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Kaninchen dazu sozialisieren auf UNneutralem Boden?Ich würde gerne zu meinen beiden Kaninchendamen ein oder zwei Kaninchen dazu gesellen. Bevor ich vorschnell ein/zwei Kaninchen hole, stellt sich bei mir aber schon seit ein paar Tagen die frage, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Zusammenführung wäre. Meine Bedenken: 1. Meine beiden leben ganzjährig "frei" im Garten und sind zwar nicht scheu, wissen aber auch, dass sie nicht als Kuscheltiere herhalten müssen, lassen sich also nicht so ohne weiteres einfangen, um sie auf neutralen Boden umzusiedeln. Zum Impfen werden sie zwar eingefangen, aber fühle mich irgendwie nicht gut dabei, sie dann tagelang im Haus einzusperren, damit sie sich an die anderen gewöhnen... 2. Ich habe mal gelesen, dass Kaninchen erst ab einer Zahl von drei oder mehr ein normales Sozialverhalten entwickeln. Letztens hatten wir einige Wochen lang ein kleines Wildkaninchen im Garten, was konsequent von meinen beiden verjagt wurde, bis es irgendwann aus unserem Garten entflohen ist. Also hat eine Zusammenführung auf unneutralem Boden in dem Fall schon mal nicht geklappt.... Ich hatte nun die Idee, dass man fremde Kaninchen ja erstmal in ein Außengehege setzen könnte. Dann sind sie immernoch auf dem Territorium meiner beiden, aber zumindest vor diesen geschützt. Weiß aber nicht, wie ich dann erkenne, dass sie beim Freilassen nicht von meinen zerpflückt werden...? Hat jemand Erfahrungen mit einem Fall wie meinen? Würde so gerne noch Kaninchen dazu sieden, einmal um mein örtliches Tierheim etwas zu entlasten und einem oder zwei Kaninchen eine neue Chance zu geben, aber auch, dass in einem Todesfall kein Kaninchen alleine zurück bleibt...
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AW: Kaninchen dazu sozialisieren auf UNneutralem Boden?Du würdest die Kaninchen also direkt zueinander setzen? Was heißt "nach 3 bis 4 Tagen war Ruhe"? Wird sich so lange gekäbbelt? Wie erkenne ich, wann ich dazwischen gehen muss? Für ein paar Stunden kann ich sie aus dem Revier nehmen. Setze die Rammler aber erstmal ins Gehege, oder? Und die Mädels dann dazu? Setze ich alle in das Wintergehege meiner Mädels (im Sommer sind die Pforten geöffnet, dort steht aber immer ein wenig Körnerfutter und Karotten für die beiden parat, dort haben sie auch ein Häuschen, in dem sie im Winter schlafen, im Sommer gehen sie allerdings zum Schlafen in den Hühnerstall -> also ja, sind auch nachts "draußen"), oder lieber erstmal in ein anderes Gehege auf ein Stück Wiese, wo die beiden nicht so häufig sind? Würdest du auf jeden Fall ZWEI und nicht nur einen Rammler dazu nehmen? Geändert von Ruffian (25.08.2012 um 12:00 Uhr).
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AW: Kaninchen dazu sozialisieren auf UNneutralem Boden?Zur Vergesellschaftung auf großen Flächen kannst du Infos auf der kaninchenwiese.de finden (unter "Verhalten"). Das Problem ist, dass die Mädels meist sehr revierbezogen sind, und es nicht so toll finden werden, wenn jemand Fremdes direkt in ihrem Gehege sitzt (falls dieses ihr "Hauptquartier" ist). Ob du ein oder zwei Böckchen dazu holst, ist eigentlich egal, finde ich. Es könnte aber für die einzelnen Neuzugänge leichter sein, zu zweit neu anzukommen, weil sich die Rangkämpfe dann nicht auf ein Tier konzentrieren, sondern sich zwei diese Aufmerksamkeit quasi teilen. Es ist extrem gefährlich, die Kaninchen nachts draußen zu lassen. Wenn es ein sicheres Gehege gibt, gewöhne ihnen bitte an, dort die Nacht zu verbringen - wenn es groß genug ist, werden sie dir das nicht übel nehmen. Nachts sind deutlich mehr Fressfeinde unterwegs als tagsüber und die Gefahr, dass die Kaninchen von einem Marder oder Fuchs gerissen werden, ist sehr groß! Auch wenn bisher alles gut gegangen ist, garantiert dir das nicht, dass das auch weiterhin so bleibt; früher oder später wird ein Raubtier darauf aufmerksam und dann ist es zu spät. Es sei denn, die Kaninchen übernachten im Sommer in einem sicheren und abgeschlossenen Hühnerstall?
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AW: Kaninchen dazu sozialisieren auf UNneutralem Boden?Ja, da wurde ein paar Tage gekäbbelt und dann war Alles geklärt. ![]() Das kann aber auch länger dauern, kommt auf die Kaninchen an. Ich würde, wie geschrieben, die Häsinnen ein paar Stunden aus dem Revier nehmen, damit sich die oder der Rammler in Ruhe umsehen können und auch wissen, wo sie hin fliehen können, falls es ihnen zu wild wird. Dazwischen gehen solltest du erst, wenn es zu blutenden Wunden kommt, die tierärztlich versorgt werden müssen. Ich habe einen Rammler mit 3 Häsinnen und 5 Jungtieren (7 Wochen alt) vergesellschaftet, im Revier der Häsinnen. Es gab nur kurz Raufereien mit der Alphahäsin, die anderen 2 Häsinnen haben sich komplett rausgehalten, die Jungtiere sowieso, dann haben sie sich in den 3-4 Tagen langsam angenähert. Bei dem Platz, den du deinen Kaninchen bieten kannst, würde ich auf jeden Fall 2 Rammler nehmen. ![]()
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AW: Kaninchen dazu sozialisieren auf UNneutralem Boden?Zitat:
Der Link war aber trotzdem sehr hilfreich, danke! Zitat:
Zitat:
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AW: Kaninchen dazu sozialisieren auf UNneutralem Boden?Es gibt einige Halter, deren Kaninchen abends freiwillig ins sichere Gehege gehen (du schreibst ja auch, dass sie im Hühnerstall übernachten). Das muss man eben trainieren, also mit Leckerlies belohnen und konsequent sein, dann geht das schon. Mir wäre es definitiv zu gefährlich, die Tiere auch nachts draußen zu haben. Ich kann mir auch ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es Gegenden gibt, in denen es gar keine Füchse oder Marder (oder andere Raubtiere, von Katzen abgesehen) gibt. Bei mir würden die Kaninchen nachts draußen jedenfalls nicht lange überleben (die Erfahrung habe ich leider schon gemacht, als ein Tier entlaufen ist) - ebenso wenig, wie es uneingesperrte Hühner und Enten hier in der Nachbarschaft tun (denn diverse Bauern und Hobbyhalter hatten nachts Besuch von einem Fuchs und das wars dann, und zwar nicht nur mit einem Tier, sondern mit allen!).
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