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Braucht Rat zu Futterneid und Kastration
Hallo zusammen!
Ich habe zwei Zwergkaninchen, beides Mädels (ich weiß, keine Idealbesetzung). Es handelt sich bei den beiden um einen Widderzwerg und um einen Farbenzwerg. Eine der beiden Damen –Lilly- ist sehr dominant. Das äußert sich darin, dass sie die andere –Juni- permanent jagt, wenn es ums Futter geht oder wenn es auch nur etwas zu fressen geben könnte. Diese Jagten sind nicht weiter schlimm, hier und da fliegt mal ein Fellbüschel, aber sonst hält es sich in Grenzen. Ist es klug, die beiden zum Füttern abzutrennen? Beispielsweise kann ich den Käfig verschließen, wenn Juni drin hockt und Lilly im Gehege ist. Oder führen solche Trennungen zu noch mehr Streit? Ich füttere schon in getrennten Näpfen. Aber sie kloppen sich ja schon, wenn ich nur zur Tür herein komme… Sind die Näpfe mal drin, ist auch Ruhe. Die beiden sind nun ein Jahr alt und wohnen schon immer bei mir. Ich frage mich nun, ob eine Kastration der beiden sinnvoll ist. Ich weiß, dass es sich dabei um eine sehr schwere OP für die beiden handelt. Dennoch höre ich vermehrt, dass eine Kastration aufgrund sich häufig bildender Tumore sinnvoll sei. Noch am Rande, bevor Fragen auftauchen: Die Ernährung ist kaninchengerecht, das Gehege groß genug und der Auslauf genügend. |
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AW: Braucht Rat zu Futterneid und Kastration
Also mein Klopfer hat Laura auch immer gejagt wenn es Futter gab. Sie war dann irgendwann ganz verängstigt und hat kaum noch gefressen. Seither habe ich einen Sichtgeschützten Platz für sie und getrennte Näpfe. Mittlerweile geht jeder der beiden schon automatisch an seinen Platz zum essen und es gibt keine Probleme mehr. Später geht dann jeder an den Napf der im Spaß macht aber zur Futterzeit habe ich jeden an seinen Platz gelockt und ihm das Futter unter die Nase gestellt und wie gesagt jetzt weiß jeder ganz genau was sein Platz ist. Seitdem ist alles ruhig.
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Herzliche Grüße von Annemarie, Manuel mit ihren Schnuffs Laura und Klopfer ![]() |
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AW: Braucht Rat zu Futterneid und Kastration
Vielen lieben Dank für eure Antworten!
Mittlerweile füttere ich ja schon in zwei Näpfen und so weit weg auseinander wie es nur geht. Aber bereits sobald ich nur die Türe zum „Hasenzimmer“ öffne, geht die Raserei los. Manchmal denke ich, das Mädel hat nicht alle Zapfen an der Krone… Besonders leckere Dinge füttere ich schon nur noch aus der Hand und wenn ich mich ins Gehege dazuhocke. Da weiß Lilly, dass sie keinen Stress zu machen hat, sonst kriegt sie Stress mit mir. Bisher habe ich das Futter (Kräuter und Co.) auch immer direkt neben dem Gehege fertig gemacht – nun ein Ding der Unmöglichkeit, da Lilly sich benimmt wie ein Geier. Das arme Tier tut gerade so, als wäre es kurz vor dem Verhungern. Aber dann werde ich mir in Zukunft einfach wieder Zeit lassen beim Füttern und wenn ich füttere, dann seh ich zu, dass ich den einen im Käfig habe und den anderen im Gehege, dann kann ich sie kurz trennen. Ich hoffe nur, dass das nicht zu noch mehr Zoff führt. Die Kastration ist also hinsichtlich einer erwünschten Verhaltensänderung vollkommen sinnlos und wäre nur bzgl. Gebärmutterveränderungen sinnvoll. Was meint ihr? Lasst ihr eure weiblichen Tiere aus diesem Grund kastrieren? Bisher tut das, soweit ich weiß, kaum einer. Dann werde ich es wohl auch besser lassen, eine unnötige OP muss nicht sein. @Lupine: Leider habe ich nicht genügend Platz für ein drittes Kaninchen und die Vergesellschaftung gestaltet sich schwierig. Es gibt keinen Raum in der Wohnung, in dem meine noch nicht waren und einen, da dürfen sie eben nicht rein. Meine beiden haben 3qm Platz (Käfig und Gehege) zzgl. Auslauf. |
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AW: Braucht Rat zu Futterneid und Kastration
Eine Kastra würde ich persönlich nur dann durchführen lassen, wenn tatsächlich eine medizinische Indikation vorliegt, oder wenn dauernde Scheinschwangerschaften auftreten (dies ist auch der einzige Fall wo eine Kastra Auswirkungen hätte auf das Verhalten, weil das Aggressionsverhalten durch die Scheinschwangerschaften wegfällt). Bei Jule war die Gebärmutter vergrößert, ca. 6fach so groß wie sie hätte sein sollen. Das hätte über kurz oder lang zu entsprechenden Problemen (Vereiterung oder Entzündung) geführt, deshalb war die OP nicht zu umgehen. Wuschel habe ich nicht mit kastrieren lassen, und werde es auch nicht tun wenn es nicht nötig ist. Sie war bisher nur 2 mal überhaupt scheinschwanger, und zeigt keine Anzeichen für eine Veränderung im Bereich der Fortpflanzungsorgane.
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AW: Braucht Rat zu Futterneid und Kastration
Zitat:
Zudem ist es sinnvoll das Futter weiträumig im Gehege zu verstreuen. Dann hat das unterlegene Tier eher die Möglichkeit ans Futter zu kommen. Zitat:
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AW: Braucht Rat zu Futterneid und Kastration
Naja da hab ich andere Erfahrungen. Immer wenn Garfield frisst fällt Molly ein das sie ja auch Hunger hat und frisst dann vom gleichem Haufen!
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AW: Braucht Rat zu Futterneid und Kastration
@saloiv: Ich hätte die Kastra auch nicht zum Zwecke der Verhaltensändeurng durchführen wollen! Aber ich hatte neulich privat ein Gespräch mit einer Tierärztin. Diese meinte, dass man weibl. Kaninchen ja durchaus aufgrund der Tumorgefahr kastrieren könne. In diesem Zusammenhang dachte ich mir, dass sich ja eine Verhaltensänderung ergeben könne - hatte aber ja auch Angst, dass diese sich negativ äußert.
Die beiden bekommen täglich 2 mal frisches Wasser und heu all you can eat. Dazu bekommen sie morgens FriFu. Also Karotten, Möhrenkraut Kohlrabi und dessen Blätter, Salat, Pastinaken, Gurke, Paprika, Tomate, Steckrübe, Apfel, Banane (selten)... Was eben grad so da ist. Nachmittags/abends bekommen sie dann jeder einen Napf mit gemischten, getrockneten Kräutern. Leckerlies gibt es kaum, da brauche ich nur noch Restbestände auf. Bald bekommen sie auch wieder Grün von der Wiese, das ich wie letztes Jahr im Gehege verstreuen werde. Genauso mache ich das auch mit Kohlrabiblättern, Möhrenkraut & Co. FriFu gibts aus dem Napf, da frisst das dominante Weibchen zuerst. Banane gibts nur aus der Hand, die lieben sie besonders. Auf die Kräuter sind die beiden wahnsinnig scharf, die bekommen sie in zwei getrennten Näpfen. Ich versuche dann schon immer, die Mädels in einem günstigen Augenblick zu erwischen, sodass Lilly gar nicht die Möglichkeit hat, Juni zu verhauen... Alles in allem bin ich aber beruhigt, dass dieses meines Erachtens extreme Dominanzverhalten anscheinend gar nicht außergewöhnlich ist. Ich war nur beunruhigt, weil gelegentlich schon Fellbüschel flogen und Lilly "knurrt". Aber immerhin bin ich nicht die Einzige, deren Karnickel manchmal nicht alle Zapfen an der Krone hat... ![]() |
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AW: Braucht Rat zu Futterneid und Kastration
Ich würde dir empfehlen statt einmal täglich, zweimal täglich Frischfutter zu füttern. Dadurch wird nicht nur der Verdauungstrakt besser belastet (gleichmäßiger) sondern meistens sinkt auch der Futterneid beachtlich. Probier auch mal die Frischfuttermenge zu verdoppeln, dass ist auch sehr wirksam.
Bei meiner Gruppe gibt es keinen Futterneid, dafür haben sie aber auch keinen Grund, weil sie rund um die Uhr genug Futter zur Verfügung haben. Wenn sie sich trotzdem immer ums Futter zanken würden, müssten sie sich 24 Std. zanken und das lassen sie lieber. ![]() |
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AW: Braucht Rat zu Futterneid und Kastration
Wenn ich das FriFu verdoppele, dann werden sie aber kaum mehr Heu fressen - ist das schlimm? Nutzen sich die Zähne von Karotten, Kohlrabi und Co. mümmeln genauso ab?
Im Sommer ist das sicher eher weniger problematisch. Da geht man eben schnell auf die Wiese und sammelt büschelweise FriFu ein... Gras und Kräuter beanspruchen die Zähne sicher genauso gut wie Heu. |
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