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Entscheidungshilfe... auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Feli

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Benutzerbild von IwaMika
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.02.2009
Beiträge: 266
IwaMika befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2013, 12:00

Entscheidungshilfe...


Mein lieber mittelgroßer Rexopa (er wird geschätzt auf ca. 7-9 jahre) hat schlimmste Arthrose im hinteren Rückenbereich, die ihm immer mehr zu schaffen macht. Er trinkt auch sehr viel, sodass wir auf ein Nierenleiden tippen. In letzter Zeit fiel mir ein lautes Zähneklappern auf, verbunden mit wegkippen der Hinterhand. Sofort düsten wir zu Tierärztin. Er hatte schlimme Rückenschmerzen daher das Zähneklappern und ausfallen mit den Hinterläufen. Sie wollte ihn noch nicht aufgeben, daher gab es metacam 0.6 ml täglich ins Mäulchen, damit ist er wesentlich mobiler geworden und das Zähneklappern hörte sofort auf. Auch sitzt er dann nicht mehr mit gebogenem Rücken lustlos umher.

Ist die Medikation aufgebraucht, so fängt alles von vorne an. ich würde dem kleinen gerne einen letzten schönen Sommer bieten. Das heisst ich würde weiterhin dauerhaft das Schmerzmittel einsetzen, meine Tierärztin befürwortet dies auch, da er so gut darauf reagiert. Was meint ihr dazu?
Ich weis, das dies nicht ewig gut gehen kann, eben auch wegen der Nierensache. (Diese möchte Fr. Dr. nicht mehr angehen in seinem Alter, das wäre zuviel führ ihn). Einen schönen ruhigen letzten Sommer ermöglichen mit Schmerzmitteln und dann den Weg des Abschieds wählen?

Fr. Dr. sagt mir ausdrücklich, dass er sich nicht quält, wenn er die Medikation bekommt...

Liebe Grüße


iwaMika



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es grüßen': Sandra mit "Mika", "Iwa", "Jackson", "Nifl", "Mio" und "Maja".


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Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2013, 12:05

Ich denke, ich würde so weitermachen, solange er durch die Medikamente keine Schmerzen hat und noch mit sichtlicher Freude am Kaninchenleben teilnehmen kann.




Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2013, 12:08

Ach wie furchtbar.
Wenn er eine gute Schmerztherapie hat ist doch gegen Deinen Plan gar nichts einzuwenden.
Für die Nieren kann eine Medikation mit Reneel (Heel) nicht schaden.
Alles Gute besonders auch für Dich.




Benutzerbild von Applejack
Moderatorin
 
Registriert seit: 08.11.2010
Beiträge: 10.250
Applejack befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2013, 12:09

Solange er schmerzfrei durch die Medis ist und die Medis keine Nebenwirkungen zeigen, würde ich auch so weitermachen.



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Mani wastete yo
Glück auf deinem Weg






Benutzerbild von IwaMika
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.02.2009
Beiträge: 266
IwaMika befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2013, 12:10

danke Gerti und den anderen...das ist auch mein Hauptgedanke, solange er sich nicht quält oder unnötig leidet, ist die tägliche Schmerzmittelgabe zu verknusen.
ja, sobald er das Zeug bekommt, hoppelt er fast wieder wie ein Jungspund, ist wesentlich "wacher", mobiler und entspannter....

zumindest ich sehe es nicht als "verlängertes Leid"....

LG IwaMika



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Kaninchen
 
Registriert seit: 23.02.2013
Beiträge: 1.040
Feli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2013, 12:40

Hallo,

es ist natürlich schrecklich, was du und vor allem dein Kaninchen hier gerade mitmachen!

Ich persönlich würde hier auch keinem aufgrund einer Ferndiagnose empfehlen, das Kaninchen einzuschläfern.

Nur mußt DU Dir im klaren darüber sein, dass dies nur eine Verzögerung bis zum bitteren Ende ist. Es ist immer schmerzhaft, ein Tier gehen zu lassen, aber vergiss nie, dass du in der Verantwortung bist, diese Entscheidung RECHTZEITIG zu treffen.

Oft ist es eine falsch verstandene Tierliebe, wo man dem Tier keinen Gefallen damit macht! Ob es gut ist, ein Tier über Monate unter Schmerzmittel ein lebenswertes Leben bieten zu können ist immer so eine Sache und ich denke jeder denkt etwas anders darüber! Auch wenn es derzeit gut auf Metacam anspricht, darf dies trotz allem keine Dauerlösung sein und der Sommer ist lang!

Ich denke aber und hoffe es, dass du dein Kaninchen gut genug kennst um den Zeitpunkt der Erlösung nicht zu verpassen!



hasis2011 likes this.

Pinkie
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 03.04.2013, 12:49

Ich würde eher Rimadyl geben, da dieses über die Leber abgebaut wird und nicht über die Nieren.
Das wirksamste bei Nierenproblemen wären Infusionen und die SUC Therapie.

Bei Arthrose schwöre ich auf Akupunktur. Unterstützend kann man Zeel geben.




Benutzerbild von knuffelchen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2013, 13:04

ich würde das nicht nur genauso machen, ich mache es bei meinem "hoffnungslosen fall" (o-ton ta heute morgen) auch!
bei ihm sind es zwar keine schmerzmittel, aber er bekommt seit anfang november 2012 täglich antibiotikum, wegen seines inoperablen abszesses.
er ist superfit (ab und an verdauungsproblemchen, die ich immer innerhalb eines tages in griff bekommen habe).
ich mache das solange er es verträgt und er freut sich am leben, ist trotz täglicher verarztung und wöchentlichem ta-besuch sowas von zutraulich, er kommt sofort angerannt und steigt an mir hoch - außer wenn ich die transportbox dabeihabe, dann klopft er und haut ab.

edit: aber beobachte ihn ganz genau! wiege ihn täglich, dann weißt du sofort ob er richtig frißt, denn gewichtsabnahme ist ein erstes zeichen, dass es ihm dabei nicht so gut geht.
sonst verbergen kaninchen ihre schmerzen ja solange es irgendwie geht.
achte auch auf kleine geräusche (bei knuffelchen z.b.ein kaum wahrnehmbares "fiepen" bedeutet, dass ihm was wehtut)




Geändert von knuffelchen (03.04.2013 um 13:11 Uhr).

Benutzerbild von hasis2011
Kaninchen
 
Registriert seit: 14.02.2011
Beiträge: 30.760
hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2013, 16:20

Oje...ich kann so gut nachempfinden wie es dir geht.

Ich würde es von seinem Allgemeinzustand abhängig machen. Kann er noch normal hoppeln, wirken die Schmerzmittel...wenn er mehr wegknickt als hoppelt, so wie es bei Barney war, und die Hinterläufe oft nachzieht, dann würde ich nicht mehr warten, so schwer es auch ist. Das Problem wird sein, das die Hinterläufe immer schlechter werden, trotz Schmerzmittel, und das geht schnell. Und die Entscheidung ist schwer, verdammt schwer...ich drück dich mal ganz fest!



__________________



Benutzerbild von Nepumuk
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.01.2011
Beiträge: 56
Nepumuk befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2013, 17:18

Hey,

ich kann dir nur empfehlen die Scherzmittelgabe als tägliche Dauermedikation zu verabreichen. Bei meiner Riesin wurde im November eine schwere Arthrose mit Hüftdeformation festgestellt. Der TA gab ihr Wochen, höchstens 2 Monate. Mit Physiotherapie und der täglichen Schmerzmittelgabe ging es ihr bis letztes Wochenende gut. Die Schübe kamen langsam. Stress wirkte sich negativ aus und liess die Schübe vor 4 Wochen zunehmen weil ich meine andere Häsin einschläfern lassen musste und im Haus 2 Parteien ein- u ausgezogen sind, die Krach gemacht haben.
Bei der Schmerzmittelgabe achte darauf dass du sie tägl zur gleichen Zeit gibst! Bei meiner Elle war es so, dass sie wenn die Gabe 3 Std verzögert war, schon Schmerzzeichen zeigte.

Durch Physiotherapie, Ruhe und Schmerzmittel hat meine Elle trotz TA Diagnose noch 4,5 schöne Monate gehabt. Gestern wurde sie erlöst :´(




Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.04.2013, 12:12

Metacam ist der Klassiker bei Arthrose und hilft oft sehr gut, nebei wirkt es entzündungshemmend.
Ich finde diesen Weg genau richtig: Metacam dauerhaft solange das Tier fit ist!

Die Nieren kannst Du streßlos mit harntreibenden Dingen unterstützen wie z.B.:
-Karottensaft anbieten
-Löwenzahn, Petersilie...



 
 
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