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Buscopan, Fluch oder Segen? auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Crazy_honeybee
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.04.2013
Beiträge: 553
Crazy_honeybee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.04.2013, 23:08

Buscopan, Fluch oder Segen?


Hallo,

Habe mich aufgrund der Bauchschmerzen eines meiner Kaninchen mal verstärkt mit geeigneten und ungeeigneten Medikamenten beschäftigt und bin immer wieder auf das Buscopan gestoßen, was umstritten ist, weil anscheinend viele Kaninchen davon sterben. besonders in Verbindung mit MCP sei es wohl verhehrend in der Wirkung.
Meine Kaninchen haben schon mehrmals von diversen TÄ genau diese Kombination gespritzt bekommen, es hat immer gut gewirkt und die Kaninchen waren am nächsten Tag wieder ok.
Ich komme aus der Humanmedizin, diese mittel sind bei Menschen sehr gängig und werden gerne gemeinsam gegeben, deswegen habe ich mir auch keine Sorgen gemacht.
Eines ist jedoch 3 Tage nach den Spritzen auf dem Weg in die Tierklinik gestorben, sie hat danach erst wieder gefressen und es ging ihr besser, bis es dann über Nacht wieder extrem schlimm wurde.

Jetzt meine Frage:
Kann mir jemand sagen, ob es da einen Zusammenhang gibt?
Wenn ein TA diese Kombi spritzt, wie lange dauert es, bis man negative Auswirkungen merkt, also auf gut Deutsch gesagt, wann kann man sicher sein, dass das Kaninchen keine Folgen davon getragen hat?
Wie lange wirkt diese Lähmung des Darms, von der Alle sprechen?

Es wäre schön, wenn ihr mir da ein paar Antworten geben könntet, ich will eigentlich keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, es interessiert mich einfach brennend und vor allem denke ich , dass sich meine Fragen schon viele gestellt haben, deren Kaninchen sowas bekommen haben.
Als ich das ganze in den Foren gelesen habe, ist mir ganz schlecht geworden...



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Benutzerbild von Jackrabbit
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.07.2012
Beiträge: 2.218
Jackrabbit befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Jackrabbit eine Nachricht über ICQ schicken
Geschrieben am 19.04.2013, 06:19

Das so was so schlimm enden kann, wussts ich gar nicht, das würde mich jetzt aber auch interessieren!

Lg jackrabbit



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Liebe Grüße von Mir und meinen Vierbeinern

Die terrorzwerge abby und emil,
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Mit Jack, Pebbels und Lucy im Herzen



Seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere.
Arthur Schopenhauer, (1788 - 1860)



Benutzerbild von Valentina
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.04.2011
Beiträge: 4.489
Valentina befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2013, 08:47

Hallo

Das erste: Buscopan in Kombination mit MCP macht einfach keinen Sinn.
Denn Buscopan entkrampft, lämht somit die Darmtätigkeit und MCP beschleunigt diese.
Das das fatale Folgen haben kann, liegt somit auf der Hand.

Buscopan ist höchst umstritten.
Man muss sehr aufpassen wann und warum man dieses geben möchte. Die Dosierung spielt auch eine Rolle.
Als Otto Normal Halter wird man selten wissen, wann (Blähungen, Verkrampfungen, Verstopfung, Aufgasungen...) man Buscopan verabreichen kann und sollte.
Nur leider wisen es viele Tierärzte auch nicht und das kann unter Umständen sehr gefährlich werden.

Wenn eine Verstopfung vorliegt (immer mittels Rö-Bild zeigen lassen), dann kann Buscopan verherrende Folgen haben, eben weil es die Persitaltik lähmt.
So kann eine Verstopfung, die mittels Medikamente weitergeschoben werden muss, nicht gelöst werden.



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Pinkie
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 19.04.2013, 08:58

Meiner meinung nach sollte man gar kein Buscopan verabreichen und lieber auf andere Medikamente zugreifen.




Benutzerbild von Crazy_honeybee
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.04.2013
Beiträge: 553
Crazy_honeybee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2013, 09:14

Ja, das habe ich hier alles schon gelesen, beantwortet aber nicht meine Fragen...
Mich interessieren die wirklichen Fakten, wie lange dauert es nach einer Gabe, bis das Tier außer Gefahr ist, wieviele Kaninchen sind wirklich faktisch dran verendet , gibt es irgendwelche Medizinischen Berichte darüber, also nicht nur," Mein Kaninchen hat's auch bekommen und ist gestorben..." Kennt irgendwer da verlässliche Quellen, wo man nachlesen kann?
Die Tierärzte, wo ich bis dahin war, Spritzen ALLE Buscopan, wenn es das Krankheitsbild hergibt, ich kann mir irgendwie nur schwer vorstellen, dass da Haufenweise die Kaninchen sterben...

Meine Frage hat sich eher ein wenig ans wissenschaftliche gerichtet.
Ich kenne das aus der Humanmedizin leider nur zu gut, da werden plötzlich Sachen in der Luft zerrissen, die eigentlich hilfreich sind, nur weil irgendwer angefangen hat, seine schlechten Erfahrungen in ein Forum zu stellen. Dabei ist es nicht selten so, dass eigentlich gar nicht die Sache an sich Schuld war, sondern es eine Verkettung von ungünstigen Umständen war. Nach und Nach werden diese Erfahrungen dann Gesetz.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 06.12.2012
Beiträge: 991
april befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2013, 09:26

Zitat:
Zitat von Crazy_honeybee Beitrag anzeigen
Hallo,

Habe mich aufgrund der Bauchschmerzen eines meiner Kaninchen mal verstärkt mit geeigneten und ungeeigneten Medikamenten beschäftigt und bin immer wieder auf das Buscopan gestoßen, was umstritten ist, weil anscheinend viele Kaninchen davon sterben. besonders in Verbindung mit MCP sei es wohl verhehrend in der Wirkung.
Meine Kaninchen haben schon mehrmals von diversen TÄ genau diese Kombination gespritzt bekommen, es hat immer gut gewirkt und die Kaninchen waren am nächsten Tag wieder ok.
Ich komme aus der Humanmedizin, diese mittel sind bei Menschen sehr gängig und werden gerne gemeinsam gegeben, deswegen habe ich mir auch keine Sorgen gemacht.
Eines ist jedoch 3 Tage nach den Spritzen auf dem Weg in die Tierklinik gestorben, sie hat danach erst wieder gefressen und es ging ihr besser, bis es dann über Nacht wieder extrem schlimm wurde.

Jetzt meine Frage:
Kann mir jemand sagen, ob es da einen Zusammenhang gibt?
Wenn ein TA diese Kombi spritzt, wie lange dauert es, bis man negative Auswirkungen merkt, also auf gut Deutsch gesagt, wann kann man sicher sein, dass das Kaninchen keine Folgen davon getragen hat?
Wie lange wirkt diese Lähmung des Darms, von der Alle sprechen?

Es wäre schön, wenn ihr mir da ein paar Antworten geben könntet, ich will eigentlich keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, es interessiert mich einfach brennend und vor allem denke ich , dass sich meine Fragen schon viele gestellt haben, deren Kaninchen sowas bekommen haben.
Als ich das ganze in den Foren gelesen habe, ist mir ganz schlecht geworden...
Da gibt es einen bekannten Zusammenhang: Der Wirkstoff in Buscopan ist Butylscopolamin, ein Spasmoanalgetikum (Krampflösend mit schmerzstillender Komponente). Es kann bei Kaninchen zum Stillstand der Bewegungen im Gastrointestinaltrakt führen und ist deshalb nur sehr behutsam einzusetzen. Beim Menschen ist die Beweglichkeit des Gastrointestinaltrakts zur Beförderung des Nahrungsmasse ganz anders organisiert als beim Kaninchen, weshalb bei letzterem die Bedrohung ungleich höher ist.




Benutzerbild von Valentina
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.04.2011
Beiträge: 4.489
Valentina befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2013, 09:27

Zitat:
Zitat von Crazy_honeybee Beitrag anzeigen
Ja, das habe ich hier alles schon gelesen, beantwortet aber nicht meine Fragen...
Mich interessieren die wirklichen Fakten, wie lange dauert es nach einer Gabe, bis das Tier außer Gefahr ist, wieviele Kaninchen sind wirklich faktisch dran verendet ,
Das kann dir niemand sagen. Es kommt doch darauf an, was hatte das Kaninchen, was wurde alles verabreicht (oral, subcutan), gab/gibt es Vorerkrakungen, chronische Erkrankungen, wie sah die Ernährung aus, was wurde zusätzlich zum Wohlbefinden getan (Wärme, Massagen, Flüssigkeit, Zwangsernährung), war das Kaninchen Stress ausgesetzt... etc pp.

Das alles sind wichtige Faktoren, die man nicht pauschalisieren kann.
Ergo wird es dazu auch keine Fakten in wissenschaftlicher Verzettelung geben.

Zitat:
gibt es irgendwelche Medizinischen Berichte darüber, also nicht nur," Mein Kaninchen hat's auch bekommen und ist gestorben..." Kennt irgendwer da verlässliche Quellen, wo man nachlesen kann?
siehe oben...


Zitat:
Die Tierärzte, wo ich bis dahin war, Spritzen ALLE Buscopan, wenn es das Krankheitsbild hergibt, ich kann mir irgendwie nur schwer vorstellen, dass da Haufenweise die Kaninchen sterben...
Es kommt wohl auch darauf an, was man als Ursache des Sterbens sieht...
Selten werden Obduktionen gemacht.



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Pinkie
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 19.04.2013, 09:45

Zitat:
Zitat von Crazy_honeybee Beitrag anzeigen
Die Tierärzte, wo ich bis dahin war, Spritzen ALLE Buscopan, wenn es das Krankheitsbild hergibt, ich kann mir irgendwie nur schwer vorstellen, dass da Haufenweise die Kaninchen sterben...
Die TÄ in der Praxis wo ich bin, sowie die zwei TK wo ich hingehe verabreichen kein Buscopan!




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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.04.2013
Beiträge: 553
Crazy_honeybee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2013, 09:59

[QUOTE=Valentina;495197]Das kann dir niemand sagen. Es kommt doch darauf an, was hatte das Kaninchen, was wurde alles verabreicht (oral, subcutan), gab/gibt es Vorerkrakungen, chronische Erkrankungen, wie sah die Ernährung aus, was wurde zusätzlich zum Wohlbefinden getan (Wärme, Massagen, Flüssigkeit, Zwangsernährung), war das Kaninchen Stress ausgesetzt... etc pp.

Das alles sind wichtige Faktoren, die man nicht pauschalisieren kann.
Ergo wird es dazu auch keine Fakten in wissenschaftlicher Verzettelung geben.



Sei mir nicht böse, aber wenn man das Alles nicht pauschalisieren kann, wie kann man dann pauschal sagen, daß man diese Medis nicht geben sollte?
Vor allem, weil diese Medikamente im Lehrbuch für Veterinärmedizin stehen.
Ich will hier niemanden kritisieren, das steht mir nicht zu, ich will einfach nur rausfinden, was da los ist...




Kaninchenfreund
 
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april befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2013, 10:04

Und für welche Tiere steht es im Lehrbuch für Veterinärmedizin? Denn jedes pharmakologische Grundlagenbuch gibt Dir Auskunft darüber, was die Wirkstoffe ausrichten.

Das Kaninchen ist insofern ein Sonderfall, als es ohnehin nur eine sehr geringe Darmmotilität hat. Wenn man da die Bremse reinhaut, ist zappenduster. Aus diesem Grunde ist es natürlich sicherer, auf die Gabe vorwiegend zu verzichten. In spezifischen Einzelfällen kann das Medikament wirksam sein. Dann wird auch gerne, wenn schon Buscopan sein muss, etwas wie MCP mitgegeben, damit die Bewegung eine gewisse Chance hat, wieder anzuspringen.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 24.04.2011
Beiträge: 4.489
Valentina befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2013, 10:09

Zitat:
Vor allem, weil diese Medikamente im Lehrbuch für Veterinärmedizin stehen.
Dafür habe ich ein schönes Beispiel.
Du wirst in jedem Lehrbuch lesen können, dass das Mittel/Gift, welches Frontline verwendet, wirksam gegen Flöhe und andere Parasiten wirkt.
Allerdings wirst du in keinem in den Satz lesen: Es wirkt bei Kaninchen tödlich, egal in welcher Dosierung!

Natürlich steht Buscopan als Medikament in den Lehrbüchern.
Es ist ja auch nicht grundsätzlich verboten oder tödlich.
Die Mischung und das Gebiet der Anwendung macht den feinen kleinen Unterschied.
Den ich persönlich nie austesten möchte, grade wenn es verträglichere Alternativen gibt.



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Crazy_honeybee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2013, 10:12

Ja, genau das hatte ich ja auch gedacht, April, daß es sinnvoll ist einen " Motor" mitzugeben in Form von MCP, aber genau das soll ja noch fataler sein...

Es steht in einem Buch mitsamt empfohlener Dosierung für Kaninchen, dann sollte man wohl eher der lehrenden Fakultät die Schuld geben und nicht den Tierärzten, denn die haben es ja schließlich so aus einem Lehrbuch übernommen.

Ich glaube, ich muss da echt mal recherchieren, es gibt, vor Allem bei mir, so viele Unsicherheiten.
Mit Pauschalisierungen gebe ich mich nur sehr ungern zufrieden.




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Kaninchen
 
Registriert seit: 24.04.2011
Beiträge: 4.489
Valentina befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2013, 10:13

Als kleinen Test, wie die Kombi Buscopan + MCP im Darm reagieren, setz dich ins Auto fahr an, bremse und gib gleichzeitig Gas.



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Kaninchenfreund
 
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Crazy_honeybee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2013, 10:22

Naja, das Beispiel hinkt etwas, natürlich macht es keinen Sinn, aber davon mache ich mein Auto noch lange nicht kaputt

Nein, wie gesagt, ich will niemanden kritisieren oder irgendwas sonst, ich will mich halt nicht damit zufriedengeben, einfach Sachen hinzunehmen, ohne wirklich etwas schwarz auf weiß zu haben.
Vor allem, weil ihr mir so gut wie alle gesagt habt, daß es in Einzelfällen vielleicht angebracht ist.
Das heißt für mich aber auch, daß es ja sein kann, daß ich jetzt genau dieses Einzelfall-Kaninchen habe, wo es eher fatal wäre es nicht zu geben.
Meine Freckles hatte mal heftige Bauchweh, hat morgens in der Praxis Novalgin gespritzt bekommen, daß hat gar nicht geholfen, abends hat sie dann ne Dosis Buscopan bekommen und es war wieder alles ok, sie hat direkt, als wir wieder Zuhause waren, gefressen.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 06.12.2012
Beiträge: 991
april befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2013, 10:38

Das Beispiel hinkt meiner Meinung nach schon deswegen, weil die Indikation für Buscopan nicht das fahrende Auto, sondern blockierte Reifen wären. Da stellt man den Motor auch nicht aus, sondern deblockiert die Reifen und gibt dann wieder Gas.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 06.12.2012
Beiträge: 991
april befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2013, 10:41

Zitat:
Zitat von Crazy_honeybee Beitrag anzeigen
Vor allem, weil ihr mir so gut wie alle gesagt habt, daß es in Einzelfällen vielleicht angebracht ist.
Das heißt für mich aber auch, daß es ja sein kann, daß ich jetzt genau dieses Einzelfall-Kaninchen habe, wo es eher fatal wäre es nicht zu geben.
Meine Freckles hatte mal heftige Bauchweh, hat morgens in der Praxis Novalgin gespritzt bekommen, daß hat gar nicht geholfen, abends hat sie dann ne Dosis Buscopan bekommen und es war wieder alles ok, sie hat direkt, als wir wieder Zuhause waren, gefressen.
Natürlich kann das sein; ganz besonders dann, wenn die Symptome tatsächlich durch einen Krampf herbei geführt wurden. Das kann ein Tierarzt durch Tasten herausfinden und das muss er auch, weil sonst - zappenduster.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 23.11.2012
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sincemalle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2013, 11:46

Vielen Dank! für den Hinweis Valentina


[quote=Valentina;495222]Dafür habe ich ein schönes Beispiel.
Du wirst in jedem Lehrbuch lesen können, dass das Mittel/Gift, welches Frontline verwendet, wirksam gegen Flöhe und andere Parasiten wirkt.
Allerdings wirst du in keinem in den Satz lesen: Es wirkt bei Kaninchen tödlich, egal in welcher Dosierung!

Sehr aufschlußreicher Thread. Hab Frontline früher für Hunde und Katzen benutzt. Mach mir seit einigen Jahren mehr Gedanken über die Nebenwirkungen und bin immer wieder aufs Neue entsetzt. Vor ein paar Tagen hat mir jemand die Wirkung von Immodium (Mittel gegen Durchfall) erklärt. Immodium ist ein Morphinabkömmling und legt halt auch den Darm lahm. Na sowas. Passt vielleicht nicht hierher, was ist gegen Milben angesagt? Die meisten Tierärzte geben gegen Ungeziefer dieses übers Genick verabreichte (mir fällt der Name nicht ein- gibts verschiedene Hersteller) . ...




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 23.11.2012
Beiträge: 760
sincemalle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2013, 11:53

Rangniedere


Müssen auf Aufforderung des Ranghöheren die Fellpflege an den Ranghöheren übernehmen... überwiegend kopf...kann man echt in Kaninchengruppen gut beobachten.




Kaninchen
 
Registriert seit: 23.02.2013
Beiträge: 1.040
Feli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.04.2013, 13:57

Bei uns in der Tierklinik wurde Buscopan nicht mehr eingesetzt.

Es gibt meines erachtens nach viele Medikamente auf dem Markt, die die Tierwelt nicht braucht! Buscopan ist irgendwie eines davon.

Es ergibt keinen Sinn, die Darmtätigkeit eines Tieres quasi fast zum erliegen zu bringen. Natürlich schlägt Buscopan anfangs an, da die Darmtätigkeit zum erliegen kommt, nur WARUM mache ich das? Nur damit ich dann verzweifelt versuche, die Darmtätigkeit wieder in Gang zu bringen?

Damit schafft man nur eines, die Darmtätigkeit so aus dem Gleichgewicht zu bringen, dass eine Herstellung nicht mehr möglich ist und dies letzendlich zum Tod des Tieres führt.

Buscopan ist eine schnelle Lösung, die mit viel Glück gut gehen kann , hier wurde jedoch meines erachtens NICHT die Ursache des Problems behoben.

Und wie gesagt, die Gabe von Buscopan + MCP schmeißt ein Kaninchen oft nicht mehr ins Gleichgewicht der Darmtätigkeit sondern ins Grab

Warum es in den Lehrbüchern steht, na ja, irgend was muss ja drinnen stehen, und leider steht da auch sehr viel "Käse" drinnen, was in der Paxis nicht umsetzbar ist!



Valentina likes this.

Benutzerbild von Crazy_honeybee
Kaninchenfreund
 
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Beiträge: 553
Crazy_honeybee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.04.2013, 23:39

Aber dann kannst Du mir ja vielleicht beantworten, wie lange es dauert, bis Spätfolgen auftreten... Ich habe hier schon mehrmals gelesen, daß die Kaninchen Buscopan bekommen haben, die dann gesagt bekommen haben, daß das fatal ist.
Jetzt stelle ich mir vor, dass ich nun mit einem kranken Kaninchen Zuhause sitze, was das bekommen hat und denke nun, oh mein Gott, ich habe es umgebracht.
Wann ist das Kaninchen denn außer Gefahr?



 
 
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