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Weibliches Kaninchen kastrieren auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9
Glückskeks :) befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 14:18

Weibliches Kaninchen kastrieren


Hallo!
Ich wollte mein weibliches Kaninchen kastrieren lassen,da ich nicht wollte dass sie im Laufe ihres Lebens an Gebärmutterkrebs erkrankt.Nuun habe ich aber gelesen dass die Kastration risiken hat und einige weibliche Kaninchen die Narkose nicht überstehen... Das lässt mich zweifeln... Was habt ihr für Erfahrungen damit?
(mein weibliches Kaninchen ist ca. 8 Monate alt und recht schlank...)
LG Glückskeks



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Benutzerbild von Kreusa
Kaninchen
 
Registriert seit: 29.08.2010
Beiträge: 5.830
Kreusa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 14:21

Ist den Weibchen überdurchschnittlich häufig scheinschwanger oder weist andere Symptome von Gebärmutter- oder hormonellen Problemen auf?

Ohne medizinischen Grund würde ich eine so junge Häsin keiner so großen OP aussetzen.



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Ninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9
Glückskeks :) befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 14:24

sie war in diesem Jahr schon ungefähr 3 mal scheinträchtig, ist das schon zu oft?
Der Tierarzt rät uns die Kastration.. ist klar er verdient damit ja sein Geld...




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 31.07.2013, 14:28

Ich habe eine Häsin an einem Gebärmuttertumor verloren, würde aber trotzdem nicht grundsätzlich vorsorglich kastrieren lassen. Einzige Ausnahme: ich wüsste, dass in der Ahnenlinie der Häsin eine erhöhte Neigung zu solchen Tumoren auftritt und sie damit überdurchschnittlich gefährdet ist, oder sie ist sehr häufig scheinschwanger.

Die OP ist tatsächlich nicht so ganz "ohne" ich habe sie bei einer zweiten Häsin wegen Auffälligkeiten an der Gebärmutter durchführen lassen. Diese Häsin verlor ich übrigens später völlig unabhängig von diesem Themenkomplex, an einer Infektionserkrankung.

Bitte sprich deshalb mit deinem Tierarzt, lass dir die Risiken gut erläutern. Ein guter Tierarzt wird dir die Risiken nicht verschweigen und sie auch nicht herunterspielen. Mit ihm zusammen kannst du die Entscheidung treffen, ob eine solche OP im Fall deiner Häsin sinnvoll ist, oder ob das Risiko der OP das Risiko einer Erkrankung überwiegt.




Benutzerbild von Kreusa
Kaninchen
 
Registriert seit: 29.08.2010
Beiträge: 5.830
Kreusa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 14:28

Zitat:
Zitat von Glückskeks :) Beitrag anzeigen
sie war in diesem Jahr schon ungefähr 3 mal scheinträchtig, ist das schon zu oft?
Nicht zwangsläufig, sie ist ja noch ziemlich jung. Meist gibt sich das mit zunehmendem Alter. Ist die Gebärmutter denn untersucht worden, bevor euch der TA zur Kastra geraten hat? Abgetastet? Ultraschall? Hat er dabei Veränderungen festgestellt und rät deshalb dazu oder sind keine Veränderungen zu sehen und er will es wirklich nur prophylaktisch machen?



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Ninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9
Glückskeks :) befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 14:34

Zitat:
Zitat von Kreusa Beitrag anzeigen
Nicht zwangsläufig, sie ist ja noch ziemlich jung. Meist gibt sich das mit zunehmendem Alter. Ist die Gebärmutter denn untersucht worden, bevor euch der TA zur Kastra geraten hat? Abgetastet? Ultraschall? Hat er dabei Veränderungen festgestellt und rät deshalb dazu oder sind keine Veränderungen zu sehen und er will es wirklich nur prophylaktisch machen?


Die Gebärmutter ist nicht untersucht worden,sondern er hat einfach so mit dem Thema Kastration angefangen,während er sie geimpft hat( ein sehr gesprächiger Tierarzt)... aber ich glaube ich werde bald einen Termin machen an dem sie mal untersucht werden soll..




Benutzerbild von Kreusa
Kaninchen
 
Registriert seit: 29.08.2010
Beiträge: 5.830
Kreusa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 14:37

Zitat:
Zitat von Glückskeks :) Beitrag anzeigen
Die Gebärmutter ist nicht untersucht worden,sondern er hat einfach so mit dem Thema Kastration angefangen,während er sie geimpft hat( ein sehr gesprächiger Tierarzt)... aber ich glaube ich werde bald einen Termin machen an dem sie mal untersucht werden soll..
Dann lass, wenn du dir wirklich unsicher bist, die Gebärmutter abtasten und einen Ultraschall machen. Von prophylaktischen Kastrationen bei Häsinnen, wenn keine gesundheitlichen Probleme bestehen, halte ich wenig.

Deine Geschichte klingt für mich so, als würde mein Hausarzt bei der Tetanusimpfung von einer prophylakischen Brustamputation aufgrund der Brustkrebsgefahr zu Quatschen anfagen -> völlig unangebracht und am Thema vorbei



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 31.07.2013, 14:37

Wenn du eine wirklich gründliche Untersuchung möchtest, solltest du auf einem Ultraschall bestehen. Hat dein Tierarzt so etwas?




Ninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9
Glückskeks :) befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 14:52

Ja.. also auf jeden Fall werde ich sie untersuchen lassen und wenn keine Gefahr besteht und es keine Auffäligkeiten gibt werde ich sie nicht kastrieren lassen... Danke für die vielen antworten (Überlegen auch den Tierarzt zu wechseln ,weil wir generell immer viel zu lange warten müssen und dadurch unsere Kaninchen sehr unter Stress stehen nur weil der Tierarzt sich mit einem Kunden stundenlang unterhält über irgendein völlig anderes Thema)




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 06.12.2012
Beiträge: 991
april befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.08.2013, 18:47

Zitat:
Zitat von Lupine Beitrag anzeigen
Ich habe eine Häsin an einem Gebärmuttertumor verloren, würde aber trotzdem nicht grundsätzlich vorsorglich kastrieren lassen. Einzige Ausnahme: ich wüsste, dass in der Ahnenlinie der Häsin eine erhöhte Neigung zu solchen Tumoren auftritt und sie damit überdurchschnittlich gefährdet ist, oder sie ist sehr häufig scheinschwanger.
Dann müsstest Du im Grunde auf jeden Fall kastrieren lassen, weil Kaninchenweibchen (im Gegensatz zu Menschenweibchen) eine massiv höhere Neigung besitzen, an Tumoren der Reproduktionsorgane zu erkranken. Man geht statistisch gestützt davon aus, dass 80% der Kaninchenweibchen nach dem 5 Jahr einen solchen Tumor bekommen bzw. bekommen haben - und daran sterben.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 06.12.2012
Beiträge: 991
april befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.08.2013, 18:52

Zitat:
Zitat von Glückskeks :) Beitrag anzeigen
Ja.. also auf jeden Fall werde ich sie untersuchen lassen und wenn keine Gefahr besteht und es keine Auffäligkeiten gibt werde ich sie nicht kastrieren lassen... Danke für die vielen antworten (Überlegen auch den Tierarzt zu wechseln ,weil wir generell immer viel zu lange warten müssen und dadurch unsere Kaninchen sehr unter Stress stehen nur weil der Tierarzt sich mit einem Kunden stundenlang unterhält über irgendein völlig anderes Thema)
Es besteht bei Kaninchenweibchen immer eine Gefahr. Bei ihnen wird oft der Fehler gemacht, dass man die Reproduktionsorgane für gesunde Organe hält und dann mit Vorstellungen hantiert, die sich eher am weiblichen Menschen als am Kaninchen orientieren.

In Wirklichkeit ist das Risiko bei Kaninchen viel, viel höher - sogar Schnupfenbakterien Pasteurella können beim Kaninchen Gebärmutterentzündungen auslösen. Der Tierarzt könnte der falsche sein, aber die Entscheidung zur Kastration wäre die richtige.

Kaninchen besitzen übrigens generell ein etwas höheres Risiko bei Operationen; man weiss von einer Sterblichkeit von um die 7% (im Vergleich etwa zu Katzen oder Hunden, die bei 1%-3% liegen). Ganz wesentlich sind die ersten Stunden nach dem Aufwachen, deshalb sollten sie in der Zeit noch beobachtet und tierärztlich betreut werden - natürlich von einer Tierärztin oder einem Tierarzt, die wissen, was sie tun.



 
 
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