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Bitte Hilfe ich muss wissen ob ich mich richtig entschieden hab auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 28.03.2014
Beiträge: 4
SandyM befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.03.2014, 11:43

Bitte Hilfe ich muss wissen ob ich mich richtig entschieden hab


Hallo ich brauch Hilfe,wir haben seit ca. 6 Jahren zwei Kaninchen..Gleich vorweg: Leider haben wir am 25.03.2014 eine der beiden Hasis einschläfern müssen, laut Tierarzt. Es hat mir mein Herz zerrissen. Nun die Geschichte:Als wir Lea (das eingeschläferte Kaninchen) zwei Jahre hatten, hatte sie einen Darmverschluss …. Gaaaanz schlimm mit Notoperation und langer Heilungsphase.. aber sie hat überlebt. Es ist ihr immer wieder schlecht gegangen ... hat immer wieder Sab Simplex, Novalgin und Traumel gebraucht, wenn der Magen zu voll, der Darm zu vergast war. (Wir haben immer und wirklich immer nur Heu und etwas frisches Gemüse und Kräuter gefüttert)Ich hab mir oft große Sorgen um Sie gemacht aber sie war wenn es ihr gut ging das beste Hasis auf der ganzen Welt.Auf alle Fälle am Sonntag ist sie durch eine Hasenspielröhre gelaufen und hatte auf einmal in der Röhre fürchterliche Panik, hat sich angemacht und wir musste Ihr raushelfen, da sie nicht mehr wusste wo oben und unten ist. Sie lief dann noch etwas herum, belastete aber das hintere rechte Beinchen nicht mehr richtig. Ich dachte sofort, sie hat sich den Fuß verletzt. Gab ihr etwas Traumel, denn sie sollte keine Schmerzen haben. Sie ist dann sofort in den Käfig und hat etwas Heu gefressen und auf einmal viel Sie um, fing an zu taumeln, verdrehte den Kopf nach rechts und riss die Augen auf. Die Augen fingen an zu flackern, hin und her, als würde Sie lesen. Wir wollten Sie hochnehmen um Sie zu beruhigen, da fing sie an sich um die eigene Achse zu drehen, immer und immer wieder. Wir sind sofort zum Nottierarzt. Der stellte sofort die Diagnose ‚Schlaganfall‘. Ich bin sehr informiert was Kaninchen betrifft, sprach in auch sofort auf E.C. an. Er verneinte dies, da es bei dieser Krankheit meistens nicht so schnell ginge er würde aber trotzdem auf beides behandeln, da die Behandlung bei ‚Schlaganfall‘ und E.C. sehr ähnlich ist. Er hat ihr ein Antibiotikum, Vitamin B und etwas gegen Parasitenbefall gespritzt und mir für 6 Tage Tabletten mit dem Antibiotikum mitgegeben. Wir fuhren nach Hause. Ich war die ganze Nacht wach.. sie ist nur an auf der Seite gelegen hat panisch die Augen aufgerissen aaaaber sie hat gefressen.Am nächsten Tag hab ich mir frei genommen (Montag) bin den ganzen Tag bei Ihr im Schlafzimmer gelegen (ja sie hat unser Bett bekommen damit sie weich liegt) und es ging ihr besser. Sie ist etwas wackelig und mit schiefem Kopf und flackernden Augen (das flackern hat sich etwas gelegt über die Nacht) am Bett herumgelaufen. Hat alles gefressen was man ihr anbot und sich dann wieder hingelegt. Sie war nicht mehr mein Mädchen ich war aber wirklich guter Hoffnung. Wir sind auch nochmal zur Kontrolle zum Tierarzt der meinte sie sieht wirklich gut aus und er hat vorsichtigen Optimismus, er gab ihr nochmal alle Medis und meinte wir sollen bis Donnerstag/Freitag warten und uns dann nochmal melden. Es müsste aber merklich bergaufgehen und kein Rückfall mehr kommen ansonsten sieht es schlecht aus. Am Dienstag hat sich dann mein Mann freigenommen damit jemand bei ihr ist. Den ganzen Vormittag hat sie sich gut gehalten, bis auf einmal die nächste Attacke kam. Sie fing wieder wie wild an sich um die eigene Achse zu drehen, nichts konnte sie beruhigen. Sie nahm kein Futter mehr, machte sich erneut an und blieb dann völlig erschöpft auf der Seite liegen mit weit aufgerissenen Augen. Wir haben sie in diesem Zustand zwei Stunden beobachtet in der Hoffnung es würde wieder besser werden so von Sonntag auf Montag. Ich bin sofort nachhause von der Arbeit und wir sind zum Tierarzt. Er hat sie nur gesehen und meinte es wäre besser sie zu erlösen… was wir dann unter Tränen und Panik gemacht haben.Ich mach mir jetzt Vorwürfe. Haben wir zu schnell gehandelt? Sie war erst 6 Jahre alt. Ich habe Sie so sehr geliebt. Sie war mehr Mensch als Kaninchen. Ist mit mir auf der Couch im Wohnzimmer gelegen. War super neugierig. Wollte immer wissen was los ist und war bei allem dabei… furchtlos und wissbegierig.Ich bin wahnsinnig traurig und weiß nicht ob wir etwas falsch gemacht haben bzw. wie ich mit dem Verlust umgehen soll. Bitte helfen sie mir.Lg Sandy



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Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.03.2014, 12:33

Hallo Sandy! Herzlich willkommen hier im Forum, auch wenn es ein wirklich trauriger Anlass ist .
Das mit Deinem Kaninchen war mit Sicherheit keine einfache Entscheidung. Manchmal muss man einfach dem TA vertrauen und das Tier einschläfern lassen. Es hört sich schon sehr nach EC an noch dazu wenn sie kurz drauf noch einen Anfall hat. Natürlich hätte man noch abwarten können, aber das ist auch schwierig, wenn der TA einem das eben nicht rät. Mit so einer Situation ist man einfach überfordert. Voller Sorge ums Tier, die Beratung vom TA....versucht Euch damit abzufinden, dass es wohl das Beste gewesen sein wird. Sie hatte bestimmt ein schönes Leben bei Euch, aber gegen solche Erkrankungen ist man einfach relativ machtlos .
Wie geht es Eurem anderen Kaninchen damit?



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Ninchen
 
Registriert seit: 28.03.2014
Beiträge: 4
SandyM befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.03.2014, 12:41

Hallo danke für die aufbauenden worte! Ich hab so ein schlechtes gewissen ich hab sie so geliebt! Sie ist in meinen armen eingeschlafen ich weine nur noch . Lotte läuft herum und sucht sehr den kontakt zu uns. Sie war immer die ruhigere von beiden! Nach unserem urlaub werden wir ihr einen rammler im gleichen alter aus dem tierheim holen! kannst du mir sagen wann diese unendliche trauer aufhört! Sie war wie ich ich meine wär ich ein kaninchen geworden wär ich so wie sie gewesen




Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.03.2014, 13:14

Hallo und herzliches Beileid auch von mir.
Ich finde, es hört sich wirklich mehr nach Schlaganfall an, auch wenn ich kein Experte bin. Ich bezweifle, dass E.C. so abrupt ausbricht. Und ich denke, ihr habt das richtige getan, ihr wart für sie da, ihr habt die Behandlung versucht, aber sie nicht gequält, als es keinen Sinn mehr hatte. Und ihr habt sie nicht allein sterben lassen, sondern wart bis zur letzten Sekunde für sie da!
Wann und wie lange ist denn euer Urlaub? Vielleicht wäre es sinnvoll, schon jetzt nach einem Partner zu suchen. Evtl. muss er erst noch kastriert werden und dann seine Kastrafrist absitzen, bevor er zu ihr darf, dazu kann der Urlaub gut genutzt werden und es vergeht nicht unnötig viel Zeit. Lotte wird erst aufhören zu trauern, wenn sie einen neuen Partner hat. Wie lange das bei euch dauert, kann niemand sagen, aber auch ihr werdet sicher etwas abgelenkt, wenn es eine neue kleine Seele gibt, die eure Aufmerksamkeit braucht. Leas Platz in euren Gedanken kann, muss und soll kein anderes Tier einnehmen. Aber es gibt mehr Platz in so einem Herzen als man glaubt, für jedes Seelchen einen neuen, ohne dass ein anderes Seelchen seinen Platz räumen muss!



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Benutzerbild von Olga
Kaninchen
 
Registriert seit: 10.01.2014
Beiträge: 38.710
Olga befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.03.2014, 13:25

Zitat:
Zitat von Angora-Angy Beitrag anzeigen
Wie lange das bei euch dauert, kann niemand sagen, aber auch ihr werdet sicher etwas abgelenkt, wenn es eine neue kleine Seele gibt, die eure Aufmerksamkeit braucht. Leas Platz in euren Gedanken kann, muss und soll kein anderes Tier einnehmen. Aber es gibt mehr Platz in so einem Herzen als man glaubt, für jedes Seelchen einen neuen, ohne dass ein anderes Seelchen seinen Platz räumen muss!
Das hast du so schön geschrieben.

Habt kein schlechtes Gewissen nach vorn zu sehen, und einen neuen Mitbewohner zu suchen.
Vieleicht helfen euch ja auch andere Dinge beim trauern. Ein schönes Foto aufstellen. Eine Kerze anzünden. Sich an die schönen Erlebnisse erinnern.
Viel Kraft für euch.



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Ninchen
 
Registriert seit: 28.03.2014
Beiträge: 4
SandyM befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.03.2014, 13:43

Ich dank euch soooo sehr für eure Anteilnahme. Ich hatte solche Angst, dass ich zu hören bekommen was für einen Fehler ich nicht gemacht habe. Ich war so in Panik, sooo überfordert, es ist alles sooo schnell gegangen. Ich bin beide Nächte wach an Ihrem Korb gesessen hab ihr mit der Spritze Wasser gefüttert ... ich konnte es kaum ertragen sie so zu sehen. Sie war so panisch und gleichzeitig sooo tapfer. Ich bekomme einfach dieses traurige Bild von ihr nicht aus dem Kopf. Ich forsche ständig nach, ob ich nicht doch etwas für sie tun hätte können. Am Samstag ist sie noch ganz normal zu mir gekommen hat mit mir am abend auf der couch gelegen. Sie war so ein Kuschelhase echt unglaublich und gleichzeit so auf die art 'platz da jetzt komm ich'. Ja ich hab mir auch schon überlegt es vor dem Urlaub zu machen. Wir sind leider nicht da sondern in Asien und meine Eltern passen auf Lotte auf. Ich will Ihnen, dass mit der Vergesellschaftung nicht antun, da meine Eltern zwar prima Hasensitter sind allerdings nicht so wirklich Ahnung haben. Ich dachte, dass ich mir dann für die Vergesellschaftung extra frei nehme um auch da zu sein sollte es zu rangeleien kommen :-) ich kenns von meinen beiden Mädls, dass war am Anfang auch sehr schwer aber zum Schluss waren sie ein Herz und eine Seele :-).

Wirklich ich dank euch sooooo für die lieben worte. Ich kann die grade wirklich gut gebrauchen. Hab seit 3 Tagen kaum gegessen. Ich hab einfach auch noch nie jemanden verloren egal ob mensch oder tier den ich soooo sehr geliebt habe.

gott sei dank hatte ich den mut mich hier anzumelden und meine ängste aufzuschreiben. Ich denke auch vielleicht kann meine Geschichte hier jemandem helfen bei dem es auch so schnell zu einem Verlust gekommen ist. Keine Ahnung. Aber danke für die Worte. Danke Danke Danke




Benutzerbild von Olga
Kaninchen
 
Registriert seit: 10.01.2014
Beiträge: 38.710
Olga befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.03.2014, 13:54

Bitte, bitte.
Hier hat halt jeder oder viele schon einmal ein geliebtes Tier verloren.
Ich habe drei gehen lassen müssen. Und jedes mal die schwere Entscheidung treffen müssen.
Bei meinem Flöckchen wusste ich das er schwer krank war. Die Ärztin gab ihm 2 Wochen. Er hat fast ein halbes Jahr gekämpft. Ich hab auf mein Gefühl gehört. Aber dennoch habe ich mir jeden Tag wo er lebte die Frage gestellt, ob ich ihn quäle. Und nachdem ich ihn erlöst habe, hab ich mir die Frage gestellt ob es der richtige Zeitpunkt war.
Irgendwann muss man aufhören darüber nachzugrübeln. Irgendwann werdet ihr auch weniger nachgrübeln.
So wie ihr die VG plant klingt es doch gut.
Genauso hab ich das vor einem Jahr auch gemacht. Ich hab aber meinen Joschi-Hans schon kastriert aus dem Tierheim bekommen.
Genießt euren Urlaub und startet dann mit der VG.
Ich hab es übrigens sehr genossen nach der schweren Zeit (Krankheit und Tod von Flöckchen) einen neuen Mitbewohner zu suchen.
Es hatte soviel von Hoffnung.



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Benutzerbild von knuffelchen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.03.2014, 17:33

Mei herzliches Beileid Sandy.
Ich habe auch schon Tiere gehen lassen müssen und es zerreißt einem wirklich das Herz.
Unser lieber Rammler Hanni (eines unserer ersten Kaninchen) hatte EC und es ging ganz langsam los. Er verlor Gewicht und das haben wi, weil er ein Außenkaninchen war, nicht sofort bemerkt. erst als er so komisch herumgewackelt ist gingen wir mit ihm zum TA.
2 Wochen lang habe ich um ihn gekämpft, da er nicht von alleine fraß musste ich ihn alle 2 Stunden päppeln.
Und es hat nichts genützt, nach 14 Tagen lag er eines Morgans tot da.
Da hab ich mir auch Vorwürfe gemacht, dass ich ihn noch so sinnlos behandelt und eventuell gequält habe.
Aber wenn ich ihn gleich hätte einschläfern lassen, hätte ich mich wahrscheinlich auch dauernd gefragt, ob es richtig war.
Ich finde, du hast dich richtig entschieden vor allem bei der Vorgeschichte deiner Lea, sowas erschwert natürlich jede Behandlung.
Als unser Hanni starb haben wir Knuffelchen (nach dem habe ich mich genannt) aus dem Tierheim geholt. Ich bin fest davon überzeugt, dass Hanni seinen Platz für den armen Knuffi freigemacht hatte und das tröstet mich auch heute noch.
Alles Liebe



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Ninchen
 
Registriert seit: 28.03.2014
Beiträge: 4
SandyM befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.03.2014, 17:51

Es tut mir so leid für all eure hasenfreunde! Danke dass ihr euch für mich daran erinnert und eure geschichten mit mir teilt um mir zu helfen! Ihr habt so gut getan wirklich! Ich hoffe nur die trauer geht bald weg und ich kann mich nur mehr an die positiven dinge erinnern!




Blacky2009
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 28.03.2014, 19:23

Du brauchst dir keine vorwürfe zu machen!
Ich bin auch der Meinung du hast richtig gehandelt... Du hast ihr damit in ihren letzten Tagen bewiesen wie sehr du sie liebst und das du sie nie einfach aufgegeben hast!
Ich denke sie konnte mit diesem Gedanken, an dein grenzenloses Vertrauen und deine liebe, glücklich einschlafen. Jetzt ist sie frei von alle Schmerzen und hoppelt mit dem Gewissen, das sie immer einen festen Platz in deinem Herzen hat, auf der regenbogenwiese !!

Sie wird dort jetzt friedlich mit all den anderen Kaninchen, die leider nicht mehr bei ihren Menschen sein können, auf Lotte warten.

Ich bin mir sicher das du sie nie vergessen wirst. Ich fände es schön zu wissen, das ich niemals vergessen werde, weil es jemanden gibt der mich geliebt hat und auch noch lange nach meinem Tod ab und zu mal eine träne um mich weint!

Ich umarme dich mal ganz fest, ich weis wie schwer es ist mit so einem Verlust fertig zu werden.

LG Lena




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.03.2014
Beiträge: 142
Goldaländer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.03.2014, 21:24

Zuerst einmal, es tut mir sehr leid um deine Häsin.

Geliebte Seelen zu verlieren ist nie leicht, zumal wenn es noch ganz besondere Kaninchen waren. Ich hatte so eine Häsin, die war quasi mit mir verheiratet (nach Aussage meiner Frau). Als sie vor knapp einem Jahr starb war das gelinde gesagt eine Katastrophe. Ich denke heute noch jeden Tag an sie, was nicht nur am Bild von ihr auf meinem Desktophintergrund oder den ganzen gemalten Bildern von ihr die hier bei uns an diversen Wänden hängen liegt. Ihren Tod habe ich bis heute nicht ganz verwunden, es tut immer noch weh. Aber das Leben geht weiter und ich habe ja auch noch andere Kaninchen, auch sehr besondere, die ihren Platz zwar nie einnehmen können, aber später mal eine ähnliche Lücke hinterlassen werden wie sie. Und sie sind es allemal wert, geliebt zu werden und sich von ihrer Lebenslust anstecken zu lassen, solange es währt. Denn auch ihr Leben ist vergänglich, nichts währt ewig.

Ob du etwas hättest anders machen können, ist im nachhinein betrachtet nur noch in sofern wichtig, als dass du, falls du selbst denkst, du hättest etwas falsch gemacht, aus dem Fehler lernst, um es beim nächsten Mal besser zu machen. So habe ich das immer gehandhabt, weswegen nach meinem ersten E.C. Fall, der in ganz groben Zügen ähnlich wie deiner mit dem selben Endergebins gelaufen ist, ich mir geschworen habe, dass ich nie mehr so unvorbereitet auf diese Krankheit bin. Beim zweiten Fall war ich dann umfassend informiert, habe gleich beim ersten kleinen Anzeichen darauf reagiert, und nach ein bis zwei Wochen war die Sache ausgestanden, wobei wir Glück hatten, dass es kein plötzlicher Roll-Anfall war (auch so was gibt es), sondern eine leichte Kopfdrift, wie mir nach der Vorschichte natürlich gleich sehr verdächtig vorkam.
In deinem Fall kann ich mir sehr wohl vorstellen, dass es E.C. war, da ich aber noch keinen Schlaganfallpatienten hatte fehlt mir der Vergleich.

Und ja, auch ich habe früher bedenkenlos auf die Tierärzte gehört, bis ich aus so manch bitterer Erfahrung lernen musste, dass viele Tierärzte weniger über Kaninchen wissen, als man gemeinhin so denkt. Deshalb ist es wichtig, dass man wirklich einen guten Tierarzt findet, der sich auch im Bereich Kaninchen weiterbildet, was leider nicht selbstverständlich ist. Aber es gibt sie.
Und wenn so ein Tierarzt dann zum einschläfern rät (was ich selbst auch erleben musste), muss man ihm in so einem Fall auch vertrauen können, das wirklich alles ausgeschöpft wurde.

Insofern soltest du dir, auch wenn es schwerfällt, ich kenne das Gefühl nur zu gut, keine Vorwürfe machen, sondern lieber an die guten Zeiten zurückdenken, und deine geliebte Häsin so in Erinnerung behalten.



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Benutzerbild von Wollknäuel
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.07.2013
Beiträge: 2.532
Wollknäuel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.03.2014, 21:56

Auch von mir mein Beileid! Tut mir wirklich sehr leid!
Die richtige Entscheidung zu treffen ist immer schwer! Ich denke, dass deine Entscheidung richtig war, da Lea schon den 2. Anfall hatte. Du hast alles versucht und so muss sie nicht mehr leiden. Du hast dir ja schon vorher lange Sorgen um sie gemacht. Ich denke, du kannst stolz auf dich sein, dass du ihr trotzdem noch so lange ein schönes leben geben konntest.

Ich kann dich gut verstehen, meine Flecki ist am 20.01.14 an einer Magenüberladung wegen eines Haarballen beim Not-TA verstorben. Es ging auch alles viel zu schnell. Flecki durfte nur 11 Monate alt werden, daher hatte ich leider nicht so viel Zeit mit ihr zusammen zu sein.

Es gibt hier einen Thread, der heißt die Regenbogenbrücke, dort kann man sich von seinem geliebten Tier verabschieden. Mir hat es sehr geholfen, aber es wird auch noch seine Zeit brauchen.

Blicke auf die schöne Zeit mit ihr zurück, die Erinnerungen kann einem keiner nehmen. Auch ein Fotoalbum mit den schönsten Fotos zu erstellen, hilft dies besser zu verarbeiten.

Ich wünsche dir viel Kraft.



__________________

Meine süßen Langohrkatzen
Benny & Schecki
http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/29272-meine-s%FC%DFen-langohrkatzen.html



Ninchen
 
Registriert seit: 20.03.2014
Beiträge: 24
witch025 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.03.2014, 23:23

liebe Sandy,

ein aufrichtiges Beileid, ich kann sehr gut nachvollziehen wie du dich fühlst. Nur halt nicht bei einem Kaninchen, sondern einem Hund. Ich musste meinen Hund Lotte vor 1,5 Jahren einschlafen lassen, sie war 17,5 Jahre alt und als ich von der Arbeit nach Haus kam, konnte sie nicht mehr aufstehen, ihr rutschten die Beine einfach so weg. Zuerst dachte ich, ihr wäre ein Pfötchen eingeschlafen (passiert ja manchmal) aber es ging den ganzen Abend nicht weg. Als das Problem am nächsten Tag noch da war, beschloss ich zum Tierarzt zu gehen. Mein Problem war, dass ich erst vier Wochen zuvor von Berlin nach NRW gezogen bin und noch gar keine Zeit hatte, mir hier einen neuen Tierarzt zu suchen. Also musste ich zu einer unbekannten Tierärztin gehen. Nachdem ich Lotte vorgestellt hatte und ihre diversen vorherigen Krankheiten erzählt hatte, sagte sie mir, es wäre Zeit Lotte gehen zu lassen, da sie schlicht und einfach keine Kraft mehr hatte. Obwohl ich es vorher tief im inneren schon geahnt hatte, brach für mich eine Welt zusammen. (Auch heute wo ich es dir schreibe, laufen mir die Tränen runter)

Ich brach danach komplett zusammen, denn ich hatte die gesamten 17,5 Jahre mit Lotte verbracht und wir waren in dieser langen Zeit insgesamt nur zwei wochen getrennt gewesen. Ich fragte mich immer wieder ob es die richtige Entscheidung von mir und der Ärztin gewesen sei, schliesslich kannte sie Lotte ja gar nicht, vielleicht hätte unser alter Arzt anders entschieden???

Letztendlich habe ich es aktzeptiert, da mir auch alle anderen die Lotte kannten sagten, es wäre das richtige gewesen, Lottes Zeit war schlicht und einfach vorbei.

Ich kann verstehen, dass es dir unendlich weh tut, von daher nimm dir erst einmal die Zeit die Du brauchst um zu trauern, nutze auch den Urlaub dafür und versuche dann ein neues Ninchen zu finden, dass dein Herz erobert.

Bei mir ginge es mit einem neuen Hund bis heute nicht, da ich Lotte einfach zu sehr vermisse und noch zu sehr an ihr hänge. Deshalb habe ich nun auch meine beiden Chaoten-Kaninchen um wieder etwas Leben in der Bude zu haben.

Aber auch dein zweites Ninchen braucht einen neuen Partner, also versuche nach dem Urlaub einen neuen Partner für sie zu finden. Sie wird es dir danken.

Wie gesagt, ich kann dich sehr sehr gut verstehen, und wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit...

Liebe Grüße
witch



 
 
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