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Verhalten von kastrierten WeibchenHallo zusammen, ich habe eine kleine Gruppe bestehend aus 4 Kaninchen. Es sind 2 Pärchen, also je zweimal Männlein und Weiblein. Eine Kaninchendame (Mona) ist kastriert. Im Tierheim zeigten sich Probleme mit der Gebärmutter, weswegen man das dort gemacht hat. Hat hier vielleicht jemand auch ein kastriertes Weibchen? Wie sind eure so vom Verhalten oder unterscheiden sie sich gar nicht von den unkastrierten Damen? Liebe Grüße, Vanessa mit Nele, Sammy, Mona und Charlie
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| Hallo, ich kann auch nur positives zur Kastra sagen. Im TH bei uns haben wir auch so einen Fall. Die Dame hat vor ihrer Kastra jeden Partner böse zugerichtet und sogar Menschen angefallen. Dementsprechend waren die Vermittlungschancen gleich 0 und es gab keine andere Wahl, außer dauerhafte Einzelhaltung oder Kastra. Jetzt wo sie kastriert ist, ist sie ein absolut anderes Kaninchen. Man braucht überhaupt keine Angst mehr vor ihr zu haben, sie lässt sich problemlos untersuchen und die Kastra hat auch ansonsten keine Nachteile gehabt. Sie ist jetzt auch viel entspanter und ruhiger als vorher.
__________________ LG Lillybee
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| Ich hab auch ein kastriertes Weibchen. Sie musste letzten Sommer kastriert werden, weil sie mehr scheinschwanger war als nicht und in dieser Zeit natürlich total aufgeregt und gestresst gewesen ist. Natürlich ist sie jetzt etwas entspannter als vorher, weil sie nicht mehr scheinschwanger wird, aber trotzdem ist sie ein sehr dominantes Tier geblieben, das Menschen gegenüber auch mal aggressiv sein kann (das hat bei ihr aber seine Gründe und man muss eben ganz genau aufpassen, was einem ihre Körpersprache sagt). Ihr grundsätzliches Wesen und starkes Revierverhalten hat sich also durch die Kastration nicht geändert.
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| Huhu, meine Dame ist jetzt auch seit ein paar Wochen kastriert. Vorher war sie oft scheinschwanger und dadurch sehr aggressiv und extrem gestresst. (Ihr Partner dadurch auch.) Leila ist seit der OP ruhiger und viel entspannter. Sie ist aber vom Charakter her immer noch die Alte...in ihrem Fall heißt das: verfressen (das Gewicht sollte man auf Grund der fehlenden Hormone im Auge behalten), extrem neugierig und eben eine kleine Diva die auch mal zickig wird wenn ihr was nicht passt. Ich denke auch, dass uns durch die Kastra ein hitziger Fühling ersparrt bleibt...und die 2 sich nicht so in die Haare kriegen werden - zumindest nicht mehr als bei dem Kampf um ein Stück Möhre. Meine TÄ empfiehlt auf Grund der häufigen Fälle von tumorösen Veränderungen in der Gebärmutter bei Kaninchen mittlerweile grundsätzlich eine Kastration. Man beugt damit natürlich in gewisser Weise vor, aber es ist eben auch ein schwerer (und teurer) Eingriff - Leila hat es sehr gut überstanden. Liebe Grüße Luisa
__________________ Besucht uns in unserem Thread und bei Facebook: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/21370-die-k%F6ttelbande-action.html www.facebook.com/koettelbande
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| Mein Mädel wurde auch kastriert, im September letzten Jahres, weil sie auch so häufig scheinträchtig war und im Endeffekt auch schon erste Veränderungen an der Gebärmutter hatte, wie sich bei der OP zeigte. Sie hat sich überhaupt nicht verändert und ist exakt dieselbe wie vorher ![]()
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| Meine Lilly hab ich auch kastrieren lassen...und bereue es heute noch! Sie hat seitdem nur Probleme und ist Dauerpatient beim TA. Ihr Verhalten hat sich auch geändert, sie ist sehr ruhig geworden...zu ruhig, fast schon phlegmatisch, die Kastration hat ihr nur geschadet. Daher würde ich nie wieder eine Häsin kastrieren lassen, ausser es ist wirklich medizinisch notwendig! ![]()
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| Zitat:
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| Blasenprobleme ( starker Blasengrieß, sie musste deshalb schonmal operiert werden), Gelenksprobleme (Arthrosen), usw. Im Prinzip hat sie all das, was hier unter Risiken der Kastration aufgeführt wird: [url=http://www.kaninchen-wuerden-wiese-kaufen.de/kastration.htm#KastrationRisiko]Kaninchen - Krankheiten[/url] Viele unterschätzen die Risiken, die so ein grosser Eingriff nach sich ziehen kann, besonders, wenn die Häsinnen bei der Kastration noch jung sind. ![]()
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| Zitat:
In welchem Alter wurde dein Kaninchen den kastriert? Meine TÄ sagte, sie würde die OP wenn ab einem Jahr empfehlen...sie hatte wohl in letzter Zeit öfter Kaninchenweibchen, die bereits aus der Gebärmutter geblutet haben. (Auch hier hätte man als Erfahrener Halter vermutlich eher was erkennen können.) Ich bin echt sehr Zwiegespalten...also Leila hat sich wie gesagt kaum verändert - es ist nicht leichter für mich sie zu halten. Ja 200g mehr hat sie, aber das schadet ihr nicht...und sie bewegt sich fast mehr als vorher. Alles weitere sieht man mit der Zeit..aber wir hatten eh keine Wahl, da sie ja schon Veränderungen hatte.
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| Ich sehe die Argumentationen von der Website Kaninchen würden Wiese kaufen äußerst kritisch! Zum einen stützt sich der Text von den Belegen her bezüglich Kaninchen lediglich auf eine einzige Studie aus dem Jahr 1913 - hier stellt sich die Frage, ob andere Einflüsse auf die gefundenen Auffälligkeiten auch tatsächlich ausgeschlossen wurden bzw. ob das zu diesem Zeitpunkt überhaupt schon möglich war. Zum anderen widerspricht sich bereits in den Ausführungen zu den Risiken der Autor selbst, indem er in der Studie von 1913 "größere und stärkere Knochen" als "Nebenwirkung" einer Kastration im Alter von 3 Monaten aufzeigt, jedoch nur wenige Zeilen später von einem Knochenschwund die Rede ist. Da stellt sich die Frage: wie zuverlässig sind diese Aussagen nun tatsächlich? Und was von den beiden gegenteiligen Aussagen ist nun richtig? Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin nicht generell FÜR eine Kastration. Es handelt sich um einen schweren Eingriff und es handelt sich - soweit nicht medizinisch indiziert - streng genommen um eine Verletzung des Rechtes auf körperliche Unversehrtheit. Jedoch habe ich zwei Häsinnen gehabt die definitiv NICHT miteinander verwandt waren. Die eine wurde noch rechtzeitig kastriert, sie hatte massive Veränderungen an der Gebärmutter. Diese Häsin verstarb ungefähr 1 Jahr nach der Kastration im Alter von 4 Jahren an Nierenversagen aufgrund einer Infektion mit E.Cuniculi. Die zweite Häsin wurde 5 Jahre alt. Sie verstarb an Krebs bzw. an den Folgen der Notkastration die ihr Leben zu retten versuchte. Die Gebärmutter war aufs übelste verändert, die Häsin zeigte jedoch keinerlei Auffälligkeiten bis auf eine plötzliche Einstellung der Nahrungsaufnahme. Noch ein halbes Jahr zuvor wurde eine Röntgenaufnahme des Bauchraumes bei ihr gefertigt, auf der keinerlei Auffälligkeiten zu erkennen waren. Möglicherweise hätte eine rechtzeitige Kastration dafür sorgen können, dass sie heute noch leben würde. Der Zusammenhang von Blasengries und einer Kastration ist übrigens meiner Ansicht nach sehr weit her geholt. Gäbe es den tatsächlich, müssten alle kastrierten Häsinnen die gleichen Probleme haben, oder zumindest ein auffällig großer Prozentsatz. Das ist aber nicht so - mir sind überwiegend Fälle von Blasengries bei Häsinnen bekannt die unkastriert sind. Und ich kenne diverse Halter mit kastrierten Häsinnen. Hasis2011, woher willst du wissen dass die von dir genannten Probleme tatsächlich mit der Kastration zusammenhängen? Ist das bloß eine Vermutung von dir aufgrund der Lektüre der von dir zitierten Website, oder hast du hier eine aktuelle Aussage eines fachkompetenten Tiermediziners? Dass sie jetzt ruhiger ist, hängt auch vielleicht einfach damit zusammen dass sie keine Beschwerden mehr hat - was ihr gut tun würde. Aktuell gibt es in meinem Freundeskreis einen Fall wo eine Häsin kürzlich kastriert wurde. Sie war ausgesprochen aggressiv, hat ihre Besitzerin mehrfach durch Bisse sehr erheblich verletzt. Sie knurrte und drohte fortwährend. Jetzt, kurze Zeit nach der Kastration, hat sich diese extrem aggressive Häsin als ausgesprochen umgänglich herausgestellt. Man kann sie nun völlig gefahrlos aus der Hand füttern, sie droht nicht einmal mehr wenn eine Hand direkt vor ihrer Nase auftaucht. Die Besitzerin hat lange gezögert, die Kastration zu wagen und hätte nie gedacht, dass die Häsin deshalb so aggressiv und unruhig ist weil sie Beschwerden hat. Offensichtlich war das aber der Fall - anders ist nicht zu erklären dass sich ein kleiner langohriger gemeingefährlicher Teufel nun als völlig friedliches und freundliches Kaninchen herausstellt. Bei meiner Jule gab es übrigens keine wesentlichen Veränderungen im Charakter. Sie war nach wie vor dominant, die Ranghöchste und konnte eine ordentliche Zicke sein. Sie hat nach wie vor auch markiert - die Haltung hat sich nur insofern erleichtern lassen als sie keine Nester mehr gebaut hat und ihre Mitbewohner auch nicht mehr aufs heftigste drangsaliert hat während der Scheinschwangerschaften. Sie hat gewichtsmäßig nicht mehr zugelegt als die beiden anderen (kastrierter Rammler und unkastrierte Häsin), sie war auch nie dick und sie hat auch keinerlei Anzeichen von Phlegma oder auch nur verminderter Bewegungsfreude gezeigt. Sie war genau so ein neugieriger Springteufel wie vorher auch.
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| Ich finde es auch sehr, sehr schwer, zu entscheiden, ob eine Kastration gemacht werden sollte oder nicht. Bevor mein Mädel unters Messer kam, habe ich lange drüber nachgedacht und die Entscheidung immer wieder angezweifelt. Der eine riet dieses, der andere jenes... Im Endeffekt muss ich sagen, dass ich nun einfach froh bin, dass sie keine Gebärmuttertumore o.ä. mehr bekommen kann, was ja bei Kaninchen nun mal extrem häufig vorkommt. Aber ich hätte es mir auch nie verziehen, wenn ihr bei oder durch die OP etwas zugestoßen wäre. Wie ich beim nächsten Mal entscheiden werde, wenn sich die Frage nochmal stellt (was nicht so schnell der Fall sein wird, ich habe sonst nur Böckchen), weiß ich absolut nicht. Minerva hatte bei der OP bereits Flüssigkeit in der Gebärmutter. Und sie war nicht mal anderthalb Jahre alt und bis auf ihre etwas zu häufigen Scheinschwangerschaften völlig unauffällig. Ich möchte nicht wissen, was sich noch entwickelt hätte, wenn ich die OP nicht hätte machen lassen - andererseits kann man natürlich auch nicht ausschließen, dass überhaupt nichts passiert wäre... Das mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit kann man so oder so sehen. Wenn mir einer sagen würde, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich an Brustkrebs erkranke, bei 80% liegt - und so hoch scheint das Risiko bei Kaninchen und Gebärmuttererkrankungen zu sein -, würde ich wahrscheinlich auch darüber nachdenken, mir vorsorglich die Brüste entfernen zu lassen, solange ich noch gesund bin, weil es dann auf lange Sicht das Beste zu sein scheint, auch wenn mir niemand sagen kann, ob nicht doch die 20% am Ende eintreten würden. Geändert von Keks3006 (11.01.2013 um 13:03 Uhr).
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| Da zeigt sich doch auch mal wieder wie wichtig es ist gute, kompetente Tierärzte zu haben. Ich als Halter kann natürlich meine Tiere gut beobachten und anhand ihres Verhaltens Anhaltspunkte sammeln. Dann ist es aber an der TÄ mit Hilfe aller technischer und medizinischer Möglichkeiten weitere Entscheidungshilfen für oder gegen eine Kastration zu bieten. Meine Moni musste nach Veränderungen der Gebärmutter und dauernden Scheinschwangerschaften mit Milchbildung kastriert werden. Sie war auch bei diesen Scheinschwangerschaften nie aggressiv. Auch danach hat sie keine Wesensänderung durchgemacht. Sie ist genauso lieb als vorher. Die Scheinschwangerschaften sind nicht mehr zu beobachten.
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| meine häsin katja habe ich auch vor 2 jahren kastrieren lassen wegen agressivität und scheinschwangerschaft sie ist zwar jetzt ausgeglichener geworden aber trotzdem bereue ich es sie kastriert zu haben oft frage ich mich ob es an mir lag das sie so agressiv war vielleicht war ich nicht einfühlsam genug ( katja ist ein sehr sensibles kaninchen) nach dem tod ihres partners vor fast 1 jahr sind wir uns näher gekommen sie leckt mich oft ab oder stubst mich an mit dem rum gezicke hat sie erst nach über einem jahr aufgehört da hätte die kastration ja schon früher wirken sollen daher denke ich lag es an mir oder mannis tod hat uns zusammengeschweißt Geändert von Moehre222 (11.01.2013 um 16:03 Uhr).
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