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Aussengehegeplanung und einige offene Fragen auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 15.06.2011
Beiträge: 2
babypuk befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.02.2012, 15:17

Aussengehegeplanung und einige offene Fragen


Moin :-)

Wir wollen dieses Frühjahr ein festes Nin-Aussengehege bauen, dass dann auch ganzjährig von unseren (derzeit) zwei Zwerg-Nins bezogen werden soll. Nachdem sich innerfamiliär nun endlich auf einen Platz geeinigt wurde (hoffentlich) geht es nun an die genaueren Planungen, sprich Größe, Ausstattung, Absicherung. Wo wir auch schon beim Punkt wären, über den ich mir gerade Gedanken mache.

Im letzten Sommer hatten wir die Kaninchen in zwei dieser Gehege untergebracht: http://www.zooplus.de/shop/nager_kleintiere/freigehege/holz/outback/140546 . Also die beiden Gehege nebeneinander gestellt und die Türen zwischen beiden entfernt. Natürlich noch weiter ausgestattet als auf dem Bild. Von der Stabilität waren wir eigentlich sehr zufrieden mit dem ganzen. Bis Loona buddelte - und ich morgens um 6 meine Nins im Wohngebiet einsammeln musste. Gehege versetzt - ne Stunde später buddelte sie wieder. Und wieder und wieder. Danach haben wir eins der Gehege auf Gehwegplatten gestellt, das andere daran gestellt, jedoch das zweite nur unter Aufsicht von den Nins benutzen lassen (die Plattenfläche war leider nicht größer). Liess man die Nins in den "Gras-Abschnitt" tobten sie ne Weile rum, frassen ein wenig, aber es dauerte nie lange, bis Loona wieder zur Buddelkönigin mutierte. Und sie buddelt rasend schnell . Es war also unmöglich, sie unbeaufsichtigt im "Gras-Abschnitt" zu lassen. Dass auch das nur eine Übergangslösung sein konnte, war uns damals schon klar. Leider fing Miss Loona dann aber auch noch an, am Holz von Gehege zu nagen, weil ausbuddeln ging ja auf den Platten schlecht. Sie war - nunja nicht gerade unerfolgreich möchte ich es mal nennen. Ergebnis: Der Käfig ist für uns nicht mehr nutzbar, aber egal man hat ja das Geld und wir wollten sowieso was eigenes bauen.
Den Abschnitt mit den Gehwegplatten drunter haben wir von unten mit Heu ausgestreut, was sich im Dauerregen natürlich super gemacht hat *ironie*.

Egal. Nun soll ja was neues kommen. Und da stellt sich mir jetzt die Frage: Wie nach unten absichern:
a) Gehwegplatten: Fänd ich zum einen schade, weil sie ja dann auch nicht wirklich auf nem natürlichen Boden sitzen würden, sie könnten kein Gras selbst rupfen etc. Zum anderen macht es mir Sorge, ob es mit den Platten am Boden nicht kälter ist, als wenn sie auf Erde sitzen würden? Grade bei Temperaturen wie im Moment herrschen. -20° haben wir hier zwar noch ne Weile nicht, aber -13° C sinds hier nachts bestimmt auch draussen locker.
b) Aussenwände des Geheges (steht noch nicht fest, woraus) in die Erde versenken: Ich fand die Idee gut, alle anderen sind in reine Panik ausgebrochen: Da müsste man ja nen Mini-Bagger besorgen, der Erde aushebt blablablubb
c) Ich bin noch für alle weiteren Ideen offen?

Zu was würdet ihr denn erfahrungstechnisch bei Buddel- und Knabberspezis eher raten? Oder sind meine Bedenken mit den Platten auf Nässe und Kälte zu sitzen völlig blödsinnig? Oder hat vielleicht noch jemand ganz andere Ideen? Ich hab z.B. letztens bei Hundkatzemaus auch ein Gehege gesehen, bei dem das Gitter auf dem Boden nach Innen umgebogen wurde und dann noch 30-40 cm am inneren Gehegerand nach innen liegt. Wär sowas auch denkbar? Wenn ich es richtig im Kopf hab, hab ich mal gelesen, die Kaninchen buddeln eher in die Tiefe, statt in die Länge?

Ratlose Grüße
babypuk



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 05.02.2012, 18:02

AW: Aussengehegeplanung und einige offene Fragen


Blödsinnig sind Bedenken niemals, sie zeigen einfach dass du möglichst alles "richtig" machen willst. Richtig kommt aber immer auf den Einzelfall an - was ist machbar. So war es bei mir z. B. nicht machbar eine senkrechte Absicherung nach unten zu machen, weil unser Gartenbauer die Überreste vom Bauschutt offensichtlich wohl doch nicht abtransportiert hat...

Ich habe Gehwegplatten aus Beton liegen, allerdings laufen sie nicht auf den blanken Platten. Das wäre viel zu hart für die empfindlichen Pfoten, denn Kaninchen sind dafür "konstruiert" auf relativ elastischen Böden zu laufen. Deshalb ist bei mir im überdachten Bereich mit Kleintierstreu + Stroh (im Sommer Strohpellets + Stroh) eingestreut und im nicht überdachten Bereich mit Bio-Rindenmulch. Den Rindenmulch muss man regelmäßig umharken damit er nicht schimmelt, aber er ist ein ganz guter Untergrund zum hoppeln.

Gras hast du ohnehin nicht lange im Gehege, also mach dir keine Gedanken dass du ihnen etwas nehmen würdest wenn dein Gehege von vorneherein keines hat

Wenn du Erde als Untergrund für deine Nins bevorzugst, kannst du auch ca. 30 cm abtragen, darunter Draht und/oder Gittersteine verlegen und das ganze Erdreich wieder draufschaufeln.

Kaninchen können 1 - 2 Meter tief buddeln, die Bauten großer Sippen können bis zu 40 Meter im Durchmesser betragen - deshalb würde ich immer eine ganzflächige Absicherung bevorzugen wo es aufgrund der Gehegegröße noch machbar ist. Sonst musst du eben jeden Tag zuschütten, was Loona aufgebuddelt hat. Eine Buddelkiste ist für sie dann Ersatz für die fehlenden Möglichkeiten wenn du ganzflächig absicherst, die wird sie sicher gern annehmen.

Ganz besonders bei knabberwütigen Nins (aber im Grunde genommen bei allen, denn niemand weiß im voraus ob sein Nin doch einmal knabbert!) empfiehlt es sich, Geld in teure aber tiergeeignete oder kinderspielzeuggeeignete Lasur zu investieren - der Gesundheit wegen. Und die Holzstärke gleich ein wenig größer auswählen, dann tut es der Stabilität keinen Abbruch wenn doch einmal eine Kante allzu verführerisch war




Benutzerbild von Keks3006
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.01.2012
Beiträge: 4.002
Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.02.2012, 00:15

AW: Aussengehegeplanung und einige offene Fragen


Hey!

Ich mache mir zur Zeit die gleichen Gedanken wie du, denn ich bin auch in der Planungsphase für ein neues Gehege

Hatte die gleichen Probleme mit dem Buddeln bei meinem letzten Gehege und bei dem Buddeltempo und weil man ja nie von außen sehen kann, wohin es gerade geht, würde ich auf jeden Fall den ganzen Gehegebereich von unten mit Platten oder Gitter absichern! Die Gefahr, dass sie sich rausbuddeln, obwohl an den Seiten 30cm tief Gitter versenkt ist, wäre mir da zu hoch. Und selbst wenn sie nur nach unten buddeln, wäre es unpraktisch, wenn ein Kaninchen dringend zum Tierarzt soll und sich aber gerade 1m tief unter deinen Füßen befindet und du es nicht rauskriegst Außerdem ist es fast genauso viel Aufwand, Gitter an den Seiten zu versenken wie einfach direkt eine ganze Grube auszuheben, buddeln muss man so oder so :P

Ich habe jetzt beschlossen, mein Gehege in etwa (mit kleineren und größeren Abwandlungen) nach dieser Anleitung zu bauen, das ist echt gut beschrieben so vom Grundlegenden her

http://diebrain.de/k-gehegebenner.html

Außerdem überlege ich noch, ob ich den Volierendraht im Gehege nicht einfach von innen an den Holzpfosten anbringen soll (natürlich ohne scharfe Kanten o.ä.), um knabbern an tragenden "Wänden" von vornherein auszuschließen

Ach ja, das wird ein großer Spaß, das Bauen



 
 
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