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WildeHasen 04.11.2016 13:34

RHD2 Überlebender
 
Hallo ihr Lieben,

Am Mittwoch morgen wurde meine 3 jährige Kaninchendame ohne jegliche Anzeichen am Abend zuvor, tot gefunden. Sie lag mit einem überstreckten Kopf im Stall und hatte sonst keine äußerlichen Anzeichen einer Erkrankung.
Ich gehe stark von RHD2 aus, weshalb ich direkt mit meinem übrig gebliebenen Kaninchen zum Tierarzt gefahren bin.
Die gestorbene Yuri haben wir beim Tierarzt gelassen und Lothar sollte eigentlich notgeimpft werden. Da Lothar aber nun schon 9 oder 10 Jahre alt ist, ein EC Kaninchen mit Schiefköpfchen, blind undtaub ist und er chronischen Schnupfen hat, riet die Ärztin von einer Impfung ab und sagte wir können nur abwarten.

Nun ist es Freitag, Lothar ist in einem Kaninchenkäfig (es tut mir im Herzen weh, ist aber die einzige Möglichkeit für jetzt), bekommt Panacur und ich gebe ihm geraspelten Apfel mit Rettich. Wie es scheint hat er sich nicht angesteckt, bis zum Ende des Wochenendes, sehe ich es aber noch nicht als vollkommen sicher, da die Inkubationszeit 1-3 Tage beträgt.

Der Plan ist generell den Stall zu Desinfizieren. Geeignetes Reinigungsmittel haben wir im Internet bestellt und es sollte heute Nachmittag mit der Post kommen. Da ich meinen Stall aber niemals zu 100% desinfiziert bekommen werde, ist die Frage wie sicher es ist Lothar (soweit er überlebt) wieder in den Stall zu setzen. Auch habe ich gelesen, dass er noch einen Monat anstecken sein könnte. Wobei man davon ausgehen könnte, dass er diesen Virus nicht hat, wenn er denn überlebt oder nicht?

Er wurde 2014 das letzte Mal geimpft, da er dort einen starken EC Ausbruch erlebte. Dabei wurde 2013 die Einzelimpfung und 2014 die Kombinationsimpfung verwendet. Die Jahre davor wurde höchstwarscheinlich auch mit einer Einzelimpfung geimpft. Könnte er somit Glück gehabt haben und die normale RHD Impfung hat ihn auch vor RHD2 geschützt oder liegt die letze Impfung zu weit zurück?

Wenn er nun das Wochenende überlebt, würde ich ihm gerne wieder eine Freundin holen, oder ihn abgeben. Die Tierärztin sagte eine Vergesellschaftung wäre sehr viel Stress für ihn, aber da der arme jahrelang in einem Stall ohne Gesellschaft bei der Vorbesitzerin gelebt hat, möchte ich ihn nicht schon wieder alleine lassen. Doch wie sicher wäre es, ein anderes Kaninchen in den Stall zu setzen, indem ein vermutliches RHD2 Kaninchen gewohnt hat?

Vielleicht hat Jemand Tipps, Erfahrungen oder Anregungen für mich:confused:
Vielen Dank und Liebe Grüße von Lothar

die Kleine 04.11.2016 14:30

Ein ausreichend gegen RHD2 gemipftes Kaninchen wäre meines Wissens nach kein Problem. D.h. entweder mit Filavac oder Cunipravac (bei letzterem Impfstoff muss zwei Mal geimpft worden sein). Hier im Forum hat jemand fast seine ganze Gruppe an RHD2 verloren, dort sind zum überlebenden Kastraten nun mehrere Kaninchen gezogen die ein anderes Mitglied aus Käfighaltung gerettet hat. Die Mama und ihre Kinder wurden zuvor alle mit Filavac geimpft und es geht ihnen nach wie vor bestens :).

Hier zum Nachlesen:

http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/41658-meine-rasselbande.html

http://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/41485-todesf%E4lle-verdacht-auf-rhd-rhd2-nun.html

marinahexe 04.11.2016 20:45

Das tut mir sehr leid. Ich würde Deinen Kastraten, trotz EC und Schnupfen, auch impfen lassen. Er sollte nur keinen akuten Schub haben. Vor allem Cunipravac wird sehr gut vertragen. Das ist der spanische Impfstoff, der nach 6 Wochen nochmals geimpft werden muss.

Bei Filavac hab ich kürzlich von einigen Todesfällen kurz nach der Impfung gelesen. Muss aber nicht am Impfstoff gelegen haben. Kann auch mangelnde Hygiene beim TA gewesen sein, oder das Tier hatte sich, während der Impfschutz aufgebaut wurde, mit RHD2 infiziert. Ich wollte das nur erwähnen.

Von wo kommst Du? Evtl. kann ich bei der Suche nach einem Partnertier helfen.

WildeHasen 04.11.2016 23:48

Ich weiß nicht ob es ein Schub ist, aber da er leider erst sehr spät behandelt wurde, hat er einen stark geneigten Kopf der sich bei Stress noch mehr neigt. Beim Hoppeln hat er etwas schlagseite und er ist blind und taub geworden.
Zudem haben wir seinen Schnupfen nie ganz trocken bekommen, da er jahrelang unbehandelt war.

Ich komme aus Essen und würde am liebsten ein EC Kaninchen welches auch stark eingeschränk ist dazu setzen, da Lothar auch sehr schüchtern und unterwürfig ist, und sich vor dominanten Kaninchen sogar fürchtet.
Da diese aber generell eher selten geimpft werden, frage ich mich wie ich das ganze nun händeln soll.

Nach dem Tierarztbesuch war Lothar sehr gestresst und ich weiß nicht ob ich ihm den Stress und die impfung nochmal zumuten kann.


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