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Einsames Männchen: Vergesellschaftung?Liebe Kaninchenfreunde, wir haben ein Problem, das uns schon schlaflose Nächte bereitet und bei dem wir dringen Euren Rat brauchen: Wir haben vor 2 Wochen einen Zwergwidder (Männchen, 6 Monate alt) bei einem Züchter gekauft. Eigentlich dachten wir, wir kaufen mind. 2, damit einer alleine nicht einsam ist, aber der Züchter meinte, 1 Zwergwidder wäre besser, da er dann auch besser auf unsere Tochter (2 Jahre) reagiert. Am Anfang waren wir etwas skeptisch, da uns eine artgerechte Haltung sehr wichtig ist (der Zwergwidder lebt im Außengehege mit viel Platz und einem sehr schönen Stall). Doch wir dachten uns, der Züchter weiß sicher, was gut ist und so wurde unsere Familie um 1 Lebewesen größer. Er hat sich auch gut eingelebt, nur habe ich den Eindruck, er langweilt sich langsam. Wir sind viel bei ihm draußen, aber wir sind eben Zweibeiner mit kurzen Ohren, das ist einfach nicht das selbe. Nun also unsere Frage: Wir brauchen für ihn unbedingt Gesellschaft, doch wie gehen wir nun richtig vor??? Ein zweites Männchen kommt ja wegen der Revierkämpfe kaum mehr in Frage. Irgendwie scheuen wir uns davor, ihn kastrieren zu lassen, obwohl so ein Eingriff, wie wir wissen, heute nicht mehr so schlimm ist. Aber OP ist eben OP. Ein nicht kastriertes Weibchen (da wären wir auch wieder beim Thema OP) ist ja wegen der babys auch keine gute Idee. Meerschweinchen passen auch nicht. Was also tun? Wir könnten evtl. 2 bereits sterilisierte Weibchen bekommen. Wird das mit einem nicht-kastrierten Männchen funktionieren??? Das könnte für die Damen doch recht stressig werden.... Wie ihr seht: Fragen über Fragen und wir wollen doch nur das Richtige tun.... Wer hat einen guten Rat? Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe!
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| Hallo und herzlich Wilkommen Na da hat Euch der Züchter leider wirklich Mist erzählt. Kaninchen sind Rudeltiere und sollten daher nicht alleine gehalten werden! Gesellschaft ist also u.a. das A & O! Wenn der Kleine fit und gesund ist, wird eine Kastration kein Problem sein. Da werdet ihr auch nicht drum rum kommen. In der Regel wird das Kaninchen vormittags zum Tierarzt gebracht, kastriert (der Eingriff selbst dauert etwa 15 Minuten) und sobald er aus der Narkose aus wieder fit ist, wird er abgeholt. Am Besten wird eine Inhalationsnarkose vertragen. Man kann sie besser dosieren und das Kaninchen ist auch schneller wieder wach und fit. Wichtig ist, dass ihr kein noch halbschlafendes Kaninchen mit nach Hause nehmt. Aber bei der Suche nach kaninchenerfahrenen Tierärzten sind wir gerne behilflich! Da er bereits 6 Monate alt und somit geschlechtsreif ist, wird er nach der Kastration noch etwa 6 Wochen lang zeugungsfähig sein - in dieser Zeit sollte noch keine Zusammenführung stattfinden. Bzgl einenes Partners empfehle ich ein Weibchen. Welches für Eure Haltung bereizts in Außenhaltung lebt. Denn ein innenlebendes Kaninchen wird man jetzt nur noch sehr schwierig an die Temperaturen gewöhnen können. Aber auch bei der Suche nacvh einem passenden Weibchen können wir dir helfen!!
__________________ 24 Pfoten grüßen Euch ganz lieb ![]() Kaninchenschutz e.V. In Memory: Chipsy 30.12.09 & Peppels 11.03.10 & Casimir 29.03.10 & Louis 03.08.11 & Bonny 07.03.2012, Whisky 28.07.13 & Caja 26.05.14 Tulip 30.09.15
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| Hallo Simmerl und herzlich willkommen bei uns im Forum! ![]() Deine Gedankengänge sind gut und gehen in die richtige Richtung. Kaninchen sollte man mindestens mit 1 Artgenossen halten. Ob ihr ein Weibchen oder ein Männchen dazuholt, ist eigentlich egal. Wichtig ist, dass alle Männchen die in die Gruppe kommen kastriert sind/werden. Wenn ihr ein kastriertes/sterilisiertes Weibchen dazu holt, wird sie zu sehr von eurem Rammler bedrängt und würde keine ruhige Minute haben. Ihr kommt also um eine Kastration nicht herum. Es ist wirklich nur ein ganz kleiner Eingriff. Die meisten Kaninchen sind am gleichen Abend schon wieder ganz fit, spätestens am nächsten Tag. Wichtig ist, dass er danach noch 6 Wochen Kastrafrist einhalten muss. Solange ist er noch zeugungsfähig. Solltet ihr ein 2. Männchen dazuholen wollen, achtet darauf, dass dieses bereits kastriert ist. Dann könntet ihr eine Vergesellschaftung schon nach etwa 3 Wochen wagen, da ja die Gefahr von Nachwuchs nicht gegeben ist. Erzähl doch mal ein bisschen von dem Kleinen und wie er lebt..Wie groß ist das Gehege? Ist es mradersicher? Wir freuen uns auch immer über Fotos. ![]() Der Züchter hat euch einen Bären aufgebunden, konnte aber aus der Situation heraus wohl nicht anders. Euer Kleiner wird ein nicht tauglicher Zuchtrammler sein. Was soll er euch dazu verkaufen? Ein Weibchen, was mit Sicherheit trächtig wird? Ein anderes Böckchen, damit die beiden sich zerfleischen können? Er hat sein Ziel erreicht und ist seinen Bock losgeworden. lg marinahexe
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| Huhu, hatte auch bammel vor der kastration meines rammlerchens. Aber es war das beste für ihn, was ich machen konnte! Er lebt jetzt glücklich mit seinem Mädchen zusammen!
__________________ Liebe Grüße von Mir und meinen Vierbeinern ![]() Die terrorzwerge abby und emil, phantomhamsteropi leroy und zwergenbaby jamie. Mit Jack, Pebbels und Lucy im Herzen Seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere. Arthur Schopenhauer, (1788 - 1860)
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| Liebe Experten, vielen Dank für Eure Ratschläge. Wir werden uns also wohl mit dem Thema Kastration auseinander setzen müssen, fürchte ich. Heute ist aber ja Gott sei Dank Sonntag, da haben wir noch mal Zeit drüber zu schlafen.... Die Idee mit den zwei sterilisierten Weibchen hat bei keinem von euch Anklang gefunden? Dass 1 Weibchen bei 1 nicht kastrierten Männchen Stress bedeutet ist klar, aber wir dachten eben, dass es sich bei zweien verteilt? Kurz zu unserem neuen Mitbewohner: sein Name ist Simmerl (bayerische Version von Simon) und er ist ein sehr sympathischer Zeitgenosse mit braunem Fell und einem dunklen Fleck über der Nase. Als wir (oder besser: unsere Tochter) ihn entdeckt haben, saß er ganz friedlich auf einer Schachtel von der er sich nicht runterbewegt hat. Er hat sich streicheln lassen und ich war verblüfft, wie zutraulich er war. Als wir dann nach Hause kamen und ich dachte, er bewegt sich sicher erst mal nicht weit weg, spurtete er erst mal los, um alles zu entdecken (wir haben ihn einfach in unseren Garten gesetzt und zugesehen, was so passiert). Das mit dem "er hat sich streicheln lassen" hat sich seither auch erübrigt: streicheln lassen will er sich gar nicht. Er kommt zwar zu uns gehoppelt und beschnuppert die Finger. Sobald wir die Hand aber ein bisschen weiter nach ihm ausstrecken gibt er Gas und ergreift die Flucht. Irgendwie habe ich den Eindruck, Simmerl war damals, als er auf der Kiste beim Züchter saß, in einer Art Angststarre (obwohl er eigentlich keinen verängstigten Eindruck machte). Oder vielleicht werden die Tiere an Verkaufstagen (wir waren auf dem Kleintiermarkt) auch ruhig gestellt? Keine Ahnung. Jedenfalls ist er (noch) kein großer Schmuser, aber das muss er auch nicht sein, schließlich ist er ein Zwergwidder und keine Katze. Simmerl wohnt derzeit noch alleine in einem neu gebauten Vollholzhühnerstall, der wohl besser gedämmt ist, als so manches Wohnhaus. Eigentlich hatten wir den Hühnerstall für Hühner und Enten geplant, doch wir wollen eigentlich Küken und dafür sind wir in diesem Jahr zu spät dran. Dann eben nächstes Jahr. Simmerl wird dann also mitbewohner bekommen, da müssen wir uns noch überlegen, wie wir die ganze Sippe dann räumlich trenne. Hat jemand Erfahrung mit der Haltung von Kaninchen und Hühnern/Enten in einem gemeinsamen Stall? Direkt vom Stall aus kann Simmerl ca. 20qm Garten mit Büschen, Wiesen und Bergblick genießen. Wenn wir nun noch das Problem mit den Artgenossen gelöst haben, hat er sicherlich kein schlechtes Leben, hoffe ich. Wir geben uns Mühe, es ihm schön zu machen. Liebe Grüße!
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| Auch zwei kastrierte Häsinnen würden unter seiner Potenz ganz schön in die Knie gehen bzw. sich irgendwann energisch gegen ihn zur Wehr setzen. Deshalb ist eine solche Lösung nur dann eine mögliche Option, wenn ein Gesundheitsproblem die Rammlerkastration verhindert. Simmerl ist jung und - der Tierarzt wird das per Untersuchung vor der Kastration bestätigen - vermutlich kerngesund. Ich stand vor einer anderen Entscheidung damals, mein Leo war als ich ihn aufnahm zwischen 3 und 4 Jahre alt und ziemlich krank. Die ersten 4 Tage bei mir stand sogar sein Leben auf der Kippe. Als er stabilisiert war, wagte der Tierarzt die Kastration (mit Gasnarkose), und Leo hatte tatsächlich nicht die geringsten Probleme. Im Gegenteil, ich war total erstaunt wie schnell er wieder zur Tagesordnung überging. Auch später musste Leo immer wieder in Narkose, er war Zahnpatient mit völlig ruiniertem Gebiss, die Vorbesitzer waren leider an einen ähnlich "versierten" Züchter geraten wie ihr. Sie haben in der Fütterung und Haltung so ziemlich alles falsch gemacht was ging. Trotzdem hat er die Narkosen immer gut überstanden. Natürlich kann ich euch verstehen, ein komisches Gefühl in der Magengrube hat man doch. Nur: eine wirkliche Wahl habt ihr nicht. Um euch zu verdeutlichen wie stark so zarte Tiere sein können, möchte ich euch noch kurz von der Häsinnenkastration meiner Jule berichten. Das musste sein damals weil sie Veränderungen an der Gebärmutter hatte. Folge war ein ca. 3,5 cm langer Bauchschnitt und eine Total-OP. Trotzdem ging mir die kleine Zicke nach bereits 4 Tagen wieder über Tisch und Bänke, und ich habe Blut und Wasser geschwitzt weil ich Angst um die Naht hatte! Verglichen mit diesem Bauchschnitt sind die kleinen Schnitte am Hodensack wirklich "Peanuts", und bei der Rammlerkastra ist auch eine so tiefe Narkose wie für eine Bauch-OP gar nicht nötig. Wagt diesen Schritt, für Simmerl. Und dann darf er eine Freundin oder einen Freund bekommen - letzteren bitte ebenfalls kastriert. Auf eine Freundin muss er dann noch ein wenig warten, es sei denn sie ist kastriert. 6 Wochen sollte man abwarten, damit er nicht doch noch einen Treffer landet, manchmal haben Kaninchen nämlich auch nach der Kastra noch einen "Restbestand" zu bieten ![]()
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| Hallo zusammen, nach Abwägung aller Möglichkeiten und Dank eurer Ratschläge haben wir nun für kommenden Samstag einen Kastrationstermin für Simmerl ausgemacht. Bin schon gespannt, wie wir das anstellen. Alleine der Weg in die Transportbox muss ja gut geplant werden, damit er nicht gleich einen Herzinfarkt bekommt. habt ihr ansonsten noch irgendwelche Tipps für die Genesung? Die Ärztin meinte, wir sollten ihn in den ersten Tagen auf Handtücher oder Zeitung sitzen lassen, auf keine Fall auf Sägespänen. Das sollte kein Problem sein. Habt ihr sonst noch Tipps? Es soll ihm ja rasch wieder gut gehen. Nach der OP wollen wir dann (mit dem angemessenen zeitlichen Abstand) gerne noch 2 Häsinen holen, am besten bereits sterilisiert. Was meint ihr, sollen wir mal im Tierheim nachfragen? Oder sind das meist so sehr traumatisierte Tiere, dass die Vergessellschaftung schwierig wird? Ich muss dazu sagen, dass wir (noch) keine alten Hasen sind, was die Tierhaltung anbelangt, so dass ich mich jetzt nicht im Vornherein an einen "schwierigen Fall" herantrauen würde. Mit ein bisschen Erfahrung ja, aber jetzt wäre mir das zu heikel. Übrigens haben wir gestern viel im Garten gearbeitet und unsere kleine Tochter war immer wieder bei Simmerl und hat ihm zu Essen gegeben, hat ihn beobachtet und versucht, ob er wieder an ihrer Hand schnüffelt. Ich konnte es kaum glauben, aber plötzlich höre ich sie rufen "Mama Simmerl ei-ei" und da sehe ich, wie sie ihn problemlos streichelt. Ich dachte erst, er wäre vielleicht irgendwie krank oder deprimiert oder so, weil er mit dieser Nähe offenbar überhaupt kein Problem hatte. Ich habe ihn mir dann immer wieder genau angesehen, aber er macht keine kranken Endruck. Vielleicht hat sie ja jetzt tatsächlich sein Vertrauen gewonnen. wenn ich ihn streicheln möchte, nimmt er noch immer Reißaus. Aus der Hand fressen und an der Hand schnüffeln ja, und ich versuche auch immer mal wieder, ihn über der Nase zu streicheln, aber das mag er dann doch nicht so recht und nimmt die Pfoten in die Hand :-) Das war für mich aber gestern zumindest ein gutes Zeichen dafür, dass die Streichelbereitschaft an meiner Tochter und wohl nicht an einer Erkrankung liegt :-) Eine Frage noch: hat jemand von Euch Erfahrung mit der gemeinsamen Haltung von kaninchen udn Hühnern/Enten? Simmerls Stall war nämlich ursprünglich als Hühner- und Entenhaus gedacht. Wir wollten nämlich gerne Küken haben, waren aber dann dieses Jahr doch zu spät dran (der Winter naht ja schon wieder). Wir wollen aber jetzt gerne im April 3 Enten- und 3 Hühner-Küken zu uns holen. Eigentlich sollten dann alle zusammen in das große Gehege und den Stall (es ist ein toller neuer Holzstall, voll wärmegedämmt, ca. 6 qm groß). Mit 3 Hasen plus den gefiederten Freunden dürfte das aber wohl eng werden. Ich überlege ständig schon, wie man den Raum abtrennen könnte, damit alle ihren eigenen Bereich haben. Die Enten/Hühner notfalls auch zweistöckig mittels Leiter. Aber wenn sich die Arten evtl. bereits im Außengehege nicht miteinander vertragen, muss ich mir sowieso was anderes überlegen. Was meint ihr? Liebe Grüße und wieder mal Danke im Voraus für Eure Tipps!
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Na das wäre ja kein großer Akt........wenn Simmerl kastriert ist könnt ihr ja nach kurzer Zeit die beiden Kastrierten Häsinnen dazusetzen, die 6 Wochen Kastrationswartezeit erübrigt sich ja dann... Geflügel und Kaninchen zusammen? Geflügel hat gerne mal Vogelmilben (sehr vernichtungsresistent) und anderes Ungeziefer ansonsten tun sich die Tiere nichts wenn sie aneinander gewöhnt sind...
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| Mein Mäxli war ein ziemlich heruntergekommenes Kaninchen aus schlechter Haltung mit massiven Zahnproblemen. Trotzdem hat er bei einem kaninchenerfahrenen Tierarzt 3 OP's am Kiefer innerhalb von 2 Monaten erfolgreich überstanden. Eine Kastration von Rammlern ist beim richtigen Tierarzt überhaupt kein Problem.
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