 | Ninchen | | Registriert seit: 09.06.2009
Beiträge: 15
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Geschrieben am
29.06.2009, 19:18
| | | | Nachwuchs und Rabenmama? Ich habe jetz schon mehrfach hier Beiträge gelesen, in denen gejammert wird, dass sich eine Häsin, die gerade geworfen habe, nicht um die Babys kümmere.
Und oft kommen dann gruselige Informationen wie der Versuch, die Kleinen mit der Hand aufzuziehen, das Wegschleppen in angeblich sichere Orte, auch das Transportieren zu Tierarzt oder Züchter ...
Hey, man sollte sich vielleicht besser informieren oder wenigstens, wenn die Probleme da sind bzw. die Ängste, sich z. B. hier Rat holen, bevor man solche Aktionen startet.
Die Mutter kümmert sich von Natur aus kaum um die Jungen, schon gar nicht am Anfang. Einmal fünf Minuten Säugen und danach Bauch lecken (für die Verdauung) pro Tag (d. h. zwischen spät abends und morgens früh), das ist alles. Davon wirst du (oh Hasenhalter) eher nichts mitbekommen.
Es ist richtig, dass die Babys sehr empfindlich gegen Kälte sind, d. h. sehr schnell erfrieren können. Aber alles, was die Mama in der Hinsicht unternimmt, ist, dass sie vor dem Gebären ein kuscheliges Nest baut. Dort wärmen sich die Würmchen gegenseitig. Und wenn eines mal aus dem "Klumpen" herausfällt und ein paar Babylängen ausbüchst, dann bringt sie entweder die Häsin bei Gelegenheit zurück oder du musst nachhelfen.
Du kannst auch täglich kontrollieren (morgens), ob die Kleinen schöne Fettbäuchlein haben. Keine Angst, die Babys kann man schon ab Tag 0 anfassen (nicht wie bei Vögeln etc.), allerdings nicht übertreiben, zuviel Stress vermeiden.
Auch sollte man sie nicht aus dem Nest, das die Mutter gebaut hat, entfernen, auch wenn du glaubst, du hättest ein viel besseres eingerichtet. Du kannst höchstens ein Häuschen darum bauen, aus einer alten Bananenkiste oder so, mit Eingang und Platz für die Häsin, wenn vorher noch keines da war.
Also, eine Hasenmami weiß instinktiv - auch beim ersten Wurf -, was zu tun und was zu lassen ist. Man kann und darf das "unbekümmerte" Verhalten nicht am Menschen messen oder mit anderen Tierarten vergleichen. Vorsicht mit dem Urteil, die Mutter nähme die Jungen nicht an, und vor allem vor panischen Reaktionen, die dem Wurf wirklich schaden können.
Leo |