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| Oh, wo kommt das denn her? Das wird ihm bestimmt weh getan haben! Wie behandelst du das? Wie konnte das überhaupt so groß werden?
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| Wo das herkommt wissen wir auch nicht. Das ist ganz schnell gegangen, voll groß geworden. Der TA hat gesagt, er spürt das nciht weil das Eiter das Gewebe schon zersetzt hat. Wir schmieren die Wunde ein und geben ihm Antibiotika. hoffe das wird wieder
__________________ Lg von Walli, Hippolyt, den anderen 11 Zwergen und natürlich mir ![]()
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| Also wenn die Wunde voller Eiter war, dann muss das sehr gut beobachtet werden, denn Eiter ist bei Kaninchen nur schwer in den Griff zu kriegen. Bist du dir sicher, dass sich dein Tierarzt mit Kaninchen auskennt? Für mich hört sich die ganze Behandlung nämlich ehrlich gesagt alles andere als kompetent an. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Behandlung deinem Kaninchen nicht wehgetan hat, bei der Größe der Wunde.
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| Wir müssen eh jeden Tag die Wunde von Eiter reinigen. Bis jetzt ist aber noch fast keines nachgekommen. Und in den letzten Tagen ist es auch bisschen besser geworden. :-)
__________________ Lg von Walli, Hippolyt, den anderen 11 Zwergen und natürlich mir ![]()
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| Der TA hat und so ein kleines, ja, sowas ähnliches wie ein kleines Messer gegeben. Damit man das Eiter rauskratzen kann. Das geht auch gut, ohne dem Kaninchen weh zu tun.
__________________ Lg von Walli, Hippolyt, den anderen 11 Zwergen und natürlich mir ![]()
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| Wie hätte man es denn sonst wegmachen sollen? Es wird sicher gezwickt haben, so wie wenn du dir ein Pflaster abreißt. Deswegen eine Narkose zu machen wäre wohl schlimmer gewesen. Manchmal lässt es sich eben nicht vermeiden, dass es mal wehtut, daran wird kein Kaninchen sterben. Immer noch besser, als gar nichts zu machen und das Tier langsam an einer eigentlich kleinen Sache eingehen zu lassen.
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| Das sehe ich doch etwas anders, Angora-Angy. Es gibt durchaus Fälle, wo eine örtliche Betäubung Wirkung zeigen würde, und dann MUSS man sie auch einsetzen. Denn im Tierschutzgesetz steht eindeutig gleich in § 1, dass niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf. Eine Behandlung, für die eine relativ risikolose Betäubungsart zur Verfügung stünde, dürfte demnach nicht ohne diese Betäubung durchgeführt werden. Also: wirkt eine örtliche Betäubung, würde dem Tier ohne diese Betäubung ohne vernünftigen Grund Schmerzen zugefügt - ergo ist das verboten. Anders sähe das bei einer Vollnarkose aus, diese ist mit gewissen Risiken verbunden und deshalb kann es durchaus einen vernünftigen Grund geben, eine Behandlung ohne eine Vollnarkose auszuführen. Hier stellt sich aber nun die Frage, ob eine örtliche Betäubung überhaupt gewirkt hätte, und möglicherweise hat der Tierarzt zu Recht auf sie verzichtet. Denn abgesehen davon, dass in nekrotisiertem (also abgestorbenem) Gewebe auch die Nerven mit absterben und es deshalb tatsächlich verhältnismäßig unempfindlich ist, käme auch eine starke Entzündung des umliegenden Gewebes in Betracht, die unter Umständen die Wirkung einer örtlichen Betäubung zunichte machen würde. Wer schon einmal eine zahnärztliche Behandlung an stark entzündeten Zahnfleischbereichen durchführen lassen musste, wird das nachvollziehen können. Ich denke deshalb, dass der Tierarzt in diesem individuellen Fall rechtmäßig auf die Betäubung verzichtet hat - denn eine Vollnarkose wäre mit Risiken verbunden gewesen, eine örtliche Betäubung hätte wahrscheinlich keine Verbesserung der Situation erbracht. Die Säuberung der Wunde über das Ausschaben ist möglich, öfter wird allerdings durch den Halter selbst eine Spülung der Wunde z. B. mit einer antiseptischen Lösung vorgenommen bei Vereiterungen, und der Tierarzt schaut alle paar Tage nach dem Rechten und schabt die Wunde falls nötig aus. Viele Halter sind nämlich zu zart besaitet, um die Wunde selbst auszuschaben. Das Spülen bedeutet eine weit geringere Überwindung.Möglich wäre auch zusätzlich ein Einsatz eines speziellen Wundsäuberungsgels - das Zeug ist teuer, aber gut.
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| Nun, im Grunde hast du jetzt ausführlicher erklärt, was ich im Kurztext geschrieben hab. Ich habs mit dem Handy geschrieben, da ist ein langer Text immer sehr umständlich ![]()
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| Du hast die Möglichkeit einer örtlichen Betäubung komplett außer Acht gelassen, Angora-Angy! Und es hängt von der Diagnose ab, ob der Tierarzt zu Recht auf diese Betäubung verzichtet hat oder nicht! Wie man so etwas sonst wegmachen sollte, kann ich dir auch erklären, falls du das nicht wissen solltest, denn es gibt eine zweite Möglichkeit einen solchen Abszess zu behandeln: Man kann einen Abszess operativ mitsamt der Abszesskapsel entfernen, und das gesunde Gewebe über der Wunde schließen, falls hierfür genug Gewebematerial zur Verfügung steht! Das kommt nicht zuletzt auf die Lokalisation des Abszesses an - bei Kieferabszessen oder anderen Abszessen im Kopfbereich ist es oft nicht möglich, jedoch bei Abzsessen im Körperbereich (auch am Rücken) sehr wohl. Es gäbe also durchaus die Wahl - und der Tierarzt hat seine getroffen. Leider scheint er die Besitzer nicht über die zweite Behandlungsmöglichkeit mitsamt ihren Vor- und Nachteilen aufgeklärt zu haben, was er meines Erachtens eigentlich hätte machen müssen. Dann hätte man gemeinsam entscheiden können, welche Behandlungsmethode besser für das Tier gewesen wäre. Deine Frage war: "Wie hätte man es denn sonst wegmachen sollen?" Ich denke, die ist jetzt beantwortet.
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| Wie du selbst ausgeführt hast, nimmt nekrotisches oder entzündetes Gewebe das Betäubungsmittel nicht an bzw. wirkt es nicht. Im Eröffnungspost stand auch nichts davon dass das Tier Schmerzreaktionen gezeigt hätte, also kann man genauso davon ausgehen, dass der Eiterschorf gefühllos war. Abgesehen davon bin ich nach wie vor der Meinung, dass man auch Kaninchen nicht unbedingt dauernd in Watte packen muss. Dann hats halt mal kurz gezwickt, na und? Im Tierschutzgesetzt heißt es "ohne vernünftigen Grund". Eine Eiterbeule zu behandeln halte ich durchaus für einen vernünftigen Grund.
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| Das eben hat der Tierarzt vor Ort zu entscheiden - nur deine Frage vermittelt Außenstehenden den Eindruck es gäbe keinerlei andere Behandlungsmöglichkeiten. Inwieweit bei einem Abszess das Gewebe rundherum nekrotisiert ist, ist von Fall zu Fall sehr verschieden, deshalb ist auch die Entscheidung für oder gegen eine Betäubung vom Einzelfall abhängig. Genau wie die Entscheidung für die eine oder die andere Behandlungsmethode vom Einzelfall abhängig ist. Man kann also keinerlei generelle Aussage treffen. Übrigens zeigen manche Kaninchen Schmerzen deutlicher als andere! Manche Kaninchen muss man sehr gut kennen, um zu erkennen wenn sie Schmerzen haben. Einige schreien richtig, andere zucken bloß zusammen - jedoch ist es für beide schmerzhaft. In Watte packen kann man Kaninchen nicht, und soll es auch nicht. Aber unnötigerweise Schmerzen leiden sollen sie auch nicht, und da wird es zur Gratwanderung wo man Betäubungen einsetzt bzw. einsetzen muss, wo man darauf verzichten kann und wo sogar eine Vollnarkose nötig wird.
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| Ich glaub auch nicht, dass es dem Hasen sehr wehgetan hatt. Er hat ja nicht mal gezuckt. Normalerweise quitschen Kaninchen ja, wenn sie große Schmerzen haben. Warscheinlich war das Gewebe schon so sehr zersetzt, dass er es gar nicht gespürt hat.
__________________ Lg von Walli, Hippolyt, den anderen 11 Zwergen und natürlich mir ![]()
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| Wenn er nicht einmal gezuckt hat, ist es tatsächlich sehr wahrscheinlich dass der Tierarzt mit seiner Einschätzung richtig lag und das Gewebe bereits entsprechend durch die Nekrotisierung so geschädigt war dass er das nicht gespürt hat. In diesem Fall ist die Vorgehensweise nicht zu beanstanden. Edit: aber Pinkie hat absolut Recht, es stimmt nicht dass Kaninchen "normalerweise" quietschen wenn sie große Schmerzen haben. Viele tun das nicht, nur einige quietschen oder schreien sogar. Es ist zwar richtig aus einem solchen Quietscher oder Schrei auf großen Schmerz zu schließen, aber der Umkehrschluss funktioniert nicht - es gibt Kaninchen die trotz schlimmster Schmerzen stumm bleiben.
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| Aber jetzt sind Kaninchen doch schon so sehr überzüchtet. Verlieren sie denn dieses Verhalten nicht irgendwann? Sie werden ja auch zutraulich- und Tiere in freier Wildbahn nicht.
__________________ Lg von Walli, Hippolyt, den anderen 11 Zwergen und natürlich mir ![]()
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| Nein, das sind Urinstinkte, die sie nicht verlieren, das steckt in ihnen drin. Und so sehr überzüchtet sind Kaninchen nicht, auch wenn sie zutraulich sind, die Instinkte sind trotzdem da. Kommt auch auf die Haltung an. Meine Kaninchen leben frei im Garten und werden so naturnah wie nur möglich gehalten, gefüttert, usw. Ist sehr interessant sie zu beobachten, bei ihnen sind alle Instinkte "voll aktiv". ![]()
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