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AW: FreilandhaltungIch habe auch Freilandhaltung. Ich finde es toll- Anfangs habe ich auch die Nins über Nacht reingeholt. Das mache ich schon lange nicht mehr. Kaninchen sind dämmerungs-und nachtaktiv. Dann ist es doch blöde, wenn sie genau diese Zeit eingesperrt sind. Ich habe einen großen Hund und eine sehr große Katze, die alles fängt, was bei 3 nicht auf dem Baum ist. Warscheinlich habe ich deswegen keine Probleme mit Fressfeinden.
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AW: FreilandhaltungWir haben mal ein Kaninchen während der Dämmerung verloren. Mein Bruder hat sich nach dem Fußballtraining verspätet und wir haben das Kaninchen mit aufgebissenem Kopf hinter dem Zaum gefunden. Was es war wissen wir bis heute nicht, aber seitdem kommen die Kaninchen spätestens wenns dämmrig wird rein.
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AW: FreilandhaltungZitat:
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AW: FreilandhaltungHier mal ein Foto von meiner Haltung: ![]()
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AW: FreilandhaltungDie Katzen der Nachbarschaft hier stören sich nicht an unserem 1,8 Meter hohen Zaun und würden liebend gern die Nins als Spielzeug missbrauchen. Außerdem haben wir - obwohl nur 10 Autominuten von der City entfernt und mit stark befahrener Bundesstraße in 500 m Entfernung, außerdem mitten in einem engen Neubaugebiet wohnend - regelmäßig Raubvögel unterschiedlicher Art und Größe. Einer hat sogar unser Fenster im Dachgeschoss als Sitzplatz auserkoren obwohl wir schon eine Taubenabwehr auf die Fensterbank gemacht haben, wir finden regelmäßig alle paar Tage neues Gewölle in der Kiestraufe ![]() Du musst dir - wie alle anderen hier - also bewusst sein dass du einen herben Verlust riskierst. Niemand - wirklich niemand! - kann dir garantieren dass den Nins nichts passiert. Ich würde das allenfalls mit Riesen machen, niemals aber mit Zwerg- oder kleinen Rassen. Meiner Ansicht nach hat dein Freund völlig Recht, es ist und bleibt zu gefährlich. Auch der von mausefusses erwähnte 1,5 Meter hohe Zaun ist KEIN wirklicher Schutz für die Fellnasen! Er wäre es nur dann wenn er mindestens 1,7 Meter hoch wäre und komplett und umlaufend mit einem Elektrozaun in 1,5 Metern Höhe gesichert wäre. Alles andere wird von Katzen, Hunden und vor allem auch Füchsen spielend überwunden. Denn dass die Nins nicht raus können heißt ja lange nicht dass kein Eindringling rein kann. Außerdem muss ein Vogelschutznetz vorhanden sein wenn man Angriffe von Raubvögeln und auch von Elstern unterbinden will. Ja, auch Elstern können Kaninchen angreifen! Und Zwergkaninchen sind da sehr gefährdet, und können lebensgefährlich von ihnen verletzt werden. Im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden wie viel Risiko er einzugehen bereit ist. Ich selbst bin nicht bereit eine Tierart der ein großer Teil ihres natürlichen Verhaltens bereits verlorengegangen ist (z. B. sind viele Hauskaninchen heute tagaktiv statt in der - verhältnismäßig ungefährlicheren - Dämmerung munter zu werden) und die auch in den meisten Fällen nicht über die eigentlich überlebenswichtige Tarnfarbe verfügen (!) einer Gefahr auszusetzen die sie möglicherweise nicht einmal erkennt. Und auch eine Hauskatze ist ein Mini-Tiger - ein Raubtier! Und sie bleibt es, sie kann nicht anders! Überlege also gut, wie viel Leid du im Ernstfall auszuhalten bereit bist. Geändert von Lupine (07.12.2011 um 11:45 Uhr).
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AW: FreilandhaltungEs ist, wie Lupine es schon sagte, immer eine Ermessensfrage. Ich persönlich kann die Gefahreneinschätzung von Katzen, Elstern und Krähen so allerdings nicht bestätigen (kann sie aber natürlich nicht verallgemeinern). Ich habe tagsüber Freilandhaltung in meinem Garten. Der Stall ist immer frei zugänglich und viele Sträucher und Bäume bieten schnellen Schutz bei Gefahr. Viele Nachbarkatzen und nicht zuletzt meine eigenen Katzen stellten über jahrelange Haltung gesehen noch nie ein Problem dar. Gerade auch dieses relativ "natürliche" Umfeld und das Miteinander von Mensch und Tier, macht meiner Meinung nach den Charme dieser Haltung aus. Allerdings hätte ich wenn es hier "richtige" Raubvögel gäbe, womöglich auch eher über ein voll gesichertes Gehege nachgedacht. Es ist also sicher am sinnigsten alle Umstände in die Überlegungen ein zu beziehen und dann zu entscheiden für was für eine Haltungsform man sich entscheidet.
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AW: FreilandhaltungIch finde es toll, wenn man Tiere möglichst artgerecht hält. Meine kommen alle aus furchtbaren Verhältnissen. Haben alle früher in Miniknästen gelebt. Teilweise auch in Einzelhaft. Es ist toll, zu sehen, wie die Instinkte zurückkommen. Plötzlich fangen sie an zu buddeln. Sie klopfen bei Gefahr. Sie fressen lieber das wachsende Gras, als die gepflückte Wiese, und sie laufen weg, wenn ein Vogel einen Schatten wirft. Kaninchen sind nicht tagaktiv. Man kann sie da auch nicht hin erziehen. Genau so wenig, wie Hamster. Und wenn man ihnen die Möglichkeit zum artgerechten Leben bietet, nehmen sie sie gerne an. Ich habe noch kein Tier an ein Raubtier verloren. Leider aber an Leukose (Meeri), Infekten, Altersschwäche und Folgen von Abzessen. Passieren kann immer was. Das ist klar. Aber meine Katze ist Freigänger. Sie hat eine Katzenklappe und kann somit immer rein und raus, wie sie will. Klar, habe ich Angst, dass sie überfahren oder weggefangen wird. Aber hier ist es genau so, wie bei den Kanicnhen. Das Leben ist da, um es zu leben, und nicht da, um sich davor zu verstecken !!
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AW: FreilandhaltungIch möchte noch einmal klarstellen dass ich für mich gesprochen habe. Meine Erfahrungen lehren mich, dass Katzen hochgefährlich sind für Kaninchen. Die Erfahrung einer österreichischen Freundin hat gezeigt, dass eine Elster eines ihrer Kaninchen vor ihren Augen beinahe getötet hätte. Und so schnell wie ein Raubvogel herabstößt können meine Nins nicht mit Sicherheit in irgendeinem Unterschlupf verschwinden. Möglichkeit zu artgerechtem Verhalten bietet sich ihnen dennoch. Ihr Außengehege ist so eingerichtet, dass es sowohl Buddelmöglichkeiten als auch Tunnel und andere Verstecke gibt. Es gibt Bereiche die nach oben abgedeckt sind, andere haben nach oben nur den Volierendraht - und sie reagieren auch in diesen Bereichen arttypisch mit Verstecken auf Raubvögel - oder auf die Nachbarskatze. Gras selbst pflücken dürfen sie beim beaufsichtigten Freilauf. Sicher, das fällt alles eine Nummer kleiner aus, aber ob das tatsächlich so viel ausmacht dass es das Risiko wert wäre? Nicht für mich, nicht für meine Nins. Ich könnte es nicht ertragen, wenn meiner Entscheidung wegen eines meiner Nins von einem Raubtier zerrissen würde. Die letzten Lebenssekunden in Todesangst, einen vermutlich schmerzvollen Tod sterben - das kann ich nicht riskieren. ICH treffe die Entscheidung für die Nins, ICH bin verantwortlich für alles Gute aber auch alles Leid was ihnen geschieht. Wenn jemand das anders sieht, dann ist das wiederum seine eigene Entscheidung und ich habe kein Recht die als falsch zu kritisieren, so lange der jenige unter Abwägung aller Fakten entschieden hat. Öli, übrigens sind Kaninchen so wandlungsfähige Kulturfolger, dass ein ganz erheblicher Teil von ihnen, insbesondere in Wohnungshaltung, aber teils auch in Außenhaltung, sich dem Lebensrhythmus seiner Möhrchenspender angepasst hat. Bewusst umerziehen kann man Nins nicht - insofern hast du Recht. Aber einige haben sich selbst umerzogen.
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AW: FreilandhaltungÖli, da geht es mir im Prinzip schon so wie Dir. Ich habe auch oft Angst um meine Tiere, besonders auch um meine Freigängerkatzen aber ich liebe sie zu sehr um sie einzusperren. Passieren kann immer und überall etwas und man muß immer das für- und wieder abwägen. Ich persönlich habe mich da auch eher für "soviel Freiheit als möglich entschieden". Ich bin übrigens (auch) der Meinung, dass sich die Kaninchen im Tag/Nachtrythmus angleichen können. Aber ich denke jetzt wirds langsam zu off topic (sorry an den Threadersteller).
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AW: FreilandhaltungZitat:
Das sehe ich auch so. Ich denke die meisten Tiere würden ein kurzes aber freises Leben einer langen Gefangenschaft vorziehen. Ich habe meine Katzen früher auch schweren Herzens raus gelassen, aber sie wären im Hause verkümmert. Und meine Kaninchen sind tagsüber auch nicht 100 % abgesichert. Diese Entscheidung muss natürlich jeder für sich selber treffen. LG
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AW: FreilandhaltungBis jetzt fand ich das nicht zu Off-Topic :-) Ich finde das echt schwierig. Wir sind recht blauäugig zur Freilandhaltung gekommen. Wir hatten die Kaninchen früher in einem Stall im Garten. In meinen Kaninchenbüchern stand, dass man die Kaninchen ab und zu mal hoppeln lassen soll. Hab ich auch brav gemacht, wurde mir dann irgendwann zu langweilig. Dann habe ich die Kaninchen einfach im Garten hoppeln lassen und bin ins Haus. Die Hoppelzeiten wurden dann immer länger ![]() Öli, können sich deine Kaninchen unter dem Zaun durchbuddeln? Finde deine Kaninchen leben sehr schön.
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AW: FreilandhaltungNein, sie können sich nicht rausbuddeln. Das Gehege ist durch das Haus und den Zaun eingegrenzt. Und Beides hat ein tiefes Fundament. Sie leben seit Jahren so. Es klappt super.
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