Wie in der Kontaktbörse beschrieben, gebe ich (seit Mai) die Pflegestelle für ein (inzwischen verwitwetes) Zwergkaninchen-Mädchen. Der Pflegevertrag sieht vor, daß sie bis zur Vermittlung auf einen Endplatz bei mir bleibt, ich ggf. zum TA gehen soll und Heilbehandlungskosten von den Eigentümern übernommen werden.
Die Süße hat eine alte Verletzung der Hornhaut. Die Order ging bei Übernahme dahin, ihr bei tränendem Auge die mitgegebenen Salben zu verabreichen. Die eine war schon angebrochen, die andere enthält Antibiotikum (ohne Cortison). Nachdem das Tier zwei Tage das Auge häufig verschlossen hielt, bin ich gestern mit ihm zum TA. Der riet zur Salbengabe (Antibiotikum, Hornhautreg.). Sollte es nicht besser werden, müsse man darüber nachdenken, daß Auge zeitweise zu vernähen, damit es nicht austrocknet.
Selbstverständlich habe ich umgehend die Eigentümer angerufen und vom Befund berichtet. Die Mutter sagte zu, die von mir verauslagten TA-Kosten zu überweisen. Sprach dann noch ein paar Minuten mit der Tochter, bis ich wieder die Mutter an der Strippe hatte. Die meinte, zwischenzeitlich mit ihrem Mann geredet zu haben, der sich recht sauer dahingehend geäußert haben soll, er werde keine OP bezahlen, das Kaninchen solle dann eben ins Tierheim, damit die das bezahlen.
Kann Euch gar nicht sagen, wie mir das durch und durch gegangen ist.... Habe dann noch angemerkt, daß ich den Pflegevertrag ja mit Mutter und Tochter gemacht habe und mich seine Reaktion sehr überrasche. Da meinte sie, ich könne ja versuchen, mit ihrem Mann zu reden (den ich übrigens gar nicht kenne).
Dazu, daß das Tier (entgegen der TA-Meinung) angeblich keine Schmerzen habe, da es die beim letzten Mal schließlich auch nicht gehabt habe, sage ich schon gar nichts mehr.... Weiß nicht, ob ich geknickt, maßlos enttäuscht oder einfach nur sauer bin. Oder alles zusammen.
