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Hab mal ne Frage auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von CutestRabbitonEarth
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 15.09.2011
Beiträge: 64
CutestRabbitonEarth befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.09.2011, 21:38

Hab mal ne Frage


Hallo,

ich wollt mal wissen, was ihr davon haltet:
Vor ca. 2 Wochen fiel mir auf, dass mein Hasi sich immer an einem Ohr kratzt und dahinter auch schon ne kahle Stelle war und auch im Nacken wurde es lichter.

Ich Hasi in die Transportkiste gepackt und ab zur Tierärztin, die nur ein paar Straßen weiter ihre Praxis hat. Ist ja sehr angenehm, wenn man so nah eine helfende Hand findet. Sie schaute sich den Kleinen an und meinte, sie hätte sich das ja viel schlimmer nach meinem Bericht vorgestellt. Man sähe doch kaum was, außerdem seien Kaninchen hinter dem Ohr immer kahl. (!) Hat was ins Ohr geträufelt, keine Ahnung was, mir ca. 10 Euro abgenommen und das war's an Untersuchung und Behandlung.

Hasi hörte aber nicht auf sich zu kratzen. Die kahle Stelle wurde also größer, jetzt schon deutlich sichtbar im Nacken. Ich Hasi wieder in Transportkiste und ab zur Tierärztin. Dort große Ratlosigkeit, untersuchte die Ohren und schaute ins Fell, meinte da wären keine Parasiten, zeigte mir ein Foto von Milbenbefall im Ohr aus einem medizinischen Buch, Ohrentzündung auch unwahrscheinlich, aber sie sagte mir, ich sollte jetzt täglich Surolan oder wie das heißt in die Ohren träufeln und in ein paar Tagen wiederkommen. Einfach so was gegen Milben drauf, wenn sie nichts sehen kann, würde sie nicht machen wollen. Diesmal 15 Euro abgeknöpft.


So, dann hat Hasi den Appetit verloren, wobei ich anfangs nicht wusste, wie gefährlich das bei Kaninchen ist. Erst am nächsten Tag bei einer Internetrecherche stieß ich auf die Info mit dem Darmkollaps. Also Hasi, der mittlerweile schon grantig reagierte, wenn man ihn anfasste wieder zur Tierärztin. Es war Samstag morgen. Jetzt sah man erstmals Nervosität bei der Tierärztin. Die kahle Stelle ging mittlerweile über den ganzen Nacken, der kleine wirkte recht apathisch, man sah ihm wirklich an, dass es ihm nicht gutging. Sie hat ihn erstmal mit Critical Care zwangsernährt und ihm Antibiotika gespritzt. Der Kleine, der sonst die Gutmütigkeit in Kaninchengestalt ist, biss und wehrte sich, als würde es ihm ans Leben gehen. Dann sagte die Tierärztin, sie würde mich an eine Kaninchenspezialistin überweisen. Hat mir 27 Euro abgeknöpft und ich durfte sehen, wie ich das Critical Care alle paar Stunden in das bissige Tier reinkriegte, Antibiotika natürlich auch.

Hab ein schlimmes Wochenende gehabt. Hatte schon die Tierklinik angerufen, ob ich ihn vorbeibringen kann, da ich diese verdammte Astronautencreme nicht ihn ausreichender Menge in ihn reinkríegte!! Ich dachte, er stirbt. Aber die Frau am Telefon hat mir ein bisschen Hilfestellung gegeben und dann ging es doch - erst seitlich die Spritze rein, dann nach vorne ziehen, so dass er wütend auf die Spritze beißt und dann langsam reindrücken. Aber bis dahin war sein Fell, meine Kleidung, mein Sofa, meine Wohnung, die Handtücher und auch der Boden voll von dieser verdammten Creme. Und vor allem wurde das Tier bei den Fütterungen so gestresst, dass ich mehrfach dachte, er kriegt einen Infarkt. Sonntag abend sprang zum Glück sein Appetit wieder an und er fraß von ganz allein.

Montag dann zur Spezialistin, die über 20 km entfernt ist. Die guckt sich den Kleinen eine Sekunde an, meint das wäre typischer Befall für ein Milbenart - ich glaube Raubmilbe. Dann kämmt sie ein paar Haare aus dem Fell und untersucht sie. Meint, ja da wären Eier dran, die Parasiten selbst könnte man in den seltensten Fällen ausfindig machen - auch bei gründlicher Suche. Tropft was in den Nacken und meint, das wäre nächste Woche schon besser und in 4 Wochen ganz vorbei. Bin wieder 27 Euro los, aber diesmal hoffe ich, dass es auch wirklich was bringt.

Also, ich weiß nicht. Was soll ich von der ersten Ärztin halten? Wusste sie nicht, dass man die Haare unter dem Mikroskop untersuchen kann? Eine Kotprobe hat sie übrigens analysiert, wegen der Nahrungsverweigerung, also hat sie wohl ein Mikroskop. Soll ich jetzt jedes Mal, wenn etwas ist, zu der 20 Kilometer entfernten Ärztin fahren, weil ich meiner Ärztin um die Ecke nicht vertraue? Immerhin hat sie ihn schon kastriert. Ich habe jetzt 80 Euro ausgegeben (sind nicht mal die Fahrtkosten drin), vor allem aber jede Menge Stress gehabt, das Tier auch (4 Arztbesuche in knapp 2 Wochen!) Und das alles wegen ein paar popeligen Milben? Erkennen denn nur Spezialisten Milbenbefall?



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.09.2011, 21:50

AW: Hab mal ne Frage


Hallo,

herzlich willkommen hier im Forum!

Also ganz ehrlich, ich würde jederzeit die 20 km fahren wenn ich weiß, dass ich eine kompetente Ärztin habe. Bei der ersten Ärztin wirst Du in Zukunft jede Diagnose anzweifeln. Aber Du hast uns ja jetzt gefunden. Wenn wieder was ist, kannst Du hier nachfragen. Wir sind zwar keine Ärzte und können Ferndiagnosen stellen, aber wir können Dir sagen, was es sein könnte. Außer Milben wäre noch ein Pilz in Frage gekommen!

lg
marinahexe




Benutzerbild von CutestRabbitonEarth
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 15.09.2011
Beiträge: 64
CutestRabbitonEarth befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.09.2011, 21:57

AW: Hab mal ne Frage


Guten Abend, Marina. Danke für das Willkommen!
Ist ja auch eine Frage der Zeit, zum Gück hatte ich die am Montag und zum Glück bekam ich noch einen Termin für den Tag. Von Ferndiagnosen halte ich jetzt nicht so viel. Ich weiß nicht, was ich von meiner ersten Ärztin halten soll. Ist es denn wirklich so schwer, Milbenbefall zu diagnostizieren?




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.09.2011, 22:18

AW: Hab mal ne Frage


Während der Ausbildung der Tierärzte wird das Thema "Kaninchen" nur kurz behandelt. Ein guter Tierarzt bildet sich selbst weiter.

Einen Milbenbefall sollte ein Tierarzt schon feststellen können, da es ja nicht kaninchenspezifisch ist. Ich würde mal vorsichtig sagen, dass sich die erste Tierärztin nicht wirklich auskennt. Obwohl Milben eigentlich Tagesgeschäft sein sollten.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.09.2011, 22:20

AW: Hab mal ne Frage


Ach so, ich meinte, wir können keine Ferndiagnosen stellen. Aber wenn Du Symptome beschreibst, können wir Dir raten, auf was Du beim Tierarzt achten solltest und auf was Du den Tierarzt ansprechen kannst.




Benutzerbild von CutestRabbitonEarth
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 15.09.2011
Beiträge: 64
CutestRabbitonEarth befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.09.2011, 22:36

AW: Hab mal ne Frage


Ah, okay. Ja, da fehlte ein "nicht" vor den Ferndiagnosen.
Tja, ich denke auch. Das müsste doch eigentlich zur Ausbildung dazu gehören. Gut, ich bin ja ganz froh, eine Spezialistin dann doch erreicht zu haben. Immerhin hat die erste Ärztin mich weiter verwiesen.
Übrigens frisst der Kleine neuerdings wie ein Scheunendrescher. Ist fast schon unheimlich. Also wollte er alles nachholen, was er ausgelassen hat. Und ist wirklich sehr munter, flitzt hier gerade um die Ecke. Seltsam, wie schnell das umschlug. Ganz anders als beim Menschen. Von 100 auf Null und wieder zurück auf 100.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.09.2011, 22:43

AW: Hab mal ne Frage


Ja, das geht ganz schnell. Wenn man einem Kaninchen ansieht, dass es ihm nicht gut geht, ist höchste Eile angesagt! Kaninchen sind Weltmeister im Verstecken von Krankheiten. Das ist in der Natur überlebenswichtig. Deshalb muss man immer sehr genau beobachten.



 
 
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