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Probleme bei der Vergesellschaftung auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 25.11.2012
Beiträge: 7
Flyingbird befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.12.2012, 21:30

Probleme bei der Vergesellschaftung


Hallo,

ich habe zwei unkastrierte Böcke aus schlechter Haltung bekommen, nach der Kastration habe ich noch ein Weibchen dazugeholt, die Vergesellschaftung lief gut der große hat sich der Lena angenommen sie hat sich nie gewehrt auch wenn der kleine Bock am Anfang schon ein Rüpel war. So ging das 14 Tage sehr gut alle langen zusammen.

Auf einmal änderte sich die Situation und Lena das Weibchen fing an den kleinen Bock übelst zu beißen und war agressiv wie ein kleines Monster, dann fing sie an im Stall zu scharren ich dachte an Scheinschwangerschafft. Wenn der kleine Bock sich wehrt geht der große sofort dazwischen und beschützte Lena aber Sie war immer diejenige die aktiv Angriff.

Das alles artete aus in ein großes Mobbingfiasko, da der kleine so viel abbekam und Lena nicht locker ließ, selbst als ihre Nase schon blutete und sie deswegen nieste hetzte sie noch wie wild hinter ihm her...

Jetzt habe ich alle eine Woche lang in einem Raum getrennt gehalten dh. der große Bock hatte freien Zugang zu beiden und hat sich die Betreuung auch gut aufgeteilt nur wer auch immer allein gelassen wurde wurde agressiv und stand am Gitter und dann fing das Beißen am Gitter an..

Jetzt habe ich den kleinen in einen anderen Raum (dahin ist er auch immer geflüchtet wenn es zu heftig wurde) und bin zur Zeit etwas überfordert.

Hat es Sinn wenn Lena scheinschwanger ist die beiden jetzt zusammenzubringen, ich wollte es heute erst nur mit den beiden versuchen aber die Aggressionen beim Weibchen waren sehr heftig.

Soll ich jetzt besser ersteinmal abwarten bis sich die Gemüter beruhigt haben und die Beiden evtl. ohne den schützenden großen Bock zusammenbringen, die aggressionen bei Lena sind schon länger als 14 Tage sie buddelt aber noch in der Strohkiste?

Wen lasse ich wenn dann so alleine oder soll ich den großen Bock mal abwechselnt beim Mädchen und beim kleinen Bock unterbringen damit keiner lange alleine ist?

Die 3 haben einen ganzen Raum ca. 20 qm für sich gehabt, also an der Stallgröße liegt es nicht, evtl. an der Scheinschwangerschaft oder Eifersucht?!

Bin für jeden Rat dankbar!!



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Benutzerbild von Keks3006
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.01.2012
Beiträge: 4.002
Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.12.2012, 22:08

Hallo,

lass vielleicht mal das Mädel und das gemobbte Böckchen tierärztlich durchchecken. Weil es eine zeitlang ja gut lief, kann es sein, dass die Hormone oder auch eine Krankheit schuld sind - bemerkt sie am Böckchen, dass etwas nicht stimmt, kann es sein, dass sie ihn deshalb aus der Gruppe verstoßen möchte. Ebenso kann es sein, dass sie selbst Schmerzen hat und daher aggressiv ist. Sollte es an der Scheinschwangerschaft liegen, müssten sich ihre Aggressionen eigentlich in der nächsten Zeit legen. Evtl. gibt es auch Veränderungen an der Gebärmutter, die ihr Verhalten auslösen. Das lässt sich häufig durch einen Ultraschall herausfinden.

Wenn du die drei getrennt hast, würde ich sie auch getrennt lassen, bis sich eine Ursache gefunden hat, oder, wenn alle gesund sind, die Gemüter sich halt erst mal beruhigen lassen und in zwei Wochen eine neue Zusammenführung, möglichst wieder auf neutralem Boden, starten. Einer muss dann wohl alleine bleiben, denn das Hin und Her des anderen Kastraten ist einfach kein Dauerzustand - für keines der Tiere. In seinem Fell können die beiden ja auch den jeweils anderen riechen, was wahrscheinlich nicht so förderlich wäre.

Da fällt mir noch was ein, wie war das Gehege denn eingerichtet? Gab es Sackgassen, z.B. Häuser mit nur einem Eingang? Es kann dadurch zu Missverständnissen kommen, da das unterlegene Kaninchen darin nicht ausweichen kann, was der Ranghöhere als Kampfaufforderung sieht. Daher sollten Sackgassen beseitigt werden, bevor sie wieder zusammenkommen.

Mehr fällt mir nun leider erst mal nicht ein...




Ninchen
 
Registriert seit: 25.11.2012
Beiträge: 7
Flyingbird befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.12.2012, 22:29

danke für die Anregungen mit dem Tierarzt, beide Böcke wurden vor ca. 3 Wochen nochmals bei Tierarzt gescheckt...aber wer weiß?

Lena war ganz am Anfang erkältet, da wurde sie gescheckt, wird aber andauernd noch ständig vom großen Bock bestiegen, der lässt Sie nie in Ruhe aber er wird nicht weggebissen.

Der kleine ist jetzt so zerupft, dass das Fell an den Seiten weg ist, gut es wächst gerade nach, sieht halt alles nach einem typischen Dreiecksverhätnis aus.

Sackgassen gab es keine aber der kleine ist immer auf den Stall gesprungen 40 cm um sich zu erholen, da konnte Lena nicht hin. sie ist halt ein richiges Mädchen und springt nicht so hoch;o).

Mit dem Geruch der beim hin und her des großen haften bleibt hast Du recht, daran habe ich jetzt nicht gedacht..dann werde ich Lena jetzt alleine im Raum lassen und mein Glück wieder in 14 Tagen versuchen.

Ist nur so traurig sie alleine zu sehen.

Wie lange sollte ich sie den auf neutralen Boden lassen wenn die Vergesellschaftung klappt, Problem ist ich habe nur 3 Zimmer ;o) da wirds dann irgendwann eng!

Habe auch gedacht wenn Lena länger alleine ist wird sie sich schneller bei der Vergesellschaftung "zu Zweit" an den kleinen gewöhnen?????




Benutzerbild von Keks3006
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.01.2012
Beiträge: 4.002
Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.12.2012, 22:55

Ich denke, es ist die richtige Entscheidung, sie erst mal allein zu lassen, du stehst das schon durch Bei der Neu-VG muss sie sich dann mit zweien auseinandersetzen, das ist sicherlich nicht schlecht. Mit dem neutralen Boden, mach es mal so, wie es für dich möglich ist. Wenn die Lage einigermaßen entspannt ist, kannst du sie ja wieder umverfrachten - was nicht geht, geht eben nicht. Oder du machst die VG im Bereich der Jungs, die sind häufig weniger eigen wenn es ums Verteidigen des Reviers geht, und Lena könnte es vielleicht etwas einschüchtern Ist aber nur so eine Idee.

Dann drücke ich mal die Daumen, dass die Gute ihre Hormone wieder runterfährt und dass das nicht nochmal vorkommt




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.11.2011
Beiträge: 73
MaryMaria befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.12.2012, 23:25

Vielleicht wäre auch die Kastration von Lena eine Lösung? Weibchen werden dann meist etwas ruhiger und auch weniger aggressiv.

Ich hab gute Erfahrung damit.

Bei mir sind alle drei (2 Rammler, 1 Weibchen) kastriert und funktioniert bisher ganz gut.

Wobei sie noch nicht so lange zu dritt sind, aber bislang läufts harmonisch.

LG




Benutzerbild von CaraMo11
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 24.04.2012
Beiträge: 496
CaraMo11 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.12.2012, 10:21

ich halte gar nichts davon, ein weibchen " einfach so" kastrieren zu lassen. bedenkt bitte, dass eine weibchenkastra eine sehr viel kompliziertere und risikoträchtigere op ist als eine böckchenkastra.
ohne medizinischen befund wie gebärmutterveränderungen/-tumoren o. ä. würde ich kein weibchen diesem risiko aussetzen.
flyingbird, es ist am besten es so zu machen wie du´s jetzt vorhast: trennen, neu-vg und neue tatsachen schaffen: die häsin allein "gegen" die 2 böckchen.



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Ninchen
 
Registriert seit: 25.11.2012
Beiträge: 7
Flyingbird befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.12.2012, 12:24

der große Bock hat ja nie mit ihr gekämft heute früh ist der kleine zu Ihr ins Zimmer und hat sie angegriffen bis die Fetzen fliegen danach ist er wieder in sein Zimmer ;o) Er griff in der letzten Zeit auch von selbst mal an.

Jetzt sind die Türen zu, was haltet Ihr davon die Türen offen zu lassen und ihn rüber gehen zu lassen wenn er wieder möchte, Lena traut sich nicht rüber zu gehen sie geht nicht gerne auf Laminat die 3 Meter traut sie sich nicht?

Kastration wäre eine obzion aber so schnell nicht ich will mal sehen was passiert wenn sie nicht dauernt vom großen berammelt wird, evtl. wird sie ruhiger.

Ich habe auch schon an abgabe gedacht, oder an einen vierten Kaninchen.




Benutzerbild von Keks3006
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.01.2012
Beiträge: 4.002
Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.12.2012, 01:58

Du solltest sie zwei Wochen lang komplett getrennt lassen, sonst bringt die ganze Trennung im Endeffekt nichts. Ans Abgeben oder an ein viertes Kaninchen kannst du dann denken, wenn es beim nächsten Zusammensetzen nicht klappt Keine vorschnellen Entscheidungen treffen.

Das gilt auch für die Kastra. Generell würde ich sagen, wenn sie extrem oft scheinträchtig ist, dabei sehr gestresst und aggressiv ist und z.B. Milch bildet, also geschwollene Zitzen hat, dann wäre zu einer Kastration zu raten. Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich durch den hohen Hormonspiegel Veränderungen bilden oder bereits gebildet haben. Die Kastration könnte ihr den Stress nehmen und entsprechend Harmonie bringen. Wenn dein Mädel aber einfach gerade nur etwas bockig ist, bringt die Kastration in Bezug auf ihr Verhalten gar nichts, denn dieses wäre ja dann nicht hormonell bedingt. Das Kastra-Risiko bei einem Weibchen ist definitiv nicht zu unterschätzen, die OP sollte man sehr gut überlegen und gute Gründe haben.

Um Veränderungen auszuschließen, würde sich wie gesagt auch ein Ultraschall anbieten. Möglicherweise sind bereits Veränderungen vorhanden.



 
 
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