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AW: für die FAQ´s:Was tun im Ernstfall und danachIch mache mal den Anfang. Bei Verstopfungen: Wenn man erkennt, dass das Kaninchen eine Verstopfung hat (erkennen kann man es z.B. dadurch, dass das Kaninchen nicht mehr köttelt, durch ertatsten des Bauches, usw.), ist es gut evt Ursachen dafür zu ermitteln, bevor man fortfährt. Ursachen dafür könnten sein (Info aus diebrain.de):
Wird eine Verstopfung bei einem Kaninchen bemerkt, sollte sofort der Tierarzt aufgesucht werden, da Verstopfung bei nicht ausreichender Behandlung zum Tod führen kann. Eigenbehandlung (welche nicht den Tierarzt ersetzt!!!): (Infos aus diebrain.de) Haarballen: Bei langhaarigen Tieren, die vorab schon Köttelketten ausgeschieden haben, könnte die Ursache der Verstopfung eine zu massive Aufnahme von Haaren (meist in Verbindung mit falscher Fütterung) sein. Wasser/Tee: Flüssigkeit hilft beim Ausscheiden von Verstopfungen. Wasserhaltiges Grün- und Saftfutter sollte vermehrt gegeben werden. Das Tier sollte viel Wasser, Kamillentee, Heutee (1.hilft bei der Ausscheindung 2.unterstützt die Darmflora -> mehr Infos unter den FAQ´s "Päppelbrei und co.") oder andere Kräutertees trinken. Sollte es nicht selber trinken, ist es wichtig mehrmals am Tag mit einer Pipette oder Spritze Wasser oder Tee einzuflößen! Öl: Öl macht den Darminhalt rutschig und hilft so, den Darminhalt auszuscheiden und die Verstopfungen zu lösen. Flößen Sie dem Kaninchen, nach Absprache mit dem Tierarzt ein hochwertiges Speiseöl, beispielsweise Leinöl, Olivenöl, Sesamöl, Rapsöl oder Sonnenblumenöl ein. Zu Beginn der Behandlung 2 bis zu 5 ml Öl, anschließend 2 - 3 x täglich 1 - 2 ml. Die Anwendung von Rizinusöl ist umstritten, da dieses zu starken Darmreizungen führt. Paraffinöl ist ebenfalls nicht zu empfehlen, da es sich in den Organen anlagert und außerdem mit dem Mageninhalt verbinden kann, so dass es nicht den gewünschten Effekt als natürliches Gleitmittel erfüllt. Rodikolan®: Ergänzend oder statt des Öls wird Rodikolan® oder Herbi Colan® verabreicht. Es wirkt krampflösend und besteht aus verschiedenen Pflanzenölen. 10 Tropfen dreimal täglich als Zusatz, oder statt anderen Ölsorten die oben genannte Menge im akutem Fall. Aufgasung: Meist haben die Tiere zusätzlich zur Verstopfung noch starke Blähungen. Da im Darm immer Gärprozesse stattfinden und die Gase nicht ausgeschieden werden können, bläht der Darm auf. Vorsichtshalber wird also immer ein Mittel gegen Gasbildung im Darm eingesetzt. Als gut verträglich gelten Medikamente mit dem Wirkstoff Simeticon (z.B. Elugan® Tropfen, Lefax, Sab Simplex). 3 - 5 x tägl. zwischen 0,2 und 0,4 ml vermischt mit der gleichen Menge Wasser werden direkt ins Mäulchen gegeben. Schmerzmittel: Eine Verstopfung ist Schmerzhaft. Daher ist es immer sinnvoll, dem Tier ein Schmerzmittel zu verabreichen. Ein bis fünf Tropfen Metacam® 1,5 mg/ml (Suspension für Hunde) 2 x am Tag. Schlägt es nicht an, wird der Tierarzt evtl. Novalgin verabreichen. Bewegung: Massieren und auf jeden Fall bewegung verschaffen, wenn es das nicht allein tut und nur herum sitzt, ein bisschen anstupsen. Bewegung ist Lebensnotwendig in dem Fall. Oft wird eine Verstopfung dadurch bemerkt, dass das Kaninchen nicht firsst und daraufhin wird erstmal kräftig gepäppelt. Das Päppel macht die Situation in dem Fall jedoch nur schlimmer, da das Kaninchen kein Problem mit der Nahrungsaufnahme sonder mit der Ausscheidung hat und sowieso schon überladen ist. Daher vor dem Päppeln immer sicher sein, dass das Kaninchen nicht an einer Verstopfung leidet. Bei Andeutungen einer Verstopfung immer ein Röntgenbild anfertigen lassen, um festzustellen wo sich die Verstopfung befindet. LG Lillybee
__________________ LG Lillybee Geändert von Lillybee (20.06.2011 um 16:41 Uhr).
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AW: für die FAQ´s:Was tun im Ernstfall und danachDurchfall Durchfall hat verschiedene Ursachen hier einige Beispiele: -Unverträglichkeit von Futtermitteln(z.B. zu schnelle Anfütterung) -Kokzidien und Hefen -Zu viel Gras bei Tieren die es nciht gewöhnt sind -Bakterien -Zahnfehlstellungen -Schädliches Material aufgenommen(Katzenstreu, Plastik usw.) -allgemein schlechte Ernährung(Trockenfutter) Erste Hilfe Maßnahmen: -Heutee zu bereiten(auch Fencheltee als kurzfristiger Ersatz) -frische Kräuter wie Dill, Basilikum,Breitwegerich,Kamille, Oregano anbieten -Auf Flüssigkeitszufuhr achten -After Region ordentlich säubern(Achtung! Fliegenmaden) -Tierarzt anrufen (Durchfall kann Tödlich enden) Beim Tierarzt: -Kotprobe mitnehmen(von 3 Tagen an versch. Stellen gesammelt am besten) -Zähne untersuchen lassen(vorder- und Backenzähne) -Es sollte ein Mittel gegen Blähungen mitgegeben werden z.B. Dimeticon, Sab Simplex(Mit Wasser mischen und ins Mäulchen geben) -Die Darmflora muss wieder aufgebaut werden, meist raten Tierärzte zu Bene Bac ob man es gibt ist einstellungssache. (Bene Bac enthält Zucker, welcher dem Darm schadet!) Gut wären köttel von gesunden Tieren, oder gar Blinddarmkot anderer Tiere. Die Köttel werden, ein bisschen aufgelöst und entweder mit evtl. Notwendigem Päppelbrei verabreicht oder so angeboten. -Eventuell wird der Tierarzt einen Päppelbrei mitgeben, Critical Care o.ä. dazu gibt es genauso versch. Meinungen s. kaninchenwiese.de Hier in den FAQ's Päppelbrei und co. sind alternativen zu finden.
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AW: für die FAQ´s:Was tun im Ernstfall und danachE.C. .Enzephalitozoon cuniculi E. cuniculi ist ein einzelliger Parasit, der vorwiegend das ZNS der Kaninchen befällt, aber auch andere Organe. Die Sporen werden über Kot und Urin ausgeschieden. Die Mehrzahl an Kaninchen in Deutschland trägt vermutlich den Erreger schon in sich (etwa 70-80%). Da diese Erkrankung eine Vielzahl verschieder Symptome aufweisen kann, hier oftmalige Beispiele: - Schiefkopfhaltung - Gleichgewichtsstörungen - Verkrampfungen und Lähmungen - Drehungen (auch ganz um die eigene Achse) - Nystagmus - Orientierungslosigkeit Erste Hilfe Maßnahmen: Störende Gegenstände aus den Gehege entfernen, sodass die Tiere sich bei Orientierungslosigkeit, oder gar bei Drehungen nicht verletzen können. Direkter Besuch beim Tierarzt (nicht in 5 und nicht in 10 Std und auch nicht morgen früh!!! UNMITTELBAR!) Beim Tierarzt: - Blutabnahme um Differentialdiagnosen auszuschliessen (z.B. Ohrenentzündung) - Schon bei V.a. E.C. sollte unbedingt hirngängiges Antibiotikum gespritzt werden und ein "Anti-Wurm-Mittel" verabreicht werden (Wirkstoff: Fenbendazol) - Vitamin-B-Komplex (hochdosiert) sollte ebenfalls verabreicht werden. - In den Meisten Fällen wirt unterstützend Cortison gegeben. - In der ersten Zeit nach Ausbruch der Erkrankung muss das Tier täglich beim Tierarzt vorgestellt werden. Zu Hause: Das betroffene Tier sollte ein Quarantäne-Gehege bekommen. Bei Nahrungsverweigerung selbstverständlich zufüttern, besonders Gemüse mit viel Vitamin B und appetitanregende Kräuter wie z.B. Dill. Außerdem darauf achten, dass das Tier genügend Flüssigkeit erhällt. Die Therapie mit Fenbendazol erfolgt in den nächsten Wochen oral, Dosierung nach Absprache mit der Tierarztpraxis. Unterstützend kann man das Tier mit einer Rotlicht-Lampe bestrahlen, jedoch so, dass es sich außerhalb des Rotlichtes bewegen kann. (vielleicht kann man das noch mit einigen Tipps ergänzen )
__________________ www.ninstuff.de http://www.ohne-tierleid-mampfen.blogspot.de/
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| Stichworte |
| ernstfälle, hilfe |
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