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Amputation einer Hinterpfote? auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von pattyblu
Ninchen
 
Registriert seit: 02.04.2012
Beiträge: 13
pattyblu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.04.2012, 22:09

Amputation einer Hinterpfote?


Hallo liebes Forum,
ich bin neu hier. Mein kleiner Süßer ist 8 Jahre alt, heißt Pat und ist ein Löwenköpfchen.
Leider ist er seit einiger Zeit sehr krank. Nach einem Madenbefall hat er eine Pododermatitis an der rechten Hinterpfote entwickelt, die sich dann als einen multiresistenten Bakterienbefall herausstellte. Es ist ein Acinetobacter baumannii gegen den es wohl so gut wie kein Antibiotikum gibt.
Solange wir nicht wußten was es war, haben wir mit herkömmlichen AB wie Baytril und Marbocyl und Vancomycin und Gentamycin behandelt.
Bis auf die stetige eitrige Hinterpfote ist er topfit. Er hat großen Appetit und bewegt sich und ist auch so sehr aufmerksam. Wenn man das mit seiner Pfote nicht wüsste, wäre es ein ganz normales Ninchen.
Jetzt meine Frage, kennt jemand noch eine Alternative?
Der TA hat die Amputation der Pfote vorgeschlagen. Damit kann ich mich nicht so Recht anfreunden? Ist das machbar? Wie bewegt er sich dann mit nur einer Hinterpfote? Hat jemand ähnliches erlebt?
Vielen lieben Dank im Voraus und einen schönen Abend
Lieben Gruß
Susi



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Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.04.2012, 23:37

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Hallo Susi, das ist ja ganz schön heftig. Meine Mutter hat aktuell eine Wunde die auch mit einem Multiresisenten Keim besiedelt ist. Leider keine Seltenheit mehr und äußerst schwierig zu behandeln. Das siehst Du ja gerade an Deinem Ninchen. Es ist wahrscheinlich die Frage wie tief die Wunde ist, z. B. ob der Knochen angegriffen wird, usw.. Der TA hat ja offensichtlich einen Abstrich gemacht was ja schon mal gut ist. Ich würde auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen und auch versuchen über den Erreger, bzw. vor allem seine Bekämpfung selbst zu recherchieren. Ich denke das ist jetzt das Wichtigste was Du machen kannst. Bevor nicht alles versucht wurde, würde ich denke ich auch nicht über eine Amputation nachdenken. Ich hoffe es gelingt Dir hilfreiche Informationen zu bekommen. Alles, alles Gute!




Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2012, 12:36

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Das ist ja echt beschissen, sorry aber ich kann das gerade nicht anders formulieren!

Ja, das Tier ist mit 8 Jahren kein Baby mehr aber wenn es sonst fit ist kommt eine Euthanasie natürlich irgendwie nicht in Frage.
Das Narkoserisiko ist natürlich höher bei einm 8-jährigen Tier....

Wenn es kein Antibiotilum gibt hast Du tatsächlich nur 2 Möglichkeiten, Euthanasie oder Amputation...
Zum Glück muß ich das nicht entscheiden.




Benutzerbild von wollmonster
Kaninchen
 
Registriert seit: 16.03.2010
Beiträge: 9.630
wollmonster befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2012, 12:45

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Hallo, ich würde dir auch noch zu ner 2te Meinung raten. Es ist eine schwierige Entscheidung, die sicherlich von Fall zu Fall entschieden werden muß.
Ich möchte dir die Geschichte meiner Mariechen erzählen die zwar völlig anders ist aber zeigt das auch Kaninchen mit 3 Füßchen zurecht kommen.
Mariechen wurde ganz normal mit 4 Füßchen geboren. Als sie 2 Tage alt hing sie bei der täglichen Nestkontrolle im Nest fest. Bei genauerem hinschauen hatte sich Nestwolle um das Gelenk zwischen Hinterpfötchen und Bein gewickelt und der kleine Fuß war schon schwarzblau abgestorben. Ich habe ganz vorsichtig die Wolle abgeschnitten. Ich hab vorher noch nie so gezittert wie damals und die Kleine hat geschrieen wie am spieß. Was nun tun . Den Weg zum TA hätte sie in dem Alter wohl nicht überlebt und der hätte wohl auch nicht viel tun können. Also die Maus wieder zu den Geschwistern ins Nest und abwarten was passiert. Das Füßchen ist dann abgefallen und Mariechen begann zu laufen. Als Jungtier hat sie immer versucht auf den Stumpel zu laufen was zur Folge hatte das der Stumpf oft offen war. Mehrere TA Besuche und viele Verbandversuche folgten. Es gab dann die Überlegung das Beinchen weiter zu amputieren. Wo aber dann entschieden wurde erst mal zu waren bis sie ausgewachsen ist.
Nun hat sich das ganze völlig von selbst geklärt. Man merkt ihr kaum an die Behindert ist. Sie macht das Beinchen gerade und stützt sich af dem sozusagen gestrecktem Beinchen ab. Macht sogar Männchen und springt aufgeweckt herum, kratzt sich mit dem Stumpel der mittlerweile auch zu und mit Fell bewachsen ist. alles perfekt und ich bin froh das es so ist und sie selbst eine Lösung gefunden hat.
Ich hab davon auch Bilder such ich mal raus.




Kaninchen
 
Registriert seit: 18.01.2012
Beiträge: 1.595
arya900 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2012, 15:59

AW: Amputation einer Hinterpfote?


http://www.kaninchenhilfe.com/vermittlung/werwillunsm.php4

Du kannst direkt eine e-mail an Kaninchenhilfe schicken oder hier im Forum an hasis2011. Sie arbeitet bei der Kaninchenhilfe in Österreich. Vielleicht kann sie dir direkt weiterhelfen, allerdings weiss ich nicht, ob sie mit dem Rammler direkt zu tun hat

In der Vermittlung von Kaninchenhilfe Österreich ist auf jedenfall ein Rammler mit drei Beinen. Dem gehts wohl gut



__________________
http://www.kaninchenforum.de/image.php?type=sigpic&userid=9012&dateline=1327879  420




Benutzerbild von pattyblu
Ninchen
 
Registriert seit: 02.04.2012
Beiträge: 13
pattyblu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2012, 19:14

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Hallo Zusammen,
danke für eure Antworten.
Ich habe schon so viel zu diesem Keim gelesen, aber im Grunde liest man nur multiresisten und ob es bei einem Ninchen anwendbar ist, ist fraglich. Manche Artikel sind leider auch schon älter.
Ich werde auf jeden Fall morgen beim TA noch einmal nachharken.
Ich meine das auch ein Antibiogramm erstellt wurde, aber ich muss zugeben, dass ich nicht mehr das genaue Ergebnis weiß. Ich hatte heute kurz mit dem TA gesprochen, da war nur wegen einem AB aus Frankreich welches wohl weder oral noch iv gegeben werden könnte, die Rede...
Ich hoffe immer noch das sein Pfötchen dran bleiben kann. Eine Euthanasie kommt im Moment nicht in Frage...der Kleene ist doch sehr lebhaft....er frißt gerade im Garten meine frisch gepflanzten Primeln und Bellis an...
Ich werde morgen abend berichten :-)
LG Susi




Benutzerbild von pattyblu
Ninchen
 
Registriert seit: 02.04.2012
Beiträge: 13
pattyblu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.04.2012, 18:48

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Hallo Zusammen,
komme gerade vom TA. Wir wollen es jetzt mit einem Reserve-AB Imipenem versuchen. Das muss allerdings lt. TA aus Frankreich importiert und dann als lokale Applikation verarbeitet werden. Es ist ein Versuch wert.. wir werden es ausprobieren.
Schönen Abend und schöne Ostertage
Susi




Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.04.2012, 18:58

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Hallo Susi, ich wünsche mir ganz, ganz fest das es hilft. Liebe Ostergüße zurück. Tina




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.04.2012, 19:54

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Ich drücke die Daumen, dass es hilft!




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 04.04.2012
Beiträge: 81
Melinda befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.04.2012, 20:17

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Hallo,

ich hab auch den MRSA gehabt als man mir den Blinddarm entfern hat. Danach wollten sie einen künstlichen darmausgang legen, aber die anderen Ärzte haben gesagt das der MRSA nicht nur in der Wunde ist, sondern die Keime sich am ganzen Körper ansiedeln wenn man sie erst einmal hat. also wenn es eine neue OP Wunde gib t, kann der Keim da auch wieder rein kommen. Ich hab damals auch 13 verschiedene Antibotikas bekommen, aber geholfen haben mir nur die Kinesen mit Tees mit Pflanzen aus ihrem Land und mit Bädern mit anderen kinesischen Pflanzen. Ich hab in der ein Herz für Tiere mal gelesen das es auch akkupunktur und Bachblüten behandlungen für tiere gibt. vielleicht kann jemand der akkupunktur und so bei Tieren macht oder mit Bachblüten deinem Tier helfen. Das hat auch weniger neebenwirkungen.



__________________
Es grüßen Melinda mit Nesquick, Fairy und immer im Herzen - Bommel



Benutzerbild von pattyblu
Ninchen
 
Registriert seit: 02.04.2012
Beiträge: 13
pattyblu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.04.2012, 21:04

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Hallo Tinachen und Marinahexe!
Danke für Daumen und Pfote drücken...
ich bin positiv optimistisch und halte euch auf dem Laufenden

#Melinda: ich bin sicherlich auch naturheilkundlich orientiert und aufgeschlossen, aber ich glaube nicht wirklich das nur ausschließlich homöopathische o.Ä. helfen kann, add on sicherlich...vielleicht auch Schüssler Salze oder Bachböüten...

Danke und euch allen und euren Ninchen

Frohe Ostertage!
Susi




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 06.04.2012
Beiträge: 88
Audrey II befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.04.2012, 13:04

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Hallo pattyblu,

wir hatten letztes Jahr auch ein Problem mit multiresistenten Keimen in der Familie. Allerdings beim Menschen. Die Wunde wurde am Ende in Absprache mit dem Hausarzt mit Manuka-Honig behandelt und hat sich tatsächlich (ehrlich gesagt kann ich es bis heute noch nicht so richtig glauben) geschlossen. Habe zu dem Thema damals aber viel im Internet recherchiert. Manuka-Honig hat wohl antibiotische Wirkung und wird insbesondere in Neuseeland stark erforscht. Auch an der Uni Cardiff muss es eine erfolgreiche Studie im Zusammenhang mit MRSA Keimen gegeben haben. Ich wüsste jetzt zwar ehrlich nicht wie eine Therapie beim Kaninchen aussehen könnte, da es sich den Honig ja immer wieder abschlecken würde. Da aber eine Amputation im Raum steht, lohnt es sich vielleicht mal darüber nachzudenken.

Viele Grüße und gute Besserung für Dein Kaninchen

Stefanie




Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.04.2012, 13:58

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Das mit diesem Manukahonig habe ich auch schon gehört. Der wird besonders zu medizinischen Zwecken genutzt und deshalb auch dementsprechend verarbeitet und aufbereitet. Deshalb scheint er wohl recht teuer zu sein (was ja egal wäre). Falls das AB nicht hilft könnte man den Honig nach dem Auftragen sicher abdecken und einbinden. Es gibt ja so gutes z. B. selbstklebendes Verbandsmaterial.
Ich muss sagen das ich es ganz toll finde was für verschiedene Erfahrungen hier so ausgetauscht werden. Es werden immer wieder gute Neue, aber auch altbewährte Ansätze zu den verschiedenen Problemen ausgetauscht und so Denkanstösse vermittelt. Einfach toll.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 17.02.2012
Beiträge: 65
KintaChan befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.04.2012, 17:30

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Stimmt, davon hörte ich auch schonmal, der wird auch für Elefanten genommen, kam letztens irgendwo im Fernsehen... wo bekommt man den denn her?




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.04.2012, 17:33

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Ich würde mal in einer Apotheke nachfragen. Die müssten ihn zumindest bestellen können.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 06.04.2012
Beiträge: 88
Audrey II befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.04.2012, 18:15

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Man kann verschiedenste Manuka Produkte auch im Internet bestellen. Würde aber auch, wie marinahexe schon geschrieben hat, in der Apotheke nachfragen, da man glaube ich (wenn ich mich an das, was ich aufgeschnappt habe, richtig erinnere) speziell sterilisierte Produkte verwenden sollte und Beratung ja auch wichtig ist.




Benutzerbild von pattyblu
Ninchen
 
Registriert seit: 02.04.2012
Beiträge: 13
pattyblu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.04.2012, 21:02

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Hallo Ihr Lieben!
Danke für eure regen und interessanten Beiträge! Das mit dem Manuka Honig werde ich weiter verfolgen.

Danke für die guten Wünsche!
Ich wünsche euch allen schöne sonnige Ostertage!
Susi




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 04.04.2012
Beiträge: 81
Melinda befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.04.2012, 22:34

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Zitat:
Melinda: ich bin sicherlich auch naturheilkundlich orientiert und aufgeschlossen, aber ich glaube nicht wirklich das nur ausschließlich homöopathische o.Ä. helfen kann, add on sicherlich...vielleicht auch Schüssler Salze oder Bachböüten...
Also bei mir hat nichts mehr geholfen, mich hatten die deutschen Ärzte schon aufgegeben und baten meine Eltern mich auf das Schlimmste vorzubereiten. Darum waren meine Eltern so verzweifelt das wir es versucht haben. Mein Chemie Lehrer sagt auch immer, wir dürfen nicht vergessen das die Chemie auf der Biologie basiert Ich bin auch kein Bachblüten Hippie, aber da ich sehr krank bin kann ich eben nur das sagen woraus ich meine Erfahrungen gesammelt habe. Letzten Endes ist es egal was deinem Tier hilft, ich wünsche euch nur das es hilft



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Benutzerbild von pattyblu
Ninchen
 
Registriert seit: 02.04.2012
Beiträge: 13
pattyblu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.04.2012, 13:03

AW: Amputation einer Hinterpfote?


woraus ich meine Erfahrungen gesammelt habe. Letzten Endes ist es egal was deinem Tier hilft, ich wünsche euch nur das es hilft [/quote]

Das ist lieb von dir!!
Du hast Recht, man muss sich in alle Richtungen "offen" halten.
Letzendlich zählt "er heilt hat Recht" und wie ist es egal....Hauptsache man wird wieder gesund...

Das hoffe ich für meinen kleinen Süßen auch...

Dir weiterhin alles Gute und gute Besserung!!!




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 04.04.2012
Beiträge: 81
Melinda befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.04.2012, 12:26

AW: Amputation einer Hinterpfote?


Zitat:
Du hast Recht, man muss sich in alle Richtungen "offen" halten.
Genau, denn es sind nicht die Ärzte die Heilen, es sind die Medis



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