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Kaninchen im SeniorenheimHallo liebes Forum! Ich arbeite als Krankenschwester in einem Senioren-/Pflegeheim. Seit kurzem gibt es auf einem unserer Wohnbereiche ein Kaninchen. Das Tier sitzt in einem "Standardkäfig" zentral auf dem Flur - der Käfig steht auf einer Kommode. Heu und Frischfutter gibt es nur selten, Auslauf nie. Täglich wird das Tierchen in einen Korb gesetzt und zu diversen Bewohnern getragen - zum Streicheln und Knuddeln. Klar, die Bewohner sind alle schwer entzückt von dem Kaninchen - aber das geht doch so nicht, oder sehe ich das zu eng? Ich persönlich habe keine Erfahrung mit diesen Tieren, aber soweit ich weiß brauchen sie doch wohl auch Gesellschaft und Auslauf - vom anständigen Futter ganz zu schweigen... Meinen Chef habe ich bereits darauf angesprochen - für ihn ist das so völlig in Ordnung, "ist ja schließlich nur ein Kaninchen". ![]() Habt ihr vielleicht Ideen was man da tun könnte, dass es dem Tier etwas besser ergeht?
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| finde ich komplett daneben! Kaninchen sind keine Tiere für Streicheltherapie o. ä. Du kannst ja mal mit den Bewohnern reden, was sie davon halten und ob sie vllt. das so sehen wie du. Flyer findest du z.B. bei kaninchenwiesen.de Das es nicht regelmäßig Futter bekommt, dass ist quasi die Krönung. Das ist sogar gesetzeswiedrig...
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Die Bewohner, die ich bisher darauf angesprochen habe, verstehen auch nicht wirklich, worauf ich hinaus will... da kann ich wohl nicht viel Unterstützung erwarten. Gleiches gilt für die Kollegen. ![]() Habe schon überlegt einen "Hasenschutzverein" zu kontaktieren. Gibt es sowas in der Art in Hamburg?
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| Hallo Nibbler und herzlich willkommen im Forum. Da hast Du natürlich völlig Recht das dieser Zustand für das arme Tier so völlig untragbar ist. Ich denke zu allererst solltest nun Du Dich über die artgerechte Haltung dieser eher anspruchsvollen Tiere informieren. Lies doch als kleinen Einstieg dazu hier in den FAQ: "Kaninchengrundwissen - mit Erfolg zu glücklichen Kaninchen". Dann solltest Du Dir als nächsten Schritt Mitstreiter suchen denen das Wohl der Tiere auch am Herzen liegt denn ich denke so ein Projekt ist in diesem Rahmen nur in Gemeinschaftsarbeit zu bewerkstelligen. (Bei www.kaninchenwiese.de kannst Du Dir Flyer zum verteilen und weiter informieren ausdrucken). Wichtig wäre es sicher auch Deinen Chef davon zu überzeugen, das es dem "neuen Mitarbeiter" für seine unschätzbare Arbeit doch bitte auch selbst gut gehen sollte. Glückliche Kaninchen - glückliche Menschen. Ich wünsche Dir viel, viel Erfolg und bleib am Ball. Deine Arbeit ist anstrengend genug und deshalb finde ich es besonders toll von Dir das Du Dich auch darüber hinaus engagierst.
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| Warum sperren die die alten Leute nicht in ihren Zimmern ein und geben ihnen nur Wasser und Brot? ![]() Sarkasmus aus Allerdings glaube ich,dass man mit Druck nix erreichen wird.Bestenfalls wird das Tier dann auch ins Heim abgeschoben.Aufklärung und Hilfe wären da erfolgversprechender ![]()
__________________ "O Bär", sagte der Tiger, "ist das Leben nicht unheimlich schön, sag!" "Ja", sagte der kleine Bär, "ganz unheimlich und schön." Und da hatten sie verdammt ziemlich recht.
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| Das ist immer ein Thema worauf die Leute, welche professionell tiergestützte Therapie anbieten einen Groll hegen. DAS geht man überhaupt nicht. Ich weiß leider nicht an wen man sich wenden könnte...
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| Weil sie es schon machen^^ Wenn die Bewohner unbedingt ein Tier streicheln dürfen sollen, was ich Grundsätzlich toll finde, warum dann kein Therapiehund? Oder eine Katze, die sich ihre Streicheleinheiten selber abholen möchte? Es gibt Katzen, die lassen sich gerne Stundenlang kraulen. Es sind doch nur Kaninchen, bei diesem Satz könnte ich *aaaaragh*
__________________ Mani wastete yo Glück auf deinem Weg
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| Herzlich Willkommen, super, dass du dich für das Kaninchen einsetzt. Wenn du möchtest könntest du Kontakt zu einem der Ansprechpartner vom Kaninchenschutz e.v. aufnehmen. Hier ist die Seite für Hamburg: [url]http://www.kaninchenschutz.de/ap-hh.php[/url] Ich finde Tiere im Senioren-/Pflegeheim an sich eine gute Sache, vorausgesetzt, dass die Tiere auch Artgerecht unter gebracht und gepflegt werden und hier würde ich ansetzen. In dem Heim werden die Menschen doch auch in gewisser Weise gepflegt, versorgt und es wird sich bemüht, ihnen die Zeit im Heim so schön zu machen wie es nur geht. Das gleiche Interesse sollte auch fürs Kaninchen gestellt werden, eine schöne Unterkunft, abwechslungsreiches Futter, Artgenossen und Tierärztliche Versorgung sollten doch in aller Interesse sein, denn das wünschen sich doch auch die Bewohner. Versuch nochmal in aller ruhe mit deinem Chef und auch mit den Kollegen zu reden, erklär ihnen dass Kaninchen wie Menschen sehr sozial sind und dass es doch auch für die Bewohner schöner währe, wenn sie die Kaninchen in ihrem Sozialverhalten in einem großen Gehege beobachten könnten. Könntest du dich vielleicht für die Versorgung des Tieres anbieten? Vielleicht lenkt er dann eher ein?
__________________ Liebe Grüße Rebecca Geändert von Rebecca (04.05.2013 um 13:42 Uhr).
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| Zitat:
Eigentlich dachte ich, du druckst ein paar für die Bewohner aus ^^' Du könntest auch bei diebrain.de vorbeischauen oder www.kaninchen-wuerden-wiese-kaufen.de Du könntest auch mal beim Vet-Amt oder generell mach nach Kaninchenschutzvereinen bzw. Tierschutzvereinen Hamburg googlen.
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| Hallo ! Ich kann mich nur anschliessen ! Mein "Opa" lebt auch in einem Seniorenheim und ihm würde es auch gut tun, mit Tieren Kontakt zu haben. Für das Kaninchen würde ich mir tatsächlich einen Partner und ein grosses (evtl. sogar begehbares) Gehege wünschen. Nett eingerichtet, sodaß die Senioren die Tiere schön beobachten können. Vielleicht habt ihr ja auch noch so fitte Heimbewohner, die gerne bei der Versorgung der Tiere helfen würden ? Oft ist doch auch ein Park/Freigelände bei einem Altenheim, da könnten auch die fitteren Senioren noch was Grünes für die Kaninchen holen. So haben die Bewohner wieder eine Verantwortung und den Tieren ginge es gut. Und einen schönen Nebeneffekt hat es auch, in der Nähe des Geheges kann man Flyer auslegen und so auch gleich die Kinder und Enkelkinder der Heimbewohner aufklären, wie man Kaninchen richtig hält ! Wenn man sowas richtig anstellt, haben meiner Meinung nach ALLE Beteiligten was davon. Sollte es nicht möglich sein, den Chef davon zu überzeugen,daß man Kaninchen SO (wie z. Z.) nicht hält, würde ich auf Abgabe drängen (notfalls Unterschriften sammeln o. Tierschutz einschalten). LG Passat
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| Zitat:
...allerdings habe ich mal ein Paket Flyer bestellt und werde die dann auch im Heim verteilen. Selber gegooglet habe ich ja - aber ich dachte hier finde ich direkt den richtigen Ansprechpartner, will ja nicht an einen fragwürdigen "Hasenschützer" geraten. ... und das hat ja schon mal geklappt hier mit den ganzen Links. ![]() Ich habe mich bereits angeboten, die Pflege des Tieres auch noch zu übernehmen - aber das allein bringt ja nix, wenn ich im Urlaub bin oder krank. Da müsste schon noch der ein oder andere Kollege mit ran. Das wird allerdings nicht so leicht, da sich bisher niemand für das Tier interessiert - ich werde in der Hinsicht nur belächelt. "Streicheltherapie" finden alle toll - aber das Wohl der Tiere scheint niemanden zu interessieren. Traurig - aber ich werde auf alle Fälle dran bleiben.
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| Armes Kaninchen wie lange sie/er woll überleben wird?? ![]()
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| Ich frage mich da eher wie lang es sich das gefallen lassen wird? Und was danach passiert? Also mit meinen 2en würde das gar nicht gehen, die würden bei Zeiten zeigen das sie scharfe Zähne und Krallen haben Meine Uroma (90) war auch mal zur Kurzzeitpflege in einem Heim. Dort gab es 3 Etagen, auf der unteren lebten die noch recht fitten Bewohner mit einer Katze, auf Etage 2 die leicht Demenzkranken mit paar Vögeln und auf Etage 3 die stark Demenzkranken mit Fischen. Fande das an sich okay. Aber ein Kaninchen passt wirklich nicht in ein Altenheim. Die Frage ist halt wie weit die Bewohner das noch verstehen. Ich denk in ihrer Zeit wurden Kaninchen in einem Stall gehalten und dann geschlachtet. Und viele alte Menschen denken das war früher so und muss heute auch so sein. Meine Uroma ist immer ganz verwundert wenn ich ihr erzähle was die beiden wieder angestellt haben und dann kommt die Frage: "Wie die leben in der Wohnung und haben keinen Stall? -Die brauchen doch einen Stall." Deshalb denke ich es wird schwierig bei den Bewohnern etwas zu erreichen. Aber die Idee mit den Flyern finde ich sehr gut, dadurch werden ja auch die Besucher aufmerksam und wenn die sich dann bei der Heimleitung beschweren, sieht es dein Chef wohl eher ein. Bis dahin sollte man die fitten Bewohner aktivieren wenigstens Wiese für das Nin zu sammeln.
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| Ich hab so ein ehemaliges Therapiekaninchen letztes Jahr bei mir aufgenommen, sie wollten ihn nicht mehr nachdem er angefangen hat zu beißen! Als er zu mir gekommen ist war er verstört und alles was in seine Nähe kam wurde gebissen...kein Wunder das er sich bei sowas irgendwann anfängt zu wehren. ![]() Mittlerweile ist es besser geworden, er beißt nurmehr wenn ich mit der Hand in die Nähe seines Mäulchen komme oder ausmiste (die Kehrschaufel bewegt sich in Kopfnähe). Es kann also passieren das dieses Kaninchen im Seniorenheim auch irgendwann anfängt, sich zu wehren und zubeißt, soweit darf und sollte es erst gar nicht kommen! ![]()
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| Das kommt mit auf meine Argumente-Liste!
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| wenn das möglich ist und es findet sich aber niemand ders bauen kann oder will frag doch bei der örtlichen jugendfeuerwehr an. ich bin bei mir im ort jugendwartin und es waren schon öfters anfragen zur" nachbarschaftshilfe" und ich habe schon einiges mit meinen kindern auf die beine gestellt. materialkosten und verpflegung und nen 20 für die jugendkasse und die kinder waren sofort dabei.vllt macht eure sowas ja auch.versuch wärs wert.
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| Zitat:
Oder wenigstens einen kleinen Auslauf bauen in einer ruhigeren Ecke des Wohnbereiches... Und es könnte je nachdem was für ein Projekt daraus gemacht wird auch einen kleinen Zeitungsartikel wert sein- wenn das alles fertig ist, was wiederum eine recht gute Werbung wäre (wenn es den Kaninchen gut geht - dann ist "Omma" bestimmt auch gut versorgt... mal platt ausgedrückt). Wenn sich bloss mehr Leute für das "Mäuschen" interessieren würden....
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