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| Wenn eine Schutzhütte isoliert werden soll, dann muss das richtig gemacht werden. Denn wenn durch eine "falsche" Isolation die Kaninchen in der Hütte Atemluft oder Urin abgeben, dann kommt es darin zu Staunässe und dann kann das für die Atemwege der Kaninchen schädlich sein. Ich habe eine unisolierte Schutzhütte, sie ist im Winter mit sehr viel Stroh gefüllt, das reicht vollkommen aus. Wichtiger ist, dass es darin nicht feucht/nass werden kann und darin keine Zugluft herrscht. Meine jetzigen Riesen benutzen die Schutzhütte sehr gerne. Meine damaligen Widder saßen sogar bei -18 Grad nicht drin, sondern saßen lieber auf einem Holzpodest im Gehege.
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| Ich hab isolierte Schutzhütten, nicht-isolierte Schützhütten, Schutzhütten, die auf der einen Seite isoliert und auf der anderen Seite offen sind sowie eine offene Kartoffelkiste. Natürlich wird's in den "geschlossenen" Hütten drinnen feucht, wenn da ein Tier reinpieselt. Da im Kaninchenbau 90% Luftfeuchtigkeit herrschen, mache ich mir keine riesigen Gedanken. Tatsächlich bevorzugen alle (mit einer Ausnahme) die Hütten, die eine Seite komplett offen haben bzw. die Kartoffelkiste. Die Kartoffelkiste ist mit Stroh und Einstreu und Holzschnipseln gefüllt und darein haben sie sich Kuhlen gegraben. Meiner Meinung nach lässt sich ein Rotten oder Schimmeln von Stroh- und Futterreste in Aussenhaltung nicht verhindern, es sei denn, man würde alle paar Tage das ganze Stroh-Einstreu-Zeug wechseln. Das ist bei meiner Form der Haltung z.B. nicht möglich und nicht sinnvoll.
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| Zitat:
Heimkaninchen tun das oftmals schon und daher könnte es durch das Ammoniak in einer zu gut isolierten Schutzhütte zu Problemen kommen, wenn dann zeitgleich nicht täglich gemistet wird. ![]()
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| In den Bauten kommt die hohe Luftfeuchtigkeit von der Kondensation der Feuchtigkeit im Atem. Die Empfehlungen zu den Isolationen beschreiben aber auch eher so eine Feuchtigkeit, oft explizit. (Falls irgendjemand vorhat, so lange nicht zu misten, bis der Urin sich in Form von Luftfeuchtigkeit zeigt, empfehle ich keine Kaninchenhaltung - Pflanzen sind toll.)
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| Problematisch sind vor allem Ammoniak und Schimmel. Beides wird gefördert durch mangelhafte Durchlüftung und zu spätes Ausmisten. Ich persönlich würde eine Schutzhütte bevorzugen, die statt einer Dämmung mit Kunststoffen (Styropor und andere nicht-atmende Stoffe) aus ausreichend dickem und möglichst unbehandeltem oder offenporig lasiertem Massivholz bestehen (gegebenenfalls wegen der leichteren Reinigung mit einer gut eingepassten Kotschale). Kombiniert wird das ganze mit täglich ausgewechselter trockener Einstreu, dann ist die Hütte warm genug und es bilden sich weder Schimmel noch verstärkte Ammoniakdämpfe. Komplett verschlossen sollte die Hütte nicht sein, Luftaustausch muss gewährleistet sein. Sie sollte aber so stehen, dass kein Wind hineinfegen kann - gegebenenfalls kann ein Windfang für die Hütte konstruiert werden.
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| Wenn Du täglich die Einstreu wechselst, dann gehen alle Massnahmen verloren, die das Kaninchen getroffen hat, um es warm zu haben, deshalb rate ich davon ab.
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| Welche Maßnahmen ergreifen denn deine Nins, April? Meine haben sich grundsätzlich nur eine Schlafhöhle ins Stroh gewühlt (bei nicht so kalten Temperaturen eine Schlafkuhle) - Zeitaufwand ca. 2 Minuten. Außer Leo, der hat so gerne mit dem Stroh gespielt und jeden Halm einzeln hin und her gelegt ![]()
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| Was ich erkennen kann, packen sie da auch Fell dazu, in diese Kuhlen. Ich gehe einfach davon aus, dass die Kaninchen besser wissen, was im Bau zu tun ist als ich. Wenn also alles trocken und sauber ist, dann wechsel ich auch nicht täglich.
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| Ich brauch das fast überhaupt nicht wechseln, da meine Kaninchen stubenrein sind und nicht in die Schutzhütte kötteln oder pullern. Ich gebe nur frisches Stroh hinein, wenn das alte kleingeschreddert ist und sie sich darin keine Höhlen mehr konstruieren können und das ist ca. alle 4 Wochen der Fall.
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| Es mag sein dass - 19 Grad nicht kalt genug ist für solches Verhalten (war der Kälterekord meiner Kaninchenhalterzeit), ich habe jedenfalls nie gesehen dass auch Fell zum Auspolstern benutzt wurde. Es würde auch keinen Sinn machen meine ich: das Fell schützt doch am Körper viel besser vor Kälte, oder? Fellgepolsterte Bereiche habe ich nur erlebt, wenn Jule scheinschwanger war. Aber bei Eiseskälte war sie das nie.Wenn Kaninchen nicht "stubenrein" sind, ist tägliches Ausmisten Pflicht. Sind sie stubenrein, ist trotzdem alle 4 Wochen ausmisten bei unseren Witterungsbedingungen hier absolut utopisch, die Einstreu wird binnen 2 - 3 Tagen klamm. Wir haben hier oft Temperaturen bis an den Gefrierpunkt heran und sogar leicht darüber hinaus tagsüber, und in der Nacht dann wieder Temperaturstürze. Da wird tagsüber die Streu feucht, und nachts wärmt sie nicht mehr richtig.
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| Ich halte eine nicht isolierte Hütte für zweckmäßiger. Wichtig ist erst mal,dass es in der Hütte trocken ist,dass in den Ecken möglichst keine Ritzen sind,wo der Wind durchpfeift.Dennoch muss ein gewisser Lustaustausch möglich sein.Stichwort Gase und Staunässe. "Isolieren" kann man dann mit reichlich Stroh und Heu. Eine Isolierung der Wände bringt imho nix.Das bisschen Wärme,was die Ninchen von ihrem Körper abstrahlen,reicht doch nie aus,um einen ganzen Raum aufzuheizen.Wenn man´s so sieht,haben die Ninchen also ihre Wärme Isolierung schon "eingebaut",nämlich in ihrem Winterfell. Eine Isolierung muss also so nah wie möglch am Ninchen sein,damit sie überhaupt ihren Zweck erfüllen kann.Und das geht eben am einfachsten mit Heu und Stroh.Das ist wie bei einem Schlafsack für uns Menschen. Eine Hütte mit isolierten Aussenwänden wäre vergleichbar mit einer Thermoskanne.Aber selbst die beste Thermoskanne hält nicht ewig warm.Spätestens nach ein paar Tagen Dauerfrost wird es auch in einer isolierten Hütte so kalt sein wie an einem windgeschützten Ort ausserhalb der Hütte. Was anderes ist das bei einem Wohnhaus.Da sorgt die Aussenisolierung dafür,dass die von der Heizung produzierte Wärme möglichst nicht nach draussen dringt.Aber eine Heizung hat man im Ninchen Gehege nun mal nicht.Ergo bringt auch eine Isolierung nix. Im Sommer wiederum kann eine isolierte Schutzhütte ein Problem sein,wenn sie die Hitze des Tages speichert und es dann in der Nacht in der Hütte nicht abkühlt. Um nochmal den Vergleich mit dem Wohnhaus zu bemühen.Die ideale Schutzhütte wäre ein Passivhaus.Um sowas bauen zu können,braucht es aber eine mehrjährige Ausbildung.Und die Baukosten sind dann auch sehr hoch im Vergleich zu einem konventionellen Haus. ![]()
__________________ "O Bär", sagte der Tiger, "ist das Leben nicht unheimlich schön, sag!" "Ja", sagte der kleine Bär, "ganz unheimlich und schön." Und da hatten sie verdammt ziemlich recht.
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| Zitat:
Das sehe ich als enormen Vorteil, wenn nicht immer alles feucht und klamm wird, sobald es neblig oder kalt ist.
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| Damit dürfte dein Gehege eher ein Sonderfall sein, Benny - solch einen "Wetterschutz im Wetterschutz" kann nicht jeder bieten. Ich denke es ist am sinnvollsten sich darauf zu einigen, dass man täglich kontrollieren sollte ob die Streu auch noch wirklich richtig trocken ist, selbst wenn man stubenreine Nins hat. So kann dann jeder die auf seine Witterungs- und Gehegeverhältnisse abgestimmten Ausmist-Intervalle selbst herausfinden.
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| Dann ist meine Hütte auch ein Sonderfall Ich habe Heu und Stroh auch schon lange nicht mehr gewechselt und lege immer nur frisch nach, weil in der Schutzhütte weder gepieselt noch geköttelt wird. Nässe zieht nicht rein, weil die Schutzhütten in einem überdachten Gehege steht.Ich bin auch nicht für isolierte Schutzhütten, einfach aus dem Grund, weil ich es für unnötig halte - abgesehen davon, dass die Hütte sich sowieso nicht komplett aufheizt, wie janh schon schrieb, macht die Kälte den Kaninchen ohnehin nicht so viel aus. Ursprünglich hatte ich auch vor, im Winter die beiden Ausgänge der Hütte noch zu verhängen, habe es aber dann dabei belassen. Winddicht und trocken ist die Hütte auch so.
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| Habt ihr eigentlich alle eine niedrigere Luftfeuchtigkeit als ich hier Meine Schutzhütte stand auch unter einer Überdachung und sogar leicht erhöht, trotzdem wurde die Streu schnell klamm. Oder habe ich einfach eine andere Einstellung zum Begriff "trocken"?
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| Zitat:
Ganz links ist mein Nachtgehege. Es ist ein alter Hundezwinger mit einer ursprünglich vorne offenen Seite. Unten habe ich Plexiglas befestigt und oben drüber Decken. ![]() und so sieht es innen aus: rechts oben auf dem Foto kann man einen Teil der Schutzhütte (grün/braun) ![]() und hier wo das weiße Kaninchen herauskommt geht es seitlich in die Schutzhütte rein, die im Winter mit viel Stroh gefüllt ist ![]()
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| Das ist schon fast eine Kaltstall- und keine Außenhaltung mehr. So einen Luxus hätte ich auch gerne gehabt, aber bei uns im Garten darf kein "Gebäude" stehen ![]() Klar, das sind andere Voraussetzungen - da kann ich mir gut vorstellen, dass der Inhalt der Schutzhütte lange trocken und brauchbar bleibt.
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| Ich kann dir ja meine Hütte auch mal zeigen ![]() Das Gehege (vor dem Einzug...) ![]() Und in der Ecke die Schutzhütte Die Gittertür ist im Winter winddicht verschlossen.![]() Das Gehege ist halt ziemlich dicht, an der vorderen Gehegeseite habe ich für den Winter ganz links von außen auch noch eine Doppelstegplatte angebracht. So zieht die Feuchtigkeit nicht in den Stall und auch kein Wind; im Gehege selbst wird es am Boden an der Vorderseite aber schon immer nass bei feuchtem Wetter. Geändert von Keks3006 (23.01.2013 um 21:26 Uhr).
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