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Unser Moritz und Klein Erna auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By janh

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Ninchen
 
Registriert seit: 20.05.2013
Beiträge: 3
Gertrud befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.05.2013, 21:27

Unser Moritz und Klein Erna


Hallo,
nachfolgend möchte ich kurz schildern wie wir zu Kaninchen gekommen sind
und gelernt haben diese kleinen Zeitgenossen ins Herz zu schließen .
( Und mein Problem schildern. )
Vor 3 Jahren brachte mein Mann von einer Entrümpelung ein kleines, schwarzes
Zwerg Löwenmähnen - Böckchen samt Käfig mit nach hause. Der Kleine war total unterernährt,und stand ohne Futter, Streu, Häuschen und Wasser auf dem Balkon der entrümpelten Wohnung.
Aus dem vorgefundenen Impfpass ging hervor, dass er schon ein Jahr alt war.
Das arme Kerlchen war - zusätzlich ging es in dem Haus sehr laut zu - völlig
verschreckt.
Mit seinem einen Jahr passte er grad mal in die Hand meines Mannes.Weil er damals so viele Möhren gegessen hat, haben wir Ihn Moritz genannt.
Durch das gute Essen - hauptsächlich frisches Grün und Heu - war unser Moritz nach ca.3 Monaten doppelt so groß, ließ sich anfassen und wurde rammelig.
Nun dachten wir - wenn wir Ihn kastrieren lassen legt sich das.
Weil das aber nicht so war, brachte mein Mann - auch aus einer Entrümpelung - ein älteres, halbtotes Weibchen mit das er samt halb zerquetschtem Käfig in einem Müllcontainer gefunden hatte.
Leider haben sich die Beiden - auch nach längerer Eigewöhnungszeit - nicht verstanden.
Das Kaninchenmädchen "Frieda" war einfach zu ängstlich.
( Frieda ist immer noch bei uns,hat aber ein eigenes Gehege.)
Bei einem Züchter konnt sich unser Moritz dann eine Partnerin aussuchen. Die Beiden waren ein ideales Paar bis die kleine Lisa nach eineinhalb Jahren an einem angeborenen
Herzfehler - in der TA Praxis - gestorben ist. ( Viele Tränen )
Seit dem 26.Februar dieses Jahres haben wir ein neues Mädchen aus einer Zoohandlung hier. Anfangs, so ca.2 Wochen ging auch alles gut. Durch das gute Futter war sie dann auch schnell viel größer als der Moritz.
Danach haben sich die damals ca. ein halbes Jahr alte "Erna" und unser Moritz leider nicht mehr verstanden. ( Erna jagt - und rupft dem Moritz das Fell aus.)
Die Erna ist total auf Menschen geprägt, lässt sich gerne auf den Schoß nehmen und am liebsten stundenlang streicheln.
Weil unser Moritz sehr traurig ist, und wir keinen Platz für noch mehr Kaninchen haben - eine Unterbringung im Tierheim aber nicht in Frage kommt - weiß ich nicht was ich jetzt machen soll.
Für Eure Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

Gertrud




Geändert von Gertrud (20.05.2013 um 21:31 Uhr).
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Benutzerbild von JayJay
Kaninchen
 
Registriert seit: 07.01.2011
Beiträge: 15.808
JayJay wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 20.05.2013, 21:34

Hallo Gertrud und Willkommen im Forum.

Magst du uns noch erzählen, wie die beiden zusammen leben ?
Vor allem die Gehegegröße ist wichtig.
Frieda sollte auch nicht alleine bleiben, gerade wenn sie so ängstlich ist, braucht sie einen souveränen dominanten Rammler an ihrer Seite.

Ich hoffe wir können dir hlfen, viele von uns hier haben so einige Notfellchen mit schrecklicher Hintergundgeschichte zu Hause.
Ein hoffnungsloser Fall war bisher noch nicht dabei



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Ninchen
 
Registriert seit: 20.05.2013
Beiträge: 3
Gertrud befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.05.2013, 22:45

Unser Moritz und Klein Erna


Hallo JayJay

Erstmal Danke für Deine schnelle Antwort.
Um Deine Fragen zu beantworten :
Die drei Schätzchen leben in einem Innengehege ; das heißt aus 4 x1,4 Meter "Käfigen" die übereinander stehen.
Frieda, die nach den Impfungen vom TA vor gut 2 Jahren auf ca.10 Jahre geschätzt wurde, lebt oben
in zweien der 4 . Die Trenngitter hat mein Mann herausgenommen.
Als mein Mann Frieda mitbrachte, war sie - wahrscheinlich durch Fehlernährung - total verfettet.
Obwohl sich das mit der Zeit gelegt hat, ist Sie immer noch fast doppelt so groß wie unser Moritz.
Sie hat wohl andere Gene als Er.
Nach seiner Kastration ist er auch nicht mehr unbedingt als souveräner, dominanter Rammler zu bezeichnen.
Die Beiden verstehen sich kurzfristig, wenn sie ( 4x wöchentlich ) Auslauf haben
Moritz und Erna leben in der unteren Etage in der ein - durch einen Holzschieber - verschließbarer
Durchgang eingebaut wurde.
Auch während des Auslaufes wird Moritz regelmäßig von Erna gejagt, wobei Frieda sich von ihr zeitweise
auf der Nase rumtanzen lässt; wird Ihr das zu bunt fängt sie an zu knurren und um sich zu beißen.
Alle Drei haben natürlich - auf den jeweiligen Geschmack angepasste - eigene Häuschen. ( Eigenartigerweise wollen nicht alle das Gleiche )
Die ganze Anlage steht in unserem Wohnzimmer auf einer 60cm hoch aufgebockten Holzplatte .

Das Problem ist aber eigentlich, dass unser kleiner Moritz - nach dem Tod seiner Lebensgefährtin Lisa
im Februar dieses Jahres - sehr sehr traurig ist ;(

Gertrud




Geändert von Gertrud (20.05.2013 um 22:48 Uhr).

Benutzerbild von janh
Kaninchen
 
Registriert seit: 22.05.2012
Beiträge: 5.391
janh befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.05.2013, 02:08

Erstmal Herzlich Wllkommen hier!
Das ist eine recht verworrene Situation,die Du beschreibst.
Wenn Du die drei zusammen in einem Gehege halten möchtest,bräuchtest Du pro Kaninchen mindestens 2qm Platz auf einer Ebene.Also für alle 3 mindestens 6qm.

Wenn Du die Ninchen getrennt übereinander stapelst,sind das 2 Reviere,die direkt aneinander grenzen.Dadurch stauen sich immer wieder Agressionen auf,die sich dann beim Freilauf entladen.
Wenn Du sie dann aber wieder in die Käfige zurück setzt,fängt das Spiel immer wieder von vorne an und es wird nie Ruhe geben.

Eine Lösung wäre es also,Gitter Elemente herzunehmen und damit einen Teil vom Raum als Gehege abzutrennen,wo Du die drei dann zusammen halten könntest.Die Käfige brauchst Du dann nicht mehr.Dazu müsstest Du sie erstmal für einen Zeitraum von etwa 2 Wochen komplett voneinander trennen.Die Tiere dürfen sich in der Zeit weder sehen noch riechen können.Das neue Gehege müsste dann neutraler Boden sein.

Wie das alles genau aussehen sollte,kannst Du hier im Forum in den FAQ zur Vergesellschaftung nachlesen.



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"O Bär", sagte der Tiger, "ist das Leben nicht unheimlich schön, sag!" "Ja", sagte der kleine Bär, "ganz unheimlich und schön." Und da hatten sie verdammt ziemlich recht.



Benutzerbild von JayJay
Kaninchen
 
Registriert seit: 07.01.2011
Beiträge: 15.808
JayJay wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 21.05.2013, 10:34

Da kann ich Janh nur zustimmen.

Das Gejage ist ganz normales Revierverhalten, sie klären die Rangordnung.
Durch die ständige Trennung geht das Spiel immer wieder von vorne los und bedeutet immensen Stress für alle Beteiligten.

Ruhe bekommst du nur rein, wenn du alle drei zusammen vergesellschaftest und sie dann dauerhaft ein gemeinsames Gehege haben.

Mädels untereinander können ziemlich rabiat werden und benötigen dringend genügend Platz zum ausweichen.
Ein Gehege von mindestens 6qm wäre dann Pflicht.



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Ninchen
 
Registriert seit: 20.05.2013
Beiträge: 3
Gertrud befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.05.2013, 19:54

Hallo

Vielen Dank für Eure kompetenten Ratschläge !
Die wir auch beherzigt haben.

Leider haben wir jetzt nur noch 2 Häslein.

Erna hat - bei dem Versuch der "Vergesellschaftung" -
auf neutralem Boden unseren Moritz fast umgebracht !
( nach einiger Zeit gab es plötzlich einen Kampf zwischen
den Beiden,der mit einem Tornado vergleichbar wäre.)

Moritz hat kaum noch Nackenfell -da ist jetzt eine riesige
kahle Stelle- ,
seine Löwenmähne besteht nur noch aus ein paar Strähnchen ,
und sein rechtes Auge wurde so stark verletzt, dass er es
fast verloren hätte

Glücklicherweise konnte der Notfall-TA es noch retten.
Ist aber immer noch behandlungsbedürftig!

Hätte ich nicht eingegriffen wäre das wohl noch viel
schlimmer ausgegangen !

Erna haben wir - obwohl uns das trotzdem leid
tut - zürück in die Zoohandlung bringen müssen.


Vielen Dank nochmal für Eure liebe Anteilnahme an meinem Problem
Gertrud



 
 
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