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Bitte um Hilfe in EC FallHallo zusammen, zunächst einmal möchte ich mich bei den vielen tollen Beiträgen bedanken, die man hier so durchstöbert. Es ist klasse wie aufbauend so manche Leute doch schreiben und was für wertvolle Ratschläge hier gegeben werden. Nun zu meiner Situation: Meine Freundin hat zwei Häschen (Lilly und Chico) in einem Zweistöckigen Stall. Die beiden sind jeweils 3 Jahre alt und superlieb und zahm. Meine Freundin kümmert sich auch immer ganz toll um ihre Hasen und liebt sie über alles. Die kleine Lilly hat nun seit ca. dem 29. September EC - bzw. einen schiefen Kopf. Meine Freundin ist sofort zum TA und dieser hat direkt eine Blutprobe genommen, geröntgt und sie eine Nacht da behalten. Als Medikamente wurden zunächst ein Kortison, ein Antibiotika (Name weiß ich gerade nicht - scheinbar aber kein Hirnaktives) und Critical Care gegeben. Es wurde nicht besser und ich habe mich in der Zwischenzeit im Internet umgehört und ihr von den Behandlungsmöglichkeiten erzählt. Prompt bekam sie dann auch Panacur hinzu. Sind Tabletten die in Wasser aufgelöst werden. Im Krankheitsverlauf begann Lilly auch immer stärker zu "rollen". Im Käfig allerdings nur selten, da sie sich meistens an den Käfigrand legt und Chico von der anderen Seite stützt und sich unglaublich liebevoll um sie kümmert. Gestern war ich also mit der kleinen Lilly nochmals beim Tierarzt und ich sagte, dass ich die Kompetenz keineswegs in Frage stellen möchte, aber gern Vitamin B und ein Hirnaktives Antibiotika hätte. Hat sie auch für gut befunden und schwups hatte ich die Medikamente beisammen. Jetzt bekommt die kleine folgende Medikamente - Kortison - Ein hirnaktives Antibiotika - Panacur - Vitamin B - Critical Care. Zum Verhalten des Hasis sei angemerkt, dass sie gern Kamilletee trinkt und das Critical Care über alles liebt! An die Trinkflasche kommt sie leider nicht mehr ohne Rollen ran. Fressen tut sie nur wenig, hat aber innerhalb der letzten Woche nicht abgenommen. Da ich wie gesagt der Freund bin und meine Freundin tagsüber arbeitet, würde ich gern allgemein erfragen, wie man die ganzen Medikamente am besten verabreicht ohne das Häschen zu stressen. Sonst könnte das niemand anders machen, da die Eltern im Urlaub sind und nur ich aktuell frei habe (Mache es natürlich gerne.. hab die kleinen auch sehr ins Herz geschlossen). Sobald man sie aus dem Käfig nimmt rollt sie wieder und man kann sie kaum halten (möchte dem Tierchen ja auch nicht wehtun). Danach liegt sie dann auch 2-3 Minuten auf der Seite, atmet schnell und kann sich dann aber wieder von selbst aufraffen. Würde es etwas bringen das Antibiotika mit dem Critical Care zu mixen? Habt ihr sonst noch Tipps, wie man die kleine aus dem Käfig bekommt ohne das sie sich rollt? Über jeden Tipp von euch bin ich sehr dankbar und bedanke mich auch gleich im Namen meiner Freundin mit! Sorry, wenn ich etwas zerstreut geschrieben habe - ich bin gerade zeitlich etwas eng angebunden (Auto ist in der Werkstatt und um 14 Uhr muss das Häschen das nächste mal Medikamente bekommen - 30km weiter.)
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| Ich weiß nicht, ob das von den Medikamenten her möglich ist, aber ich würde sämtliche Medis mit dem CC zusammen verabreichen, dann musst du das Kaninchen nicht extra wegen den Medis "quälen". Wenn sie nicht an dir Trinkflasche kommt, solltest du zusätzlich einen Wassernapf anbieten.
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| Alles zusammen geben, so dass die Stresszeit möglichst kurz ist. Allenfalls das Tierchen nicht aus dem Käfig nehmen, kommt man auch so an sie ran, wenn sie am Rand liegt? Kortison würde ich weglassen. Es hat nur in den wenigsten Fällen einen positiven Nutzen, unterdrückt aber das Immunsystem - und genau das eigene Immunsystem braucht das Kaninchen, um die Krankheit zu überwinden.
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| Hallo zusammen und erstmal ein herzliches Dankeschön für die superschnellen Antworten! Ich bin überwältigt! Zunächst einmal die genauen Medikamentenbezeichnungen die mir jetzt vorliegen: - Chloromycetinpalmetat: 3x tägl. 3 ml (Morgens, Mittags, Abends) - Dexamethason: 1x tägl. 0,25 ml (Abends) - UTI-Tabletten: 3x täglich eine Tablette (der TA meint, sie würde das gern futtern - tut sie aber nicht.) - B-Komplex: 1x tägl. 0,5 ml (morgens) - Panacur: 1x tägl. 1/5 Tablette (morgens) ... ganz schön viel was die kleine da bekommt! Habe gerade das "Mittags"antibiotika mit dem CC verabreicht. Wurde im Käfig relativ gut angenommen - zwar mit einer kurzen 5-Minütigen Pause aber immerhin. Zum Futtern habe ich gerade Babybrei in den Geschmacksrichtungen Karotte, Karotte-Apfel und Apfel-Banane / grünen Hafer / Fenchel / Fencheltee und Zwieback ohne Zucker gekauft. Leider habe ich kein Leinoel oder Bene Bac finden können. Gibt es CC und Bene Bac evtl. bei Fressnapf? Dann würde ich da mal den Weg auf mich nehmen und hinfahren. Werde versuchen ihr mal ein Schälchen hinzustellen und zu gucken ob sie das mag. Wobei Chico sicher auch Gefallen daran findet. Kontrollieren lässt es sich dann schlecht wer es gefuttert hat. Das CC bekommt sie ins Mäulchen, genau wie auch die Medikamente. Und sie ist einfach suuuuuper tapfer. Da würde selbst ich mich weigern bei so manchen Geruch der Medikamente. Passiert denn auch nichts wenn man die Medikamente "zusammenmixt"? Normalerweise gibt es immer ein ganz normales Mischfutter, ab und an mal einen Drops und viel frische Sachen (Möhrchen, Gurken, Fenchel), etc. Die Möhrchen habe ich gerade gekauft und sehr klein geschnitten. Sie ist auch direkt darüber hergefallen :-) Ich werde heute Abend aber definitiv mal ein Schälchen mit einer Mixtur aus Brei, grünen Hafer, Dinkel Zwieback und Fencheltee hereinstellen und hoffe das es angenommen wird. Hoffe das die kleine ganz schnell wieder gesund wird! Wo finde ich denn Bärenklau? Bin leider nicht so naturbewandt, auch wenn wir hier quasi auf dem Dorf mit viel Waldgebiet leben (Schande über mich) Ich bin euch für jeden Ratschlag hier sehr dankbar und finde es Klasse, dass es solch eine Community gibt!
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| Wenn sie selber frisst(über Möhren herfallen klingt doch gut) würde ich sie nicht mit dem Päppelbrei zufüttern. Wenn du im Grünen wohnst findest du bestimmt eine "Nicht-Hundewiese" auf der du Gras, Klee, Löwenzahn usw findest. Die Äste mit Blättern von Obstbäumen und den typischen hiesigen Bäumen(Eiche, Birke, Weide, Kastanie...) kannst du genauso gut anbieten. Zusätzlich zur Stärkung würde ich Sämereien z.B. Leinsaat, Sonnenblumenkörner oder Haferflocken anbieten, je nach Gewicht 1-2El pro Tag. Aus der Gemüseabteilung ist vor allem alles grüne wetvoll, z.B. Möhrengrün, Radieschenblätter, Kohlrabiblätter uvm. auch Küchenkräuter sind voller Vitamine und Mineralstoffen. Päppeln, also Zwangsernährung ist nur in wenigen Fällen sinnvoll, ein Schälchen mit CC kannst du ihr aber ruhig anbieten wenn sie es so mag, hauptsache sie frisst ordentlich. CC enthält sehr viele künstliche Zusätze, vor allem hochdosierte Vitamine, wenn sie die natürliche Nahrung zu sich nimmt und noch B-Vitamine bekommt sollte das aber alleine ausreichen. Falls die Kaninchen kein Grünfutter gewöhnt sind, ersteinmal mit kleinen Portionen anfangen. Ich kenn mich zwar nicht so super mit EC aus aber ich verstehe weder die Antibitioka- noch die Cortisongabe. Antibiotika helfen nur bei Bakterien, der EC-Erreger ist aber ein spezieller pilzähnlicher Einzeller. Cortison unterdrückt, wie hier schon jemand sagte das Immunsystem, es verhindert, dass der Körper sich selber wehrt. Ich kenne es meißt nur wegen seiner abschwellenden Wirkung nur versteh ich nicht, wo hier eine Schwellung vorhanden ist. Wenn du das Cortison allerdings weiter gibst sollte das Antibiotikum beibehalten werden, da bei alleiniger Cortisongabe das Immunsystem geschwächt ist und Bakterien somit leichtes Spiel haben und eine Zusatzerkrankung braucht sie wirklich nicht. LG und gute Besserung
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| Zitat:
Cortison nützt nachweislich hier gar nichts. Der entscheidende Faktor für eine Genesung bei EC sind die CD8+-Zellen, und die kommen aus dem eigenen Immunsystem. Geändert von april (10.10.2013 um 16:48 Uhr).
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| Ein weiterer Tag ist nun vergangen und es stellen sich im Laufe der Zeit immer erneute Fragen. Die Spritze im Käfig wird nur bedingt gut angenommen. Die Prozedur dauert etwas länger, als wenn man sie aus dem Käfig nimmt. Auch darin rollt sie sich bei der Medikamentengabe. Die Frage ist nun: Ist es sehr schlimm, sie aus dem Käfig zur Medikamentengabe zu holen? Ferner liegt sie viel an ein und derselben Stelle - Hoppelt aber ab und an mal herum um sich letztlich wieder an ihrem "neuen" Lieblingsplatz hinzusetzen / hinzulegen. Ist das normal? Wir hatten uns überlegt den zweistöckigen Käfig auf eine Etage zu reduzieren, da sie sowieso nicht mehr die Treppe hoch oder runterkommt. Dann käme man einfacher an sie ran und es ist wieder eine Sache weniger an der sie sich weh tun könnte, sofern sie sich rollt. Würde das Sinn machen, oder sollte man es eher alles beim alten belassen? Die untere Etage, wo sie den ganzen Tag ist würde bleiben und der Stellplatz natürilch auch! Das Problem ist nur das das Partnertier dann weniger Möglichkeiten zum hoppeln hat und auf eine Etage beschränkt würde. Dann haben wir noch das Problem mit dem Tee. Sie mag ihn zwar, aber wenn sie einen ihrer Rollanfälle bekommt landet das ganze Heu im Näpfchen oder umgekehrt und die kleine wird nass. Das hat zur Folge, dass sie versucht sich zu putzen und sich dabei auf die Hinterbeine setzt um sich zu putzen, dabei aber meist umfällt und sich rollt. Habt ihr eine Idee wie man das lösen kann? Gibt es vielleicht besondere Tränken für den Käfig? Zum allgemeinen Verhalten, sieht man, wie bereits erwähnt, das sie versucht sich zu putzen, das sie futtert und immer wieder zu derselben Stelle im Käfig zurückkehrt. Äpfel und Möhren werden gut angenommen - beim Futter (Grünzeug aber nicht frisch) sieht man es nicht so richtig ob sie sich bedient oder nur das Partnertier. Auch mag sie ab und an mal einen Drops (hat sie vorher furchtbar gerne gegessen). Der Kopf ist aber nach wie vor ziemlich schief und das Rollen kommt ab und an auch noch vor - in jedem Fall aber, wenn man sie berührt, oder wenn sie den Kopf noch weiter zur Seite dreht. ![]()
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| Hightower, die Fragen sind berechtigt, aber ohne Kristallkugel leider nicht beantwortbar. Im Grunde: So wenig Stress wie möglich. Den Käfig jetzt zu verändern würde beide Kaninchen in Stress bringen, das würde ich deshalb auch nicht machen. Wenn sie bei Medigabe im Käfig und ausserhalb des Käfigs rollt, dann würde ich es so machen, wie es am schnellsten geht. In diesem Fall also: Heraus nehmen. Dass sie ihren Lieblingsplatz hat und anstrebt ist normal. Für den Tee weiss ich keine Lösung. Ich würde beim Napf bleiben und allenfalls in der Spritze direkt vor sie hinhalten - vielleicht schlabbert sie ihn dann direkt. Und ansonsten würde ich den Tee jetzt nicht überbewerten, weil das ewige Rumpusseln am Tier sie eben stresst und Stress würde ich reduzieren wollen.
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