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Welche Tierärztin? Päppeln? Eure Meinung? auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Pauphie
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2012
Beiträge: 87
Pauphie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.05.2013, 19:38

Welche Tierärztin? Päppeln? Eure Meinung?


Hallo,

ich war heute mit meinen Kaninchen mal bei einer anderen Tierärztin als üblich und bin mir nun sehr unsicher, bei welcher von beiden ich meine zwei Nasen weiterbehandeln lassen möchte.. Außerdem habe ich noch eine Frage zum Päppeln, dazu aber nun hier die ganze Geschichte.

Wie einige vielleicht schon in anderen Threads gelesen haben, habe ich mit meinen zwei Kaninchen (und unserer Katze) schon einiges durch - dies immer bei meiner bisherigen Tierärztin des Vertrauens. Dort haben wir beide kastrieren lassen, kleinere und größere Probleme gelöst und zuletzt auch eine Verstopfung durch Fressen von Strohpellets, während der beide auch stationär behandelt wurden, lösen können. Wir fühlen uns dort immer sehr gut betreut, die TA hatte frühers selbst Kaninchen, ich würde sie auch als 'kaninchenkompetent' (abgesehen von einigen Kleinigkeiten, die ich anders sehe) einschätzen. In letzter Zeit haben wir öfters mit Darmproblemen zu kämpfen - Aufgasung, Durchfall & Co. Auf eine richtige Lösung sind wir dabei allerdings nicht gekommen.

Am Montag ging es unserem Rammler nicht so gut, er wollte nichts fressen, das Bäuchlein war etwas aufgegast - ich hab ihm etwas Lefax gegeben und am Nachmittag schien er wieder in Ordnung zu sein. Heute ging es dann seiner Dame nicht so gut, ebenfalls Fressunlust, Bauchgluckern. Gleiches Spiel mit Lefax. Am Nachmittag ging es ihr ebenfalls etwas besser, sie hat etwas Möhrengrün gemümmelt, aber das war mir alles zu unsicher, also habe ich beide eingepackt und bin zu einer anderen Tierärztin gefahren, in der Hoffnung, dass diese die Sache mit einem anderen Ansatz angeht und wir so auf eine Lösung kommen.

Die Praxis war leer, es war keine TA-Helferin anwesend, die Chefin hat mich persönlich empfangen, die Daten der beiden aufgenommen und dann ging's ab ins Behandlungszimmer. Dort wurde nicht - wie gewohnt - die Tür der Box aufgemacht und einer rausgeholt, sie hat den Deckel abgemacht, verschwand dann kurz und kam mit etwas Heu wieder. Die nächsten 5 Minuten verbrachte sie damit, mit den Kaninchen zu sprechen und sie vorsichtig zu streicheln. Toll! Sie untersuchte beide sehr gründlich, fand bei Frieda ein kleine Zahnspitze, die sie sofort behandelte, sagte mir aber auch, dass sie nicht denkt, dass das die Ursache für ihre Fressunlust ist, und dass wir aber diese Ursache unbedingt finden müssen, vor allem, da wir das Problem ja schon fast regelmäßig haben. Nun haben wir vereinbart, dass ich in der nächsten Woche eine Kotprobe abgebe. Außerdem bekam Frieda eine Infusion, MCP, Bene Bac und noch etwas schmerzlinderndes. Insgesamt nahm sie sich etwa 50 Minuten Zeit für uns. Zwischendurch kam ich mir etwas blöd vor, da sie mir immer wieder einen Vortrag über die Ernährung von Kaninchen hielt und mir ein Merkblatt gab - aber okay, sie kennt uns ja nun noch nicht. Im Gespräch erklärte ich ihr auch, dass meine andere TA auf die gute, alte Heudiät schwört - ich persönlich bin aber anderer Meinung. Wenn Frieda den ganzen Tag nichts frisst und ich sie dann mit Möhrengrün etwas locken kann - dann soll sie das fressen, das regt ja auch den Darm an. Die TA stimmte mir da zu. Bei Bert merke ich auch immer wieder, dass er sich nimmt, was er braucht. Am Montag und Dienstag hat er z. B. auch nur Heu gefressen, als es ihm besser ging. Möhre und Fenchel waren erst am Mittwoch wieder dan. Was sagt ihr?

Was ich als merkwürdig empfand war, dass sie mir Herbi Care Plus zum Päppeln mitgegeben hat und ich das aller 3-4 Stunden verabreichen soll, obwohl sie vorhin etwas Möhrengrün gemümmelt hat. Ich bin da sehr unsicher. Wir haben erst einmal gepäppelt und das war, als es Bert so schlecht ging, dass er nur noch apathisch in der Ecke saß und sich kaum noch regte. Ich empfinde es irgendwie als "zu früh" jetzt zu päppeln. Zumal sie mittlerweile wieder etwas hoppelt, sich für ihre Umwelt interessiert und am Heu schnuppert. Also ich habe ihr vorhin 3ml gegeben, werde ihr auch heute Abend und morgen früh ein kleines bisschen geben, will aber lieber, dass sie sich allein das nimmt, was sie braucht. Auch hier die Frage: Sehe ich das falsch, was sagt ihr? Übrigens mümmelt sie gerade ein wenig! :)

So weiter zum Besuch bei der TA. Ich ging mit einem guten Gefühl, 40 Euro weniger, 500g Darmschoner-Futter vom Kaninchenladen, 2 x Bene Bac, dem Päppelkram. MCP und Lefax habe ich ja hier. Sie sagte auch zu mir, dass sie mir jetzt nur die "Durchsicht" und Behandlung von Frieda berechnet, das Anschauen von Bert, Päppelkram und Bene Bac nicht. Es geht mir weniger um die Kosten, mich würde aber interessieren, wie ihr das seht? Ich hab leider keine Quittung erhalten und kann nicht einschätzen, was jetzt bei ihr wie teuer ist.

So viel von mir. Vielen, vielen Dank für's Lesen und Antworten! :)



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Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 17.083
LuLu03 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.06.2013, 12:14

Ich finde das macht an sich einen guten Eindruck.

Päppeln würde ich noch nicht wenn du ihr das zeug unter die nase hältst und sie es freiwillig nimmt würde ich es ihr geben ansonsten nicht.

Bei so bauch geschichten würde ich immer ein röntgen bild machen lassen um endlich mal diebursache zu finden aber vorerst reicht wohl auch die kotprobe aus. Ich könnte mir vorstellen das sie durch die zahnspitze hefen hat.
Das haben viele zahnkaninchen auch wenn es nur kleine spitzen sind.




Benutzerbild von Luke
Kaninchen
 
Registriert seit: 12.04.2013
Beiträge: 10.200
Luke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.06.2013, 19:40

Hallöchen!!
Wir haben im Augenblick auch einen Hasen , den wir zwischendirch mit Babygläschen gepäppelt haben. Nach ca. 3 Tagen schien mir es, als ob meinem Hasen das gefällt. Man bekommt einen vollen Bauch, ganz ohne Anstrengung. Er wollte gar kein Grünzeug mehr nehmen. Ich habe das Zufüttern dann wieder eingestellt und ihm immer Leckerreien in Form von Gemüse, Aprikosen, Äpfel, Möhren .. angeboten. Teilweise habe ich ihm das sogar vor das Mäulchen gehalten, bis er es gemümmelt hat. Ich finde das aber wesentlich besser für das Tier.In meinen Augen ist die ganze Fütterei nur Stress für das Tier. Sollte das Tier nach allen anderen Bemühungen nichts fressen, dann würde ich erst päppeln. Hier habe ich erfahren, dass die Tiere ganz schnell die Päppelei annehmen und dadurch auch essfaul werden. Ich dachte vorher immer, das es so etwas bei Tieren nicht gibt und dass sie doch eigentlich froh sind, wieder normale Kost essen zu können. Luke frisst zwar weniger als früher, aber er nimmt das Futter selbstständig und allein zu sich. Allerdings hat er keine Aufgasung , sondern er ist ein kleiner Pflegefall. Fressen ist so ziemlich das Einzige, was er noch kann. Wir machen ihm seine letzte Zeit so angenehm wie möglich und nur solange er es toleriert . Geht es nicht mehr , würden wir ihn erlösen lassen. Dir alles Gute für Deine Hasen
LGBirgit




Benutzerbild von Wuscheline
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 4.994
Wuscheline ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 01.06.2013, 21:29

Also ich würde das päppeln auch erstmal lassen. Wenn sie selbstständig schon frisst und auch etwas hoppelt ist es ja auf dem Weg der Besserung, wozu dann 'rein fuschen'?
Also es kann sicherlich viele Ursachen haben das die beiden öfters mal solche Probleme haben. Wie LuLu03 schon gesagt hat ist die Kotprobe sinnvoll um herauszufinden ob sie irgendwelche Parasiten haben.
Darmgeschichten sind echt fies, hab ich auch schon gehabt.

Die Ärztin meinte es zum Beispiel mit deim Vortrag über Ernährung ja nur gut



__________________
Liebe Grüße von Kathleen, Babsi, Picasso, Luna & Nala


 
 
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Stichworte
päppeln, tierarzt, verdauung



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