie seht ihr denn die Gefahren, gab es schon Unfälle? Ist sowas jemandem von euch schon passiert? Mich wundert, dass alle das so locker sehen? ![]() Ich hab dann zusammen mit meinem Mann beschlossen "nur" ein zusätzlichens Stück von ca 5x4m einzuzäunen, einen Bereich, den ich auch mit Netz absichern könnte. Dann hätten sie insgesamt 35qm. Das Netz widerum muss dann so gestaltet sein, dass Vögel sich nicht verletzen können, muss ich mich noch schlau machen. (Tips hier gern gesehen) Gern auch Bilder von abgenetzten Wiesen. Mir ist die Gefahr einfach zu gross.
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| Eine 100%ige Sicherheit gibt es bei freiem Gartenauslauf nun mal nicht.Als Halter muss man die Gefahren abwägen.Demgegenüber steht die Möglichkeit für die Ninchen auch mal eine größere Strecke als 5m am Stück zu spurten,Haken zu schlagen,usw. Manchmal beobachte ich,dass meine Ninchen sich auf einmal unter der Hecke oder einem anderen Versteck verkriechen.Wenn ich dann nach oben gucke,sehe ich eine große Silhouette am Himmel.Die Ninchen sind da schon aufmerksam und beobachten auch,was sich am Himmel über ihnen tut. Ich lasse meine Ninchen,wenn ich nicht da bin,nur im hinteren Gartenteil alleine.Da ist zwischen dem Gehege und der Hecke zum Nachbarn hin nur eine schmale Lücke von etwas mehr als 2m nach oben hin.Ein Raubvogel hätte da keine direkte "Einflugschneise im Sturzflug. Zudem sind meine Ninchen meiner Meinung nach mit 3,5-4 kg einfach zu groß für einen Raubvogel als Beute. Der Garten ist auch nicht vollkommen jwd,sondern es kommen alle paar Minuten mal Menschen am Zaun vorbei.Auch das hält die scheuen Raubvögel ab. Und ich habe den Ninchen wie Hasis auch,viele Unterstände und Versteckmöglichkeiten geschaffen,so dass sie in kürzester Zeit fliehen könnten. Und trotz alldem ist es eben nur 99,...% sicher.Aber für mich wiegen die Vorteile das Risiko mehr als auf.
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| Danke für eure konstruktiven Beiträge!!! Deine in die Erde eingelassenen Höhlen gefallen mir sehr, leider kann ich das nicht machen, da ich hier in einem Feuchtgebiet wohne, sie würden mir schlichtweg voll Wasser laufen. Ich wohne direkt über einer unterirdischen Wasserader. Aber Tunnel ect Unterstände usw. dürften kein Problem werden. Auch vielleicht nochmal ne XXL Korkröhre könnte rein. Das mit den Bändern find ich interessant, das könnte ich mit dem Netz kombinieren, damit erst garkeiner auf die Idee kommt, dort zu jagen. Sind die Bänder reflektierend oder einfach nur Stoff"lappen"? Wo hast du sie her? Ich denke mal, meine Zwerge wiegen ca 2kg? Ich hab sie ja noch nicht soo lange, hab sie noch nicht gewogen, werd ich heut mal machen. Sind sie damit überhaupt eine Beute für einen Raubvogel? Kann das jemand wegschleppen? Ich geb zu, ich hab weiter Angst. Dagegen kann ich (noch) nichts tun. Aber ich denke, zusätzliche 20qm ist besser als nichts. Das wird dann neben solchen Unterschlüpfen ein Netz haben. Das mit dem Aussetzen des Kaninchen auf FREIER FLÄCHE war auch mein erster Gedanke. Aber ich wollte mehr verdeutlichen, wie schnell das gehen kann. Wenn also Leute immer schreiben: Sie dürfen ja nur raus, wenn ich dabei bin..... ist ja eigentlich Quatsch. Kein Mensch könnte so schnell eingreifen. Das waren ja nur Sekunden.... Geändert von *max* (21.04.2014 um 17:52 Uhr).
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| Das Band ist ein 4cm breites Elektroband für einen Weidezaun, habe ich im Landhandel (Raiffeisen) gekauft. Es reflektiert auch etwas durch die Stromlitzen, die in dem Band sind. http://www.agrargigant.de/weidezaunband-economyline-200m-40mm-weiss.html
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| Ist halt immer die Frage was für beide Seiten das Beste ist. Die Kaninchen freuen sich natürlich auf viel Platz, aber du solltest damit auch leben können, da müsst ihr einen Kompromiss finden. Wenn du dich damit besser fühlst, dann mach erst mal nur den kleinen Auslauf...wir wissen alle aus eigener Erfahrung, das es sowieso nicht dabei bleiben wird...wenn die Ninchen am Gitter Männchen machend stehen und sehnsuchtsvoll in die weite Welt blicken... ![]()
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| Bei uns gibt's es sogar im Randbereich der Großstadt Bussarde. Erst vor ein paar Tagen konnte ich beobachten wie 3 Krähen einen Bussard jagten, der flüchtete im Tiefflug durch unseren Garten. Die Ninchen ließen sich an diesem Tag nicht mehr in der Gehegeerweiterung blicken. Meine Gehegeerweiterung ist ca. 3 x 5 Meter groß und mit einem Katzenschutznetz (das billigste) überspannt. Fotos gibt's hier: [URL]http://www.kaninchenforum.de/kaninchenstall-kaninchengehege/29595-meine-neue-au%DFengehegeerweiterung.html[/URL]
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| Es wurde ja eigentlich schon alles gesagt. Um das Risiko so weit wie möglich zu minimieren, will Gartenauslauf gut durchdacht sein. Einfach mal Tür auf und laufen lassen ist noch kein Gartenauslauf. Kleines Kaninchen auf freier Fläche muss schiefgehen, da ist so ziemlich alles gefährlich, auch der brave Stubentiger von nebenan. Bei ausgewachsenen Kaninchen (wenn es nicht grad Minizwerge sind) auf großer, gut durchdachter Fläche dagegen wird es für die Jäger schwer (und durch die Größe fallen sie auch sowieso aus vielen Beuteschemata von vornherein raus). Hier siehst du den Garten meines Trios. Ist ca. 60m² groß, es stehen zwei große Bäume darin und einer davor, die komplette linke Seite steht voll mit Sträuchern, unter denen sich die Kaninchen verstecken können, und an der rechten Seite können sie sich zwischen den Wassertonnen (versteckt hinter einer Holzverkleidung), einem schräg angelehnten Wellblech und in einer Korkröhre verstecken, außerdem liegt da auch der Eingang ins sichere Gehege. Ein Vogel hätte hier keine freie Ein- und Ausflugschneise und selbst wenn, wären die Kaninchen mit ein paar Hopplern in einem sicheren Versteck, egal, wo sie gerade sind. ![]()
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| Komplett freie Haltung, so wie meine Oma sie betrieben hat wäre mir auch zu gefährlich, bei ihr sind die Kaninchen immer frei herumgelaufen, auch in den Nachbarsgärten und auch schonmal über die Strasse gehoppelt. Abends hat sie sie dann in ihr sicheres Gehege gesperrt, meistens sind sie überraschenderweise sogar tatsächlich zum Einsperren gekommen, aber nicht immer - passiert ist zwar nie was, aber sehr sicher find ichs trotzdem nicht. ![]() Hier gibts im Garten auch einen fixen Auslauf, der so ähnlich aussieht wie der auf dem Foto von Keks3006. Mit einer grossen Tanne im Gehege unter die sie schnell flüchten können. Zusätzlich gibts stundenweise Auslauf im ganzen Garten, allerdings ist der Garten wirklich sehr gut strukturiert, es gibt überall Büsche, Hecken, Böschungen und andere Unterstände unter die sie schnell flüchten können. Nachdem meine Hunde teilweise weniger als 2kg wiegen ist der Garten auch wirklich ganz sicher eingezäunt, raus können sie also nicht ![]() Ich denk hier ist jegliche Gefahr für sie wirklich absolut minimiert. Ich bin auch keiner von denen, die meinen, dass sie was ausrichten könnten, wenn sie den Auslauf beaufsichtigen, im Gegenteil. Meine Kaninchen bekommen meistens dann Gartenfreilauf, wenn ich sowieso nicht daheim bin, zB mit den Hunden spazieren oder arbeiten, dann gehört der Garten ganz ihnen. Ich glaub aber man wird mit der Zeit einfach sicherer, ich hab am Anfang auch gesagt, dass das Gehege eh so gross ist, die brauchen keinen Freilauf. Dann kam ganz schnell der Wiesenfreilauf und lang hats nicht gedauert, dass mir der auch zu klein war und sie Gartenfreilauf bekommen haben ![]() Am Anfang ist man da einfach unsicher, das merk ich jetzt selber wieder, wo ich umziehe und mir noch nicht vorstellen kann, ihnen im neuen Garten auch wieder so viel Freilauf zu geben, da sind die Gegebenheiten einfach ganz anders ![]() Mal sehen wie lang ichs durchhalte ![]()
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| Wir arbeiten gerade am Freilauf (Zaun ringsherum usw.). Aber wir haben dumme Nachbarn, die sind schlimmer als Raubvögel (die haben wir auch zu genüge). Trotzdem möchte ich es meinen 4 Widderchen gönnen und außerdem sind so lebendige Rasenmäher auch toll. Unsere Nachbarn stören sich an der Naturhecke die unser Grundstück von ihrem trennt - ich mag die aber, ist ja auch gut zum verstecken und nun kamen die ach so schlauen Leute auf die Idee, wir sollten die Hecke wegnehmen, denn die würde ja unseren neuen Zaun ganz schnell kaputt machen mit ihren Wurzeln (vielleicht in 20 Jahren, wobei so ein Maschendrahtzaun sowieso nicht ewig hält) - hääääää???!! Kapier ich nicht!!!! Die mögen die Hecke einfach nicht - mir ist das wurscht. Ach ja und unsere Ninchen stinken - öhm - Nachbarn sind doof. Freilauf bekommen sie trotzdem und zwar mit Naturhecke- basta! Ich habe selten Menschen erlebt, die so viel gegen Natur habe wie die.
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| Unfälle können immer passieren wenn man den Tieren etwas bieten will. Es passieren in scheinbar sicherer Haltung die verrücktesten Unfälle, teilweise mit Todesfolge. Es erhängen sich Tiere in Heuraufen, brechen sich Beine bei waghalsigen Mannövern.... Jeder muß für sich entscheiden was er den Tieren bieten will bzw. welches Risisko er dafür eingehen möchte. Meine Tiere laufen nun seit ca. 8 Jahren tagsüber, auch unbeaufsichtigt, im Garten frei. Ich hatte 0 Zwischenfälle/Verluste/Unfälle und ich halte das Risiko überschaubar. Ich habe allerdings ein paar Vorkehrungen getroffen damit ich mich dabei wohl fühle: -Der Garten ist rundherum doppelt eingezäunt inkl. Zaun im Boden. -Ich mache täglich Zaunkontrolle. -Die Tiere sind dort nur tagsüber. -Es laufen dort nur gesunde/fitte Tiere von mind. 1 kg. Die Lebensqualität die ich ihnen damit geben kann, kann man meiner Ansicht durch nichts ersetzen.
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| 100 % Sicherheit hast du nie. Ich persönlich finde auch dass teilweise im Internet oder auch beim Tierschutz völlig übertrieben wird was die Gefahren angeht. Ich meine eine Katze lässt man oft ohne gößere Sorgen raus aber bei Kaninchen wird freilandhaltung teilweise richtiggehend verteufelt. Da muss man sich halt fragen was man will: Lebensqualität fürs Tier oder ein Tier was in Watte gepackt wird Ich selber habe Jahrelang Kaninchen auch unbeaufsichtigt im Garten laufen lassen und nie Probleme gehabt außer vielleicht mit interessierten Katzen (die aber nie angegriffen haben sondern nur beobachtet oder sich einfach zu den kanickeln gelegt haben). Hier gibt es dazu ganz gute infos: http://kaninchenwiese.de/haltung/aussenhaltung/gartenfreilauf/
__________________ Man kann nicht glücklich sein ohne manchmal auch unglücklich zu sein. (Quelle: Oliver, Lauren: Delirium)
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| Zitat:
Freilaufende Katzen sind eine Selbstverständlichkeit, dabei sterben vermutlich deutlich mehr Katzen bei Autounfällen als Kaninchen bei gutgemachtem (!), d.h. risikominimiertem Gartenfreilauf.
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| Zitat:
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__________________ Man kann nicht glücklich sein ohne manchmal auch unglücklich zu sein. (Quelle: Oliver, Lauren: Delirium)
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