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Kaninchen aneinander gewöhnenIch habe ein Widder weibl. 2 Jahre unkastriert. Sie lebte bis jetzt allein, da ich nie die Möglichkeit hatte, eher ein 2. dazu zu holen. Wie es der Zufall jetzt so wollte, ist uns ein Löwenköpfchen männl. ca. 4 Monate und unkastriert, zugelaufen. Ich habe ihn erst einmal aufgenommen, da ich weiß das es ihm hier gut geht. Bevor ich ihn direkt ins Tierheim abschiebe. Habe also das Außengehege von meinem Weibchen neben ihrem Doppeldeckerkäfig aufgestellt, damit die beiden sich mal beschnuppern können. Wenn sie sich verstehen würde ich ihn gern behalten. Sie war anfangs und ist es jetzt auch noch eifersüchtig, wenn ich ihn gestreichelt hatte. Was ich ja auch verstehe. Nun geht es mir darum, die beiden nehmen offensichtlich immer wieder Kontakt zueinander auf, beschnuppern sich durch die Käfiggitter ect. . Heute nacht hatten sie sehr viel Kontakt und er hat gerade als sie sich angeguckt haben mit seinem Urin gespritzt. Ich habe sie bis jetzt 2 mal näher zueinander gelassen doch sie versucht immer nach ihm zu schhnappen, nachdem sie sich einige Sekunden beschnuppert haben. Sie kennen sich jetzt 9 Tage. Ich lasse immer ihn raus, dann sie, damit sie drüber makieren kann. Wenn sie draussen ist, riecht sie aber nur selten, sondern kommt immer direkt zu mir aufs sofa zum kuscheln. Sie ignoriert ihn oft. Das Ding ist, ich möchte nicht die Kastration zahlen, wenn ich ihn so wie so weggebe, weil sie sich nicht verstehen. Woran merke ich denn dass sie sich mögen? Dass das eine Weile dauert, bei Kaninchen, dass weiß ich. Aber es wäre schön mal einige Anhaltspunkte zu erfahren. Bis jetzt kennt mein Weibchen nur meine Hündin und kommt auch super mit ihr klar und kuschelt immer mit ihr. In ihm sieht sie wahrscheinlich erst einmal eine Konkurrenz. Fakt ist, im Moment bin ich etwas ratlos.
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| Das Problem ist, wenn ich sie jetzt zusammensetzt und er sie dann vielleicht bespringt - das kann ja schon sehr schnell gehen, dann habe ich ca. 6 weitere Probleme ![]() Ausserdem ist sie ca. doppelt so groß wie er. Er wiegt gerade mal 650Gramm und sie 2,6Kg .. da habe ich schon schiss dass sie ihn platt macht
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| Solange der kleine Mann nicht kastriert und acht Wochen Frist alleine gesessen hat,solltest Du die beiden auf keinen Fall zusammen setzen! Die Käfige aneinander stellen macht wenig Sinn.Es bilden sich dadurch nur Agressionen.Das Urin verspritzen dient zum Revier Markieren und als Anspruch auf die Führungsposition bei Kaninchen.Unkastrierte Rammler sollte man auch bessernicht in der Wohnung halten.Die machen das recht häufig und ihr Urin stinkt auch ziemlich ![]() Du musst Dich einfach entscheiden,ob Du ihn behalten und kastrieren lassen willst.Oder ihn abgeben.Eine 100%ige Garantie,dass die beiden sich nach Ende der Kastrationsfrist gut verstehen werden,gibt es nicht.Aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch. Und selbst wenn nicht,hättest Du dann immer noch die Möglichkeit,ihn abzugeben,in dem guten Gewissen,dass daraus kein ungewollter Nachwuchs mehr entstehen kann und er nicht bei einem Züchter landet.Die Kastrationskosten kannst Du Dir ja vom neuen Besitzer erstatten lassen. Aber ich bin schon recht zuversichtlich,dass er sich nach Ende der Kastra Frist mit Deinem Weibchen verstehen wird.Beachte aber die VG Regeln! (findest Du hier im Forum in den FAQ)
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| Ohh tut mir leid da hab ich gar nicht mehr dran gedacht! Ich sehe das dann genau so wie Janh ich würde ihn auch erstmal kastrieren lassen und dann probieren die beiden zu VG. Ich denke auch das sie sich verstehen werden. Falls nicht würde ich aber dein Weibchen nicht alleine lassen sondern ihr auch einen netten Partner suchen. Aber ich würde es erst mal mit den beiden versuchen!
__________________ Viele Grüße! ![]()
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| Entschuldigung, ich bin hier neu - für was steht denn VG?
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| VG heißt Vergesellschaftung - also das richtige gewöhnen der Kaninchen aneinander. Dass sich eine Häsin und ein Kastrat nicht verstehen, ist sehr selten. Ich würde deshalb folgendes vorschlagen: Du trittst als allererstes in Kontakt mit dem Tierheim vor Ort. Möglicherweise liegt dort bereits eine Suchmeldung vor. Ihn einfach so zu behalten, könnte eine Fundunterschlagung sein. Und vielleicht vermisst ihn schon jemand ganz arg. Vermisst ihn niemand, geht es weiter zum nächsten Schritt: Du lässt ihn vom Tierarzt checken und schnellstmöglich kastrieren. Danach folgt noch die Kastrationsquarantänezeit von 6 Wochen. Achtung: in dieser Zeit ist er noch zeugungsfähig! Während dieser Quarantänezeit trennst du die beiden möglichst so, dass sie sich weder sehen noch hören noch riechen können. Außerdem richtest du ein neutrales Vergesellschaftungsgehege her. Dort müssen die Nins mehrere Tage bleiben können - sie sollen nicht mehr getrennt werden! Einzige Ausnahme: es entwickeln sich so starke Aggressionen dass Blut fließt. Kleinere Prügeleien und Fellflug sind dagegen absolut normal - Kaninchen sind nicht die friedlichen kleinen Fellknäule für die sie gern gehalten werden. Sie haben ein recht hohes Aggressionspotenzial, das arttypisch ist und sie diskutieren ihre Rangordnung deshalb mitunter etwas ruppig aus. Beide Nins kommen zeitgleich in dieses VG-Gehege, dazu mehrere Futterstellen und mehrere Unterschlüpfe, alle mit Hinterausgang. Und dann wartet man ab, und greift wirklich nur dann ein wenn sich die Nins gegenseitig richtig verletzen, oder eines das fressen einstellt.
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| Okay, ich wusste nämlich nicht, dass soetwas mit der Kastration zusammenhängt, habe mir sowas aber schon gedacht. Er gehört niemandem, habe überall in der Nähe rumtelefoniert wo er gefunden wurde, da werden leider öfter mal kleine Kaninchen gefunden, die ausgesetzt werden. Habe auch in Facebook eine ziemlich große Suche gestartet die glaube ich fast 40 mal geteilt wurde und habe Tierärzte abtelefoniert. Gecheckt wurde er schon als erstes, weil er ein hartes Kugelbäuchlein hatte, ich dachte erst Verstopfung aber er hat normal gefressen und der Kot und alles andere war normal. Also wurde er untersucht und alles okay, er ist top munter! das mit der Kastrationszeit weiß ich auch schon da werde ich auch keine Risiken eingehen.aber ich wusste nicht, dass sie dann am besten keinen Kontakt haben sollen, wieso denn nicht? Im Moment habe ich ihren doppelten käfig für meine, und das außengehege im Zimmer stehen für ihn. Wollte evtl. später dann noch einen doppelten Käfig kaufen und die beiden dann zusammenbauen dass sie quasi die Fläche von 4 Käfigen haben, sie sind ja auch draußen wenn ich da bin - immer. Und für draussen habe ich auch einen großén Käfig, wenn es wieder etwas wärmer wird, kommen sie dann auch in den Garten Es sieht nur echt lustig aus, dass er halb so groß ist wie sie ![]()
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| Sicht und Geruchskontakt sollte vermieden werden, weil sich sonst Aggressionen aufstauen können und das wäre denkbar ungünstig für eine Vergesellschaftung. Diesen Fehler habe ich bei meinen ersten 2 Kaninchen auch gemacht. Kannst du ihn nicht solange in ein anderes Zimmer stellen? Magst du für später nicht ein kleines Gehege bauen, anstatt zwei Doppelstockkäfige zu verbinden? Kaninchen mögen gerne eine größere Fläche zum Laufen. Ansonsten finde ich es super, dass du einen Partner für dein Kaninchen hast, sie wird sich sicher freuen
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| Ich würde das Geld für den zweiten Doppelstöcker sparen, meinen habe ich sehr schnell ausrangiert. Ein Gehege ist viel besser. Das mit den Aggressionen erklärt sich fast von selbst wenn man überlegt, wie revierbezogen Kaninchen sind. Fremde Nins werden erst mal misstrauisch beäugt und sollten sich an die geltenden Reviergrenzen halten - außer, sie wollen wirklich in den Familienverband hinein, dann wagen sie es die Grenze zu überschreiten. Dafür müssen sie sich ihren Platz in der Rangordnung ergattern. Nun trennt der Mensch mittels Gitter, und macht es auch noch wie du: ein gemeinsames Revier wird wechselseitig zur Verfügung gestellt. Das heißt: jeder meint, er hat eigentlich das Sagen, weil der Andere ja Abstand hält (Kaninchen wissen nicht, dass der Mensch dafür sorgt!). Und dann kommt doch der freche Bursche/die freche Zicke und markiert immer wieder das eigene Revier über - Unverschämtheit! Und das denken BEIDE. Du merkst es an den Beißversuchen und dem Urinspritzen. So, was passiert jetzt wohl, wenn die beiden tatsächlich aufeinandertreffen? Da wird jeder versuchen, dem anderen erst mal Manieren beizubringen. Entsprechend aggressiv wird die VG verlaufen, vielleicht sogar scheitern.Besser ist es, diese Verärgerung erst einmal abflauen zu lassen. Kaninchen haben da zum Glück ein recht kurzes Gedächtnis.
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| Also soll ich die beiden am besten jetzt schon auseinander stellen? Die beim Tierarzt meinten, dass ist ganz gut dass sie sich schonmal schnuppern und Gerüche aufnehmen können so :/ Ich wohne momentan noch bei meinen Eltern da ist ein Gehege etwas zu groß, aber für die eigene Wohnung habe ich das schon geplant! Sie sind ja nur drin wenn ich arbeiten bin und sobald ich zuhause bin sind sie eigentlich in der ganzen Wohnung unterwegs. Ansonsten hatte ich noch gedacht dass ich so einen Balkonteppich kaufe und dann einfach das Freigehege an den Käfig anbaue das wäre etwas mehr Fläche
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| Das mit dem Freigehege am Käfig dran ist eine gute Idee, aber Balkonteppich ist nicht so gut. Nimm lieber PVC-Boden, da gibts teilweise auch Reststücke zu niedrigen Preisen, der hält nämlich Nässe vom Boden fern. Urinflecken können sehr hartnäckig bis absolut bleibend sein. Und bei einer VG musst du mit Markierpinkeln rechnen. Abgesehen davon, dass nicht jedes Nin stubenrein wird. Übrigens habe ich kürzlich erst meinen Zuchtrammlern jedem ein Zwergkaninchen zugesellt, damit sie nicht alleine bleiben müssen. Das hat bei allen auf Anhieb geklappt! Ich hab sie zusammengesetzt, die Kleinen sind erstmal stiften gegangen, die Großen haben überhaupt nicht aggressiv reagiert, sondern wollten nur schnuppern. Und schon am nächsten Tag hab ich bei einem der Pärchen entspannten Frieden vorgefunden, beim andern ist der Zwerg sehr scheu und haut ab, sobald ich in den Stall komme. Der Größenunterschied mag von Vorteil gewesen sein, die Kleinen haben sich sofort untergeordnet, die Großen haben sie wohl mehr als nicht bedrohliches Jungtier eingestuft. Die Kleinen sind natürlich schon seit längerem kastriert gewesen, es waren "WirhabenkeineZeitmehr"-Kleinanzeigen-Geschenke. Lass den Kleinen kastrieren, gib ihm Zeit die Hormone runterzufahren (auch dazu dient die Kastrafrist) und dann lass sie zusammen. Wenn du kannst, dann halte beide erstmal getrennt, bau derweil das Gehege und setze sie dann zeitgleich rein. Keins der beiden sollte schonmal drin gewesen sein, dann sind sie gleich dort, wo sie hin sollen. Beim VG an einem anderen Ort kann es sein, dass sie dann beim Umzug ins eigentliche Gehege nochmal anfangen mit diskutieren.
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| Ja PVC ist eine gute Idee, bin ich gar nicht drauf gekommen, danke ![]() Die sind beide stubenrein, gehen zwar nicht auf eine Toilette aber haben ihre Ecken - zum Glück.
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| Wie läuft denn so eine Kastration ab? bei einem Männchen? Kenne das nur von meiner Hündin aber das war damals bestimmt was anderes und es ist bei weibchen ja immer ein Bauchschnitt :/ Geht sowas schnell bei männchen? und ist das eine komplette betäubung?
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| Hallo Eine Rammlerkastration ist in der Regel ein Routineeingriff. Allerdings birgt jede Narkose eine Risiko. Darüber wird dich der TA aber aufklären. Am besten veträglich ist eine Inhalationsnarkose (Gas). Die Tiere werden schonend, aber schneller wieder wach. Der Eingriff selbst dauert oft nur ewin paar Minuten. Da du in Dortmund wohnst, habe ich hier eine sehr gute und beliebte Tierarztpraxis, zu der auch viele aus unserem Verein (Kaninchenschutz e.V.) hingehen. http://www.praxis-am-dorney.de/home.html Das Ärzteteam ist dort sehr erfahren. LG
__________________ 24 Pfoten grüßen Euch ganz lieb ![]() Kaninchenschutz e.V. In Memory: Chipsy 30.12.09 & Peppels 11.03.10 & Casimir 29.03.10 & Louis 03.08.11 & Bonny 07.03.2012, Whisky 28.07.13 & Caja 26.05.14 Tulip 30.09.15
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| Stichworte |
| gewöhnen, kastrieren, männchen, weibchen, zusammen bringen |
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