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E. Cuniculi/ Krankes Kaninchen vergesellschaften auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 28.05.2013
Beiträge: 7
martienne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.05.2013, 11:49

E. Cuniculi/ Krankes Kaninchen vergesellschaften


Hallo zusammen,
über E. Cuniculi habe ich hier zwar schon einige Beiträge gefunden, aber mein Problem hat das leider noch nicht gelöst.
Wir haben 5 Kaninchen in Außenhaltung. Vor 6 bis 7 Wochen wurde dann das eine krank. Zuerst wurde es nur außergewöhnlich ruhig, dann kam die Kopfschiefhaltung dazu. Außerdem konnte er praktisch gar nicht mehr laufen, hat sich nur noch im Kreis gedreht und ist dann umgefallen... Beim tierarzt bekamen wir dann die Diagnose E. Cuniculi. Außerdem wurde noch festgestellt dass er sich sein eines Auge verletzt hatte, warscheinlich beim Hinfallen oder wo gegen fallen. Wir haben dann mit der Gabe von verschiedenen Medikamenten bekommen. Außerdem riet die Tierärztin uns ihn von der Gruppe zu trennen, zum einen weil das wohl auch stressig für die anderen Kaninchen sei, zum anderen weil es ihm doch sehr schlecht ging und das Gehege doch sehr viele Gefahren für ihn hätte sich erneut zu verletzen. (mittlerweile habe ich schon öfters gelesen, dass man das nicht machen sollte, ich weiß, aber damals erschien es uns doch sinnvoll.) Also haben wir ihn in einen kleinen Extrakäfig nach drinnen gebracht. Anfangs schien die Größe auch ok, da er sich sowieso kaum bewegen wollte. Gefressen hat er auch nicht viel, die Tierärztin war mit seinen Fortschritten auch nicht zufrieden, da er selbst nach ein paar wochen immer noch nicht wieder richtig laufen konnte, wir haben schon gedacht, wir müssen ihn einschläfern lassen.
Aber dann ging es doch wieder bergauf, er frisst mittlerweile wieder ordentlich, sogar alles was er findet... Seinen Kopf hält er auch nicht mehr schief, er kann wieder vernünftig laufen. Ganz weg sind seine Symptome allerdings nicht, er läuft des öfteren gegen Sachen geben, es kann schonmal passieren, dass er in vollem Tempo gegen seinen Unterschlupf läuft... Laut Tierärztin liegt das aber nicht daran, dass er nicht richtig sehen kann, manchmal weicht er ja auch aus, sondern ist wohl eher eine neurologische Störung. Außerdem scheint es ihm schlechter zu gehen, wenn er gestresst ist. Ich wollte mich vor ein paar tagen um sein fell kümmern und schauen, ob ich eine verfilzte Stelle rausbekomme, aber das hat ihn wohl gestresst, er hielt seinen Kopf wieder schief und zuckte damit ein bisschen hin und her, ein bisschen wie als es ihm noch schlechter ging.
Laut Tierärztin ist auch nicht zu erwarten, dass die letzten Symptome verschwinden, trotzdem geht es ihm doch so gut, dass wir ihn auf keinen Fall einschläfern lassen wollen. Aber uns stellt sich jetzt die Frage, was wir mit ihm machen sollen, da man mittlerweile doch merkt, dass ihm in dem kleinen Käfig ohne Artgenossen ddie Decke auf den Kopf fällt... Laut Tierärztin ist er nicht fit genug um ihn wieder zu den anderen Tieren dazuzusetzen, weil er schon nicht mehr zu der Gruppe dazu gehört und in seinem Zustand die Rangkämpfe nicht gut für ihn wären. Als wir ihn testweise in ein Außengehege mit Sichtkontakt zu den Anderen getan haben, waren diese schon ordentlich aufgeregt, und haben ständig mit den Hinterpfoten auf den Boden geklopft... Außerdem ist das Gehege recht verwinkelt, es gibt also eine Menge Möglichkeiten, wo er gegenlaufen und sich verletzen könnte...
Jetzt haben wir uns überlegt ihm ein neues großes, aber "behindertentengerechtes" zu Hause zu bauen, wo möglichst wenig verltzungsgefahr besteht und er auch nirgends runterfallen kann und ihm ein neues junges Kaninchenweibchen dazu zu tun, damit er nicht so einsam ist. Uns wurde ein junges noch nicht geschlechtsreifes Weibchen empfohlen, da dann wohl das Zusammenleben relativ problemlos klappen soll, und wir ihm ja all zu harte Rangkämpfe ersparen wollen.

Ich hoffe ihr habt überhaupt Lust und Zeit diesen Roman durchzulesen...
Also was sagt ihr dazu? Wie findet ihr die Idee mit dem neuen Gehege und der neuen Partnerin?
Er braucht Gesellschaft und wieder mehr Platz das ist klar. Aber kann man überhaupt ein kleines Kaninchen dazu tun, oder ist dann für die kleine noch Ansteckungsgefahr da? Habt ihr da Erfahrungen?
Oder würdet ihr ihn doch wieder zu den anderen dazu tun? Dazu müsstet ihr noch bedenken, dass da wieder Verletzungsgefahr für ihn besteht, wenn er wo gegen läuft und Rangkämpfe mit Anderen Kaninche zu erwarten wären. Die anderen sind alle Größer und schwerer als er, das schwerste wiegt fast 4 kg, er wiegt dagegen nur ca. 1,2 kg. Ich hätte da schon schiss dass ihm das zu viel ist...

Vielen Dank schonmal im Voraus und viele Grüße...



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 28.05.2013, 11:54

Angesichts der Krankheitsgeschichte würde ich kein Jungtier dazu setzen. Jetzt mag das noch problemlos gehen - aber was ist, wenn das Jungtier in die Pubertät kommt? Dann kann es mächtig stressig werden für deinen Patienten.

Deine Beobachtung mit dem Stress und seinen Auswirkungen auf den Gesundheitszustand ist übrigens richtig. Diese Erfahrung machen nahezu alle E.C.-Kaninchen-Halter.

Ich würde gezielt nach einem sehr ruhigen, eher zurückhaltenden Partnertier schauen, vielleicht schon älter - auf jeden Fall aber möglichst ausgeglichen und nicht-dominant. Ich denke das wäre auf Dauer die bessere Lösung als ein Jungtier.




Ninchen
 
Registriert seit: 28.05.2013
Beiträge: 7
martienne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.05.2013, 12:12

Hi Lupine,
danke für die schnelle Antwort.
Wir hatten gehofft, dass das jetzt relativ problemlos geht und auch später nicht allzuviele Probleme gibt, weil die beiden sich dann schon aneinander gewöhnt haben. Aber wie gesagt, das war nur unsere Hoffnung, erfahrungen haben wir da auch noch nicht.
Wo würdest du denn nach so einem Kaninchen suchen? Ich war bereits im Tierheim schauen, aber so auf Anhieb konnte ich keine charakterlichen Unterschiede feststellen und ich weiß auch nicht so richtig, ob die Mitarbeiter dort mich da gut beraten können...




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 28.05.2013, 12:18

Wende dich doch bitte mal an die Userin Valentina. Sie ist im Kaninchenschutz e.V. aktiv und hat einen guten Überblick. Ich denke, bei ihr bist du in guten Händen, möglicherweise hat sie eine geeignete Kandidatin im Angebot. Oder kann dir bei der Suche helfen.

Vielleicht sieht sie das mit dem Jungtier - je nach Charakter und Sozialisierung - auch anders als ich und hätte da eine geeignete Kandidatin.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 28.05.2013, 12:22

Ich war gerade mal eigenmächtig, und habe Valentina auf den Thread hier aufmerksam gemacht - dann brauchst du nicht nach ihr zu suchen. Ich denke sie wird sich bald melden.




Benutzerbild von Valentina
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.04.2011
Beiträge: 4.489
Valentina befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.05.2013, 20:47

Hallo Martienne,

6-7 Wochen nach Ausbruch der Krankheit kann durchaus noch zu Symptomen kommen.
Da würde ich ggbfs noch mit Cerebrum (ein hömöopathisches Mittel fürs Gehirn) behandeln.
Schaden kann es nicht

Bzgl des Partners würde ich auch eher zu einem ruhigen Weibchen raten. Entweder im selben Alter oder älter. Jüngere Weibchen können mit Eintritt der Pupertät äußerst stressig werden.
Eine Zusammenführung wird schon Stress genug werden, vermutlich.

Gerne bin ich dir bei der Suche nach einem passenden Weibchen behilflich. Da der Kaninchenschutz e.v. deutschlandweit mittels Mitfahrgelegenheiten, vermittelt, ist die Auswahl auch größer
Zudem haben wir im Bremer Raum auch Ansprechpartner vor Ort, die dir bei Fragen oder Hilfen, zur Verfügung stehen können.

Wie alt ist denn dein Kaninchen?



__________________
24 Pfoten grüßen Euch ganz lieb

Kaninchenschutz e.V.

In Memory:
Chipsy
30.12.09 &
Peppels
11.03.10 & Casimir 29.03.10 &
Louis
03.08.11 & Bonny 07.03.2012,
Whisky 28.07.13 & Caja 26.05.14
Tulip 30.09.15






Ninchen
 
Registriert seit: 28.05.2013
Beiträge: 7
martienne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.05.2013, 20:53

Er ist etwa 2 1/2 Jahre alt




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.05.2013, 22:26

Vielleicht wäre ja auch ein EC-Mädchen oder anderweitig gehandicaptes Kaninchen eine Möglichkeit?




Ninchen
 
Registriert seit: 28.05.2013
Beiträge: 7
martienne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.05.2013, 22:50

Auch das stand schon zur Debatte. Aber wo sollen wir so ein Kaninchen finden? Ich habe schon auf ein paar Seiten geschaut, aber bis jetzt noch keins mit Handycap gefunden. Vielleicht müsste man da gezielt nachfragen? Es müsste ja auch vom Charakter passen in erreichbarer Nähe sein und am besten auch noch von der Größe passen...




Ninchen
 
Registriert seit: 28.05.2013
Beiträge: 7
martienne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.05.2013, 09:34

Wollte noch fragen wo ich Cerebrum herbekomme? Gibt es das in der Apotheke oder direkt beim tierarzt?




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.05.2013, 09:39

Bekommst Du in der Apotheke, wenn nicht können sie es bestellen. Wenn für euch ein Handicap-Kaninchen in Frage kommt, können Valentina und ich mal schauen. Gerade diese Tiere werden ja in Tierheimen eher seltener vermittelt. Wer will schon ein krankes Tier? Für ein bereits vorhandenes krankes Tier wäre das die optimale Ergänzung.




Benutzerbild von aliena
Kaninchen
 
Registriert seit: 10.01.2013
Beiträge: 1.533
aliena befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.05.2013, 10:59

Bekommt er denn Vitamin B-Complex? Das hilft ihm bei der Regeneration geschädigter Nervenbahnen. Ansonsten möchte ich mal in den Raum stellen, dass jedes gesunde, vermeintlich nicht dominante Tier sich gegenüber einem offensichtlich kranken Tier höchstwahrscheinlich dominant verhalten wird. Dominanz ist nicht im Charakter der Tiere verankert, sondern entwickelt sich im jeweiligen Gruppengefüge. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass ein einmal dominates Tier immer dominant sein muss und umgekehrt.

Egal mit welchem Tier du letztlich eine VG machst, es wird auf jeden Fall mit Stress verbunden sein und deshalb musst du mit einem erneuten Schub rechnen. Es kann sinnvoll sein, bereits ein bis zwei Wochen vorher wieder mit der Gabe von Panacur und Vitamin B-Complex zu beginnen und sie auch während der VG beizubehalten. Ist das neue Tier ebenfalls E.C. positiv, dieses ebenfalls mitbehandeln. Dann steigen die Chancen, dass das ganze ohne schweren Schub über die Bühne geht.



__________________
Schöne Grüße von aliena mit Lulu (Kleinwidder *05.05.2007), Karla & Lisbeth (Deutscher Widder *27.12.2012) und Juno (Deutscher Widder *30.06.13) - R.I.P Herr Lehmann (Zwergwidder *01.04.2005 - 23.08.13)



Bilder und Videos meiner vier Chaoten gibt es hier: [url]http://tinyurl.com/pre6us2[/url] und auf Wackelnasen-TV: [url]https://www.youtube.com/user/wackelnasentv[/url]

Ich mache KF-Pause bis auf unbestimmte Zeit



Ninchen
 
Registriert seit: 28.05.2013
Beiträge: 7
martienne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.05.2013, 18:51

Seine Vitamine bekommt er immer noch jeden Tag. Heute Morgen hatte er auch leider nen kleinen Rückfall, so dass er ab heute auch wieder seine anderen Medikamente, unter anderem Panacur bekommt...
Mit der Vergesellschaftung ist es deswegen nicht ganz so eilig.




Ninchen
 
Registriert seit: 28.05.2013
Beiträge: 7
martienne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.06.2013, 14:40

Hallo,

Der Schub war wohl nicht so schlimm, unserem kleinen geht es scxhon wieder besser.
Die Suche nach einem geeigneten Kaninchen gestaltet sich allerdings noch schwieriger als gedacht. Die Tierheime in der Umgebung habe ich bereits abgeklappert und auch bei einer Dame, die Kaninchen in Not aufnimmt, habe ich angerufen, aber die hatten alle keine Kaninchen mit einer Krankheit oder einem Handycap. Kam mir schon komisch vor, als ob solche Tiere nicht abgegeben werden...
Liebe Tiere hatten sie aber angeblich alle da. Besonders gur beraten kam ich mir da aber nicht vor, schließlich suchen wir ja ein besonders ruhiges Kaninchen und nicht nur einfach eins was so in der Gruppe ganz lieb ist und unseren aber dann doch zu arg triezt. Eine Dame meinte sogar wir müssten damit rechnen, dass es Rangkämpfe über mehrere Tage gibt und wir dürften da nicht so zimperlich sein... Weiß aber nicht, ob der kleine sowas überstehen würde... Ist damit wirklich zu rechnen, oder kann man zu arge Rangkämpfe mit dem richtigen Tier umgehen?
Einzig ein Tierpfleger direkt aus dem Bremer Tierheim hat uns da sehr kompetent beraten, er war so ehrlich zu sagen, dass von allen Kaninchen im Tierheim nur eine möglicherweise in Frage kommt, sie sei schon so etwa 5 Jahre alt, und halte sich aus Streitigkeiten mit der Gruppe immer raus. Er hat uns sogar angeboten unseren mitzubringen, damit die beiden sich dort schon mal in einem extra Raum beschnuppern und eine Zeit lang kennenlernen können. Ich denke das könnte eine Möglichkeit sein, aber was sollen wir machen wenn sich die beiden nicht verstehen? Wir hatten noch eine Anzeige ins Internet gesetzt, in der wir beschrieben haben, was für ein spezielles Kaninchen wir für unseren kleinen suchen. Bis jetzt haben wir da 2 Antworten bekommen. Eins war ein Züchter, der uns eine seiner Häsinnen angeboten hat, die er eigentlich für die Zucht nehmen wollte, aber die ihm jetzt doch zu ruhig ist... Die kleine ist aber erst 4 Monate. Hatte sie da schon den ersten pubertären Schub hinter sich und können wir hoffen, dass die Pubertät dann auch nicht so schlimm wird wenn, sie so besonders ruhig ist, oder kann das trotzdem genauso stressig werde, und sie ist genauso wenig geeignet, wie jedes andere junge Kaninchen? Das andere war eine Häsin die etwa 1 Jahr alt ist und sehr ruhig sein soll. So ruhig sei sich nach ihrem ersten Wurf geworden.
Was würdet ihr sagen, was wir machen sollen, wenn es mit der älteren Dame aus dem Tierheim nicht klappt? Könnte man es mit einer der beiden anderen versuchen oder ist keine von den Beiden eine Möglichkeit und wir sollen lieber noch weiter suchen?

Viele Grüße




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.06.2013, 15:32

Ich würde von beiden Weibchen die Finger weg lassen. Sie können noch so ruhig sein, sie sind einfach zu jung. Vor allem ein 4 Monate altes Weibchen ist wie eine Wundertüte: man weiß nicht, was drin ist.

Ich höre mich mal um.



 
 
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