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Probleme nach Entfernung eines Tumors auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Chucky
Ninchen
 
Registriert seit: 24.04.2012
Beiträge: 3
Chucky befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.04.2012, 15:26

Probleme nach Entfernung eines Tumors


Hallo liebe Kaninchen-Forum Gemeinschaft
Ich bin auf dieses Forum gestoßen, weil ich grade ziemlich ratlos bin und mal von anderen hören wollte, ob diese Probleme bei euch auch schon einmal aufgetaucht sind.

Also kurze Vorgeschichte:

Innerhalb von 2 Wochen hat sich bei meinem Kaninchen (Dory) ein Tumor gebildet der bereits geeitert hatte. Das alles stellte ich jedoch nur letzten Samstag fest. Auffällig war bei ihr, dass sie nichts mehr ass, wo sie doch eigentlich immer so wahnsinnig großen Appetit hatte. Aber 2 Wochen lang nichts. Irgendwann wusste ich nicht mehr weiter und ging am Samstag morgen zum Arzt mit ihr, der mir sofort die Diagnose Brustkrebs stellte. Das war natürlich erstmal ein riesen Schock für mich, aber nach kurzer Erholung, entschied ich mich sie sofort am Montag morgen operieren zu lassen. Aufgrund der schwachen Lage meines Kaninchens, hatte der Arzt mir aber im Vorraus gesagt, dass es passieren konnte, dass sie diese Operation nicht überleben könnte. Aber da das meine einzige Chance war, musste ich diese wahrnehmen. Also ließ ich sie gestern operieren, alles lief gut und sie hat seither einen ''zugetackerten'' Bauch. Die Nähte werden in 2 Wochen gezogen.

Das Problem bei der Sache ist jetzt aber, dass sie, seit sie operiert wurde immernoch nichts isst.
Das einzige was ein bisschen geht ist Grünzeug wie Löwenzahn und Petersilie. Aber wirklich nur ganz wenig und das sie nicht richtig isst, versuch ich ihr mit Ach und Krach Critical Care mit einer Spritze einzuflössen aber leider geht auch dort viel daneben sie schleckt nur wenig ab.

Ich weiß jetzt nicht mehr weiter, weil ich Angst habe, dass sie doch noch irgendwas hat, dass sie am Essen hindert. Man merkt, dass sie sich für das Essen interessiert, aber letztendlich kommt sie selber nicht. Man muss ihr also alles vor die Nase halten und auch dann isst sie so gut wie nichts. Der Mundraum und die Zähne wurden auch kontrolliert und es konnte nichts festgestellt werden.

Jetzt wollt ich mal hier in die Runde fragen, ob vielleicht jemand von Euch auch eine ähnliche Erfahrung gemacht hat und mir vielleicht ein paar Tipps geben kann.

Ich danke schonmal im Vorraus.

Chucky



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.04.2012, 15:48

AW: Probleme nach Entfernung eines Tumors


Hallo Chucky,

herzlich willkommen hier im Forum!

Hat Dein Tierarzt wirklich Brustkrebs gesagt? Dann würde ich mich nach einem anderen TA umschauen. Ich vermute, es handelt sich um einen Tumor an der Gebärmutter. Dann sollte noch festgestellt werden, ob er gut- oder bösartig ist.

Hast Du Schmerzmittel und AB für sie mitbekommen? Wie hat sie sich vor der OP verhalten? Hat sie da gefressen und geköttelt? Dass sie jetzt wenig bis gar nicht frisst, kann mit der OP zusammenhängen. Dieses CC ist bei meinen Ninchen auch nicht so der Hit. Versuch mal geriebene Möhre oder Babygläschen Möhren (ab 4.Monat). Biete ihr beides in einem Schälchen an. Wenn sie es nicht schlecken will, passt der Babybrei auch durch die Spritze.

lg
marinahexe




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 24.04.2012, 15:49

AW: Probleme nach Entfernung eines Tumors


Wurden Röntgenbilder angefertigt? Sowohl vom Kopfbereich (Zähne, evtl. Kieferabszess?) als auch vom Bauchbereich (Aufgasungen, Verstopfung?)

Wurde innerhalb der letzten 2 Tage eine Kotprobe untersucht, unter anderem auf Hefen?

Bekommt sie Schmerzmittel, falls ja welches in welcher Dosierung und wie schwer ist sie?

Mischst du in das Critical Care auch Sab Simplex? Bekommt sie ein Mittel zum Aufbau der Darmflora?




Benutzerbild von Chucky
Ninchen
 
Registriert seit: 24.04.2012
Beiträge: 3
Chucky befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.04.2012, 16:37

AW: Probleme nach Entfernung eines Tumors


Erstmal zu Marinahexe:
Ja er hat zu mir gesagt es sei Brustkrebs und im gleichen Atemzug das es eben ein Tumor an der Brust sei. Man konnte ihn auch wirklich sehen, wenn man sie hochgehoben hatte. Er war voll mit Eiter. Antibiotika habe ich für sie mitbekommen, aber Schmerzmittel keins, was mich auch schon gewundert hatte. Vor der Operation, hat sie auch schon bereits nichts gegessen und ich muss sagen in den letzten 2 Wochen hat sie stark an Gewicht verloren. Köttel waren auch immer dabei und sahen eigentllich ziemlich normal aus. Durch das wenige Essen war da aber natürlich auch nicht viel. Momentan lehnt sie einfach alles ab was mit Essen zutun hat, aber du hast Recht ich könnte es wirklich mal mit Babybrei versuchen, schmeckt schließlich auch besser als dieses komische dunkelgrüne Teug .

Und jetzt noch zu Lupine:

Nein Röntgenbilder wurden keine angefertigt. Mir wurde nur gesagt, dass sie operiert wird und ich hab dem natürlich zugestimmt. Mehr ist aber bis jetzt noch nicht gelaufen. Wie gesagt Zähne wurden kontrolliert und es konnte nichts festgestellt werden. Denkst du das es irgendwie an den Zähnen also besser gesagt unter den Zähnen oder im Zahnfleisch irgendetwas geben könnte? Aber das hätte er ja theoretisch auch sehen müssen oder? Sie hat nur Antibiotika bekommen, Schmerzmittel garkeins, was ich ehrlich zugeben muss auch nicht nachgefragt habe, weil ich in dem Moment total froh war das sie die Operation überlebt hat. Ist vielleicht jetzt ne blöde Frage, aber was ist dieses Sab Simplex noch nie was davon gehört und kann man so ein Mittel zum Aufbau der Darmflora auch einfach so im Laden kaufen? Hatte bis jetzt nämlich noch nie Probleme mit sowas.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 24.04.2012, 17:19

AW: Probleme nach Entfernung eines Tumors


Den Babybrei aber bitte mit eingeweichten Heucobs "strecken" - er enthält sonst zu wenig Rohfaser, außerdem enthält er recht viel Zucker. Möhren enthalten je nach Art ungefähr so viel Zucker wie manche Apfelsorten!

Einen Abszess an der Zahnwurzel beispielsweise kann man nicht so einfach durch Sichtkontrolle entdecken. Wurden die Zähne während der Narkose angesehen, oder vorher?

Schmerzmittel sollten nach so einer OP aber eigentlich gegeben werden. Es kann sein, dass zunächst die Schmerzen sie am Fressen gehindert haben, und nun inzwischen die Verdauung Schaden genommen hat

Bitte lass als erstes - entweder heute noch oder morgen - eine Kotprobe auf Hefen untersuchen. Die Sammelkotprobe benötigt man nur für den Kokzidiennachweis, Hefen kann man auch in einer frischen Kotprobe nachweisen.

Die Zähne sollten noch einmal kontrolliert werden, sie wachsen bei Kaninchen sehr schnell und wenige Tage schlechten Fressens können schon einen negativen Einfluss haben.

Schmerzmittel sollte sie versuchsweise bekommen - frisst sie daraufhin plötzlich besser, ist so gut wie sicher dass am Appetitverlust Schmerzen schuld sind. Metacam würde sich aufgrund der recht langen Wirkdauer eventuell anbieten - sprich bitte mit dem Tierarzt.

Eine Röntgenaufnahme sollte gemacht werden wenn sich nicht innerhalb der nächsten 2 Tage der Zustand verbessert. Sowohl Kopf- als auch Bauchraum sind wichtig! In beiden Bereichen können Ursachen für die Probleme liegen...

Sab Simplex: hierbei handelt es sich um ein Medikament eigentlich für Babies, möglicherweise kennst du es auch unter dem Handelsnamen Lefax (das sind meist Tabletten, während Sab Simplex als Tropfen erhältlich sind). Es verhütet bzw. kuriert Blähungen, und es ist äußerst verträglich da es nicht vom Organismus aufgenommen wird - es wirkt sozusagen "mechanisch". Man bekommt es in jeder Apotheke und es sollte grundsätzlich beim Päppeln dem Päppelbrei zugemischt werden weil die Nins oft beim Päppeln einiges an Luft schlucken.

Mittel zum Darmaufbau sind:

- Blinddarmkot eines gesunden Kaninchens Er enthält alles, was die Darmflora unterstützen kann, vor allem die Darmbakterien die bei ihr aufgrund des schlechten Fressens vielleicht schon eingegangen sind. Allerdings ist es schwer einem Kaninchen den Blinddarmkot zu stehlen - meist wird er direkt vom After aufgenommen.

- normale Köttel eines gesunden Kaninchens, sie sind die zweite Wahl nach dem Blinddarmkot. Aufgelöst im Päppelbrei enthalten auch sie noch eine recht große Anzahl von Darmbakterien und können so die Darmflora sanieren helfen. Sie sollten möglichst frisch sein.

- BeneBac, dieses Medikament (früher: BirdBeneBac) gibt es beim Tierarzt. Es enthält gefriergetrocknete Darmbakterien, allerdings auch Zucker um die Bakterien am Leben zu erhalten. Zucker sollte aber nicht zu viel im Kaninchendarm landen - die ersten beiden Möglichkeiten sind also vorzuziehen falls vorhanden.

- Omniflora N (wichtig: NICHT das akut, sondern nur das N!), ähnlich wie BeneBac, aber mit weniger Baktierienarten. Erhältlich in der Apotheke. Nachteile wie bei BeneBac.




Benutzerbild von Valentina
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.04.2011
Beiträge: 4.489
Valentina befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.04.2012, 17:29

AW: Probleme nach Entfernung eines Tumors


Wie kann denn ein TA operieren, ohne ein Rö-Bild oder ein Ultraschall zu machen?
Mir ist Brustkrebs bei Kaninchen völlig unbekannt und wenn du von Eiter sprichst, tippe ich auch eher auf einen Abszess.

Hier würde ichevtl nochmal eine 2. Meinung einholen. Evtl den OP/Arztbericht geben lassen und das mit einem anderen TA absprechen.



__________________
24 Pfoten grüßen Euch ganz lieb

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