Hallo liebe Foris,
ich habe unter anderen Kaninchen einen kleinen blauen Zwergwidder, der eine große Eiterbeule hatte. Durch diese Eiterbeule hatte er auch Nasenausfluss, da der Eiter daraus abgelaufen ist. Die Eiterbeule wurde vom Tierarzt ausgehöhlt und mit Antibotika versorgt. Als weitere Behandlung wurde mir eine Spritze mit Antibotika mitgegeben, die ich nach vier Tagen geben sollte. Dieses habe ich natürlich auch gemacht. Als es Monty dann wieder besser ging wurde er gegen Myxomatose geimpft. Dann ging es ihm vier Wochen gut bis er eines Tages anfing beim Hoppeln zu wackeln. Ich bin dann wieder zum Tierarzt gefahren, worauf Monty noch vier Spritzen innerhalb von 16 Tagen bekam (also jeden vierten Tag eine Injektion). Nun ist es aber eher schlechter als besser geworden. Er hält öfter den Kopf schief, gerade wenn er frisst oder länger geschlafen hat. Wenn er länger lang, dann wackelt er nach dem Aufstehen auch ziemlich rum.

Allen 10 anderen Kaninchen, mit denen er in Kontakt war, sind kerngesund und haben überhaupt keine Auffälligkeiten. Fressen tut Monty jedenfalls ganz normal und auch nicht zuwenig. Er ist auch zusätzlich zu Obst und Gemüse immer viel Heu, Gras und Butterstecker. Der Output ist auch ganz normal also weder Durchfall noch Verstopfung. Wenn er liegt hat er auch den Kopf gerade, auch wenn er normal sitzt. Nur in der Bewegung und beim Männchen machen hat er den Kopf leicht schräg. Ansonsten hoppelt er aber gerade, kann ohne Probleme nen halben Meter hoch springen und sich vernünftig putzen. Da unser Tierarzt gesagt hat, dass es halt länger dauert, bis ein Kaninchen nach soner Eiterbeule wieder richtig gesund ist, haben wir jetzt erstmal abgewartet. Es hat sich aber nichts verbessert und nun hab ich etwas Angst, dass es Encephalitozoon Cuniculi sein könnte.

Wie ist denn der Verlauf dieser Krankheit? Ist es da normal, dass sich nix verändert oder baut dabei das Kaninchen immer mehr ab? Was noch auffällig ist, ist der Nasenausfluss, den Monty noch immer hat. Außerdem trinkt er nichts. Weshalb ich ihm öfter leicht feuchtes Gras, viel Gurke und mehr Salat gebe, da in diesen Sachen ja viel Wasser enthalten ist. Jedenfalls ist das Vertrauen zu unserem Tierarzt jetzt ziemlich schlecht, da ich das Gefühl bekommen habe, dass er selber nicht wußte, warum Monty manchmal solche Störungen hat und einfach mal Antibotika verordnet hat...

Nun endlich meine Frage:
Was soll ich nun machen? Könnte es noch was Anderes (z.B. ein leichter Myxobefall, weil Montys Körper die Impfung - durch den Eiter im Körper - nicht richtig vertragen hat) sein? Nächste Woche gehen wir dann zu einem anderen Tierarzt. Kennt jemand vielleicht einen Kaninchenerfahrenen in Soltau?
Sorry für den langen Text, aber ich wollte es ziemlich genau beschreiben.
Gruß Widder-Jessy