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AugenbehandlungGuten Nachmittag, um die folgende Behandlung meiner Kaninchendame (11,5 Jahre alt, Löwenköpfchen) anzugehen, wollte ich mich vorher noch etwas schlau machen. Sie hat seit Weihnachten ein tränendes Auge gehabt. Zahnkontrolle und Hornhautcheck ergaben keine negativen Ergebnisse und die Vermutung war eine Bindehautentzündung. Augentropfen haben das Problem beseitigt, allerdings nur bis zum Absetzen dieser. Es fing direkt einen Tag später erneut an zu Tränen. Im Fell wurde nochmal explizit nach einem pieksenden Übeltäter gesucht: Fehlanzeige. Die Hornhaut war auch nach wie vor in Ordnung. Der neue Versuch war eine Salbe, welche durch ihre Konsistenz besser im Auge bleibe und dadurch effektiver sei. Durch die Salbe ist ihr Fell nun jedoch rings um das Auge etwas "eingeölt". Es wirkt irgendwie größer als das andere, was sich jedoch durch das eingedrückte Haar ringsherum auch als Sinnestäuschung herausstellen könnte (der Tierarzt hat es ebenfalls so empfunden). Auf jedenfall werde ich diese Woche erneut zum Check zum Tierarzt gehen und wollte an dieser Stelle bei euch fragen, wie ich vorgehen soll. Jetzt Röntgen lassen? Die Salbe absetzen und schauen was passiert? Ich will nicht noch länger rumbummeln und mit Medikamenten rumspielen, falls doch etwas schmerzhafteres dahintersteckt. Eine Operation möchte ich ihr (im Falle eines Tumors beispielsweise) auch nichtmehr antun. Was ratet ihr mir?
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| Zitat:
"Auch Aufnahmen des Schädels lassen sich gut ohne Narkose anfertigen, Ruhige Kaninchen werden für laterolaterale Aufnahmen auf die Seite gelegt, der Kopf kann an den Ohren ausgerichtet werden (Abb. 3.13a). Bei weniger kooperativen Patienten wird der gesamte Körper angehoben und gedreht, bis der Kopf in der gewünschten Position angekommen ist (Abb. 3.13b). Die dorsoventrale Aufnahme entsteht dadurch, dass leichter Druck auf den Nackenberech ausgeübt wird, wodurch das Kinn flach auf der Platte zu liegen kommt (Abb. 3.14a). Ist eine zweite Hilfsperson vorhanden, kann der Kopf auch durch leichten Zug an den Ohren zusätzlich fixiert werden (Abb. 3.14b)." Quelle: Ewringmann, A.; 2005; Leitsymptome beim Kaninchen - Diagnostischer Leitfaden und Therapie, Seite 257f. Aber das macht sicher nicht jeder Tierarzt, müsste ich mal nachfragen wie die das handhaben würden. Hatte extra schonmal geschaut, weil Narkose in dem Alter wirklich nicht das Wahre ist. Meine Kleine hat schon 3 Operationen hinter sich, die letzte war mit 9 Jahren und da hab ich mich schon schwer getan (und es Gott sei Dank nicht bereut!). Abgesehen vom Auge ist sie im Moment top fit. Ich hatte zwar am 1.1.2014 (Guter Start ins Jahr) einen Noteinsatz, weil sie nichtmehr gefressen hat und Untertemperatur bekam, aber das ging mit einer warmen Infusion und einer Nacht Tierarztaufenthalt wieder weg. Sie frisst wie ein Scheunendrescher, liebt Heu abgöttisch und macht für leckeres Essen immerzu Männchen.
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| Wurde der Tränennasenkanal überprüft, ob er durchgängig ist? Evtl. ist er nur verstopft und muss durchgespült werden. Ansonsten würde ich ein Röntgenbild vom Kopf machen lassen. Erst nach einem Röntgenbild kann man sicher sagen, dass die Zähne i.O. sind. Einen Abszeß unter einem oberen Backenzahn muss man bei einer Sichtkontrolle nicht unbedingt finden. Und ja, ein erfahrener TA kann auch ohne Narkose röntgen. Das würde ich aber vorher abklären und evtl. rumtelefonieren.
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| Zitat:
Ja beim letzten Besuch wurde der Tränenkanal gespült bis alles ordnungsgemäß durchgelaufen ist. Dann werd ich das mit dem Rötngenbild ansprechen und auch bezüglich der Narkose nachfragen. Na hoffentlich habe ich einen kompetenten Tierarzt erwischt. Wenn dieser jedoch strikt ablehnen sollte, soll ich jemanden finden der es narkosefrei hinbekommt? Also auch nicht warten ob die Salbe geholfen hat und das Fell wieder hübsch ausschaut?
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| Ja, ich würde sonst zu einem anderen TA gehen. Du kannst mir gerne per PN schreiben, in welcher Stadt Du wohnst und ob Du mobil bist. Ich würde dann mal nach einem guten TA schauen, der Ahnung von Kaninchen hat.
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| Ich denke am Mittwoch weiß ich mehr zum Röntgenthema. Danke für dein Angebot, ich werd mich auf jedenfall mit dem Ergebnis melden.
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| So, bin gerade zurück. Die Salbe wird jetzt eingestellt und ich hab für nächsten Mittwoch nen Röntgentermin (extra viel Zeit eingebucht, weil sie ohne Narkose röntgen werden). Der Eindruck, das Auge sei größer besteht nach wie vor. Beim Abtasten merkt die Tierärztin jedoch keinen Unterschied. Sie meint, es sei merkwürdig, dass die Krankheitszeichen (gerötete Augenränder, Schleim...) durch die Medikamente verschwinden und nach absetzen dieser erneut auftauchen. Normal gehen diese bei Abszessen oder anderen dauerhaften Einwirkungen nicht so gut weg. Ihr sei solch ein Fall erst einmal vorgekommen und da hat sich ein Grashalm die Nase hochgearbeitet. Und nochmal eine Woche warten...
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| Ich persönlich würde einem so alten Tier keinen Tierarztmarathon mehr zumuten. Dann tränt das AUge halt, das ist bei alten Menschen auch oft so. Schatzis Oma hat immer und überall so ein kleines TÄschchen mit einem Taschentuch drin dabei, um sich die Augen abwischen zu können. Dann ist es eben so. Selbst wenn es ein Abszess ist, würde ich ihr keine OP mehr antun, sondern sie so lange es geht zuhause verwöhnen und zum gegeben Zeitpunkt erlösen lassen.
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| Der Nasen-tränenkanal kann es aber nicht sein oder? Eines meiner Kaninchen hatte ewige Zeiten ein tränendes Auge. Es Wurde 2 erfolglos versucht den Kanal zu spülen. Er Hatte auch immer wieder ein tränendes Auge. Ich habe da dann wenn es ganz schlimm war Augentropfen geholt und dies angewandt. Bis ich vor einigen Monaten ein niesen von ihm hörte und auf der Seite des tränendes Auges Flüssigkeit aus der Nase kam. Ich habe dann noch einige Zeit die Augentropfen genommen und nun haben wir Ruhe.
__________________ Die Hoppelbande aus dem Erzgebirge ------------------- Futtermischungen, kräuterreiches Erzgebirgswiesenheu, Knabberzweige & vieles mehr... HP: https://mein-tierischer-landgarten.jimdofree.com/ Auf Instagram: tierischer_landgarten
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| Ich weis ja nicht woher Du kommst. Ich kann Dir nur empfehlen einen Augenspezialisten für Tiere aufzusuchen. Vielleicht habt ihr eine Tierklinik in der Nähe, wo Augenheilkunde praktiziert wird. Empfehlen kann ich die Lesia Klinik in Düsseldorf . Da ist Frau Dr . Schröder die Augenärztin . Sie hat meinen beiden alten Tieren super geholfen , nachdem der normale TA mit seiner Medikamentenwahl am Ende war. Sie meinte das wäre mit der Behandlung v. TA nie weg gegangen. Bei ihr habe ich 1 Woche behandelt und alles war gut. Sie machte einen kleinen Eingriff ohne Narkose und da war es auch nicht schlimm , dass er schon 10 Jahre alt war . Als meine jetzige Häsin eine Infektion im Auge hatte , bin ich direkt zu ihr hin. Nach 1 Woche war alles wieder in Ordnung !!LG
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| Also erstmal sieht das Auge rein von den Krankheitsanzeichen normal aus. Es hat nicht angefangen zu tränen (glaube ich...) und ist auch nicht rot geworden. Durch das nach wie vor leicht schmalzige Fell lässt sich das nicht so genau sagen. Gibt es irgend eine sinnvolle Möglichkeit das Fell zu säubern? Mit Wasser wird das denke ich nichts werden, aber irgendwas anderes ums Auge herum wäre auch zu gefährlich. Edit: Die Tierärztin hat es versucht dezent rauszukämmen, mit einem feinen Flohkamm. Ich wusste garnicht das es spezielle Augenärzte für Tiere gibt, man lernt nie aus. Da ich in Berlin wohne, wird sich da sicherlich jemand finden. Vorerst werde ich jedoch das Röntgenbild abwarten, sollte doch etwas richtig bösartiges dahinter lauern, kann sicher auch der Augentierarzt nicht ohne weiteres helfen. Ich werde wohl bis Mittwoch auf den Termin warten. Autofahren macht meiner Kleinen zu schaffen, außerdem bin ich mir noch im Unklaren, ob ich ihr im Fall der Fälle wirklich eine weitere Operation zumuten würde... Schwer ![]()
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| Auswertung der Röntgenaufnahme: Es ist kein Tumor und kein Abszress erkennbar, jedoch eine Verdickung bei ihrem Auge, welche durch Bakterien herrührt. Sie hat jetzt ein Antibiotikum gespritzt bekommen und ich hab Bene-Bac mitbekommen, was ich ihr täglich wegen des Antibiotikum geben soll. Klingt das sinnvoll?
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| Wenn da was bakterielles ist, ist der Einsatz eines Antibiotikums sicher sinnvoll. Eine Spritze reicht da aber eigentlich nicht, sie müsste entweder nachgespritzt bekommen oder du müsstest ihr täglich was eingeben. Bene Bac ist dann für den Darm, weil Antibiotika auch die nützlichen Darmbakterien abtöten, die durch das Bene Bac wieder zugeführt werden sollen. Antibiotika sollte man lieber etwas länger geben, auch wenn die Symptome rein äußerlich abgeklungen sind. Wenn auch nur eine Handvoll der Schadbakterien übrig bleibt, wird daraus womöglich ein gegen dieses Antibiotikum resistenter Stamm, der dann nur mit noch schwereren Geschützen in den Griff zu kriegen ist.
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| Zitat:
Es bleibt auch nicht bei einer Spritze. Der Termin für die nächste Spritze ist in 10 Tagen. Reichen denn dann 2 Spritzen? PS: Meine Süße ist recht dünn, gibts es irgendwas schönes was ich meiner alten Dame füttern kann?
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