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AtgerechtHallo, mich hat es interessiert was eure Anforderungen für Hobby Züchter sind ?! Also schreibt mir was eure Anforderungen und Vorstellung von einer atgerechten Hobby Zucht sind ! LG Sophie und Danke für alle antworten
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| Meine Anforderungen an eine Hobbyzucht sind, dass sich der Züchter mit Vererbungslehre und allem Sonstigen, das zur Zucht gehört, auskennt und dementsprechend die Elterntiere aussucht und nicht wahllos drauflosvermehrt, da es dadurch zu z.B. Zahnfehlstellungen kommen kann. Dass die Kaninchen nicht ständig in Buchten gehalten werden, sondern auch regelmäßig genügend Auslauf bekommen oder eben die Buchten/Boxen/Gehege eine ordentliche Größe haben. Dass sie auch mit Grünfutter ernährt werden und nicht nur ausschließlich mit Heu + Pellets und dass die Häsinnen nur 1-2x im Jahr Nachwuchs bekommen müssen.
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| Artgerecht bedeutet nichts anderes, als der Art gerecht zu werden! Man hat als Halter, soweit dies in Gefangenschaft möglich ist, dafür zu sorgen dass die Tiere sämtliche arttypischen Verhaltensweisen ausleben können, außerdem ist für ein Futterangebot zu sorgen das der natürlicherweise von der Art genutzten Futterauswahl entspricht. Grob gesagt: - Viel Platz (Kaninchen müssen JEDERZEIT rennen und Haken schlagen können) - Sozialpartner (KEINE Einzelhaltung, auch nicht unter Sichtkontakt) - Ernährung ohne "praktische" Futtermittel wie Pellets und ähnliche Darreichungsformen, dafür mit Wiesengrün und ein wenig Gemüse, dazu Trockenkräuter und gutes Heu Dann ist auch noch der Gesunderhaltung der Art Rechnung zu tragen: - Auswahl der Zuchttiere (genetische Gesundheit, Zuchteignung z. B. im Hinblick auf das Alter), als Anfänger kann man hier ausschließlich auf Zuchttiere aus entsprechenden Verbandsrassezuchten zurückgreifen um dies zu sichern, hierbei darf keinesfalls ein Tier zum Einsatz kommen was der Züchter nicht ausdrücklich mit Zuchteignung abgibt! Außerdem die Gesunderhaltung der Zucht: - Regelmäßige Tierarztchecks und Impfungen - Tägliche Gehegepflege! Das ist jetzt nur ein sehr grober Überblick, da ich im Moment gerade wenig Zeit zum schreiben habe.
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| Für mich gibt es keine Hobby-Zucht. Entweder man macht es profesionell unter den bereits aufgeführten Punkten, oder man lässt es ganz bleiben. Sowieso am besten, es gibt mehr als genug Tiere. Tiere mit Behinderungen ebenfalls. Ich habe eine solche "Fehlzucht" aus Hobbyvermehrerei bei mir aufgenommen... weggeschmissen hatten sie ihn, auf nem Parkplatz in einem Pappkarton. Wie Müll... und das im November.
__________________ Es ist nicht deine Schuld, dass diese Welt ist, wie sie ist. Es ist nur deine Schuld, wenn sie so bleibt. Facebookfreundschaft? facebook.com/imi.kanini
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| Hallo, danke für die antworten die schon so ( zahlreich ) gekommen sind. Ich hoffe das noch mehr antworten kommen ! LG Sophie
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| Hallo, nun mal meine Vorstellung von einer atgerechten Hobby Zucht das ist nur grob! -Täglich genug auslaufe -frisches Wasser -gutes Heu -keine Dick machenden pellets sondern Grünfutter u.a. -Nicht alleine in halten -wissen in Genetik und Erbkrankheiten -Tierarzt der immer zu Verfügung steht also Impfen kastrieren u.s.w. -beim verkauf erklären u.s.w und darauf hinweisen das man vllt. einen Allergie Test machen sollte, Kaninchen nicht alleine gehalten werden dürfen u.s.w -Hygiene -Liebevolles behandeln der Tiere und sich immer im klaren sein das es um das wohl der Tiere geht !!! u.s.w
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| *nicht alleine halten
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| ich würde da nochergänzen, zusätzlich zu dem was die anderen schon genannt haben (vll. einiges auch doppelt): - zur Zucht werden nur reinrassige Tiere einer zugelassenen Rasse verwendet, die von einem erfahrenen Verbandszüchter als für die Zucht geeignet abgegeben werden - ein festgestecktes Zuchtziel (nicht "ich will einfach Kaninchenbabys") - Kenntnisse über Aufzucht, Krankheiten, und Genetik der Kaninchen die über "Rammler+Häsin=Babys" weit hinausgehen - genügend Vermögen in der Hinterhand und keine Zucht nur aus Gewinnabsicht (Zucht ist teuer, viel Gewinn lässt sich da nicht machen, wenn man es wirklich artgerecht betreibt) - Rücknahme von Jungtieren, die von den neuen Besitzern abgegeben werden müssen damit Tierheime nicht belastet werden (die haben auch ohne zusätzliche Zuchttiere schon Stress genug) - Zuchtuntaugliche Tiere (weil falsche Färbung o.Ä.) landen nicht im Kochtopf sondern werden in ein artgerechtes Zuhause vermittelt oder behalten - Für mich noch wichtig: Bei der Zucht in erster Linie die Gesundheit der Tiere im Auge haben, erst viel später die "perfekte" Optik, also keine Zuchtziele, die auf Kosten der Gesundheit der Tiere gehen (extrem kleine oder schwere Kaninchen, viel zu langes Fell etc.) - Jungtiere werden erst abgegeben, wenn sie alt genug sind (nicht mit 8 oder sogar erst 6 Wochen!) - männliche Jungtiere werden (es sei denn sie werden von einem anderen Züchter als Zuchttier übernommen) nur kastriert abgegeben
__________________ It takes very special qualities to devote one's life to problems with no attainable solutions and to poking around in dead people's garbage: Words like 'masochistic', 'nosy,' and 'completely batty' spring to mind. Paul Bahn. 1989. Bluff Your Way in Archaeology. Introverted iNtuitive Thinking Judging
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| Wie wäre es mit einem Infozettel zur Kaninchenhaltung? getreidefreie Fütterung, wie sollte gefüttert werden wann muss das Kaninchen geimpft werden, Tierarztempfehlung, wie viel Platz brauchen Kaninchen(und bitte nicht die gesetzlichen Mindestmaße, die sind ja furchtbar) so etwas. Aber da ich selber zwei Kaninchen aus dem Tierheim habe, würde ich nie bei einem Züchter kaufen, sorry. Es gibt schon so genügend ungewollte Tiere auf der Welt.
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| @ hasis: was denn für eine haltung?
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| Imi, jede verantwortungsvolle Zucht ist eine Hobbyzucht, da du mehr Geld hineinsteckst als du herausbekommst. Gewerbliche "Zuchten" sind für mich Vermehrerei, sie zielen in den wenigsten Fällen auf eine Gesunderhaltung der Art ab, sondern ausschließlich auf die Einnahmenerzielung. @ SosoliebtKaninchen: Täglicher Auslauf reicht nicht, die GEHEGE müssen ausreichend groß sein. Kaninchen sind dämmerungsaktiv, also zu Zeiten wo der Halter normalerweise keinen mehrstündigen Auslauf realisieren kann. Z. B. im Sommer, wo die Dämmerungsphasen abends sehr spät und morgens sehr früh liegen. Jetzt habe ich ein bisschen mehr Zeit, kann also die Punkte noch ein bisschen ausführen: Platzangebot: Für den Platz gelten auch in Zuchten die selben Anforderungen wie in Liebhaberhaltungen: Kein Außengehege unter 6 qm, kein Innengehege unter 4 qm soweit täglich mehrstündiger Auslauf gewährleistet wird - sonst kein Innengehege unter 6 qm. Die Gehege dürfen nur so besetzt werden, dass jedem Tier mindestens 2 qm zur Verfügung stehen. Jungtiere zählen hierbei für mich mit! D. h. in einem 30-qm-Gehege kannst du z. B. 3 Zuchthäsinnen mit einer Gesamtanzahl von 12 Jungtieren unterbringen. Das wären 4 Jungtiere pro Wurf, dabei ist zu beachten dass die Wurfstärke durchaus bei 6 oder auch 8 Jungen liegen kann! Sicherheit: Außengehege haben mardersicher ausgeführt zu sein, d. h. nach allen Seiten, auch oben und unten, gegen das Eindringen von Raubzeug gesichert zu werden. Günstige Drahtsorten wie Maschendraht oder Kaninchendraht sind ungeeignet, ausschließlich stark dimensionierter Volierendraht, Holzstärken ab 2 cm sowie Betonplatten sind geeignet. Innengehege sind gegen im Haushalt lebende Hunde und Katzen zu sichern, s. oben. Für beide Gehegearten gilt: Der Zugriff unbefugter muss verhindert werden! Gehege sind abschließbar zu gestalten bzw. vor dem unbeaufsichtigten Zugriff von Kindern zu schützen. Außengehege sind vor dem Zugriff Dritter bestmöglich zu sichern. Es sind sichere Materialien zu verwenden, d. h. Material das den Kaninchen nicht schadet! Holz muss, soweit auf einen Schutz nicht verzichtet werden kann, mit speichelfestem (kinderspielzeuggeeignetem) Lack oder entsprechend der selben DIN-Norm genügender Lasur geschützt werden. Keine scharfen Kanten, nach Möglichkeit Verzicht auf Plastik, kein Kunstfaseruntergrund wie z. B. Rasenteppiche (bei einigen Sorten Verbrennungsgefahr an den Sohlen!) Gehegehygiene: Tägliches bis zweimal tägliches Reinigen sämtlicher Kot- und Urinstellen, 1 - 2 mal wöchentlich komplette Reinigung der gesamten Gehege. Die Streu ist auszutauschen um Parasitenbefall vorzubeugen. Täglich zweimaliges Reinigen der Futter- und Wassernäpfe. Verzicht auf Trinkflaschen und Nippeltränken, da diese nur schwer ausreichend gereinigt werden können! Außerdem hat sich der geringe Wasserdurchfluss als gesundheitsschädlich erwiesen (Studie der Universität Zürich). Gesundheitskontrolle: Tägliche Sichtkontrolle ALLER Kaninchen durch den Halter. Augen, Ohren, Fellzustand, After, Bewegungen. Auffälligkeiten ist sofort nachzugehen. Mindestens halbstündige tägliche Beobachtung pro Gruppe, um Auffälligkeiten schnellstmöglich zu erkennen. Wöchentliche Gewichtskontrolle. Kotproben mindestens zweimal jährlich vor den Impfungen, außerdem vor jeder Bedeckung das Muttertier und ihre Gruppe. Kokzidien fordern Todesopfer unter den Jungtieren! Mindestens zweimal jährlich Gesundheitscheck durch den Tierarzt, kann im Zusammenhang mit den Impfungen durchgeführt werden. Ernährung: Hier mache ich es mir einfach, und verweise auf kaninchenwiese.de Unterstützung natürlicher Verhaltensweisen: Keine Einzelhaltung! Gehege müssen verhaltensgerecht eingerichtet sein. Häuser mit mindestens 2 Ausgängen als Kaninchenbau-Ersatz, Buddelmöglichkeiten, luftige Schattenplätze, höher gelegene Stellen als Aussichtspunkt, Schutz vor Zugluft und Kälte, Beschäftigungsmöglichkeiten über begehrtes Futter (z. B. verstecken). Verhalten des Halters: Grundsätzlich ist das Tier zu respektieren! Unnötiges hochnehmen oder herumtragen, zwangsstreicheln etc. ist grundsätzlich zu vermeiden. Ebenso Stressfaktoren wie ständiges "vorführen" - auch wenn der Halter noch so stolz auf seine Tiere ist, sollte er vermeiden ständig "volles Haus" vor dem Gehege zu haben, vor allem während der Ruhephasen der Tiere. Bis hierhin gilt das generell. Nun zu den speziellen Anforderungen an die Zucht: Wissenserwerb durch den Züchter: Der Züchter muss auf jeden Fall über die zur Erlangung des Zuchtziels nötigen genetischen Kenntnisse verfügen. Die Mendelschen Gesetze reichen hier längst nicht immer aus! Es müssen spezielle Kenntnisse über kaninchentypische Genkombinationen vorhanden sein, wie z. B. bei der Zucht von Schecken (Koppelung des Letalfaktors an das Scheckungsgen). Außerdem hat der Züchter Kenntnisse über die gängigsten Kaninchenkrankheiten zu erwerben und auch über deren Vermeidung, bzw. frühzeitige Erkennung und Behandlung. Parasitenbefall verschiedenster Art zählt hier ebenso dazu wie Zahnprobleme, Bezoarbildung, Encephalitozoon Cuniculi, Kaninchenschnupfen, Blasengries und vieles andere. Besonders die ansteckenden Erkrankungen müssen bekannt sein! Beschaffung geeigneter Zuchttiere: Hier kommen gerade für den Zuchtanfänger ausschließlich Zuchttiere aus guten Verbandszuchten in Frage. Diese sollten auf jeden Fall die Bewertung "ausgezeichnet" nicht unterschreiten, um einen sinnvollen Zucht-Grundstock zu haben. Die Häsinnen dürfen nicht unter 6 Monaten und für den Erstwurf nicht über 1 Jahr alt sein. Eine Zucht mit weniger als 6 Häsinnen und 2 Rammlern kann nicht sinnvoll aufgebaut werden. Verbleib der Jungtiere: Das zukünftige Zuhause ist persönlich anzusehen und auf die Eignung zu prüfen! Keine Abgabe in Käfig-, Einzel-, oder Trockenfutterhaltungen! Jungtiere für die kein Käufer gefunden werden kann, dürfen nicht als "Sonderangebote" abgegeben oder gar verschenkt werden. Sie haben unter optimalen Bedingungen beim Züchter zu verbleiben, "notfalls" bis ans natürliche Lebensende. Tiere die aus der eigenen Zucht stammen müssen zurückgenommen und nötigenfalls (wenn eine Weitervermittlung scheitert) bis ans natürliche Lebensende beim Züchter artgerecht untergebracht werden!
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| Achso. Ja das ist natürlich total furchtbar von dir Unverschämheit! Hihi. Im Tierheim Hannover sind sie ziemlich entspannt was so etwas angeht. Beim ersten Kaninchen haben sie auch gar nicht nachgefragt. Leider haben die meisten Tierheime auch nicht so den Plan von Kaninchen habe ich das Gefühl. Das ist ja echt doof. :/
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| Hallo, nochmal danke @Lupine Danke das du alles so ausführlich geschrieben hast! Natürlich hast du recht mit all dem was du sagst, ich habe ja auch gesagt das das alles nicht so ausführlich von mir war. Du hast eigentlich schon (fast) alles aufgeschrieben ! Danke ich freue mich über weitere Meinungen LG Sophie
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| Ich hatte auch aufgrund meiner Haltung leider dasselbe Problem und musste daher meine jetzigen Kaninchen wieder vom Züchter holen.
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sosoliebtKaninchen, würdest du mal kurz eine Frage beantworten? Und zwar: Was unterscheidet genetisch einen Zwergwidder maßgeblich von einem Hermelinkaninchen und einem Farbenzwerg?
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