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Kaninchen Vergesellschaftung - Hilfe!- auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 01.09.2012
Beiträge: 3
sabrina1507 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.09.2012, 15:16

Kaninchen Vergesellschaftung - Hilfe!-


Hallo, ich bin neu hier und ich weiß, dass schon viel über Vergesellschaftungen geschrieben wurde. Aber jede ist ja anders und iwie hab ich meinen konkreten Fall hier noch nirgends gefunden, also fang ich einfach mal an

Wir haben vor ca. 2 Monaten einen 5 Jahre alten Rammler (Schnuffel) bei uns aufgenommen.
Er gehörte der Tochter eines bekannten und diese hat sich NULL um ihn gekümmert. Und den Eltern hat es langsam gereicht und wollten ihn abgeben. Als ich ihn gesehen hab, hab ich mich sofort verliebt und wollte ihm ein schöneres Leben bieten.

Er saß da in seinem 1,00 m * 0,50 m Käfig und schaute mich mit traurigen Augen an.
Es stellte sich heraus das er sein Leben lang bereits alleine lebt, keinen Auslauf bekommt und nur Heu und Trockenfutter mit Getreide zu fressen bekommt und eigentlich nur wie Dekoration im Zimmer steht. ((

Also haben wir ihn aufgenommen. Man hat Tag für Tag gesehen wie er wieder richtig aufgeblüht ist )). Natürlich war klar das eine Hasendame her muss, deshalb haben wir ihn kastrieren lassen und uns auf die Suche nach einer passenden Partnerin gemacht. Schließlich haben wir bei einer Tierschutz-Organisation eine 4 Jahre alte Hasendame (Annabell) gefunden, die es auch nicht sehr gut hatte. Sie wurde mit ihrer Tochter zusammen in einem 0,80 m verdreckten Käfig gehalten und hat sich dadurch nur mit ihr gefetzt.

Da das die erste Vergesellschaftung für mich ist habe ich mich ausführlich informiert. (diebrain etc.)

Dort habe ich natürlich auch gelesen das die Kaninchen sich vor der Vergesellschaftung weder riechen noch sehen dürfen. Allerdings stand auch, dass es Ausnahmen gibt, zb. bei Tieren mit gestörtem Sozialverhalten (lange alleine gelebt, zu früh von Mutter getrennt etc)und es da helfen kann wenn sie vorher Gitter an Gitter leben.
Da die Frau von der Tierschutz Organisation uns dazu geraten hat und auch 2 Tierärzte haben wir uns dann entschieden sie nebeneinander wohnen zu lassen bis die Kastra-Frist von Schnuffel (es waren noch 3 Wochen) abgelaufen ist.

Also jeder hatte 3 Wochen lang seinen eigenen Käfig mit angrenzendem Dauer-Auslauf direkt nebeneinander.

Es lief auch eigentlich sehr gut. Nach 2 Wochen haben Sie eigentlich alles gleich gemacht. Direkt nebeneinander am Gitter gelegen, wenn der eine sich geputzt hat hat der andere sich auch geputzt, gleichzeitig gefressen usw.
Da dachten wir, dass sieht doch ziehmlich gut aus.

Also haben wir sie letzte Woche in der Küche (neutraler Boden) zusammen gesetzt.
Wir haben neue Tunnel gekauft, Versteckhäuschen aus Kartons gebastelt, überall fressen verteilt und sie gleichzeitig rein gesetzt.
Am Anfang verlief alles sehr ruhig, sie haben erst mal die umgebung gecheckt und sich eigentlich garnicht beachtet. Sind aneinander vorbei gelaufen ohne sich zu beschnuppern. Dann iwann kamen sie sich näher, es wurde ganz kurz beschnuppert und dann fing es an das der Rammler sie angebrummt hat, gejagt hat und sie dabei immer in den Bobbes zwickt. Sie macht GARNIX, sobald er in Ihre Nähe kommt rennt sie weg. Das geht jetzt schon die ganze Woche so. Wenn er sie nicht gerade durch die Küche jagt ignorieren sie sich komplett. Sie fressen nicht zusammen, haben noch nicht einmal beieinander gelegen oder sich geputzt. Und seit 2 Tagen jagt er sie immer häufiger und heftiger. Es fliegen jetzt nicht die fetzen oder er beißt sie richtig aber er jagt sie häufiger. Und sie rennt immer nur weg und sitzt zitternd in der Ecke. Sie wehrt sich überhaupt nicht. Sie rennt auch weg wenn er nur ganz langsam in ihre Nähe kommt. Und er legt immer die Ohren an und brummt wenn er ihr hinterher rennt.

Ist das noch normal? Liegt es daran das er sein Leben lang alleine war und garnicht mehr weiß was er jetzt mit einem Artgenossen anfangen soll?
Oder braucht er einfach nur sehr viel Zeit bis er sie akzeptiert?
Ich weiß nicht ob ich sie jetzt einfach weiter in der Küche lassen soll, oder sie nochmal für 2 Wochen KOMPLETT trenne und es dann nochmal versuche.

Weil ab Montag ist mein Urlaub vorbei und ich weiß nicht ob ich sie 9-10 Stunden alleine lassen kann wenn er sie immer noch so jagt.

Tut mir leid für den langen Text aber ich wollte einfach von Anfang an erklären, dass man es vll besser nachvollziehen kann.

Ich freue mich auf eure Hilfe.

Liebe Grüße

Sabrina




Geändert von sabrina1507 (01.09.2012 um 15:19 Uhr).
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Benutzerbild von Blume
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.04.2011
Beiträge: 8.789
Blume befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.09.2012, 17:13

AW: Kaninchen Vergesellschaftung - Hilfe!-


Hallo Sabrina,

schön, dass du den Mäusen ein schönes Leben machen willst

Bei einer VG braucht man vor allem Geduld. Wieviel Platz haben sie denn in der Küche? Scheinbar kommen sie nicht dazu die Rangordnung zu klären, deswegen würde ich überlegen den Platz erstmal zu verkleinern.

Ich hab auch seit 2 Wochen meine VG laufen. Eine Häsin ist tagelang vor allen geflüchtet und ein Böckchen bricht auch jetzt oft in blinde Panik aus, wenn sich einer nur nähert. Das braucht einfach Zeit. Wenn sie sich nicht verletzen sehe ich keinen Grund zu trennen und neu zu vergesellschaften



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"Vielleicht zerstören sie deine Schuhe, den Garten, den Koffer, die Möbel -
aber nie verwüsten sie dein Herz.
Sie hinterlassen Haare auf deiner Kleidung, aber auch Glück in deiner Seele."








Ninchen
 
Registriert seit: 01.09.2012
Beiträge: 3
sabrina1507 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.09.2012, 17:29

AW: Kaninchen Vergesellschaftung - Hilfe!-


Hallo Blume,

vielen Dank für deine Antwort, da bin ich ja schon mal beruhigt

Die Küche hat so ca 5,2 qm. Ist das zu groß für eine VG?

Sollte ich sie vll lieber ins Bad setzen? Das wäre auch noch neutraler Boden und etwas kleiner.

Oder ist ein kompletter Ortswechsel nicht so gut während einer VG?

Liebe Grüße




Benutzerbild von Blume
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.04.2011
Beiträge: 8.789
Blume befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.09.2012, 17:55

AW: Kaninchen Vergesellschaftung - Hilfe!-


kompletter ortswechsel brint halt nochmal Unruhe rein. Wenn sie sich komplett ignorieren würden wäre das vll hilfreich, aber so wohl eher nicht.

Es ist schwierig zu sagen, die Größe kommt ganz auf den Verlauf der VG an. Wenn einer wirklich immer nur wegläuft würde ich persönlich es mit verkleinern probieren, weil sie sich dann vll. mal außeinander setzen müssen. Du musst dann natürlich beobachten wie es sich verändert. Wenn es dann aggressiv wird oder in noch mehr Panik ausartet muss man sich was anderes überlegen



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 10.03.2012
Beiträge: 34
Krimi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.09.2012, 23:12

AW: Kaninchen Vergesellschaftung - Hilfe!-


Hallo Sabrina1507,

Ja, so eine Vergesellschaftung ist eine emotional aufreibende Sache!
Dein Engagement wird sich auszahlen! Auch wenn alle schreiben bring Geduld auf, weiß man oft
Nicht welcher Zeitfaktor steckt da eigentlich dahinter?
Nun, ich bin selber Hasenfrauchen von einer einzelnen Hasendame gewesen und habe mich nicht getraut ihr einen Partner zu gönnen. Es war panische Angst vor fliegenden Fellfetzen und Bissen, nein,das wollte ich auf gar keinen Fall!
Doch irgendwie sagte mir mein Bauch Lili braucht einen Kumpel!

Die Vergesellschaftung hat eine ganze Woche gedauert. Doch auch danach kam es noch lange nicht zur Waffenruhe oder gar Freundschaft. Erst heute, ein halbes Jahr später, kann ich sagen es ist rund, harmonisch und vor allem die beiden sind glücklich miteinander!
Übrigens war meine kleine Hasendame 5 Jahre allein und von Anfang an sehr friedvoll mit Paul (2 Jahre und von ungewisser Herkunft da Tierheim). Paul widerum, obwohl kastriert , ein echter Macho und Kraftprotz.
Er markierte lange Zeit alle Stellen an denen Lili sich hingesetzt hatte.... Also auch für mich nicht immer die pure Freude, da beide Tag und Nacht frei sind in der ganzen Wohnung. Ich habe jedoch das große Glück das beide nix anknabbern.

Aber soviel wollte ich gar nicht von mir schreiben. Nur einfach sagen; gib nicht auf und trenn sie vielleicht wieder durch ein Gitter, wenn du arbeiten gehst, damit nichts passiert.
Rechne einfach mit einem mehrwöchigen Zeitraum und freu dich an kleinen Fortschritten!

Alles Gute für euch drei!




Benutzerbild von Blume
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.04.2011
Beiträge: 8.789
Blume befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.09.2012, 08:45

AW: Kaninchen Vergesellschaftung - Hilfe!-


Zitat:
Zitat von Krimi Beitrag anzeigen
Hallo Sabrina1507,

Ja, so eine Vergesellschaftung ist eine emotional aufreibende Sache!
Dein Engagement wird sich auszahlen! Auch wenn alle schreiben bring Geduld auf, weiß man oft
Nicht welcher Zeitfaktor steckt da eigentlich dahinter?
Nun, ich bin selber Hasenfrauchen von einer einzelnen Hasendame gewesen und habe mich nicht getraut ihr einen Partner zu gönnen. Es war panische Angst vor fliegenden Fellfetzen und Bissen, nein,das wollte ich auf gar keinen Fall!
Doch irgendwie sagte mir mein Bauch Lili braucht einen Kumpel!

Die Vergesellschaftung hat eine ganze Woche gedauert. Doch auch danach kam es noch lange nicht zur Waffenruhe oder gar Freundschaft. Erst heute, ein halbes Jahr später, kann ich sagen es ist rund, harmonisch und vor allem die beiden sind glücklich miteinander!
Übrigens war meine kleine Hasendame 5 Jahre allein und von Anfang an sehr friedvoll mit Paul (2 Jahre und von ungewisser Herkunft da Tierheim). Paul widerum, obwohl kastriert , ein echter Macho und Kraftprotz.
Er markierte lange Zeit alle Stellen an denen Lili sich hingesetzt hatte.... Also auch für mich nicht immer die pure Freude, da beide Tag und Nacht frei sind in der ganzen Wohnung. Ich habe jedoch das große Glück das beide nix anknabbern.

Aber soviel wollte ich gar nicht von mir schreiben. Nur einfach sagen; gib nicht auf und trenn sie vielleicht wieder durch ein Gitter, wenn du arbeiten gehst, damit nichts passiert.
Rechne einfach mit einem mehrwöchigen Zeitraum und freu dich an kleinen Fortschritten!

Alles Gute für euch drei!
Da mein Beitrag wieder weg ist nochmal: mach das bitte nicht, damit provozierst du nur Kämpfe



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Ninchen
 
Registriert seit: 01.09.2012
Beiträge: 3
sabrina1507 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.09.2012, 07:59

Guten Morgen,

nochmal vielen Dank für eure Antworten. Hatte die Woche viel zu tun und komme deswegen erst jetzt zum schreiben.

@Blume: danke, ich habe sie auch nicht getrennt. Hatte auch schon gelesen das es das nur noch schlimmer macht^^

Morgen sind die beiden dann schon 2 Wochen in der Küche. Und es ist immer noch das gleiche Bild :/

Sie fressen nicht zusammen und liegen auch nicht beieinander. Er verjagt sie von allem was sie gerade macht.

Es gibt von allem 2, sprich 2 wassernäpfe, 2 Futternäpfe etc.
Aber wenn sie von einem frisst, kommt er sofort brummend angerannt und verjagt sie und isst dann gemütlich selbst weiter. Sie will aufs Klo gehen, kommt er wieder angerannt und verjagt sie...

Der Beitrag von Marinahexe ist auch iwie verschwunden :O
Aber sie hatte geschrieben, dass ich mich zu ihnen setzen soll und beide gleichzeitig mit leckerlie anlocken soll damit sie sich näher kommen.. Bis jetzt hat es noch nicht geklappt, aber ich Versuch es weiter ^^
Sie kommen beide neugierig näher, aber sobald sie ihm dann wohl zu nah ist und schon fast am Futter dran ist wird sie wieder angebrummt und verjagt. Und er krallt sich dann sein Leckerlie.

Manchmal brummt er sie beim jagen so laut an, dass ich nachts sogar davon wach werde.

Ich weiß jetzt nicht, wie lange ich sie jetzt so noch in der Küche lassen soll, bevor ich sie ins Gehege tun kann.
Das ist ja auch täglich ne Riesen Sauerei in der Küche

Und bis der Tag kommt an dem sie zusammen fressen und er sie nicht ständig jagt, liegt im
Moment wohl noch in weiter ferne...

Liebe Grüße



 
 
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