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Bücher Ratgeber hin oder her, Realität?Hallo, ich bin neu hier und hoffe Ihr könnt mir helfen. Aber erstmal möchte ich euch kurz erläutern um was es geht. Ich plane seit 1 Jahr ein größeres Gehege, weil ich schon immer gerne Kaninchen haben wollte und ich es wichtig finde das Kinder mit Tieren groß werden. Also habe ich mir Bücher zugelegt um auch zu wissen, was die Tiere brauchen und wie ich mit Ihnen umgehen muss. Das Gehege ist fast fertig, es fehlt noch eine Aussenwand. 4 Kaninchen haben das Quartier aber schon bezogen. Da wir keinen Nachwuchs wollten haben wir ein sehr schönes Pärchen gefunden. Beide 2 Jahre alt, Rasse Widder Kaninchen. Das schwarze ist das Männchen, aber kastriert. Das graue ist das Weibchen. Dann habe ich noch 2 weitere süsse Ninchens (weiblich, 1 Jahr) dazu geholt. Die Zusammenführung hat super geklappt, hab ja alles nach Buch gemacht. Bin aber trotzdem sehr glücklich über den Reibungslosen Ablauf. So läuft eigentlich alles gut, es geht allen 4 super, sie schlagen Purzelbäume bei dem vielen freien Auslauf. Es macht richtig Spaß da zuzusehen. Dennoch hab ich so kleinere Fragen die nicht so gut im Buch beschrieben sind. Daher würde ich gern mal andere Meinungen hören, hab zwar schon sehr viel unter google gefunden aber zufrieden bin ich trotzdem noch nicht. Frage: Ich füttere 2-3 mal am Tag frisches Gemüse und Obst, jedentag etwas anderes. Dazu reichlich Heu und immer frisches Wasser. In beiden Ställen (je 2 Etagen) kann ich alle 2 Tage sauber machen. Die Nässe ist zwar immer an der selben stelle,aber sehr groß. Ich habs schon mit einer Toilette und pellets versucht diese wird aber von den weibchen immer aus dem Stall gezogen. Innerhalb der 2 Tage sammelt sich unheimlich viel Kot und Urin an. Meine große Mülltonne (120L)ist innerhalb einer Woche voll. Dann habe ich noch das Problem, das bis auf das weiße Ninchen alle sehr scheu sind. Ich habe starke Probleme sie überhaubt zu fangen, geschweige denn zu streicheln. Was den Besuch beim Tierarzt unheimlich erschwert. Alle 4 haben in Außenboxen ohne Auslauf gelebt, vermutlich auch mit wenig Zeit, da sie sehr Menschen scheu sind. Sie fressen mir zwar schon aus der Hand was sie vorher auch nicht gemacht haben, aber etwas mehr zutraulichkeit hätte ich schon gern, allein schon wegen der Pflege. Was also tun Laut Buch sollen die Ohren der After bzw. Geschlecht, die Zähne und Krallen jede Woche untersucht bzw. gereinigt oder geschnitten werden. Wie seht Ihr das. Es ist unheimlich viel Text, aber über Erfahrene Meinungen wäre ich euch sehr dankbar...
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AW: Bücher Ratgeber hin oder her, Realität?Danke Tinanchen für die Antwort. Auf den meisten Seiten die du hier angegeben hast war ich auch schon und hab mir ein paar Sachen ausgedruckt. Hab mir auch schon einen Ordner mit den wichtigsten Sachen angelegt um auch mal nachschlagen zu können. Eine Frage hätte ich da noch zu der Kot Untersuchung. Wenn du den Kot von verschiedenen Stellen einsammelst, woher weißt du dann von welchem Kaninchen der Kot ist, oder ist das nicht wichtig?
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AW: Bücher Ratgeber hin oder her, Realität?Zitat:
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AW: Bücher Ratgeber hin oder her, Realität?Zitat:
![]() Zitat:
Dadurch sind meine recht zahm geworden und lassen sich gut am Boden streicheln. Zitat:
Es reicht aus wenn man das Kaninchen (Verhalten, Fellzustand, Augen etc.) sehr gut beobachtet und den Kot kontrolliert (Durchfall?). Allerdings nur, wenn man eine gute Beobachtungsgabe hat. Bei Verdacht sollte der After kontrolliert werden und falls die Nägel zu lang werden (sieht man auch durch gute Beobachtung) sollten sie gekürzt werden (bei Auenhaltung fast nie nötig). Ich hoffe ich konnte helfen!
__________________ ![]() www.kaninchenwiese.de
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AW: Bücher Ratgeber hin oder her, Realität?Ich kombiniere "Kaninchen-TÜV" mit Beobachtung wie Saloiv sie einsetzt. Ich habe es mit der Zeit geschafft, meinen Nins klar zu machen dass sie während der Fütterungszeiten niemals gegriffen werden. Das wissen sie, und ich kann selbst die eher scheue und mimosenhafte Wuschel mittlerweile gegen "Bestechung" anfassen, und dadurch auch vorsichtig abtasten. Das gibt mir schon wertvolle Hinweise auf ihren Gesundheitszustand. Leo, der zu Durchfall leider neigt, fasse ich bei solchen Gelegenheiten einfach einmal leicht unter den Po. Nicht appetitlich wenn er tatsächlich Durchfall hat, für uns beide aber stressfreier als das Einfangen und Umdrehen. Einmal die Woche ist dann ein "großer TÜV" angesagt. Dafür nehme ich die Nins mit in die Garage, dort habe ich auf der Werkbank eine ausrangierte Käfigunterschale stehen wo ich sie hineinsetzen kann. So kann ich sie gründlich ansehen, wiegen und bei Bedarf kleinere Pflegearbeiten durchführen - oder auch große, denn Wuschel ist langhaarig und das Fell muss gut gepflegt werden damit es nicht verfilzt. Wichtig ist mir dabei, dass ich niemals Futter einsetze um sie zu locken und dann zu greifen. Das ist verführerisch, weil es ein oder zweimal ganz leicht geht. Und dann ist das Vertrauen der Nins dahin, und du kannst nicht mehr kontrollieren ob ein Nin nur generell gerade ziemlich satt gefuttert ist, oder ob es selbst sein allerliebstes Leckerchen verschmäht. Streicheleinheiten gibt es bei mir nur, wenn sie von den Nins gewünscht werden. Für Wuschel also gar nicht, und Leo kommt von selbst um sich seine Kuscheleinheiten abzuholen. Und geht wieder, wenn er genug hat. Das Hochheben ist auch noch ein wichtiges Thema: ich nutze die "Aufzug-Variante" für den Transport zur Garage. Kleiner Karton (oder die Weidenröhre) in den Stall, Nin vorsichtig reinscheuchen, beide Enden verschließen und Nin mitsamt Röhre oder Karton in die Käfigunterschale bringen - da wieder aussteigen lassen. Leo ist aber inzwischen so zutraulich, dass ich ihn manchmal auch so nehmen kann: er sitzt so vor mir, dass er von mir aus gesehen nach links schaut (bin Rechtshänderin). Mit der rechten Hand greife ich über seinen Rücken hinweg von der Seite unter seinen Vorderkörper und hebe ihn einige Zentimeter an. Gerade soviel dass ich die linke Hand unter den Vorderbeinen durch bis unter den Po schieben kann. Die rechte Hand rutscht auf die Schultern von Leo und greift vorsichtshalber ins Schulterfell - erschrickt er doch einmal, habe ich in fest im Griff und er kann nicht aus größerer Höhe abspringen. Nun kann ich Leo auf meinem linken Unterarm und der Hand ruhend hochheben. Quasi wie ein Baby, mit dem man bei Bauchweh den "Flieger" macht.
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