Hey,
ich habe gerade ein interessanten Fernsehbeitrag gesehen, welches ja nicht nur den Menschen betrifft, sondern auch unsere kleinen Mümmler.
Hier der Link von NDR: [URL]https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/lebensmittel/pestizide103.html[/URL]
Welche Früchte sind frei von Pestiziden?
von Jennie Radü
Sowohl in Obst als auch in Gemüse werden immer wieder Rückstände von aus dem Anbau verwendeten Pestiziden nachgewiesen. Wer konventionelles Obst und Gemüse isst, nimmt nicht nur wichtige Vitamine und Nährstoffe zu sich, sondern oft auch Pestizid-Rückstände. Doch einige konventionell angebaute Gemüse- und Obstsorten sind besser als ihr Ruf. Beim Einkaufen sollte man auch auf die Herkunft achten.
Keine Frage: Wer viel Obst und Gemüse isst, ernährt sich gesund. Aber was bedeutet es, wenn die Früchte Rückstände von Pestiziden enthalten? Diese können schließlich das Immunsystem schwächen, den Hormonhaushalt durcheinanderbringen, das Nervensystem schädigen oder sogar Krebs auslösen. Bei konventionell angebautem Gemüse sind im Schnitt in jeder zweiten Probe Pestizid-Rückstände nachweisbar. Und greift man zu konventionellem Obst, sind sogar vier von fünf Früchten belastet.
In welchen Fällen man Pestizide sozusagen mitisst, hängt zum großen Teil von der Sorte ab - aber auch von der Herkunft. Das zeigen die Ergebnisse staatlicher Lebensmittelkontrollen und von Organisationen wie Greenpeace. Manche Früchte sind schlicht anfälliger für Schimmel und Schädlinge und werden deshalb stärker gespritzt als andere. Greenpeace hat die Daten von 22.000 Proben aus den Jahren 2009 und 2010 verglichen und dabei große Unterschiede festgestellt.
Auch Gemüse aus der Region belastet
Besonders viele Pestizidrückstände wurden in Kopfsalat aus Belgien, Italien und den Niederlanden gefunden, in spanischen Mohrrüben und in Paprika aus der Türkei. Auch Kartoffeln aus Frankreich und Tomaten aus Marokko sind negativ aufgefallen. Wer nur Gemüse aus Deutschland kauft, ist aber auch nicht auf der sicheren Seite. In hierzulande angebauten grünen Bohnen und Porree wurden Pestizide genauso nachgewiesen wie in Salaten wie Lollo Rosso, Lollo Bianco, Rucola, Chicorée und Feldsalat. "Beim deutschen Gemüse hängt sehr viel von der Witterung ab", erläutert Manfred Santen von Greenpeace. "Wenn wir ein trockenes, sonniges Frühjahr haben, dann ist das Gemüse deutlich weniger belastet als in einem feuchtem."
Nur in bestimmten Gemüsesorten kaum Pestizide nachweisbar
Positiv sind in den vergangen Jahren Tomaten, Champignons, Gurken, Kartoffeln, Radieschen, Eisbergsalat, Zwiebeln und Rotkohl aus Deutschland aufgefallen. Bei Spinat, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi und Spargel war es sogar unerheblich, woher sie stammten: In diesen Gemüsesorten wurden kaum Pestizide gefunden.
In Obst-Proben oft ganze Chemie-Cocktails enthalten
Leider gibt es nur wenige Obstsorten, in denen kaum Pestizide nachgewiesen wurden. Oftmals finden sich in den Proben ganze Cocktails verschiedener Chemikalien, die sich in ihrer Wirkung dann gegenseitig verstärken können. Negativ-Spitzenreiter in der Auswertung von Greenpeace war eine Probe türkischer Tafeltrauben mit 24 unterschiedlichen Pestiziden.
Weitere Informationen
[URL="https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/lebensmittel/vitamine127.html"][/URL]
Hat Obst früher mehr Vitamine enthalten?
Wässrige Tomaten oder fad schmeckende Äpfel - viele Menschen haben den Eindruck, dass es früher besser schmeckte und bestimmt gesünder war. Markt macht den Vitamin-Check.
Aber auch beim Obst gibt es positive Ausnahmen: Heidelbeeren aus Deutschland, Pflaumen aus Deutschland oder Spanien, Kiwis aus Chile, Griechenland und Neuseeland sowie Mangos aus Pakistan waren weitgehend frei von Pestiziden.
Äpfel und Birnen dagegen gehörten nicht dazu: "Sie müssen witterungsbedingt relativ häufig gespritzt werden, um Schimmelbefall vorzubeugen", erklärt Manfred Santen. Auch Zitrusfrüchte werden häufig gespritzt. Hier sammeln sich die Rückstände aber zum großen Teil nur in der Schale. "Das Fruchtfleisch ist in der Regel deutlich weniger belastet oder unbelastet. Man sollte aber nach dem Schälen die Hände waschen, bevor man das Fruchtfleisch verzehrt."
Obst und Gemüse vor dem Verzehr waschen
Wer Obst und Gemüse unter lauwarmem Wasser abwäscht, kann dadurch außerdem die Pestizide entfernen, die von außen an der Frucht haften. Trotzdem wird man dadurch nicht alle Chemikalien los, wie Manfred Santen erklärt: "Gegen die systemischen Pestizide hilft es nicht, weil die über die Wurzel aufgenommen werden und deswegen auch im Inneren der Frucht vorhanden sind."
Alternative: bio kaufen
[URL="https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/lebensmittel/biosiegel104.html"]
Biosiegel in Deutschland[/URL]
Neben dem staatlichen "Bio-Siegel" gibt es über 100 Siegel und Zeichen, die Bio-Lebensmittel kennzeichnen. 45 Min informiert über die Vorgaben für ökologisch produzierte Lebensmittel.
Der wichtigste Tipp, um Pestizide zu vermeiden, ist deshalb: bio kaufen. Zwar setzen auch Bio-Bauern Schädlingsbekämpfungsmittel ein, aber in der Regel greifen sie auf biologische Mittel zurück. Die chemisch-synthetischen Mittel, die sie darüber hinaus benutzen, bauen sich zum Großteil so schnell ab, dass sie als Rückstand nicht mehr nachzuweisen sind.