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Kaninchen streicheln, essen, jagen ?! auf Kaninchen Forum

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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 24.06.2011
Beiträge: 342
Freesouls befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.07.2011, 19:41

Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich habe mich innerhalb eines Seminars mal wissenschaftlich mit der Frage beschäftigt, wieso Tiere der gleichen Spezies aus ethischer Sicht anders gewertet werden, wie in meinem Fallbeispiel das Kaninchen. Aus der Sicht der Ethik und Moral gibt es Widersprüchlichkeiten in der Mensch-Tier-Beziehung.
Das Kaninchen beispielsweise ist Labortier, Heimtier, Nahrungs- und Jagdobjekt (kurz: Nutztier), Schädling und Wildtier zugleich.

Es kommt zu Diskrepanzen zwischen der Wahrnehmung und Wertung von Heimtieren und Nutztieren (Heimtiere werden aufgewertet wegen der Nähe zum Menschen und Nutztiere abgewertet, quasi als Gebrauchsgegenstand des Menschen).

So entsteht eine unterschiedliche Wertung des gleichen Tieres einer Art (Bsp. Kaninchen) durch den Menschen, der wechselnde Perspektiven an das Tier heranträgt, also von außen auf das Tier projiziert. Für mich ist diese ambivalente Sichtweise völlig paradox...


Mich würde nun mal eure Meinung zu dieser Thematik interessieren.

Also was meint ihr dazu???




Geändert von Freesouls (18.07.2011 um 19:43 Uhr).
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Benutzerbild von Jinro
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 18.446
Jinro wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 18.07.2011, 20:36

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Zitat:
Zitat von Freesouls Beitrag anzeigen
Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich habe mich innerhalb eines Seminars mal wissenschaftlich mit der Frage beschäftigt, wieso Tiere der gleichen Spezies aus ethischer Sicht anders gewertet werden, wie in meinem Fallbeispiel das Kaninchen. Aus der Sicht der Ethik und Moral gibt es Widersprüchlichkeiten in der Mensch-Tier-Beziehung.
Vergleich es mal mit dem verhalten gegenüber Menschen. Einem Familienmitglied oder engem Freund ist man ebenfalls wesentlich besser gesonnen, als einem eventuell abstrakten Individuum irgendwo in Afrika. Das hat ureigene, evolutionäre Wurzeln abseits von Moral und Ethik.

Erhebt man ein Tier nun in den Stand des Heimtieres entsteht ebenfalls eine engere Bindung als gegenüber abstrakten Nutztieren oder Wildtieren mit ähnlichen Folgen auf die erste Bewertung von Moral und Ethik. Ich sehe daher den Grund für die von dir festgestellte Diskrepanz nicht in einer generellen Geisteshaltung, sondern in biologischem Verhaltensmustern. Diese Grundhaltung zu überwinden oder zu verändern ist dann wieder eine andere Geschichte.



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Benutzerbild von Selkie
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Selkie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.07.2011, 20:43

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


ich denke es hat auch etwas damit zu tun, wie man mit dem tier kaninchen aufwächst. vielleicht sogar mit erziehung.

teilweise sieht man das bei alten leuten, dass diese kaninchen nur als lebensmittel ansehen und nicht als haustier.

jemand der mit kaninchen als "schlachttier" oder lebensmittel aufwächst wird in diesem vielleicht kein haustier sehen können.

wenn man aber von klein aus (so wie ich) mit kaninchen aufwächst, wird man im kaninchen vielleicht nur schwer ein lebensmittel sehen können.

das kann man natürlich nicht pauschalisieren. aber ich könnte mir das als begründung vorstellen.



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 24.06.2011
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Freesouls befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.07.2011, 22:29

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Zitat:
Zitat von Jinro Beitrag anzeigen
Vergleich es mal mit dem verhalten gegenüber Menschen. Einem Familienmitglied oder engem Freund ist man ebenfalls wesentlich besser gesonnen, als einem eventuell abstrakten Individuum irgendwo in Afrika. Das hat ureigene, evolutionäre Wurzeln abseits von Moral und Ethik.
Auch in Anbetracht der universellen Menschenrechte und der Globalisierung wird das leider oft so gesehen, das ist, meiner Meinung nach, völlig haltlos. Schließlich sind das alles Menschen, wir gehören der gleichen Spezies an. Wieso da Wertungsunterschiede machen? Ich denke es ist auch schwierig Menschen mit Tieren zu vergleichen. Da könnte man auch den Holocaust mit Massentierhaltung gleich setzen...das geht in eine sehr krasse Richtung.

Eure Ansichten finde ich sehr interessant.

Aber ich sehe da kein biologisches Problem, denn wenn man beispielsweise mit dem Darwinismus argumentieren würde, so würde man schnell festellen, dass die Menschheit nicht die Krone der Schöpfung ist, sondern eine Teil der Evolution. Wieso sollte man sich dann über ein Individuum stellen?

Ebenso könnte man mit der Bibel argumentieren und das alle Geschöpfe unter Gott gleich sind ( gut, könnte man auch widerlegen mit "Mache dir alle Tiere untertan...").
Den Teil mit der Sozialisation finde ich allerdings spannend. Prägt einen die Gesellschaft und seine Geschichte so sehr das man zu jeden Tier ein anderes Konstrukt aufbaut?

Ich fand es einfach eine gute Idee so etwas auch mal innerhalb unseres Forums zu diskutieren und eure Meinung dazu zu hören.

Mich fasziniert es, dass man eine Spezies so verschieden betrachten kann und das es so viele verschiedene Ansichten gibt. Wieso ist ein Laborkaninchen weniger wert als mein Kaninchen zu Hause? Sollte doch eigentlich heute obsolet sein, oder?




Benutzerbild von Selkie
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Registriert seit: 20.12.2009
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Selkie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.07.2011, 22:50

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Zitat:
Aber ich sehe da kein biologisches Problem, denn wenn man beispielsweise mit dem Darwinismus argumentieren würde, so würde man schnell festellen, dass die Menschheit nicht die Krone der Schöpfung ist, sondern eine Teil der Evolution. Wieso sollte man sich dann über ein Individuum stellen?
ich persönlich halte menschen für den grösten fehler der evolution (klingt zwar hart aber naja). ich denke die welt wäre ohne uns besser draun.

zudem frage ich mich immer wie misst man die intelligenz von tieren. anhand der größe des gehirns?
frauenhirne sind beim menschen auch größer als männerhirne und es sind dennoch nicht alle frauen direkt intelligenter.
oder nur durch beobachtung? aber dann weiß man immernoch nicht was in tierköpfen vor sich geht.

wir menschen sind so eingebildet, so von unserer eigenen intwelligenz überzeugt, dass wir uns irgendwann selbst zerstören werden. tiere tun das nicht.

aber ich glaube das geht gerad e völlig am thema vorbei.



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Kaninchenfreund
 
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Geschrieben am 19.07.2011, 00:00

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Was mir bei deiner Argumentation gerade einfiel, ist die Tatsache das Tiere nicht unterscheiden oder werten im Gegensatz zu Menschen. Tiere behandeln jeden Menschen gleich, denn nur der Mensch tut etwas, was das Tier veranlasst ihn als Freund oder Feind zu sehen.

In bezug zu dem Thema "Wie misst man intelligenz bei Tieren", da gibt es Tests (Logiktest o.ä.) und soweit ich weiß werden auch die Gehirnströme bzw. die Aktivität gemessen um das festzustellen (aber ich bin kein Biologe)




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Jinro wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.07.2011, 00:40

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Zitat:
Zitat von Freesouls Beitrag anzeigen
Aber ich sehe da kein biologisches Problem, denn wenn man beispielsweise mit dem Darwinismus argumentieren würde, so würde man schnell festellen, dass die Menschheit nicht die Krone der Schöpfung ist, sondern eine [B]Teil der Evolution. Wieso sollte man sich dann über ein Individuum stellen?
Arterhaltung, spezieller eigene Erhaltung, schlag zu dem Thema mal den Fachbegriff Verwandtenselektion nach. Dass wird dir den biologischen Hintergrund besser erklären, als ich es jetzt im Rahmen eines Beitrags in diesem Forum leisten könnte. Deine Argumentation zeigt, dass du den neutralen biologischen Hintergrund des Grundverhaltens, das ich beschrieben habe nicht verstanden hast. Ich unterscheide oben ja generell zwischen instinkthaftem Handeln und moralischen Veränderung dieser Grundhaltung.

Ein simpelstes Beispiel, dass einem familiäre Menschen näher stehen als Fremde: Man gratuliert ihnen zum Geburtstag und kondoliert bei Todesfällen. Beides verschafft dem Gegenüber eine Verbesserung der Umstände. Aber obwohl man täglich in der Zeitung Geburtstags- oder Todesanzeigen inklusive Namen lesen kann, kommt man nicht auf den Gedanken diese Menschen zu kontaktieren, um ihnen ebenfalls eine Verbesserung zukommen zu lassen. Aus genau dem Grund rühren Spendenaufrufe immer auch sekundäre Gefühle wie Mitleid, Trauer oder Bestürzung an und beziehen sich nie auf das bloße Mensch-Sein.

Wie das moralisch oder ethisch zu bewerten ist überlasse ich gerne dir. Dieser Grundmechanismus funktioniert vollkommen ohne Moral. Wird für verschiedenste Zwecke genutzt, sei es Werbung, Kriminalistik, Psychologie, etc. Und funktioniert eben auch transponiert auf Tiere, derer man sich annimmt.

PS:
Zitat:
Zitat von Freesouls Beitrag anzeigen
Was mir bei deiner Argumentation gerade einfiel, ist die Tatsache das Tiere nicht unterscheiden oder werten im Gegensatz zu Menschen.
Tiere, die aufgehört haben zu unterscheiden und zu werten sind ausgestorbene Tiere. Partnerwahl, Lebesraumwahl, Futterauswahl das sind rudimentäre Wertungsprozesse die deren Überleben sichern.



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Geändert von Jinro (19.07.2011 um 00:43 Uhr).

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Selkie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.07.2011, 07:54

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Zitat:
Zitat von Freesouls Beitrag anzeigen
Was mir bei deiner Argumentation gerade einfiel, ist die Tatsache das Tiere nicht unterscheiden oder werten im Gegensatz zu Menschen. Tiere behandeln jeden Menschen gleich, denn nur der Mensch tut etwas, was das Tier veranlasst ihn als Freund oder Feind zu sehen.

In bezug zu dem Thema "Wie misst man intelligenz bei Tieren", da gibt es Tests (Logiktest o.ä.) und soweit ich weiß werden auch die Gehirnströme bzw. die Aktivität gemessen um das festzustellen (aber ich bin kein Biologe)
ja stimmt auch wieder.

ich habe mal ne doku über seelöwen gesehen, wo denen 3 bilder gezeigt wurden (zwei buchstaben und eine zahl oder ein bild oder so) und sie sollten zeigen was nicht dareinpasst. es war echt erstaunlich, dass die das konnten aber (ich klaube es waren 2. jahrige) kinder nicht.

aber tiere behandeln nicht unbedingt jeden menschen gleich.
beispiel der hund von den eltern meines freundes:
er sieht die mutter von meinem freund als rudelführerin an
die schwester als kuschelpartner die aber auch eine höhere rangordnung im rudel hat
der vater ist spielpartner
und mein freund und ich sind die ultimativen spielpartner und wenn wir nicht spielen dann will er gekrault werden usw.
wenn man mit ihm gassi geht reagiert er auch anders wenn seine erzfeinde kommen.

früher als kind war meine schwester immer etwas eifersüchtig, weill wenn wir einer fremden katze oder so begeneten kam die zu mir nicht zu ihr...

ich denke tiere spüren auch so einiges und werten dann vielleicht doch.



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Geschrieben am 19.07.2011, 12:39

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Hm, ich frag mich grad, warum der Mensch nun schon wieder den Tieren "Intelligenz" aufbrummen will, die es gar nicht nötig hat? Was hat denn z.B. ein Seelöwe bitteschön davon zu wissen, welche Bunte Karte es anstupsen muss, wenn es nicht weiß, das Eisbären gefährlich sind und er sich fressen lässt? Tiere, deren Vorfahren noch von den Dinos erzählen können, heute noch leben und hoffentlich den Menschen überleben, die sind in meinen Augen clever.



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Selkie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.07.2011, 12:46

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Zitat:
Zitat von Applejack Beitrag anzeigen
Hm, ich frag mich grad, warum der Mensch nun schon wieder den Tieren "Intelligenz" aufbrummen will, die es gar nicht nötig hat? Was hat denn z.B. ein Seelöwe bitteschön davon zu wissen, welche Bunte Karte es anstupsen muss, wenn es nicht weiß, das Eisbären gefährlich sind und er sich fressen lässt? Tiere, deren Vorfahren noch von den Dinos erzählen können, heute noch leben und hoffentlich den Menschen überleben, die sind in meinen Augen clever.
naja ein seelöwe wird einem eisbären nie begegnen.

es wurden auch beobachtungen in der natur gemacht. jagtverhalten usw.
in calefornien springen seelöwen auf fischerboote und bedienen sich.
aber das ist ein anderes thema

und warum sollten sattelrobben und walrosse nciht wissen, dass eisbären gefährlich sind?


die meisten menschen halten tiere für total dumm. ich denke dass das falsch ist.



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Jinro wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.07.2011, 12:57

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Zitat:
Zitat von Applejack Beitrag anzeigen
Hm, ich frag mich grad, warum der Mensch nun schon wieder den Tieren "Intelligenz" aufbrummen will, die es gar nicht nötig hat? Was hat denn z.B. ein Seelöwe bitteschön davon zu wissen, welche Bunte Karte es anstupsen muss, wenn es nicht weiß, das Eisbären gefährlich sind und er sich fressen lässt? Tiere, deren Vorfahren noch von den Dinos erzählen können, heute noch leben und hoffentlich den Menschen überleben, die sind in meinen Augen clever.
Ganz generell hat Forschung erst mal keinen weiteren Selbstzweck als Erkenntnisgewinn. Intelligenzforschung als Teil der Neuropsychologie ist ganz praktisch, wenn man begreifen will, wie Wissen behandelt wird.

Der Punkt bei solchen Tests ist ja nicht, dass das Tier trainiert wird. Das Anstupsen der Karte muss ohne Vorerfahrung von sich aus passieren. Unterscheiden von Formen beispielsweise lässt auf Kategorienbildung schließen. Dass wäre dann eine etwas komplexere Organisationsstruktur der Gedankenprozesse als einfach nur gespeicherte Umrisse (wie den Eisbär) erkennen zu können. Daraus ergibt sich dann direkt wieder ein größeres kognitives Potential. etc.



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Selkie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.07.2011, 13:26

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


ich weiß nicht mehr was das für ne doku war. aber in der ging es auch um andere tiere. raben und andere vögel ect. deren intelligenz auch unterschätzt wird.

um das was ich wegen den seelöwen gesagt habe mit ner quelle zu belegen:
http://www.zeit.de/2003/11/N-Seel_9awen



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Geschrieben am 19.07.2011, 16:52

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Sag mal Jinro wie kommst du denn auf Verwandtenselektion? Soweit ich weiß, ist das immer zielgerichtet, z.b. Fortpflanzung fördern. Außerdem betrifft es nur die geiche Art.Demnach greift dein Bsp. nicht. Oder gehören Haustiere der Menschheit an? Welchen Zweck erfüllen sie für Menschen? Problematisch Tiere und Menschen zu vergleichen oder in einen Topf zu werfen. Unterhaltung spielt eine Rolle, keine Frage.




Kaninchenfreund
 
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Geschrieben am 19.07.2011, 16:53

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Ich meinte Arterhaltung ...




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JayJay wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.07.2011, 17:06

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Das ist ja mal ein interessanter Gedankenaustausch.

Ich funke mal kurz dazwischen und möchte mal anfragen ob Du dich selbst von dieser Wertung frei machst und alle Tiere und auch Menschen gleich siehst und beurteilst !?
Das entzieht sich dann allerdings meinem Verständnis



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Grüße vom teuflischen Duo und ihrer Haussklavin
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Selkie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.07.2011, 17:23

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Zitat:
Zitat von JayJay Beitrag anzeigen
Das ist ja mal ein interessanter Gedankenaustausch.

Ich funke mal kurz dazwischen und möchte mal anfragen ob Du dich selbst von dieser Wertung frei machst und alle Tiere und auch Menschen gleich siehst und beurteilst !?
Das entzieht sich dann allerdings meinem Verständnis
ich glaube nicht dass das ein mensch kann.



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JayJay wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.07.2011, 17:29

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Das denke ich auch -außer vielleicht Soziopathen, die sich dann wirklich für alle gleich interessieren, nämlich gar nicht (aber das geht dann in die psychisch gestörte Schiene)

Und Auch Tiere können das nicht !
Der eigene Familienverband ist immer das wichtigste und wird auch gegen Artgenossen verteidigt.



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Selkie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.07.2011, 17:34

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Zitat:
Zitat von JayJay Beitrag anzeigen
Das denke ich auch -außer vielleicht Soziopathen, die sich dann wirklich für alle gleich interessieren, nämlich gar nicht (aber das geht dann in die psychisch gestörte Schiene)

Und Auch Tiere können das nicht !
Der eigene Familienverband ist immer das wichtigste und wird auch gegen Artgenossen verteidigt.
ja das sieht man ja schon an unseren haustieren usw.

aber ich frage mich gerade wie es bei fischen ist...



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Jinro wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.07.2011, 17:42

AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Zitat:
Zitat von Freesouls Beitrag anzeigen
Sag mal Jinro wie kommst du denn auf Verwandtenselektion? Soweit ich weiß, ist das immer zielgerichtet, z.b. Fortpflanzung fördern. Außerdem betrifft es nur die geiche Art.Demnach greift dein Bsp. nicht. Oder gehören Haustiere der Menschheit an? Welchen Zweck erfüllen sie für Menschen? Problematisch Tiere und Menschen zu vergleichen oder in einen Topf zu werfen. Unterhaltung spielt eine Rolle, keine Frage.
Verstehe deine Kritik nicht, kannst du das mal ausführen? Zur Vereinfachung kürze ich meine Argumentationskette nochmal ab:

Menschen haben ein gesteigertes Interesse an bekannten, familiennahen Menschen. Dieses Verhalten lässt sich auf den Umgang mit ihren Haustieren übertragen, denn sie werden in den Kreis des Familienumgangs erhoben und sind damit nicht mehr so abstrakt wie ein unbenanntes Nutztier. Die Quelle dieses unreflektierten Verhaltens ist nicht Moral oder Ethik, sondern Biologie.



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AW: Kaninchen streicheln, essen, jagen ?!


Zitat:
Zitat von Jinro Beitrag anzeigen
Verstehe deine Kritik nicht, kannst du das mal ausführen? Zur Vereinfachung kürze ich meine Argumentationskette nochmal ab:

Menschen haben ein gesteigertes Interesse an bekannten, familiennahen Menschen. Dieses Verhalten lässt sich auf den Umgang mit ihren Haustieren übertragen, denn sie werden in den Kreis des Familienumgangs erhoben und sind damit nicht mehr so abstrakt wie ein unbenanntes Nutztier. Die Quelle dieses unreflektierten Verhaltens ist nicht Moral oder Ethik, sondern Biologie.
Das war mir schon klar. Doch kannst du das Haustier, aus biologischer Sicht, nicht in deinen Verwandtenkreis miteinbeziehen. Es gehört nicht zu deiner Art. Nur du konstruierst ihm diese Bedeutung bei. Deshalb greift dieses Argument hier nicht. Und soweit ich weiß ist die Verwandtenselektion doch dazu da, deiner Familie zu helfen z.B. bei der Aufzucht der Jungen, so sicherst du auf implizite Art dein Erbgut. Was hat dann das Haustier in diesem Kontext für eine Bedeutung? Also ws tut es für dich Erhaltung diener Art? Nichts, genau

Außerdem ist es durchaus richtig das du andere Menschen (also außerhalb deiner Familie) nicht so behandelst wie die, die dir nah stehen. Aber tötest du sie deshalb gleich oder misshandelst du sie? (Ok, ja es gibt Leute die so ewtas tun....lassen wir die mal außer Acht) Denn das wäre ja dann die logische Konsequenz aus dem Argument. Das ist nicht mein Haustier, also darf es getötet/ misshandelt werden?

Es geht nicht darum was ich denke oder um meine Meinung und ich spreche mich auch nicht davon frei nicht auch zu werten. Mir ging es darum, eure Meinung zu hören. Eine Diskussion anzuregen, Standpunkte zu hören, zu vertreten....ich finde das äüßerst spannend.

Es geht im Grunde auch nicht das alle gleich behandelt werden sollen, sondern darum, jeder Spezies mit dem gleichen Respekt gegenüber zu treten und gleich zu berücksichtigen - das ist aber nun MEINE MEINUNG, die ich mir aus dem wissenschaftlichen und normativen Kontext gebildet habe!

Ach so leute, ich will hier übrigens niemanden auf den Schlips treten, ich frag nur aus Neugier. Außerdem dikutiert man ja auch mal gern...




Geändert von Freesouls (19.07.2011 um 19:18 Uhr).
 
 
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