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Befall von Parasiten und PestizidenHallo zusammen. Ich brauche bitte mal euren Rat. Ich habe heute meine Kaninchen (14 Wochen) kastrieren lassen. Soweit so gut. Dabei habe ich auch gleich mal den Kot untersuchen lassen. Und dabei stellte sich heraus, dass meine Beiden ziemlich stark von Pestiziden und Parasiten befallen sind. Welche genau konnte ich leider nicht behalten, aber ich frage morgen nochmal nach. Habt ihr Erfahrung damit? Habe ich etwas falsch gemacht? Worauf muss ich jetzt besonders achten?? Ich will doch nir das Beste für meine beiden Kleinen... ![]() Lieben Dank vorab! Viele Grüße eve
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AW: Befall von Parasiten und PestizidenHallo, was füttert man denn jetzt am besten nach dem Parasitenbefall (glaube es sind Kokzidien) ? Der Tierarzt meinte eher schwerer verdauliche Kost. Habe grad in einem Forum noch gelesen, dass man ausser Heu das Grünfutter einstellen soll? Was bleibt denn da noch ? LG, eve
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AW: Befall von Parasiten und PestizidenDarmparasiten Art:Kokzidiose (Eimeria stiedai und andere Eimeria spp.). Kokzidien sind Einzeller, welche sich im Darm (Darmkokzidiose) oder der Galle (Leberkokzidiose) von Kaninchen einnisten. Sie entwickeln sich in einem mehrphasigen Zyklus. Durch den Kot der befallenen Kaninchen werden Oozysten (Eier) ausgeschieden, welche in der Außenwelt monatelang überleben. Die Übertragung und Aufnahme der Kokzidien/Oozysten erfolgt oral über Kot, Futter, Einstreu etc.. Symptome:Darmkokzidiose: Verdauungsstörungen, Blähungen (Tympanie), starker breiiger bis wässriger, meist stark übel riechender Durchfall. Das befallene Tier wirkt teilnahmslos, inaktiv und frisst nicht mehr ausreichend. Nicht selten führt eine Kokzidiose schnell zum Tode des Tieres. Jungtiere sterben meist recht schnell an einem Befall. Es können aber auch (gerade ältere) Tiere Befallen sein und die Erreger ausscheiden und weitergeben, welche selber keine Symptome zeigen! Leberkokzidiose: Diese führt zu einer Entzündung der Gallengänge und zu Leberschwellung. Die Tiere magern ab, oft sind ältere Tiere betroffen. Eine Quarantäne ist bei neuen Tieren unbedingt einzuhalten, während der Quarantänezeit sollte eine Kotprobe untersucht werden um einen Befall auszuschließen. Diagnose: Eine Kotuntersuchung ist notwendig, die Oozysten (Eier) können mit einer Kotflotation eindeutig nachgewiesen werden.Behandlung: Zur Therapie werden Sulfonamidpräparate eingesetzt. Gute Erfahrungen wurden bei Behandlungen mit Baycox® gemacht. Die Dosierung richtet sich nach der Größe des Kaninchens und wird vom Tierarzt festgelegt. Nicht alle Tiere vertragen die Medikamente gut, es ist während der Behandlung sinnvoll auf Futtermittel die Durchfall begünstigen zu verzichten. Salate, Gurken und Co sollten eine Ausnahme bleiben. Frisches Grünfutter und ein wenig Knollengemüse (vor allem Fenchelknollen) dürfen und sollten weiter gegeben werden. Wichtig: Stress und falsche Fütterung begünstigen einen starken Kokzidienbefall. Unsauberkeit ist einer der wichtigsten Auslöserfaktoren. Absolute Sauberkeit ist im Kaninchenstall ohnehin Pflicht, aber wärend einer Kokzidienbehandlung muss die Einstreu täglich gewechselt werden. Der Bereich um das Gehege muss gründlich gereinigt werden. Teppiche werden gründlich und langsam abgesaugt, wenn möglich zusätzlich mit einem Dampfreiniger gereinigt. Die Tiere bekommen keinen Auslauf wärend des Befalles! Eine gründliche Käfigdesinfektion mit kochendem Wasser und Essigessenz tötet Oocysten ab. Durch die Reinigung werden zwar weder die Eier noch die Erreger komplett beseitigt, aber die Anzahl und die Ansteckungsgefahr wird massiv verringert. Es ist darauf zu achten, dass die Tiere kein verschmutzes Heu zu sich nehmen. Futter und Kot dürfen nicht miteinander in Berührung kommen. 6 - 8 Wochen nach der Behandlung sollte eine erneute Kotprobe untersucht werden. Mehr Informationen bekommen Sie hier: [URL="http://forum.kaninchen-at-home.com/viewtopic.php?t=168"]Forum.kaninchen-at-home.com / Kokzidien[/URL] und guck bitte auch bei [URL="http://www.diebrain.parasiten.de"]www.diebrain.parasiten.de[/URL] LG Tina
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AW: Befall von Parasiten und PestizidenHallo Tina. Du ist doch ok unter Kaninchenfreunden, oder? :-) Danke für deine schnelle Info. Das habe ich auch gelesen. Aber es hilft mir im Rahmen der Fütterung aber irgendwie nicht weiter. Was genau kann ich denn fütern? Ich habe folgendes: Knolenselerie, Staudensellerie jeweils mit Grün. Kopfsalat und Chinakohl sowie Aubergine und Gurke. Bzgl der Vermischung von Futter und Kot ist es bei meinen Beiden sehr schwierig, weil sie alles, aber wirklich alles volpinkeln ind vollkötteln. Ich habe bisher noch keine Möglichkeit gefinden wie ich das Futer geben kann ohne dass sie alles voll machen. Hast du hier einen Tipp für mich?? Danke dir vorab.
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AW: Befall von Parasiten und PestizidenHuhu! Also ich hab für Schlappohr einen Futterball, in den ich z.B. Möhrengrün, Kohlrabiblatt o Kräuter reinstopfe und aufhänge, damit er sich das Futter 'erarbeiten' muss...vlt wäre das ja ne Lösung...die gibts mit verschiden großen abständen zwischen den Stäben...da müsstest du zwar alles in Stückchen schneiden, aber das is denk ich nich so schlimm... Gute Besserung den beiden Wuschels =) glg anni =o) Bildquelle: [url=http://www.fressnapf.de/shop/rody-futterball-2er-set]Rody-Futterball von Karlie (Näpfe und Tränken) - Kleintiere - Fressnapf[/url]
__________________ Schöne Grüße von Anni und Mika & Li! Schaut auch in unserem Thread vorbei =) http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/16830-traeume-werden-wahr.html
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AW: Befall von Parasiten und PestizidenZitat:
Hallo eve-kathrin, wir duzen uns hier alle! ![]() In erster Linie solltest Du "Grün" füttern. Knollen- und Staudensellerie ist ok. Weiterhin Möhrengrün, Kohlrabigrün, Wiese, Wildkräuter und Kohl. Wenn sie Kohl noch nicht kennen, langsam anfüttern. Gurke, Kopfsalat und Aubergine würde ich erstmal weglassen. Fenchelknolle, Petersilienwurzel, Pastinake und Möhren kannst Du füttern. lg marinahexe
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AW: Befall von Parasiten und PestizidenHallo an alle Antworter. Erstmal lieben Dank. Bzgl. Futterball ist das sicher eine gute Idee. Für die Grundfütterung, also die Hauptfütterung aber schwieirg. Da müsste ich ja dann alle 5 Minuten den Ball auffüllen. Die fressen ja viiiiiiel!! Mehr, als in den Ball rein passt. Bzgl. Futter sagte mir ser TA momentan kein Obst und keine Möhren, weil das leicht verdauliche Stoffe sind. Die haben nämlich zusätzlich nochbeinen Hefebefall. :-( Irgendwie haben die alles mitgenommen was geht. :-( Ich soll schwer verdauliche Kost nehmen. Im Netz hab ich darunter aber nix gefunden. Könt ihr mir sagen was alles dazu gehört? Lieben Dank!
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AW: Befall von Parasiten und PestizidenHallo nochmal. Natürlich sind es keine Pestizidien. Da hab ich was durcheinander gebracht. Es ist die erste Krankenwelle, die ich mit meinen Beiden durchmache. Da war ich so aufgeregt. :-) Sie haben Darmkozidien, Fadenwürmer und Hefeweizen. Was die Sache im Gesamten nicht wirklich besser macht, aber wir schlagen uns tapfer. :-) Da sie momentan auch ein wenig mit ihrem Fellwechsel zu kämpfen haben, würde ich ihnen gerne ein paar Sonnenblumenkerne und/oder Leinsamen geben. Wisst ihr, ob das während der Kuren gut ist oder verträgt sich das nicht so gut? Die TÄ meinte, ich solle Rohfaserhaltig füttern und keinen Zucker. Dann müsste das doch gehen, oder?? LG eve
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AW: Befall von Parasiten und PestizidenHallo Eve, das war mir schon klar, dass die "Pestizide" von der Aufregung kamen. Ich vermische die Körner mit einem hochwertigen Speiseöl. So werden weniger Saaten gebraucht, diese haben aber mehr Effekt gegen die Haarballenbildung. Vielleicht klappts ja bei Deinen auch oder Du flößt ihnen per Einmalkanüle gleich etwas Öl so ein. Gute Besserung.
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AW: Befall von Parasiten und PestizidenHallo Tinachen, danke für deine Antwort. Sie fressen eigentlich alles an Körner sehr gern, sodass ich sie ihnen einfach hinlegen kann und sie es wie ein Staubsauger wegfuttern. :-) Meine Frage bezog sich aber mehr darauf, ob sie im Zusammenhang mit den Medikamenten und der Futterumstellung auch gefüttert werden können oder ob ich damit warte, bis die Medikamente abgesetzt sind. Hast du hierzu auch einen Rat für mich? LG eve
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AW: Befall von Parasiten und PestizidenHab Dir dazu was von diebrain rüberkopiert, ich hoffe Du kannst damit was anfangen: ERNÄHRUNG BEI HEFE- und / oder Kokzidienbefall Hefen sind einzellige Pilze, die in gewissen Mengen im Verdauungstrakt von Kaninchen vorkommen. Zu einem Problem werden die Hefen, wenn sie sich schlagartig und in hohem Ausmaß vermehren. Bei Hefenbefall handelt es sich fast immer um eine Sekundärinfektion, die bspw. Durch Zahnprobleme, falsche Ernährung oder andere Darmparasiten hervorgerufen wird. Hefen ernähren sich von Zucker. Durch falsche Ernährung mit viel stärke- und zuckerhaltigem Futter, bietet man ihnen die perfekte Nahrungsquelle. Wie so oft bei Kaninchen spielt also auch hier die Ernährung eine große Rolle. Liegt ein Hefenproblem vor, sollte neben der eventuell notwendigen medikamentösen Behandlung, die Fütterung dementsprechend umgestellt werden. Wichtig ist, dass die Tiere nun vermehrt Rohfaser zu sich nehmen. Wichtigster und bester Rohfaserlieferant ist natürlich Heu. Es darf weiterhin Frischfutter gegeben werden, jedoch sollte dort auf stärkearme Gemüsesorten zurückgegriffen werden. Zu den empfehlenswerten Gemüsesorten gehören Broccoli, Fenchel, Gurke, Staudensellerie, sämtliche Salate, Chicoree und natürlich auch Gräser und Kräuter. Verzichtet werden sollte in dieser Zeit auf jeden Fall auf sämtliches Obst. Obst enthält Zucker, welcher - wie oben erwähnt - Nahrungsgrundlage der Hefen ist. Trockenfutter in jeglicher Variation gehört ebenfalls nicht auf den Speiseplan, auch nicht getrocknetes Gemüse oder Obst.
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AW: Befall von Parasiten und PestizidenVon Saaten steht da zwar nichts aber stärkehaltig sind Saaten ja sicher. Vielleicht im Moment wegen der Haare doch lieber das Öl direkt einflössen (ca 0,5 ml, je nach Größe und Gewicht des Tieres).
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| Stichworte |
| krankheit, parasiten, pestizide, schimmel |
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