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Jakobskreuzkraut - kleine Menge von Wiese gefressen! auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 15.07.2011
Beiträge: 45
Flitz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.09.2011, 15:56

Jakobskreuzkraut - kleine Menge von Wiese gefressen!


Hallo,

also irgendwie scheint bei unseren beiden Kaninchen der Instinkt/ das Wissen um giftige Pflanzen nicht so weit her zu sein

Beide oder einer haben/hat gestern auf dem Auslauf die (zum Glück noch kleine) Grundrosette, also 4 - 5 kleine Blättchen vom Jakobskreuzkraut auf unsererer Gartenwiese verputzt.
Hatte das Pflänzchen entdeckt und wollte es ausstechen, hab es dann aber mit Ausstecher nicht gleich wiedergefunden und da dann das mobile Gehege aufgebaut war und die Kaninchen schon drin rumhoppelten, dachte ich, ich stech das Pflänzchen abends in Ruhe aus, wenn sie wieder im Nachtgehege sind und der Auslauf wieder abgebaut ist. Hab leider auf den angeblichen Schutzinstinkt vertraut

Aber abends konnte ich das Pflänzchen auch nicht mehr entdecken und es kam dann auch das Gewitter . Vorhin konnte ich endlich mal in aller Ruhe suchen und da fand ich die Reste der abgefressenen Blätter. Jetzt ist auch die Wurzel raus.

Das Jakobskreuzkraut soll ja super giftig sein und sich in der Leber anreichern und nicht mehr abbauen. Ist das auch bei Kaninchen so gefährlich wie bei Pferden und Kühen? Muß ich mir jetzt Sorgen um die beiden machen?

Das Mistkraut vermehrt sich leider hier in der Gegend explosionsartig und man kann fast nichts dagegen machen, ausser im eigenen Garten rumkriechen und es möglichst gleich ausstechen.

Gruß



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 12.09.2011, 16:09

AW: Jakobskreuzkraut - kleine Menge von Wiese gefressen!


Momentan häufen sich leider wieder die Vergiftungsfälle - am WE trat in einem anderen Forum einer mit Eibe auf, mit leider tödlichem Ausgang.

Es ist ein Märchen dass alle Nins einen natürlichen Schutzinstinkt haben, wenn sie nur abwechslungsreich mit viel Wiese ernährt werden - und einige in diesem Forum helfen leider fleißig mit dieses Märchen zu verbreiten. 4 von 5 Nins haben diesen Instinkt vielleicht, deshalb passiert nicht öfter etwas. Aber niemand weiß welches das 5. Ninchen ist. Übrigens erleiden auch Wildkaninchen gelegentlich Vergiftungen. Nur dadurch, dass diejenigen überleben die keine giftigen Sachen fressen, und dieses Wissen an die Nachkommen durch Beobachtung weitergegeben wird, und Kaninchen überdies eine sehr hohe Vermehrungsrate haben, wird das ausgeglichen.

Vielleicht kann dir die Uni Zürich weiterhelfen bezüglich deiner Fragen, sie betreiben eine umfangreiche Giftdatenbank und haben einen eMail-Beratungsdienst für Fragen wie diese:

[url=http://www.vetpharm.uzh.ch/php/email_d.php]CliniPharm/CliniTox: Email Beratungsdienst - Veterinaerpharmakologie und -toxikologie Zuerich[/url]



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Benutzerbild von Menolli
Kaninchen
 
Registriert seit: 04.05.2010
Beiträge: 3.429
Menolli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Menolli eine Nachricht über ICQ schicken
Geschrieben am 12.09.2011, 16:20

AW: Jakobskreuzkraut - kleine Menge von Wiese gefressen!


Also meine Kaninchen haben auch schon JKK gefressen, ohne das irgendwas passiert ist.

Auch ist mir schon sehr oft aufgefallen, das es in Gegenden mit hoher Wildkaninchen populationen kaum JKK zu finden ist.

Sollte es für Kaninchen schädlich sein, wissen meine nichts davon.

Setzt dich mal mit deinem TA in Kontakt, sollte es für die Kanichen tatsächlich giftig sein, wird er dir bestimmt sagen können ob man da noch was machen kann oder nicht



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15.08.2010-04.03.2011 Mon Cherry
20.04.2008-16.03.2011 Carlsson
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Ich werde euch nie vergessen, davon geschieden doch im Herzen vereint.
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Benutzerbild von Kreusa
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Registriert seit: 29.08.2010
Beiträge: 5.830
Kreusa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.09.2011, 16:22

AW: Jakobskreuzkraut - kleine Menge von Wiese gefressen!


Habe heute wieder ein paar dieser Mistdinger von unserer Schafsweide entfernt.. irgendwie gibt es die dieses Jahr hier in Massen... ich kann mich nicht erinnern, dass es in den letzten Jahren auch so schlimm war...
Zum Glück sind unsere Schafe clever genug sie nicht zu probieren...



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It takes very special qualities to devote one's life to problems with no attainable solutions and to poking around in dead people's garbage: Words like 'masochistic', 'nosy,' and 'completely batty' spring to mind.

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Benutzerbild von Lupine
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Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 12.09.2011, 16:27

AW: Jakobskreuzkraut - kleine Menge von Wiese gefressen!


Jakobskreuzkraut ist tückisch, die Folgen zeigen sich oft erst Monate nach dem Verzehr. Auch bei Schafen gibt es eine chronische Verlaufsform der Vergiftung, kreusa. Bitte, wiegt euch nicht in Sicherheit!!!

Menolli, wenn Wildkaninchen das JKK fressen und erst Monate danach daran versterben, haben sie die Population meist bereits um diverse Nachkommen bereichert. Wildkaninchen haben keine besonders hohe Lebenserwartung, anders als Hauskaninchen, deshalb fällt es in den Wildkaninchenpopulationen nicht so schnell ins Gewicht wenn schwere Leberschäden auftreten - die Tiere werden meist vorher von Fressfeinde erwischt. Oder aufgrund der Vergiftung von Fressfeinden erwischt...

Du kannst nicht sagen dass nichts passiert sei, oder hast du bei allen deinen Nins ein halbes Jahr nach Verzehr des Zeugs eine Leberbiopsie durchführen lassen? Oder zumindest ein großes Blutbild mit Leberwerten machen lassen?




Benutzerbild von Kreusa
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Registriert seit: 29.08.2010
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Kreusa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.09.2011, 16:34

AW: Jakobskreuzkraut - kleine Menge von Wiese gefressen!


Die Pflanzen sind erst seit diesem Jahr im Gehege... und wir haben bisher alle entfernt und kontrollieren häufig ob was nachwächst, keine Pflanze davon war angefressen. Ich hoffe auch, dass wir bisher Glück gehabt haben und nichts passiert... wie sieht es eigentlich bei Schafen mit der schädlichen Dosis aus? Gibt es da Richtwerte oder so nach gewicht des Tieres? Unsere sind eine ziemlich große, schwere Rasse (eigentlich eine Fleischrasse) ändert das was an den Mengen die für sie schädlich sind?



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Menolli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Menolli eine Nachricht über ICQ schicken
Geschrieben am 12.09.2011, 16:36

AW: Jakobskreuzkraut - kleine Menge von Wiese gefressen!


Der ganze Vorfall ist jetzt etwa 1,5 Jahre her, auser das Bounty einen Fall von E.C hat sind sie alle fit. Stehen unter regelmäßiger TÄ beobachtung.
Ein Blutbild habe ich von Bounty(vor 2 Wochen) anfertigen lassen, um E.C genau nachweisen zu lassen. Die Leberwerte waren gut.
Also ich meine ja nicht, das es auch hier gut gehen muss.



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Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 12.09.2011, 16:40

AW: Jakobskreuzkraut - kleine Menge von Wiese gefressen!


Dann hast du wahrscheinlich ein Riesen-Glück gehabt Menolli.

Kreusa, schau mal auf die Homepage der Uni Zürich, in die Giftpflanzendatenbank. Da steht folgendes zur letalen Dosis:

Zitat:
Schaf:> 2 kg Senecio jacobaea (Frischpflanze)/kg Körpergewicht (Goeger et al., 1982; Liebenow & Liebenow, 1993)
Quelle: vetpharm.uzh.ch/perldocs/index_x.htm


Wie hoch die Dosis ist, die bereits Schäden an der Gesundheit anrichtet, findet sich dort leider nicht. Wahrscheinlich ist der Grund, dass sich die Gifte ansammeln und nicht abgebaut werden können.



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Benutzerbild von Kreusa
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Registriert seit: 29.08.2010
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Kreusa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.09.2011, 16:44

AW: Jakobskreuzkraut - kleine Menge von Wiese gefressen!


Zitat:
Zitat von Lupine Beitrag anzeigen
Dann hast du wahrscheinlich ein Riesen-Glück gehabt Menolli.

Kreusa, schau mal auf die Homepage der Uni Zürich, in die Giftpflanzendatenbank. Da steht folgendes zur letalen Dosis:



Quelle: vetpharm.uzh.ch/perldocs/index_x.htm
Ah... danke für den Link.... Also 2kg Pflanze pro kg Schaf? Unsere haben ein Kampfgewicht von etwa 90-100kg... das dürfte schwierig sein so viel Jacobskreuzkraut zu fressen ohne, dass es hier jemand merkt.. zum Glück...



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Jiri befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.09.2011, 17:47

AW: Jakobskreuzkraut - kleine Menge von Wiese gefressen!


Die Giftigkeit einer Pflanze für eine Tiergattung hängt nicht allein vom Körpergewicht ab. Das ist Quatsch. Meine Kaninchen müssten auch schon alle tot sein, sie knabern hin und wieder an allen möglichen Giftpflanzen.
Das mit der Eibe habe ich auch gelesen und fand es aber nicht eindeutig als Ursache geklärt.
Wobei ich es allerding auch ziemlich bescheuert (entschuldigung) finde, Eibe und Tanne zu verwechseln und Eibe absichtlich ins Gehege zu legen. Und wenn die Kaninchen dann sonst nichts zu fressen haben, kann die aufgenommenen Menge natürlich zu groß sein.
LG




Benutzerbild von Lupine
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Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 12.09.2011, 17:51

AW: Jakobskreuzkraut - kleine Menge von Wiese gefressen!


Jiri, es ging bei diesen Angaben explizit um Schafe, denn Kreusa hatte danach gefragt weil sie das Jakobskreuzkraut-Problem auf der Schafweide haben. Dass man das nicht einfach auf Nins übertragen kann dürfte klar sein.

Ich finde das schon ziemlich gewagt, seine Nins einfach in die Nähe von Pflanzen zu lassen von denen bekannt ist dass sie für Kaninchen giftig sind. Ich persönlich habe für mich entschieden, dass ich das nicht tun werde, ich fühle mich da in der Verantwortung. Viele dieser Giftpflanzen sind ja hier nicht einmal heimisch.




Benutzerbild von Jiri
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Jiri befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.09.2011, 18:35

AW: Jakobskreuzkraut - kleine Menge von Wiese gefressen!


Meine Kaninchen haben große Gehege bzw. laufen frei in einem mehr oder weniger verwilderten Garten. Ich könnte da gar nicht alle giftigen Pflanzen entfernen. Sie habe aber immer genug zu fressen, ich denke das ist entscheident.
Und das Risiko muss eben jeder für sich selber ausmachen.
LG




Benutzerbild von Jiri
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Registriert seit: 22.01.2011
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Jiri befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.09.2011, 18:47

AW: Jakobskreuzkraut - kleine Menge von Wiese gefressen!


Habe noch was interessantes zum Thema gefunden:

[url=http://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?p=6645#6645]Kreuzkräuter (Senecio spp.) - Kleinsäugerforum (Degupedia.de)[/url]


[url=http://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?t=996&start=0&postdays=0&postorder=a sc&highlight]Kreuzkräuter (Senecio spp.) - Kleinsäugerforum (Degupedia.de)[/url]=




Geändert von Jiri (12.09.2011 um 18:52 Uhr).

Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 12.09.2011, 18:59

AW: Jakobskreuzkraut - kleine Menge von Wiese gefressen!


Sehr interessant, danke. Also ist bisher absolut ungeklärt welche Menge dieser Pflanzengattung für Kaninchen problematisch ist, es fällt aber massiv auf dass Jäger verstärkt etwas ältere Wildkaninchen (ab ca. 2 Jahre Alter) mit deutlichen Leberschäden in Greiskrautreichen Gebieten vorfinden.

Damit dürfte der Verdacht nicht von der Hand zu weisen sein dass sich diese Gifte im Kaninchen ähnlich wie in einigen anderen Tieren anreichern, und die Kaninchen nur über unzureichende Strategien verfügen mit den Giften umzugehen, anders als Ziegen und angeblich auch Meerschweinchen, wobei letzteres nicht wirklich verifiziert wurde.

Die Warnung würde ich deshalb als berechtigt ansehen, und das Kreuzkraut so gut es geht aus der Nähe von Kaninchen fernhalten.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 15.07.2011
Beiträge: 45
Flitz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.09.2011, 22:43

AW: Jakobskreuzkraut - kleine Menge von Wiese gefressen!


Hallo nochmal,

bis jetzt verhalten sich die beiden eigentlich normal, nur Flitz wirkte etwas schlapper als gestern. Ich kann also nur hoffen, dass sie sich die 5 kleinen Keimblättchen geteilt haben und sich die Dosis auf beide verteilt

Habe heute Nachmittag mal beim TA angerufen, aber die Sprechstundenhilfe wußte nicht mal was JKK ist Sie fragte dann beim TA nach und die meinten, wenn bis jetzt noch nichts auffälliges zu bemerken sei, hätten wir wohl Glück gehabt.
Ich denke, fürs erste ist das auch so, aber da sich die giftigen Pyrrolizidin-Alkaloide nach Aufnahme leider (zumindest bei Pferd und Rind nachgewiesen) bis zur letalen Wirkung kumulieren, können wir nur versuchen, jedes noch so kleine Sch... JKK Pflänzchen rechtzeitig zu entdecken und zu eliminieren, was bedeutet, es mit der Wurzel zu entfernen!!!!

Ich beschäftige mich sei diesem Frühjahr schon viel mit dieser Mistpflanze, da hier in der Nähe auf ungemähten Bauplätzen eine Pflanzendichte von 5 - 10 Pflanzen je m² bestand (auf insgesamt ca. 800 m² )
Meine besorgten Anrufe bei den betreffenden Gemeinden wurden verwundert aufgenommen, die meisten Gesprächspartner hatten von JKK noch nie etwas gehört, geschweige denn von dessen Giftigkeit.
Daraufhin versuchte ich mein Glück beim hessischen Landwirtschafts-Ministerium, die hatten zwar schon von der Pflanze gehört, aber in Hessen gibt es noch keine Meldepflicht o.ä.
Habe es noch bei verschiedenen Stellen versucht, aber die Dringlichkeit wird momentan noch deutlich hinter Ambrosia-Bekämpfung gestellt (die fast alle verfügbaren Kräfte verbraucht) und da das extrem verseuchte Gelände Privatbesitz (evtl. noch Erbengemeinschaft) ist, kann erst mal eh kein Außenstehender was machen.

Ende vom Lied: Tausende von Pflanzen haben ausgesamt, bei den diesjährigen Sturmattacken bestimmt ordentlich weit (und natürlich auch in unseren Garten) und das Problem potenziert sich ins kaum vorstellbare!!!!
Und bis endlich versucht wird zu reagieren, kann man eigentlich schon nichts mehr dagegen machen

Das heißt für uns wohl schlimmstenfalls irgendwann: Kaninchen in den gepflasterten Gehege-Knast und Grünzeug nur noch handverlesen anbieten. Nix mehr fröhliches Gehoppel auf der grünen Wiese. Ist doch echt zum Kot...

Und derzeit noch von allen völlig übersehene Problem ist doch, dass es hier nicht nur um ein paar Kaninchen geht, sondern um unsere gesamte Nahrungskette. Das Gift wurde schon in Honig nachgewiesen, in Milch, in Eiern ... Was ist mit Rindern, die es evtl im Fleisch angereichert haben!!???

Und noch was Wichtiges: Ich habe gelesen, dass, wenn das JKK gemäht wird, der Giftanteil in der wiederaustreibenden Pflanze um einiges höher wird. Kann zwar nicht beurteilen ob das stimmt, aber sicherheitshalber muss man wohl versuchen, alle entdeckten Pflanzen mit der Wurzel auszustechen.

Sehe uns schon bei unserem baldigen Sonntags-Vergnügen: Auf der Wiese rumkriechen, JKK suchen und ausstechen. Wenn das nicht alles makaber wäre, wär es fast schon lustig

Sorry, war jetzt echt lang aber das Thema regt mich auf.

LG



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Ninchen
 
Registriert seit: 25.07.2015
Beiträge: 1
Gustelhubertraudelheimer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.07.2015, 17:47

Es ist nicht giftig


http://www.kaninchenwiese.de/ist-jakobskreuzkraut-fuer-kaninchen-giftig/




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 25.07.2015, 20:54

Zitat:
Zitat von Gustelhubertraudelheimer Beitrag anzeigen
http://www.kaninchenwiese.de/ist-jakobskreuzkraut-fuer-kaninchen-giftig/
Die Aussage: "es ist nicht giftig" stimmt so nicht.

Denn wenn man den Artikel auf Kaninchenwiese (ich schätze diese Website übrigens außerordentlich!) genau liest, wird man finden dass das Kraut nicht tödlich giftig ist.

Aber dort steht auch: "Nach dem Versuch wurde die Leber der Kaninchen untersucht. Es wurden mikroskopische Veränderungen festgestellt."

Quelle: http://www.kaninchenwiese.de/ist-jakobskreuzkraut-fuer-kaninchen-giftig/

Das heißt nichts anderes als dass die Pflanze bei Kaninchen weit geringere Veränderungen hervorruft als bei anderen Tieren. Es heißt aber nicht, dass sie deshalb absolut harmlos ist. Wie bei so vielem anderen auch, macht auch hier die Menge das Gift.

Ich vergleiche das gerne mit Salz.

Salz ist harmlos. Oder? Doch, sicher - muss ja, wir essen es ja täglich. Und uns passiert nichts.

Kann Salz tödlich sein? Doch, das kann es tatsächlich! Ein eigentlich lebenswichtiger Mineralstoff kann uns töten. Es kommt auf die Menge an. Für ein Kleinkind kann schon ein großer Esslöffel voll Salz tödlich enden.

Noch eine Kleinigkeit am Rande: Der Thread ist von 2011 und ich glaube kaum dass der Threadersteller nach 4 Jahren hier noch hineinguckt.





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