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Gehege & Stall, wie groß muss es sein? auf Kaninchen Forum

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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 23.05.2013
Beiträge: 597
darvishx befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2013, 08:32

Gehege & Stall, wie groß muss es sein?


Wir bauen ein Gehege für 2 Kaninchen (1 wird wahrscheinlich ein NHD/Minilop und das andere vllt ein Löwenköpchen) es wird ca 4qm (oder mehr, keine ahnung). Jedenfalls kommt ja noch ein Stall rein, als Unterschlupf und 'Höhle'. Reichen da 111cm Länge aus? Oder ist das zu klein?

LG



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.06.2013, 09:04

Als reiner Unterschlupf reicht 1 Meter Länge gut aus. Achte darauf, dass die Tiefe des Stalls ebenfalls ausreichend ist damit die Kaninchen gut aneinander vorbei kommen, dass der Stall an jedem Ende einen Ausgang besitzt (bei Rangordnungsstreitigkeiten wichtig!) und dass er gut zu reinigen ist. Natürlich muss der Unterschlupf 24 Stunden am Tag mit dem Gehege verbunden sein, bei Außenhaltung mardersicher.

Bezüglich Minilop/NHD möchte ich dir eine Warnung mit auf den Weg geben: viele angebotene Tiere sind stark verzwergt und deshalb äußerst anfällig. Auch das optisch so attraktive Kindchenschema (sehr runder Kopf) kann massive gesundheitliche Probleme nach sich ziehen! Bitte achte also darauf, dass du dich nicht für Extremzwerge entscheidest und dass die Kopfform eher länglich ist. Das ist für das Zahnbild weit unproblematischer.

Auch bei den Löwenköpfchen ist natürlich Vorsicht geboten. Viele angebotene Tiere kommen aus zweifelhaften Vermehrungen, die oft eher Profit im Auge haben als Gesundheit. Löwenköpfchen sind derzeit noch in Mode, so dass die "Gewinnspanne" oft groß ist.

Das gilt auch für die NHD/Minilop, die oft als "aus niederländischer Zuchtlinie/aus englischer Zuchtlinie" stammend angepriesen werden. Würde das in allen Fällen stimmen, müsste sowohl England als auch die Niederlande einen Großteil ihrer entsprechenden Zuchttiere eingebüßt haben

Um Problemen möglichst gut aus dem Weg zu gehen, empfiehlt es sich für Kaninchenanfänger, sich nach einem bereits "fertigen" Paar aus einer vertrauenswürdigen Tierschutzherkunft zu entscheiden. Hier wird man ohne wirtschaftliches Interesse beraten, die Rammler sind fertig kastriert so dass man sich nicht sofort mit der Nachsorge nach einer OP beschäftigen muss, und die Tiere sind normalerweise tierärztlich durchgecheckt.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 23.05.2013
Beiträge: 597
darvishx befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2013, 09:40

Oh, das mit den Minilops wusst ich nicht, vlt nehm ich doch wieder ein Widderkaninchen.

Und Anfänger sind wir nicht, hatten schonmal 2

Also der Stall hat nur eine Treppe.. was anderes finde ich da auch nicht.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.06.2013, 10:09

Ein Stall ohne eine solche Fluchtmöglichkeit ist nicht kaninchengerecht. Das merkt man sehr schnell, wenn man sich den Aufbau eines Kaninchenbaus anschaut, den er ja ersetzen soll. Kaninchenbauten haben IMMER mehrere Ausgänge, einzige Ausnahme bildet der Wurfbau einer Häsin.

Was passieren kann, wenn Rangordnungsstreitigkeiten auftreten und ein "Stall" nur einen Ausgang hat, musste ich selbst mit ansehen und kann deshalb nur warnen! Mein "Stall" war ein Kinderspielhaus aus Holz - schon weit besser als die handelsüblichen Ställe. Stabiler dank 12 mm Wandstärke (die gekauften Ställe haben meist nur "Presspappe"-Einlagen als Wände von ca. 3 - 5 mm Stärke), und mit einer Grundfläche von 1,2 x 1,2 Metern deutlich größer. Ich war davon ausgegangen, dass das ausreicht um auf den Hinterausgang verzichten zu können. Und das war falsch! Es reichte nicht aus. Hast du schon mal zwei ineinander verbissen herumkugelnde Kaninchen gesehen? Falls nicht, sei froh. Wer weiß was passiert wäre, wenn ich nicht gerade den frisch gefüllten Wassernapf in der Hand gehabt hätte als die beiden sich fetzten. Die kalte Dusche brachte die Kontrahentinnen auseinander, der Tierarzt versorgte die zum Glück nicht allzu schlimmen Verletzungen, und ich habe noch am selben Tag einen Hinterausgang ins Haus gesägt. Seitdem ist nie wieder eine solche Prügelei passiert, weil sich die Unterlegene nämlich - wie auf Kaninchenart üblich - nach hinten weg aus dem Staube machen konnte wenn die Überlegene ins Haus kam und ihr zeigte, dass sie das Haus gerade allein zu nutzen gedenke.

Entweder sorgst du also selbst für einen zweiten Ausgang in einem gekauften Stall, oder du baust von vorneherein selbst. Ich würde letzteres empfehlen, da du dann etwas stabileres fürs gleiche Geld bekommst.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.06.2013, 10:22

Zitat:
Zitat von darvishx Beitrag anzeigen
Und Anfänger sind wir nicht, hatten schonmal 2
Nicht böse sein, aber das widerspricht sich nicht unbedingt. Ich hatte als Kind bereits Kaninchen, insgesamt 4. Als ich dann wieder mit der Kaninchenhaltung gestartet bin, habe ich mich genau wie du jetzt erst einmal informiert. Und ganz ehrlich: ICH WAR DEFINITIV ANFÄNGERIN. Trotz 4 Kaninchen damals unter Anleitung meines Großvaters, und trotz einer für damalige Verhältnisse sehr ungewöhnlichen Haltung. So besaßen unsere Kaninchen nämlich bereits ein großes Freilaufgehege, in das sie tagsüber gesetzt wurden und grasen durften. Zu kaufen gab es so etwas noch nicht, deshalb baute mein Opa es selbst. Mit dem Kommentar: "Die Viechers müssen sich auch mal die Pfoten vertreten können." Und das in Zeiten, in denen Boxenhaltung noch nicht in Frage gestellt wurde.

Trotzdem: ich war Anfängerin, und zwar wirklich blutige Anfängerin wie ich heute weiß. Mir fehlte trotz der Kaninchenerfahrung mit den 4 Hopplern damals fast alles:
  • das Wissen um die Anatomie des Kaninchens, um die Besonderheiten z. B. im Verdauungstrakt
  • das Wissen um die zur Gesunderhaltung notwendigen Bewegungsmöglichkeiten, die noch über das hinausgingen was mir damals mein Opa nahelegte
  • das Wissen um Krankheiten (E. Cuniculi, Bezoare, Zahnprobleme, Abszesse, Aufgasungen etc.)
  • das Wissen um das Sozialverhalten (Einzelhaltung hatten wir nie, aber über die eigentlichen Beziehungen der Tiere untereinander wusste ich trotzdem so gut wie nichts9
  • das Wissen um die feinen Signale der Tiere, um die Körpersprache
Viel zu lernen. Und das lernen hat oft viel Spaß gemacht - bei den Krankheiten zwar leider nicht, aber auch das gehört dazu.
Du wusstest nichts von den möglichen Problemen der Minilops/NHDs. Nun stell dir einmal vor, du hättest dich für ein solches Kaninchen interessiert. Wie groß wäre die Wahrscheinlichkeit gewesen, dass du dem Verkäufer vertraut hättest? Du hättest nicht nachgefragt, ob in den Linien Zahnprobleme aufgetaucht waren, oder? Ungefragt wird dir über so etwas keiner Auskunft geben der ein Kaninchen verkaufen will. Und auch gefragt kannst du nie sicher sein ob die Auskunft auch wirklich ehrlich ist.

Es braucht sehr viel Erfahrung um ein Gespür für Gesundheitsprobleme zu entwickeln - wenn man die Tiere kennt. Und noch mehr Gespür und Erfahrung, wenn man sie NICHT kennt.

Sei deshalb bitte sehr vorsichtig, wem du vertraust. Frage dich nach dem wirtschaftlichen Interesse, und danach ob du wirklich die Kenntnisse besitzt z. B. eine Züchterhaltung auf ihre Nachhaltigkeit hin zu beurteilen.




Benutzerbild von Vaneka
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 25.07.2012
Beiträge: 85
Vaneka befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2013, 10:34

Bei kleinen Häschen, die überzüchtet sind kommt es oft zu Zahnfehlstellungen!
Ich habe hier ein Kaninchen, wo sich das erst nach einem halben Jahr herausgestellt hat. Nun zahle ich ca. 90 € im Monat, damit die Zähne nicht zu lang werden und sich ins Zahnfleisch bohren. Ich rate von Züchtern nun generell ab. Es ist ja auch viel natürlicher, wenn die Gene gemischt sind
Zu dem Stall: Ich würde keinen fertigen kaufen. Bei meinem Stall habe ich immer 2 Türen auf, damit sie 2 Ausgänge haben... Ich würde einen selbst bauen, da das viel günstiger ist und man variabler mit der Größe ist.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 23.05.2013
Beiträge: 597
darvishx befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2013, 12:59

@Lupine. Damit kannst du mich nicht vergleichen, im Gegensatz zu dir hatte ich nicht vor vllt 20/30 Jahren Kaninchen, sondern vor 4,5. (Ich weiß zwar nicht we alt du bist, aber da du ja von "sehr früher" sprichst). Da bleibt noch viel im Kopf. Und das mit den Zahnproblemen weiß ich auch, und stell dir vor - ICH HATTE SOGAR vor, beim Kauf zu überprüfen ob die Zähne in Ordnung sind, da ich auch Lektüren gelesen habe dazu, eben nur dass NHD Kaninchen eben solche Probleme häufig haben können - nur das wusste ich nicht.
Und das mit dem Stall bauen wird wohl nichts, da wir weder Zeit, noch skills für sowas haben. (LOL)
Aber wir hatten vor, diesen heute zu kaufen (Hat ja 4 Ausgänge)
[url]http://www.dehner.de/special-sale-zoo/Nagerheim-Hoppel-85-x-136-x-50-cm-3342078/?ac=15165300[/url]

oder eben einen normalen, und dann selber nen ausgang reinsägen.
Und unsere weibchen damals haben sich nie gezankt. Hab auch nie gehört, dass man so einen Stall braucht mit mehreren Türen.




Geändert von darvishx (19.06.2013 um 14:53 Uhr).

Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.06.2013, 15:16

Zitat:
Zitat von darvishx Beitrag anzeigen
@Lupine. Damit kannst du mich nicht vergleichen, im Gegensatz zu dir hatte ich nicht vor vllt 20/30 Jahren Kaninchen, sondern vor 4,5. (Ich weiß zwar nicht we alt du bist, aber da du ja von "sehr früher" sprichst). Da bleibt noch viel im Kopf.
Ja, es war "sehr früher". Viel im Kopf hatte ich davon ehrlich gesagt trotzdem, könnte dir jedes Detail ihrer Unterkunft beschreiben, dir genau sagen wie der Freilauf aufgebaut war, dir auch genau sagen welche Wiesenpflanzen mein Opa mir beibrachte für die Nins zu pflücken.

Zitat:
Und das mit den Zahnproblemen weiß ich auch, und stell dir vor - ICH HATTE SOGAR vor, beim Kauf zu überprüfen ob die Zähne in Ordnung sind, da ich auch Lektüren gelesen habe dazu, ...



Bist du so nett mir zu erklären, wie du das beim Kauf überprüfen wolltest? Ich lerne gern dazu.

Zitat:
Aber wir hatten vor, diesen heute zu kaufen (Hat ja 4 Ausgänge)
[url=http://www.dehner.de/special-sale-zoo/Nagerheim-Hoppel-85-x-136-x-50-cm-3342078/?ac=15165300]Nagerheim Hoppel, 85 x 136 x 50 cm: Dehner Garten Center[/url]
Der müsste dann folgendermaßen modifiziert werden:

Obere Etage: da, wenn man von vorne darauf sieht links der Auf- bzw. Abgang ist, müsste der rechte Teil (der geschlossene) über einen Ausgang nach draußen verfügen.

Untere Etage: Gittertüren aushängen.

Bei einem normalen Stall links und rechts einen Ausgang ermöglichen. Ist der Stall niedrig genug, reicht es die Türen zu entfernen. Ich hatte so einen billigen Normal-Stall mal als Ausguck im Gehege stehen, meine Nins hatten kein Problem damit einfach so hinein- und hinauszuspringen.




Benny
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 19.06.2013, 16:26

Zitat:
Zitat von darvishx Beitrag anzeigen
Und das mit den Zahnproblemen weiß ich auch, und stell dir vor - ICH HATTE SOGAR vor, beim Kauf zu überprüfen ob die Zähne in Ordnung sind,...

Wenn ich die Kaninchen (vom Züchter) hole, überprüfe ich sie auch genau. Unter anderem überprüfe ich das Geschlecht, dann den After auf Anzeichen von Durchfall, die Augen und Nase auf Ausfluß und bei den Schneidezähnen schaue ich, ob sie richtig zueinander stehen. Leider kann man selbst nur die Schneidezähne kontrollieren, aber wenn die schonmal passen ist es relativ unwahrscheinlich, dass eine Fehlstellung der Backenzähne vorliegt.




Geändert von Benny (19.06.2013 um 16:28 Uhr).

Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.06.2013, 16:30

Zitat:
Zitat von Benny Beitrag anzeigen
...Leider kann man selbst nur die Schneidezähne kontrollieren, aber wenn die schonmal passen ist es relativ unwahrscheinlich, dass eine Fehlstellung der Backenzähne vorliegt.
Einer dieser "relativ unwahrscheinlichen" Fälle hieß Leo... Die Vorderzähne passten wunderbar, zeitlebens. Da war nie was auffälliges zu sehen. Die Backenzähne dagegen waren so katastrophal, dass mein recht erfahrener Tierarzt meinte, solche Fälle würden ihm zum Glück selten begegnen.

Es ist ein Trugschluss zu meinen, dass korrekt stehende und korrekt abgenutzte Schneidezähne ein Hinweis darauf sind, dass die Backenzähne mit großer Wahrscheinlichkeit in Ordnung sind. Umgekehrt wird eher ein Schuh draus: Sind an den Schneidezähnen Auffälligkeiten zu finden, gibt es eine erhöhte Wahrscheinlichkeit dass auch die Backenzähne Auffälligkeiten zeigen.




Benny
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 19.06.2013, 16:39

Lieber kontrolliere ich alles, was ich selbst kontrollieren kann, als dass ich gar nichts kontrolliere. Mit einem Maulspreizer wird wohl niemand ein Kaninchen kaufen.

Ich schrieb auch nicht, dass es unmöglich ist, dass die Backenzähne fehlgestellt sind, wenn die Schneidezähne i.O. sind. Ich schrieb, es ist relativ unwahrscheinlich und d.h., es könnte rein theoretisch (und bei deinem Leo auch praktisch) trotzdem möglich sein.
Ich habe mir bis jetzt 9 Kaninchen in jungem Alter geholt und davon 8 Kaninchen so untersucht (das war ein Tipp meines Bekannten, der züchtet Kaninchen) und keines hatte eine Zahnfehlstellung.
Zumindest kann ich davon ausgehen, wenn die Schneidezähne schon nicht gut aussehen, dass auch die Backenzähne betroffen sind und so ein Kaninchen würde ich persönlich mir nicht aussuchen und auch keines, bei dem die Augen oder die Nase läuft oder einen kotverschmierten Hintern hat.




Benutzerbild von Kreusa
Kaninchen
 
Registriert seit: 29.08.2010
Beiträge: 5.830
Kreusa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2013, 16:42

Warum seht ihr euch nicht in Tierheimen oder bei Pflegestellen nach Kaninchen um? In seriösen Orgas kriegt man da normalerweise über vorliegende gesundheitliche Probleme (Zahnfehlstellungen etc.) Bescheid (wird auch im Schutzvertrag vermerkt) und kauft keine "Katze im Sack" , wie in Zoohandlungen, Kleinanzeigen, bei Vermehrern... die können doch im Grunde erzählen was sie wollen. Und ob man echte Probleme als Laie (also Nicht-Tierarzt) bemerkt, ist nochmal eine andere Sache. Ihr lauft ja nicht mit Othoskop zu den Tieren um mal die Backenzähne zu kontrollieren bevor ihr sie mitnehmt.
Selbst nochmal Geschlecht, äußere Krankheitsanzeichen etc. zu kontrollieren, bevor man die Tiere mitnimmt, halte ich aber sowieso für Pflicht, egal wie seriös die Herkunft ist. Fehler oder Verwechslungen passieren immer mal.



Lupine and Valentina like this.
__________________
It takes very special qualities to devote one's life to problems with no attainable solutions and to poking around in dead people's garbage: Words like 'masochistic', 'nosy,' and 'completely batty' spring to mind.

Paul Bahn. 1989. Bluff Your Way in Archaeology.

Introverted iNtuitive Thinking Judging



Geändert von Kreusa (19.06.2013 um 17:10 Uhr).

Amorously
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 19.06.2013, 17:07

Zitat:
Zitat von Benny Beitrag anzeigen
Leider kann man selbst nur die Schneidezähne kontrollieren, aber wenn die schonmal passen ist es relativ unwahrscheinlich, dass eine Fehlstellung der Backenzähne vorliegt.
Darauf kann man sich aber auch nicht verlassen
Ich weiß das wurde schon gesagt. Aber auch 2 meiner Kaninchen haben perfekte Schneidezähne, dafür aber Zahnspitzen an den Backenzähnen die ggf. irgendwann gekürzt werden müssen.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.06.2013, 17:08

Zitat:
Zitat von Benny Beitrag anzeigen
Lieber kontrolliere ich alles, was ich selbst kontrollieren kann, als dass ich gar nichts kontrolliere.
So sollte man das auch handhaben - ich würde auch sämtliche Kontrollen, die ich selbst machen KANN, umgehend durchführen.

Zitat:
Ich schrieb auch nicht, dass es unmöglich ist, dass die Backenzähne fehlgestellt sind, wenn die Schneidezähne i.O. sind. Ich schrieb, es ist relativ unwahrscheinlich und d.h., es könnte rein theoretisch (und bei deinem Leo auch praktisch) trotzdem möglich sein.
"Relativ" ist eben genau das: relativ. Es gibt noch weitere Fälle wie Leo, das ist gar nicht so unwahrscheinlich wie du meinst.

Zitat:
Ich habe mir bis jetzt 9 Kaninchen in jungem Alter geholt und davon 8 Kaninchen so untersucht (das war ein Tipp meines Bekannten, der züchtet Kaninchen) und keines hatte eine Zahnfehlstellung.
Ich kenne jetzt nicht die genaue Wahrscheinlichkeit mit der Zahnprobleme auftreten - ich weiß nicht, ob das schon jemand versucht hat zu errechnen. Ich weiß aber, dass mindestens 2 von deinen Kaninchen Riesen sind - und Zwerge sind aufgrund der ihnen angezüchteten Kopfform häufiger von solchen Problemen betroffen als Riesen. Die beiden musst du also schon mal zumindest teilweise herausrechnen. Ich würde sagen: bei dieser Anzahl bzw. der Rasse deiner Kaninchen war die Kontrolle sinnvoll - keine Frage - aber dass keine Backenzahnprobleme vorlagen, würde ich jetzt nicht unbedingt als Beleg dafür sehen wollen dass es tatsächlich möglich ist einen Rückschluss von der Beschaffenheit der Schneidezähne auf die Beschaffenheit der Backenzähne zu ziehen.

Bleiben wir also bei dem, was effektiv möglich ist: das ist die Kontrolle der Schneidezähne. Sie ist gut und wichtig. Die Backenzähne kann man jedoch nur mit technischen Hilfsmitteln kontrollieren.

Zitat:
Zumindest kann ich davon ausgehen, wenn die Schneidezähne schon nicht gut aussehen, dass auch die Backenzähne betroffen sind und so ein Kaninchen würde ich persönlich mir nicht aussuchen und auch keines, bei dem die Augen oder die Nase läuft oder einen kotverschmierten Hintern hat.
Auch dieser Rückschluss muss so nicht richtig sein - es gibt durchaus Kaninchen, deren Schneidezähne aus irgendwelchen Gründen "nicht gut aussehen", deren Backenzähne jedoch tadellos in Ordnung sind. Wie schon gesagt: ein Zusammenhang KANN gegeben sein, MUSS aber nicht zwangsläufig.

Generell würde ich aber zustimmen, dass man sich besser kein Kaninchen mit Gesundheitsproblemen aussucht wenn man nicht genau weiß um welche Probleme es sich handelt und auch in der Lage und willens ist sich diesen Problemen zu stellen.




Benny
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 19.06.2013, 17:54

Zitat:
Zitat von Amorously Beitrag anzeigen
Aber auch 2 meiner Kaninchen haben perfekte Schneidezähne, dafür aber Zahnspitzen an den Backenzähnen die ggf. irgendwann gekürzt werden müssen.
Es kommen die wenigsten Kaninchen mit einer Zahnfehlstellung auf die Welt, die allermeisten Zahnprobleme sind hausgemacht.
Wenn ein Kaninchen die ersten Monate keine Zahnprobleme hat, dann hat es keine erbliche Zahnfehlstellung. Alles was später kommt, ist fütterungsbedingt oder durch einen Unfall entstanden.



hasis2011 likes this.

Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 17.083
LuLu03 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2013, 18:35

Zitat:
Zitat von Benny Beitrag anzeigen
Es kommen die wenigsten Kaninchen mit einer Zahnfehlstellung auf die Welt, die allermeisten Zahnprobleme sind hausgemacht.
Wenn ein Kaninchen die ersten Monate keine Zahnprobleme hat, dann hat es keine erbliche Zahnfehlstellung. Alles was später kommt, ist fütterungsbedingt oder durch einen Unfall entstanden.
Da muss ich echt widersprechen matilda hatte 2 jahre lang nix bei ihrer vorbesitzerin.
Bei mir trotz wiesen Fütterung aufeinmal zahnspitzen und das retrograde wachstu..




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.06.2013, 18:46

Matilda ist nur eines der vielen Beispiele die Bennys Meinung widerlegen. Und auch den anderen Weg gibt es - wie bei meiner Jule, die eine angeborene geringgradige Zahnfehlstellung hatte, jedoch nach einmaliger Korrektur nie wieder auffällig wurde.

Benny vernachlässigt den "Zahnspangen-Effekt" der in beide Richtungen wirken kann. Der Kiefer ist nichts statisches, wie Knochen allgemein nichts statisches sind. Sie bauen sich auf und bauen sich ab und bauen sich damit immer wieder um. Belastungen führen zu einer Verstärkung der Knochendichte, Entlastungen können bis zum Knochenschwund führen und so weiter.

So ist es auch erklärbar, dass geringgradige angeborene Zahnfehlstellung trotz aller Vorsicht bei der Fütterung irgendwann nach mehreren Jahren doch noch Probleme machen können. Da reicht eine geringe fehlerhafte Druckverteilung, um den Zahn "wandern" zu lassen. Diese Bewegungen verlaufen zuerst unendlich langsam, und steigern sich mit dem Ausmaß der Fehlstellung deutlich. So kommt es dann zu der Vermutung, die meisten Zahnprobleme seien "hausgemacht" - es hat einfach nie jemand VOR dem Auftreten von Symptomen sehr gründlich ins Maul geschaut. Natürlich wird so ein Prozess von falscher Fütterung extrem verstärkt - und kann bei richtiger Fütterung idealerweise stark verlangsamt oder sogar zum Stillstand gebracht werden, dazu gehört aber eine Portion Glück.

Aber wir geraten hier wieder einmal weit off topic

Denn Thema war eigentlich die Eignung des Stalls.




Benny
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 19.06.2013, 19:23

Zitat:
Zitat von LuLu03 Beitrag anzeigen
Da muss ich echt widersprechen matilda hatte 2 jahre lang nix bei ihrer vorbesitzerin.
Bei mir trotz wiesen Fütterung aufeinmal zahnspitzen und das retrograde wachstu..
Du hast das Kaninchen gesund übernommen, dann sofort komplett Wiese gefüttert und im Herbst hatte das Kaninchen Zahnprobleme?
Ich vermute eher mal, dass das Kaninchen im Frühjahr Zahnprobleme hatte, liege ich damit richtig?




Geändert von Benny (19.06.2013 um 19:27 Uhr).

Amorously
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 19.06.2013, 19:33

Zitat:
Zitat von Benny Beitrag anzeigen
Es kommen die wenigsten Kaninchen mit einer Zahnfehlstellung auf die Welt, die allermeisten Zahnprobleme sind hausgemacht.
Wenn ein Kaninchen die ersten Monate keine Zahnprobleme hat, dann hat es keine erbliche Zahnfehlstellung. Alles was später kommt, ist fütterungsbedingt oder durch einen Unfall entstanden.
Das weiß ich bei meinen nicht, Fee hat nur die ersten ca 3 Monate Trofu bekommen, Monte und Collin gar nie.
Und seit ich Monte habe immer nur Wiese usw.

Und Fee hatte letztes Jahr noch nichts, dieses Jahr erst. TA hat immer die Zähne kontrolliert.
Und das kann unmöglich an der Fütterung liegen.

Also kann man das so sicher nicht pauschalisieren.




Benny
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 19.06.2013, 19:36

Zitat:
Zitat von Amorously Beitrag anzeigen
Das weiß ich bei meinen nicht, Fee hat nur die ersten ca 3 Monate Trofu bekommen, Monte und Collin gar nie.
Und seit ich Monte habe immer nur Wiese usw.

Und Fee hatte letztes Jahr noch nichts, dieses Jahr erst. TA hat immer die Zähne kontrolliert.
Und das kann unmöglich an der Fütterung liegen.

Also kann man das so sicher nicht pauschalisieren.
Zahnprobleme kommen nicht nur vom Trockenfutter, die können ganz schnell über den Winter bei ungeeigneter Gemüsefütterung kommen.
Und nachdem ja seit kurzer Zeit die Gemüsefütterung ad libitum so stark verbreitet ist, denke ich, dass viele Kaninchen davon Zahnprobleme bekommen haben, vor allem, wenn sie die vergangenen Jahre mit der bisherigen Fütterung keine Probleme hatten.



 
 
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